Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon 0cool1 » Fr 20. Jan 2017, 22:00

Ich bin gespannt, ob er wirklich so enttäuscht ist wie es auf Facebook aussah ;)

https://www.youtube.com/watch?v=SN_CWtjPGNo
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon Greg68 » Sa 21. Jan 2017, 00:02

Tja, Norwegen ist wohl nicht die Domäne der ZOE... die Kälte, das IT-Stromsystem (m.W. nach ohne Nullleiter), die Verbreitung von DC-Ladeinfrastruktur, die nicht genutzt werden kann.

Er hat aber auch gesagt, dass es in anderen Ländern durchaus ein gutes Auto für vegleichsweise wenig Geld (beim Gebrauchtkauf wie bei mir) sein kann. In D ist es ja doch eher selten so bitterkalt wie aktuell oder gar wie in Norwegen im Winter. Schon Hardcore für die ZOE. Kommt halt auch immer aufs eigene Profil an: Wenn man nur wenige Male im Jahr und möglichst nicht im Winter eine weitere Strecke fahren muss, kann man die längere Fahrtzeit mit der ZOE entweder mal in Kauf nehmen oder sich einen Verbrenner leihen, wenn's schnell gehen muss, oder den Zug nehmen, wenn man alleine fährt und das von den Verbindungen her gut machbar ist (und man nicht zu viel Gruscht mitnehmen muss).

Zur DC-Ladung, die TB so schmerzlich vermisst hat: ich habe mir absichtlich ein Auto gekauft, dass ohne DC auskommt und mit relativ viel Dampf (43 kW) AC laden kann. Hier in RLP gibt es einfach nur sehr wenig DC-Infrastruktur, das Land ist aber halbwegs passabel und flächendeckend mit AC-Ladern mit 22 kW ausgestattet. Und es gibt viele Bauernhöfe hier ;). Gut möglich, dass das in anderen Bundesländern besser aussieht, hier ist's grausig. Wenn sich das bessert, könnte die ZOE mit CCS Sinn machen. Hoffe, die fahren AC-Ladung dann aber nicht unter 22 kW runter. ZOE mit CCS kommt wohl 2019 (nicht 2017 wie ich in den Kommentaren gelesen habe, haben die vlt mit dem neuen Akku verwechselt?), wird für mich dann ab 2021 gebraucht interessant. Oder der IONIQ ;). Oder...

Insgesamt fand ich das mal wieder einen sehr guten Beitrag vom TB, auch wenn die ZOE in dieser "Disziplin" nicht gut wegkommt. Aber mit reinen "Hurrafilmen" ist ja auch keinem gedient. Danke TB :)

Gruß, Gregor
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon Jack76 » Sa 21. Jan 2017, 00:13

War irgendwie zu erwarten....
- nur 1x 43KW Säule auf dem Weg
- arschkalter Akku damit Ladeleistung entsprechend reduziert
- TomTom zwar bekannt, jedoch hat er nicht gemerkt, dass die Reichweitenberechnung des TomTom den steigenden SoC beim Laden nicht berücksichtigt und sowieso extrem konservativ ist
- immer diese kurzen Hops von ~40km, und dann wieder Ladepause? da hätte er ruhig auch mal einen stop überspringen können (was er auf der Rückfahrt dann auch mal tat)
- offensichtlich hat ihm niemand die Klimatisierung und den Eco-Mode vorher erklärt. Wer dann bei (bis zu) -25°C im Eco Mode über eine unzureichende Heizung klagt... Die Heizung ist eh limitiert und diese dann noch zusätzlich zu beschränken???
- das r-Link muss eine sehr alte Firmware gehabt haben, da war im Trip-Report noch die Fahrzeit-Anzeige mit drin!
- Die berühmte "norwegische" Batterieheizung ;-) hatte seine Zoe auch nicht! Ich vermute da einen frühen Frankreich-Import!
- Mega-Handicap durch das norwegische Stromnetz (keine Heimladung, kein pre-Heating etc...)
- heizen beim laden: statt entweder per FB oder pre-Heating Einstellung im r-link wirklich den Innenraum gewärmt zu bekommen, aktiviert er nur diese Lüftungsschaltung über die Bedienkonsole.

Alles in allem, ja klar, wenn ich jemand komplett unvorbereitet mit der Zoe bei bis zu -25°C durch Norwegen scheuche, ohne Möglichkeit daheim zu laden, und nur ungenügend vorhandenem AC43-Netz sind Björns Schlußfolgerungen völlig nachvollziehbar. Ich denke auch die Zoe ist mit Ihrer Ladetechnik und dem in Norwegen vorhandenem Strom-Netz und der Schnellladesäulen-Ausstattung (ohne AC43) ziemlich ungeeignet für diesen Markt.
Und ja, die Zoe ist sicher kein Langstreckenfahrzeug, der cw-Wert und Verbrauch bei höheren Tempi sind nun mal sehr begrenzenden Eigenschaften, der kleine Akku tut sein übriges. Mit dem 41kWh-Akku verschiebt sich dies ein wenig, der Verbrauch wird aber leider weiterhin ein Thema sein.
Test mit der Q90 wiederholen, wie er angedeutet hatte? Sollte er sich ruhig zutrauen, nur etwas mehr Tipps (ECO aus), Tricks (vorheizen beim laden) und Hintergrundwissen (WP, Akkuheizung, AC43-Netz "südlich" Norwegens) im Vorfeld wären da noch angebracht. Vielleicht würde er den Trip dann auch einfach quer durch Holland machen (Stichwort FastNed)... Es geht ja im Grunde darum, dass ein mit der Zoe nicht erfahrender evtl. Kaufinteressent sich so einen Bericht ja auch anschaut, um einen Eindruck von der Zoe zu gewinnen. Wir regen uns hier oft genug über Journalien von Autoblöd, Auto-Motor-Spott & Co. auf, die mit merkwürdigen Tests und sinnfreien Fahrberichten oft sehr negativ gefärbte, aber letzten Endes doch vor Allem von Unwissenheit geprägte Testberichte abliefern und so dem interessierten aber halt logischerweise unerfahrenen Leser das typische Bild abliefert: Is nix! So wie ich von einem Verkäufer verlange, dass er sein Produkt kennt und mir beschreiben und "verkaufen" kann, so erwarte ich von einem Fahrbericht bzw. Fahrzeugtest eben auch wertvolle Hintergrundinfos, Tipps etc., denn hier erwarte ich die Infos, die eben nicht aus dem Hochglanzprospekt und vom Verkäufer stammen, sondern echte Erfahrungswerte und Hinweise, wie was am besten funktioniert und warum ich etwas wie machen sollte.
Ansonsten recht kurzweilig, heftig viel Schnee und schöne Landschaften... ;-)
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon Elektrofahrer » Sa 21. Jan 2017, 09:29

Warum testet er ein Auto, welches schon 4 Jahre alt ist ? Hätte er den neuen Zoe mit 41 kwh Akku genommen, wäre sein Urteil anders ausgefallen. Den Hyundai Ionic hat er ja auch neu getestet und nicht 4 Jahre gewartet.
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon 0cool1 » Sa 21. Jan 2017, 09:56

Das hat er damit begründet, dass es für die Leute ist die sich keinen neuen IONIQ oder e-Golf leisten können.
Zur 41kWh-Version macht die Reisedauer keinen Unterscheid, da auch hier nur mit 22kW geladen werden kann.
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon Ollinord » Sa 21. Jan 2017, 10:02

0cool1 hat geschrieben:
Das hat er damit begründet, dass es für die Leute ist die sich keinen neuen IONIQ oder e-Golf leisten können.
Zur 41kWh-Version macht die Reisedauer keinen Unterscheid, da auch hier nur mit 22kW geladen werden kann.


Das macht schon ein Unterschied ob ich mit 150 KM Range oder 300 starten kann. So habe ich schonmal 150 KM mehr im Sack, ist doch schon einiges bei z.B. 400 Km Stecke...
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon Newbiest » Sa 21. Jan 2017, 10:40

Welche Lademöglochkeit hat die neue Zoe denn? Kann die dann auch CCS oder kann die 43 KW AC? Aus meiner Sicht ist das warten länger als 30 min pro Ladevorgang auf Strecke doch eher unpraktisch.
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon harlem24 » Sa 21. Jan 2017, 10:49

Er sagt ja auch, dass er die Zoe eigentlich mag, aber findet, dass der Wagen nicht zum norwegischen Markt ohne AC-Schnellladesäulen paßt.
Er erwähnt auch immer wieder, dass es z.B. in Dänemark eine deutlich besser passende Ladeinfrastruktur gibt.
Wenn man bedenkt, dass die Zoe halt doppelt so lange braucht, um wieder auf ähnliche Reichweiten zu kommen wie der 24er Leaf...

@Olli
Dafür mußt Du dann aber auch 2,5h stoppen um wieder weiter zu kommen. Da haut halt wieder die Infrastruktur rein.

@Newbiest

In Deutschland nur 22kW, ob sie in Norwegen auch 43kW kann weiß ich aktuell nicht. Und CCS kommt er mit der neuen Generation wahrscheinlich 2019.
Gruß

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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon Jack76 » Sa 21. Jan 2017, 11:07

Newbiest hat geschrieben:
Welche Lademöglochkeit hat die neue Zoe denn? Kann die dann auch CCS oder kann die 43 KW AC? Aus meiner Sicht ist das warten länger als 30 min pro Ladevorgang auf Strecke doch eher unpraktisch.


Und das mein ich, warum solche "Tests" doch mit etwas mehr Hintergrundwissen gemacht und dem interessierten Publikum gezeigt werden sollten, beim Tesla ist Björn ja auch "wissender"...

Egal, also die Zoe lädt an Wechselstrom (Typ2) mit 2KW-22KW (R-Modell) bzw. 2KW-43KW (Q-Variante). In Deutschland gibt es neu ausschliesslich die R-Variante zu kaufen. Die in Deutschland am weitesten verbreiteten Lademöglichkeiten sind die manchmal auch liebevoll Bürgermeistersäulen genannten Säulen von RWE, EON und Co, welche idR 11-22KW Typ2-Ladedosen bereitstellen. Man benötigt dafür also sein eigenes Ladekabel (so wie Björn im Video).
Auf Langstrecke benötigt man Schnelllader, also die von Björn zitierten DC-Lader. Diese haben normalerweise auch einen Schnelllader-AC-Anschluss. An den Säulen, die Björn zeigt (bis auf die eine) sieht man schön, dass da ein Kabel nicht montiert ist. Ist ähnlich wie bei den hier in DE im SLAM-Projekt verbauten Säulen, welche keinen Chademo-DC-Anschluss haben. So haben die Schnelllader, die Björn anfährt eben keinen AC-Schnellladeanschluss (kabel).
An diesem AC43-Anschluss kann die Zoe (Q-Version vorausgesetzt!) fast so schnell laden wie Leaf und Co. Das sind ~40KW Ladeleistung in der Spitze wenn der Akku warm genug (>18-20°C) und leer genug (<80% SoC) ist. Für den (alten) 22kWh Akku bedeutet dies 0-80% SoC in ~30 Minuten. Der größere (41kWh) Akku, wird dafür rund ne Stunde benötigen. Ist halt ein Rechenexempel, Ladeleistung ~40KW und ~41kWH sind reinzupumpen... ;-)
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Re: Teslabjörn testet die Zoe (Q210)

Beitragvon harlem24 » Sa 21. Jan 2017, 12:25

@Jack

Da aber die Zoe bis 2014 nicht in NO angeboten wurde, der Leaf aber schon, haben die Versorger auch keine AC43 an ihre Triple gebaut, braucht man ja auch nicht.
Von daher ist Norwegen, wenn man's eilig hat ;), kein Zoe Land...
Gruß

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