Was man mit etwas Fußfeingefühl machen kann

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Was man mit etwas Fußfeingefühl machen kann

Beitragvon Cavaron » Sa 28. Jun 2014, 09:38

Ich hoffe, ich erzähle als relativer Zoe-Neuling in meiner Begeisterung jetzt nichts, was schon allgemein bekannt ist. Also ich fahre fast immer im Eco und versuche auf Autobahnfahrten sparsam mit den LKWs zu schwimmen. Dabei sind mir zwei Feinheiten aufgefallen, für die ich mir zwar einen Knopf gewünscht hätte, die man mit genug Fußkontrolle aber auch so auslösen kann. Wichtig ist, die aktuelle kW-Verbrauchsanzeige dafür zu aktivieren.

Das Erste ist Gleiten - also den Nullpunkt zu finden, ab dem man ohne Energieaufwand dahin rollt. Da sich die Umgebungsvariablen mit dem Streckenverlauf, Wind usw. immer ändern, muss man da schon ordentlich mit dem Fuß nachjustieren um immer die blaue Null zu sehen (soweit man nicht unter seine Wunschgeschwindigkeit fällt). Ich nutze das um effizient Geschwindigkeit abzubauen, z.B. weil der Verkehr langsamer wird, oder man demnächst abfährt. Rekuperieren wäre hier wieder mit Verlusten verbunden. Bedingung ist natürlich, dass man extrem vorausschauend fährt.

Das Zweite ist Geschwindigkeitsaufbau kurz vor der Talsohle. Im Eco-Modus fährt man ja maximal 98km/h (zumindest ich mit meinen 15" Reifen). Bergab kann man aber mit einem geschickten Fuß erreichen, dass die Geschwindigkeit auch im Eco auf 110 ansteigt. Auch hier gilt es die 0 im kW-Verbrauch zu halten und Rekuperieren zu unterdrücken. Bei langen Bergab-Strecken versuche ich zunächst mal bei konstanter Geschwindigkeit möglichst viel zu rekuperieren. Auf den letzten 500 Metern bergab baue ich dann aber lieber Schwung auf, um danach länger Rollen bzw. energieärmer wieder bergauf kommen zu können.

Meiner Meinung nach zwei gute Maßnahmen um noch effizienter zu fahren.
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Re: Was man mit etwas Fußfeingefühl machen kann

Beitragvon LX84 » Sa 28. Jun 2014, 09:58

Hallo Cavaron!
Das ist definitiv eine Möglichkeit wie du es machen kannst! Du sprichst vom hier oft genannten "Segeln".
Als alternative zur Fußfeinfühligkeit kannst du auch einfach den Wahlhebel auf "N" stellen während der Fahrt, um zu segeln! So musst du nicht mit dem Strompedal ständig nachjustieren!
Beim Wiedereinlegen des "D"-Modus ist je nach Situation ein wenig Feinfühligkeit gefragt - lässt man den Fuß vom Strompedal weg, fängt er ja gleich stark zu rekuperieren an; steigt man zu stark isn Pedal, zischt der Verbrauchsbalken hoch.
Ich hab mir angewohnt, beim "einkuppeln" des D Modus kurz vorher das Strompedal ca 1cm reinzudrücken, und erst wenn eingekuppelt ist, dosiere ich nach, das geht nach kurzer Eingewöhnung ganz elegant!
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Re: Was man mit etwas Fußfeingefühl machen kann

Beitragvon Cavaron » Sa 28. Jun 2014, 16:03

Darf man denn während des Fahrens auf N stellen? Meine mal im Handbuch gelesen zu haben, das man das nicht tun sollte.
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Re: Was man mit etwas Fußfeingefühl machen kann

Beitragvon eDriver » So 29. Jun 2014, 00:24

:thumb: So macht elektrisches Fahren Spaß.
Klar kann man in N schalten, warum nicht? Es wird dann nur der Antrieb weggenommen, aber nicht vergessen auf D zu schalten wenn Du bremsen musst ;) (Bremsweg könnte sich etwas verlängern bis man geschaltet hat und die REKU greift)
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Re: Was man mit etwas Fußfeingefühl machen kann

Beitragvon AbRiNgOi » So 29. Jun 2014, 09:30

Ich darf ein wenig klugscheißen? :klugs: sonst einfach wegschaun :)

Also: es geht hier um die Frage der Reichweite, Segeln oder Rekuperieren. gut. Nehmen wir den ersten Fall: höchste Reichweite:
Rein physikalisch gesehen ist natürlich mehr Energie im Accu wenn ich rekuperiert habe, als wie wenn ich den Weg gesegelt bin. Wo geht die Energie hin, wenn ich Segle? Aus dem Accu raus ist diese beim Bergauffahren, da sind wir uns einig, aber beim runter fahren, wo geht diese hin. Die Antwort ist der Luftwiderstnd, welcher egal ob bergauf oder bergab mit 8 fachen der Geschwindigkeit steigt. Unsere schöne kinetische Energie, weg im Luftwiderstand. Sicher, es ist die billigste Art schneller zu fahren, weil bei der Rekueration schon mal 6% als Wirkungsgrad verloren gehen, und beim Beschleunigen wieder. Macht also 12% besserer Wirkungsgrad beim Segeln als beim Rekuperieren, und damit um 12% billigeres Schnellfahren als auf der Ebene oder am Berg.
Kurz: Schnellfahren benötigt immder die gleiche Energie, egal ob bergauf, bergab oder in der Ebene. Nur beim bergabfahren ist diese um 12% effizenter als schnellfahren auf der Ebene. Wenn Du es also eilig hast, dann ist das Schnellfahren bergab am besten, wenn Du die größere Reichweite brauchst, solltest Du alles was geht zurück in den Akku packen, auch mit Verlust.
Und: Unterschätze das Rekuperieren gerade bei der ZOE nicht: bei meiner Fahrt Wien - Cres(Adria) - Wien habe ich auf 1600km insgesammt 45kWh rekuperiert, das entspricht zwei Tankladungen! Also zwei mal weniger stehenbleiben wegen Reku, da ist der Geschwindigkeitsvorteil gleich wieder weg.
Wenn wir aber von +-2kW sprechen ist es besser auf N zu schalten, die Fahrgeschwindigkeit so um 10kmh um die Reisegeschwindigkeit zu legen und erst darüber oder darunter wieder auf D zu gehen, da kann man sich die Verluste wirklich ersparen :)
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Re: Was man mit etwas Fußfeingefühl machen kann

Beitragvon eDriver » So 29. Jun 2014, 11:42

Jepp, deswegen hat ja auch die Restweitenanzeige und das NAVI die Probleme mit der Reichweitenangabe am Anfang.
Erst wenn die Höhenunterschiede + eigenes Fahrverhalten betrachtet werden kann es besser werden.
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