Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon Lenzano » Mi 3. Feb 2016, 08:53

Oder, wenn die Zeit nicht der Druckfaktor ist einfach mal die Eco Route ausprobieren.
Meist sind Ziele im Bereich um 30 km über die Autobahn nur mit Umwegen zu erreichen - gemeint ist das "erstmal zur Autobahn hinkommen". Auch wenn Strecken über die Landstraßen dann nur 3-5km kürzer sind, ist es doch die niedrigere Geschwindigkeit und die Dynamik, mit der man sich auf Landstraßen bewegt, die deutlich weniger Energieaufwand bedeuten.
Immerhin hat man mitunter auch die Möglichkeit zu rekuperieren. Meine Erfahrungen sind, dass es zeitlich kaum einen Unterschied macht... die niedrigere Geschwindigkeit auf Landstraße mache ich durch die kürzere Route weg.
Autobahnfahrt heißt permanenter Abzug von Energie aus der Batterie, kein Rollen, keine Rekuperation (ausser bei langen Bergabstrecken).
Auch ist der Reifendruck immer wieder der Tipp für ein paar Mehrkilometer - der Unterschied ist deutlich merkbar, ob mit 2,4 oder 3,0 Bar gefahren wird. Hinzu kommt dass der Druck im Winter merklich abfällt - ich musste für Temperaturen unter 0 Grad 0,2 Bar nachfüllen.
Vielleicht hilft das ein wenig - zusätzlich zu den schon zuvor genannten Erklärungen.
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon Alex1 » Do 11. Feb 2016, 22:19

Es kommt noch was dazu: Nicht umsonst regelt "ECO" bei ca. 95 kmh ab.

Ab ca. 95 kmh fällt der Wirkungsgrad des eMotors rapide ab. Stichwort Feldschwächung. Schlaue Leute haben dazu viel Schlaues schon geschrieben. Gibt sogar einen eigenen Fred. Und eine schöne Grafik.
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon novalek » Fr 12. Feb 2016, 10:23

Alex1 hat geschrieben:
Und eine schöne Grafik.

Das ist ja putzig - der verhaltene "Gas"geber wird mit <schlechtem> Wirkungsgrad bestraft. Wäre die Konsequenz nicht ein Halb-AutomatikGetriebe ? (Anm. das reduziert natürlich auch Wirkungsgrad).
Ein Segler hätte demnach zwar wenig Stromkonsum, jedoch auch einen bärenschwachen Wirkungsgrad.
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon Gerhard, OA » Sa 13. Feb 2016, 16:43

Alex1 hat geschrieben:
Gibt sogar einen eigenen Fred. Und eine schöne Grafik.

Wenn das der hier ist http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-batterie-reichweite/leistungsbedarf-was-passiert-denn-da-t1990.html#p32769 dann gehört die Grafik aber nicht zum Zoe
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon Karlsson » So 14. Feb 2016, 03:19

Durch die Grafik versteht man, warum ganz langsam fahren nicht spart und warum man auf leichthügeliger Strecke durchaus weniger verbrauchen kann - also wenn man hoch mit besserem Wirkungsgrad fährt und runter dann auf N rollen lassen kann.
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon novalek » So 14. Feb 2016, 09:04

Karlsson hat geschrieben:
runter dann auf N rollen lassen kann.
den Nachsatz versteht ich nicht - man rekupiert doch, nur mit schlechtem Wirkungsgrad - zumal
- bergab dann nur die mechanische Bremse einzig wirkt und verschleißt
- die Schalthebel-Mechanik wird niemals für unermüdliches Geschalte ausgelegt sein.
(Anm. wäre ja eigenartig einen Pseudo-Automatik zu fahren und ständig am SchaltKnüppel rumpulen zu wollen, um ein paar Milli-kWh zu sparen und um später der Werkstatt was vorzujammern)
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon Gerhard, OA » So 14. Feb 2016, 10:11

Das Prinzip der Grafik habe ich - bilde ich mir ein (bin kein Elektriker/Elektroniker) - schon verstanden. Mir ist nur nicht klar, wie ich beim Fahren feststelle, ob ich in diesem Bereich bin. Soll das bedeuten, möglichst mit einer Leistung von 20-30 kW zu fahren? Außerdem wird doch in beliebig vielen Beiträgen zur Reichweitenerhöhung gerade das Relativ-Langsam-Fahren (40 km/h) mit niedrigen Leistungen (unter 10 kW), gemächliches Beschleunigen usw. empfohlen (der Wirkungsgrad des Motors ist ja nur ein Faktor, es kommt Luftwiderstand dazu, bei höherer Leistungsentnahme gibt die Batterie nicht soviel her, ...).
Was ich allerdings auch schon festgestellt habe, Berg hoch ziemlich langsam und Berg hoch eher zügig nimmt sich in der Reichweiten-Abnahme nicht viel (aber trotzdem reichlich ;) )

Edit: Im Wiki ist ein Diagramm für den Zoe, zwar anders aufgebaut: http://www.goingelectric.de/wiki/Renault_ZOE:_Technische_Daten
Zuletzt geändert von Gerhard, OA am So 14. Feb 2016, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon eDEVIL » So 14. Feb 2016, 10:21

Nicht Effizienz und Effektivität verwechseln ;)
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon novalek » So 14. Feb 2016, 16:25

Gerhard, OA hat geschrieben:
Berg hoch ziemlich langsam und Berg hoch eher zügig nimmt sich in der Reichweiten-Abnahme nicht viel
Um daraus eine Regel herleiten zu können, wäre schön. Bergan mit hoher Leistung kostet so viel Leistung, daß der Gewinn per Wirkungsgrad in diesem schmalen Band aufgefressen wird. Eigentlich könnte das Optimum ein stink-nomaler zuschaltbaerer Regler steuern - warum gibt's die Feature nicht ?
Derweil bleibt das Betriebshandbuch mit dem Hinweis "am Berg nicht beschleunigen" (wenn's geht).
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Re: Kälteeinbruch = Reichweiteneinbruch ?

Beitragvon Gerhard, OA » So 14. Feb 2016, 18:08

Konkret: 1,8 km, Höhenunterschied 100m. Neulich viel Zeit und niemand hintendran: Mit 45 km/h hochgekrochen, Reichweite -5 km. Wenn mit 70-80 km/h, Reichweite -6, mitunter auch -7 km (alles ohne Beschleunigung im Berg, abgesehen davon dass sich die Steigung natürlich immer mal etwas ändert, wobei ich die Geschwindigkeit zwar nicht konstant halte, aber auf den steileren Stücken schon etwas mehr Leistung abrufe).
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