Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Was braucht ein Elektroauto wirklich?

Eine möglichst große Akku-Reichweite mit entsprechendem Preisaufschlag.
29
36%
Einen Akku mit ca. 30kWh und Schnelllademöglichkeit (ca. 120kW) mit ausgebauter Infrastruktur.
39
48%
Ich bin jetzt schon zufrieden mit den Akku-Reichweiten aber nicht mit der Infrastruktur der Ladesäulen.
13
16%
 
Abstimmungen insgesamt : 81

Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Rudi L. » Mi 30. Mär 2016, 16:42

weil ich diese Kapazität für Reichweite bei hohen Reisegeschwindigkeiten benötige. Damit wäre so ein Auto endgültig nicht mehr nur auf Augenhöhe mit einem Verbrenner, sondern besser, weil effizienter und leistungsstärker.

Das wird auch so kommen, ich vermute sogar die (auch von mir) viel gescholtenen deutschen Hersteller werden das am Ende bringen. Auch das Problem mit der Leistungsreduzierung wird gelöst werden, durch entsprechende Materialen und Kühlsysteme. Da ist noch viel an Verbesserungspotential drin und auch nötig.
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Zoeteaser » Mi 30. Mär 2016, 16:47

Hallo,

Es ist meines Erachtens der völlig falsche Ansatz, ein E-Auto zum Langstreckenfahrzeug zu "verdammen", - Teslas mal ausgenommen...

Besonders im Kurzstreckenverkehr und auf Landstraßen bei Tempi bis 100km/h hat ein Elektroauto besondere Stärken. Natürlich sind echte 300 km Reichweite wünschenswert und gut, aber selbst dann reichen 45kwh-Akkus und 50 kW-Säulen locker aus. Alles, was entfernungsmäßig darüber liegt, kann besser mit der Bahn bewältigt werden. Die derzeitigen öffentlichen 11kw- und 22kw-Säulen (ca. 80% aller öffentlichen Ladesäulen) sind bei dreiphasiger Ladung schnell genug, finde ich.
Wir müssen endlich vom "Langstreckenwahn" mit dem Pkw wegkommen. Seit 1990 hat sich sich die Anzahl der Pkw verdoppelt auf derzeit etwa 45 Mio. Fahrzeuge!!!! Auch damals gab es schon eine Menge Staus, mehr als genug, die Situation verbessert sich nicht, nur weil wir dann mit dem Elektroauto im Stau stehen und die Mobilität - um die geht es ja schlußendlich - zur Immobilität machen.

Superschnellladung und Riesenakkus, am besten noch verbunden mit den tollen, schweren und "sparsamen SuVs"(=sehr unnötige Vehikel) sind meines Erachtens nicht der richtige Weg. Meine Meinung, und nur meine....Muss nicht die einzige und auch nicht die "Wahrheit" sein.

Mit besten Grüßen und dem Wunsch auf eine hoffentlich zielführende Diskussion!
Zuletzt geändert von Zoeteaser am Mi 30. Mär 2016, 17:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Tho » Mi 30. Mär 2016, 16:59

Genau das befürchte ich, mit zunehmender billiger Akkukapazität wird den Herstellern die Effizienz wieder zunehmend unbedeutend und jeder Blödsinn wird konstruiert....Höher, schneller, weiter.
Dann sucht man wieder vergebens ein kleines, effizientes und wertiges Auto...
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Zoeteaser » Mi 30. Mär 2016, 17:08

Korrekt. Ich wäre der glücklichste Mensch, wenn ich nur in den nächsten Jahren in der Zoé 300 km Reichweite hätte, langt mir auch als Erstfahrzeug völlig. Man muss nicht so oft nachladen und kann auch mal 150 km in eine Richtung fahren. Ich hatte in 2002 ein Erdgasfahrzeug, 350 km Reichweite, bin damit 180.000 km in zehn Jahren gefahren, abgasarm. Fuhr damals sehr gut, ohne Probleme....Für 95% der Fälle, ansonsten Bahn oder ggf. im Ausnahmefall Mietwagen.
Heute ist das Elektroauto überlegen, gar keine Frage. Freue mich auf die Zoé II.
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Think » Mi 30. Mär 2016, 17:10

Rudi L. hat geschrieben:
Ich brauche einen möglichst großen Akku + Schnelladung. Ich hoffe ja, daß es irgendwann Akkus mit 3-400kwh gibt. Dazu noch Schnelladung mit mindestens 400kW Leistung.


Unter derzeitigen ökolog. Bedingungen gerade zur Akkuherstellung u .Recycling sowie der bisherigen Stromproduktion (1/3 Mix) u. Logistik der Bereitstellung scheinen mir solche Ansprüche echt enorm abgehoben...... :roll:
Allein schon in der heutigen Zeit ist der Tesla Mod. S nicht wirklich mit Öko-Image zu verstehen, sondern ist eher ein Vorzeigeobjekt, was mit einem E-Auto schon möglich ist, also zum Wachrütteln der Bevölkerung oder der Autoindustrie gedacht.........
Sollte es aber möglich sein bis in geraumer Zeit solche Ansprüche aus absolut nachhaltiger Wirtschaft befriedigen zu können
wäre es ja noch ok..........
Ich selbst würde derzeit ein Twike5 mit dem 28Kw-Akku gegenüber einem Tesla jeder Art bevorzugen, wenn es denn schon zum anberaumten Preis käuflich wäre u. alle versprochenen Vorteile gegenüber dem 3er aufweisen würde........
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Rudi L. » Mi 30. Mär 2016, 17:22

vor Jahren sagte auch mal einer 630KB sind genug ;)

Das hat mit abgehoben nichts zu tun, sondern mit dem derzeitigem Stand der Verbrennertechnik erreiche ich dieses Leistungsspektrum ja längst schon. Jetzt müssen wir nur die Antriebsart tauschen. Dies sollte aber nicht mit Verzicht einhergehen, sondern mindestens auf Augenhöhe funktionieren. Sonst wird es schlicht nicht gekauft.

Gäbe es den Tesla nicht, ich müßte zwangsläufig auf einen Verbrenner zurückgreifen. Aber auch der Wagen bietet noch genügend Raum für Verbesserungen. Und die Technik muß für mehr Leute erschwinglich werden, sonst bleibt es ein Luxusgut.

Wie schon erwähnt, ich vermute, die (auch von mir) viel gescholtenen deutschen Hersteller werden am Ende die Elektroautos bringen, die dieses Leistungsspektrum abbilden werden. Gleichzeitig wird es auch kompakte Autos geben.

Vor Jahren sagte mir ein " deutscher Automann" wenn das Reichweitenproblem bei Elektroautos gelöst ist, sind alle anderen Konzepte tot. Wir stehen glaube ich kurz davor.
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Zebolon » Mi 30. Mär 2016, 17:35

Vor Jahren sagte mir ein " deutscher Automann" wenn das Reichweitenproblem bei Elektroautos gelöst ist, sind alle anderen Konzepte tot. Wir stehen glaube ich kurz davor.

Das ist ja genau der Punkt:
Reichweite heisst nicht für alle "In einem Rutsch durchfahren" sondern auch:
"Kurz und zügig laden und sofort weiterfahren".

Über diesen Unterschied sollte man nachdenken, denn die meisten machen Langstreckenfahrten wirklich recht selten.
Bei mir sind es zwei bis max. 3 Urlaubsfahrten zwischen 500 und 1200 km und zwischendurch vielleicht noch 8-10 Fahrten bis 250 km, was aber eigentlich keine wirkliche Langstrecke wäre, heute mir aber noch so vorkommt.

An das Pausieren kann man sich übrigens ganz gut gewöhnen, allerdings nicht an das Suchen nach Ladestationen, die dann evtl. noch defekt sind oder wo man keinen Zugang hat.
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Super-E » Mi 30. Mär 2016, 17:49

Ich denke 300-400kWh werden echte Exoten bleiben. Ausschließen würde ich es nicht, aber eher für fette SUVs oder die bei den Amis beliebten Pickups. Bei normalen Fahrzeugen erwarte ich, dass die Kleinwagen so um die 50kWh, die "Mittelklasse" so 100-120kWh und die Oberklasse so bis 200kWh bekommen werden (Vertreterautos wie ein Passat vielleicht auch 250). Und natürlich wird die Akkugröße, wie heute die Motorleistung eine Ausstattungsvariante darstellen und jeder kann sich das für Ihn passende wählen. Gleichzeitig werden die Fahrzeuge noch deutlich Energie optimiert. (Isolierung, etc.)
Man muss nicht immer nur die Reichweite für eine Strecke im Blick haben. Ein großer Akku bietet ganz andere Möglichkeiten bei der Ladung (EE - Überschussladung, Flexibilität bei der Wahl des Ladepunktes, falls man keinen Heimladeplatz hat).

zur Umfrage selbst:

Voll alltagstauglich wenn 300km bei 120km/h. Unterwegs 80% Nachgeladen in < 30min. Zu Hause in <8h (aber auch gerne schneller)

Großer Akku, der die mögliche Ladeleistung nicht richtig nutzt wäre Verschwendung. Beispiel der Ampera-E mit 100kW CCS würde da gut hinkommen - bei nur 50kW CCS, wäre da viel verschenkt...
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon mstaudi » Mi 30. Mär 2016, 18:04

Die Auswahl der Umfrage ist für ich nicht ausreichend. Ich brauche keine möglichst große Batterie, 60kWh wären wohl so ziemlich das Optimum der nächsten 3 Jahre in Bezug auf Leistung / Preis.
Solang die Batterie viel Anteil am Auto kostet, sind möglichst freie Kapazitätswahl angesagt. Also noch so ziemlich lang.
mIn 30 kWh, 60 kWh, 100, kWh, 200kWh :)
Dann kann sich jeder raussuchen was er braucht. Und wenn nur auf Öko gemacht wird, dann werden wir das Gegenteil erreichen, nämlich dass die meisten in 20 Jahren immer noch Verbrenner fahren. Also einfach freie Wahl, aber schnell!!!!!!!!

Gruß, mstaudi
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Re: Was ein E-Auto wirklich braucht - Umfrage

Beitragvon Vanellus » Mi 30. Mär 2016, 18:57

Ich kann dem Einen und Anderen hier nur zustimmen: Es ist müßig, darüber zu diskutieren, wie das beste Auto der (E-)Zukunft aussehen muss. Das ist nach persönlichem Geschmack sehr unterschiedlich. Für den Einen war bis vor kurzem der Porsche Cayenne S das Auto der Wahl, für den anderen der gebraucht gekaufte Opel Corsa. Da zwischen gibt es alle Abstufungen.
Wir müssen bei den E-Autos dazu kommen, was es bei Verbrennern seit Jahrzehnten gibt: Wahlmöglichkeiten bezüglich Akkugröße, meinetwegen auch Motorleistung (gibt es alles schon bei Tesla ... warum nur da?), als Coupé, als Kombi usw. meinetwegen auch mit AHK :D Dann aber auch mit Dachgepäckträger ;)

Für mich wäre zur Zeit ein Akku von etwa 60 kWh Größe das Richtige. Warum? Weil er die Ladesituation enorm entspannt. Ich fahre hier überwiegend in dem kleinen Flächenland Schleswig-Holstein umher. Mal 50 oder 100 oder 150 km hin und wieder zurück. Immer muss ich prüfen, wo kann ich "in der Fremde" laden und was mache in der Ladeweile. Destination Charger gibt es nur in wenigen Glücksfällen. Meist muss ich "irgendwie" warten. Mit echten 300 km Reichweite kratzt mich das kaum noch. Ich kann mir Lademöglichkeiten suchen, die mir besser liegen und muss nicht gerade im Winter jede Ladesäule im Gewerbegebiet anlaufen und sitzen und frieren. Ich lade einfach, wo es gut geht und wo ich ohnehin stehen muss. Und das hat nichts mit Langstrecken-Schnellfahren auf den AB zu tun. Da nehme ich ohnehin den großen Elektrischen mit der Oberleitung.

Mal abgesehen, davon dass ein 30kWh-Akku es nicht schätzt mit 120 kW-Ladeleistung zwangsbeatmet zu werden, ist die Zwangspause alle 150 km (und das ist realistisch die Distanz zwischen den Ladepausen bei 30 kWh) doch nun nicht das Ziel des E-Autofahrens. Oder?
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