Segeln versus Reku

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Segeln versus Reku

Beitragvon DeJay58 » Mo 25. Mai 2015, 22:15

Ich hab zwar eher an vorausschauendes Fahren gedacht, aber natürlich gehört das von Dir erwähne auch dazu, keine Frage. Sehr sogar.

umberto hat geschrieben:
DeJay58 hat geschrieben:
Eher 20-30 würde ich sagen wenn man es richtig macht. Aber gut, dazu gehört nicht nur das "Segeln".


Eben. Im franz. Zoe-Forum gab es einen ewig langem Thread mit dem poetischen Titel "La vitesse est l'enemie de l'automie" (Die Geschwindigkeit ist der Feind der Reichweite). Geschwindigkeit und tiefe Temperaturen möchte ich erweitern.

Mir ist die D-N-Schalterei meist auch zu lästig, aber mit dem Fahrpedal die 0 kW anfahren mache ich schon öfters...ist aber mehr Spieltrieb. Aber nichts trieb in den letzten Monaten die Reichweite so hoch wie die steigenden Temperaturen...

Gruss
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon umberto » Mo 25. Mai 2015, 22:31

DeJay58 hat geschrieben:
Ich hab zwar eher an vorausschauendes Fahren gedacht


:-) Ok, das hatte ich stillschweigend vorausgesetzt, weil ich das mit dem Verbrenner auch immer schon gemacht habe.

OT, aber weil's gerade paßt: der i3 hat doch im Gegensatz zur Zoe ne aktive Akkuheizung. Bringt das im Winter so wenig, wenn man das Fahrzeug am Stecker vorheizt?

Gruss
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon DeJay58 » Mo 25. Mai 2015, 22:40

Da bin ich die falsche Ansprechperson, da ich die Vorheizung nur einmal testweise genutzt habe, da ich keine großen Reichweiten benötigt habe. Und zum Spaß kostet das nur unnötig Strom.
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon smartLooser » Di 26. Mai 2015, 10:56

Ich gehöre zu den D-N-D wippern. Für mich ist das bequemer alles mit dem Fuß zu regeln.
Der muss auch mal entlastet werden. Ein Grund, warum ich mich gegen den BMW i3 entschieden habe.

Segeln (ohne Behinderung anderer) bringt immer mehr als Reku und Stromgeben.
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon Cavaron » Di 26. Mai 2015, 11:35

Meine Praxis:
- bei gerader Strecke gebe ich so viel Strom wie sein muss um die Geschwindigkeit zu halten
- beim Abbremsen, je nach Situation - erst segeln, dann Reku rein
- bei leichtem Gefälle lieber Segeln als Rekuperieren (inklusive leichtem Geschwindigkeitszuwachs)
- bei starkem Gefälle erst rekuperieren (aber Geschwindigkeit halten) und dann kurz vor Ende Reku raus und noch mal etwas Schwung holen über die normale Fahrgeschwindigkeit und das dann langsam ausgleiten lassen zurück zur Fahrgeschwindigkeit

Größter Verbündeter ist der Eco-Modus, der bis ca. 97 km/h beschleunigt, aber bei Gefälle auch höhere Geschwindigkeit ohne Stromverbrauch zulässt (Tempomat hoch schrauben) und bei Geraden oder Bergen den geholten Schwung langsam ausgleiten lässt.

Der Gedanke dahinter: Rekuperation hat zwei mal Umwandlungsverluste (Strom vom Motor zu Batterie und dann wieder von der Batterie zum Motor, wenn ich die Energie wieder nutzen will), das kann ich abmildern, wenn ich die Energie in Schwung umsetze und für das erste Stück eines neuen Berges oder eine längere Gerade keinen neuen Strom einsetzen muss. Allerdings steigt mit höherer Geschwindigkeit der Luftwiderstand, der auch Energieverluste verursacht. Ich gehe beim Schwung holen bis ca. 106... maximal 110 km/h, aber eben erst kurz vor Ende des Gefälles, damit beim Rekuperieren vorher wenig Energie an Luftwiderstand verloren geht.
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon Alex1 » Di 26. Mai 2015, 18:57

@Herr Fröhlich: Mach ich im Prinzip genauso :mrgreen:

Die Bedingung ist ja erst einmal immer, dass ich eine gewisse Durchschnittsgeschwindigkeit haben möchte. Durch Reku bergab, also mit Tempomat oder Begrenzer, bin ich auf jeden Fall mit dem Verbrauch günstiger (habe also am Ziel mehr Elektronen als Reserve) bin aber langsamer. Was ich dann wieder, wenn irgendwo eine Störung kommt (Stau, Ampel, Trecker) aufholen müsste.

Deswegen lasse ich gerne mal 10 kmh schneller segeln als ich eigentlich eingestellt hatte. Der Warnton ist gar nicht sooo schlimm, den kann man ja ändern/abstellen. Ich lasse meine Zoe dann aber auch mal 10 kmh UNTER das eingestellte Tempo fallen, bevor ich wieder Saft gebe. Allzu häufig will ich ja auch nicht D-N-D-N schalten.

Außerdem schalte ich meistens in N, wenn die Antriebs- oder Rekuleistung um 1 kW rum pendeln. Da habe ich das Gefühl, das Segeln ist effizienter.

Vor Ampeln, Ortseinfahrten etc. kommt es drauf an:
- Bin ich entspannt unterwegs, lasse ich das Tempo komplett durch Segeln abbauen,
- Soll es etwas flotter sein, bremse ich per Reku,
- Nur im "Not"fall bremse ich per Pedal, immer drauf achtend, nicht über 40 kW zu kommen.

Alles vorausgesetzt, die Hinterleute "erlauben" es... :D :mrgreen:

Beim Laster- oder Bussurfen geht natürlich wenig mit Segeln. Ist aber durch den Windschatten deutlich sparsamer, sicher 20%, auch mit 2 sec Sicherheitsabstand.

Der Tempomat ist leider mit den 2-kmh-Schritten zu grob fürs Surfen (meinem Gefühl nach), da muss ich alle paar Sekunden hoch oder runter schalten, das geht mit dem Gasfuß besser.

Bussegeln geht auch gut, muss nur "ECO" raus für Tempo 100. Irgendjemand meinte, dann hast Du auch WLAN gratis :lol: - jedenfalls der Beifahrer... :roll:

Außerdem: Beschleunigen oder Bergfahrt mit reduzierter Leistung (wieder je nach Hintermännern...):

- Entspannt 10-11 kW max,
- Sonst 20-22 kW max,
- Aber auch eilig möglichst nicht mehr als 30 kW.

Ich weiß bloß nicht, ob das eher den Motor oder eher den Akku schont.

@Greenhorn: Was ist Stellung "B"? :doof:

@Umbi: "Wie oft kommt es vor, daß man die 2-3 rausgekitzelten Kilometer wirklich braucht?" Bei mir leider recht oft ;)

@Cavaron: Stimmt, der ECO-Modus bremst sehr sanft auf die 94-97 kmh runter, anders als der brutale Tempomat. Ansonsten kann ich mich Deinen Ausführungen nur anschließen :mrgreen:
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon Elektrolurch » Di 26. Mai 2015, 19:01

Ich segle ungern nur mit dem Strompedal auf 0kW, da es mich zu sehr ablenkt, dafür immer die Verbrauchsanzeige im Auge behalten zu müssen. Da ist es für mich einfacher, mal kurz lässig ohne hinschauen zu müssen den "Gang"-Hebel auf N zu schieben.

Aber mein Minimalverbrauchsehrgeiz der ersten Zeit legt sich langsam. Da die Ladestationsdichte immer mehr zunimmt, schalte ich immer öfter ECO aus und fahre etwas zügiger, wenn es die Streckenplanung erlaubt.
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon Alex1 » Di 26. Mai 2015, 19:04

Elektrolurch hat geschrieben:
Aber mein Minimalverbrauchsehrgeiz der ersten Zeit legt sich langsam. Da die Ladestationsdichte immer mehr zunimmt, schalte ich immer öfter ECO aus und fahre etwas zügiger, wenn es die Streckenplanung erlaubt.
Die Zapfendichte ist in meinem Wirkungskreis leider noch nicht hoch genug dafür :cry:
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon umberto » Di 26. Mai 2015, 20:28

Elektrolurch hat geschrieben:
Ich segle ungern nur mit dem Strompedal auf 0kW, da es mich zu sehr ablenkt, dafür immer die Verbrauchsanzeige im Auge behalten zu müssen.


Da das Gaspedal der Zoe ja eigentlich ein kW-Steller ist, ist das immer die gleiche Position. Die treffe ich mit der Übung, die ich habe, inzwischen fast blind auf 1-2 kW genau.

Gruss
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Re: Segeln versus Reku

Beitragvon Alex1 » Di 26. Mai 2015, 21:17

@Umbi: Das "Gas"pedal der Zoe ist ein Drehmomentsteller, kein kW-Steller. Das merkst Du prima, wenn Du mit gleicher Pedalstellung beschleunigst. Doppelte Geschwindigkeit bei gleicher Pedalstellung ergibt doppelte Leistung.

So muss ich, wenn ich mit gleichbleibender Leistung beschleunigen will, immer weiter vom "Gas" gehen.
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