Interview mit Eric Feunteun

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon car2grid » Mo 3. Okt 2016, 09:34

Ich habe eine Interview mit Eric Feunteun über den neuen Akku, und besonders über den Austausch der bestehenden Akkus gefunden. Es ist in Französisch geführt.
Gibt es jemanden im Forum der Französisch spricht, und den Inhalt des Videos grob übersetzen kann?
Das wäre toll :)

http://www.automobile-propre.com/eric-f ... -batteries
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Twizyflu » Mo 3. Okt 2016, 10:45

Ja, moment.
Ich schicke ihm den Link.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon car2grid » Mo 3. Okt 2016, 11:06

Super, dankeschön :)
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Mo 3. Okt 2016, 14:29

Hier nun die Übersetzungen, überflüssiges "Bla Bla" habe ich weggelassen und nur die Fakten übersetzt.

Auf dem Automibilsalon in Paris ist der Renault Zoe mit seiner Reichweite von 400 Kilometern der unbestrittene Star. Eric Feunteun hat uns einige Minuten Zeit für ein Interview geschenkt, die Gelegenheit auf Ihre Kommentare anlässlich der Ankündigungen des Herstellers zu sprechen zu kommen.

Auf "Automobile Propre" hat die Ankündigung der Möglichkeit eines Akkutausches infolge der Verfügbarkeit des neuen 41 kWh-Akkus der für ältere Zoes für viele Kommentare gesorgt. Diese Ankündigung hat auch eine Intensive Debatte über die Entscheidung von Renault ausgelöst, den Zoe in Frankreich weiterhin nur mit Mietbatterie anzubieten.

Als uns Renault kontaktierte, um uns mitzuteilen, dass Eric Feunteun, Leiter der Elektromobilsparte bei Renault, eine Zeitlücke für ein Interview hat, haben wir keine Minute gezögert.

Hier das Video unseres Gespräches während welchem wir die Punkte angesprochen haben, welche für derlei rege Diskussion auf "Automobil Propre" gesorgt haben.

A.P.: Herzlich Willkommen auf "Automobil Propre", mein Gesprächspartner ist heute Eric Feunteun, Leiter der Elektromobilsparte bei Renault. Wir sprechen heute über die Neuigkeiten bei Renault, insbesondere bezugnehmend auf die Kommentare, welche Sie uns auf "Automobile Propre" hinterlassen haben. Vorher gibt es noch eine Neuigkeit, es gibt 3 neue Farben für den Renault Zoe, davon hatten wir bislang nicht auf "Automobil Propre" berichtet, können Sie uns diese präsentieren ?

E.F.: Selbstverständlich, eine neue Farbe steht direkt hinter uns, es ist ein schönes Rot. Es gab viele unter ihnen, welche sich lebhaftere Farben für den Zoe gewünscht haben. Es gibt das Blau, welches vor einiger Zeit herauskam und gut gefällt und jetzt eben das Rot, welches die Serie belebt. Weiterhin gibt es noch zwei neue Grautöne, eines welches unserer neuen Edition One vorbehalten ist, welche Sie sicherlich schon entdeckt haben. Ausgestattet ist diese mit einem tollen Leder und einem Bose Soundsystem und mit der speziellen Farbe wird diesem Modell ein Hauch von Premium verliehen.

A.P.: Vielen Dank, lassen Sie uns nun zum Kern dieses Interviews kommen, da es eine rege Diskussion im Blog von "Automobil Propre" gibt. Es geht um die Frage der Möglichkeit eines Akkutausches für die Besitzer eines älteren Modells des Renault Zoe mit einem 22 kWh-Akku, welche upgraden möchten. Können Sie uns erklären, wie das Prozedere sein wird, was es kosten wird und was mit den alten Akkus passiert ?

E.F.: Dieses Angebot ist relativ klar formuliert, wir werden unseren Kunden mit einem aktuellen Renault Zoe abieten, für 3500 € auf den aktuellen Akku aufzurüsten. Dies wird ab dem kommenden Frühjahr möglich sein. Aktuell konzentrieren wir uns darauf, das Werk mit den neuen Akkus zu beliefern, im Anschluss können wir mit dem Austauschprogramm beginnen. Der Austausch wird relativ einfach sein und in den Niederlassungen stattfinden. Man wird je nach Land ein paar Eintragungen in den Fahrzeugpapieren vornehmen müssen, welche durch die entsprechenden Länder vorgegeben werden. Mit der Wechseloption treten wir einen Vertrauensbeweis für all diejenigen an, die bereit waren, einen der ersten Zoes zu kaufen. Natürlich gibt es für Kunden auch die Möglichkeit das Fahrzeug zu wechseln es wird Vorteilsangebote dafür geben und somit könnten diese z.B. auch von den neuen Farben usw. profitieren.
Der alte Akku wird je nach Alter und Zustand weiterhin genutzt z.B. im Rahmen des Akkutausches für defekte Akkus, was aktuell unwahrscheinlich ist, da unsere Kunden maximal 3 Jahre alte Fahrzeuge besitzen, oder als Heim-Akkus.

A.P.: Es gibt eine weitere Diskussion in unserer Community, dort geht es um die Akkumiete. Es gibt Leute, die sich fragen weshalb Renault keine Akku-Kaufoption in unserem Land anbietet, zumal diese in anderen Ländern angeboten wird.

E.F.: Man muss grundsätzlich erst einmal über die Frage des Vorteiles der Akkumiete sprechen. Es gibt Länder, in welchen wir aus steuerlichen Gründen keine Akkumiete anbieten können, z.B. in Norwegen, wohin wir viele Fahrzeuge verkauft haben. Zu den Kosten für den Akkutausch von 3500 € in Kombination mit der Akkumiete in Frankreich über welche wir gerade gesprochen haben, kämen die Kosten für Eigentümer eines Akkus im Falle des Upgrades auf insgesamt 9900 €. Hier hätten wir bereits einen großen Vorteil für das Mietmodell. Im Austausch mit unseren Kunden haben wir versucht herauszufinden, welche Vorteile wir unseren Kunden bieten können. Wir sehen einen großen Vorteil für den Kunden in Bezug auf die Kosten und in Bezug auf die Garantie- und Serviceleistungen für die Akkus. Es ist für uns und den Kunden deutlich aufwändiger, den Garantiefall für einen Kaufakku zu bearbeiten. Formal ist dieser Kunde der Besitzer des Akkus und wir müssten diesen Akku reparieren, was deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würde als ein einfacher Austausch. Aktuell haben wir mit der Mietoption einen deutlich einfacheren Prozess, denn der Akku wird einfach gegen einen vom Typ her gleichwertigen Akku ausgetauscht. Es gibt also einige Vorteile welche für die Akkumiete sprechen. In den Ländern, in welchen wir den von Ihnen angesprochen den Akkukauf optional anbieten, haben wir festgestellt, dass dieses Modell sehr wenig in Anspruch genommen wird, also haben wir uns entscheiden es in Frankreich bei dem einfacheren Modell der Akkumiete zu belassen, mit welchem viele unserer Kunden aktuell zufrieden sind.

A.P.: Vielen Dank, was sicher ist, ist dass die Diskussion auf "Automobil Propre" in Bezug auf diese Tatsache sicher weiter gehen wird. Eine letzte Frage noch, mit seiner neuen deutlich größeren Reichweite wird der Zoe sicher mehr Kunden erreichen, wie man hier in Paris sehen kann ist das Interesse an dem Fahrzeug groß. Werden Sie in der Lage sein, die erhöhte Nachfrage an Akkus bedienen zu können ?

E.F.: Zunächst vielen Dank für Ihre Einschätzung, die Nachfrage nach unserem Produkt betreffend. Ein wichtiger Punkt ist bei allen Ankündigungen zu beachten, das Fahrzeug, welches wir anbieten und der Akku, welchen wir anbieten sind keine Zukunftsprojekte oder Prototypen, diese werden ab morgen in den französischen und europäischen Niederlassungen angeboten werden. Folglich sind alle Teams und Werke, sowohl auf Seiten unserer Zulieferer als auch in Flins, darauf eingestellt, zu liefern. Wir werden dieses Jahr noch mit der Produktion dieser Fahrzeuge und Akkus beginnen. Es sind also alle Voraussetzungen geschaffen, noch mehr Kunden mit elektrischen Fahrzeugen zufrieden zu stellen.

A.P.: Vielen Dank an Sie Eric Feunteun für dieses Interview, wir werden mit Spannung auf die künftigen Verkaufszahlen des neuen Renault Zoe schauen.
Zuletzt geändert von Daniel am Mo 3. Okt 2016, 15:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon AbRiNgOi » Mo 3. Okt 2016, 15:04

Vielen dank für die Übersetzung!!! :massa:

Nein ich will nicht kleinlich sein, oder den Oberlehrer spielen, steht mir fern, nur dieser Teil ist einfach Lustig ich kann es mir nicht verkneifen es zu posten:
...was aktuell unwahrscheinlich ist, da unsere Kunden maximal 3 Jahre alt sind...
Zuletzt geändert von AbRiNgOi am Mo 3. Okt 2016, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Zoidberg » Mo 3. Okt 2016, 15:07

Danke für die Übersetzung, Daniel!

Monsieur Feunteun ist für ein Manager erstaunlich offen, das rechne ich ihm hoch an.

Aber das ganze ist wieder typisch Automobilindustrie.

- Der Kunde wünscht lebhaftere Farben. Neben dem Blau kommt jetzt ein traumhaftes Rot. Und zwei Grautöne...
- Die Antwort zum Thema Akkukauf in Frankreich (als Heimat- und Vorzeigemarkt!) ist unzureichend. Warum lässt man nicht einfach dem Kunden die Wahl?!?
- Ich wäre noch auf seine Antwort zum Thema R90 / Q90 in Deutschland gespannt...
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Jack76 » Mo 3. Okt 2016, 15:19

Zoidberg hat geschrieben:
...Ich wäre noch auf seine Antwort zum Thema R90 / Q90 in Deutschland gespannt...


Hast Du ihn gefragt? ;-)

Und ja, möglichst viele verschiedene Grautöne braucht man unbedingt, aber ohne Mist die Zulassungsstatistiken sagen leider genau dies aus. Otto Müller kauft Racing-Grau weil der Nachbar hat ja nur Platingrau... Ist halt wie mit dem dunklen Armaturenbrett und den Polstern in schwarz. Die schwarzen Polster sind ja nun für alle Standard, nur der Bose bekommt Leder in kackbraun.
kotz[1].gif
kotz[1].gif (5.78 KiB) 1404-mal betrachtet

Mit dem Plastikdekor/Armaturenbrett hab ich es noch nicht ganz raus, aber ich meine das wird auch noch weiter "abgedunkelt", OK mit optional bestellbaren blauen Akzenten bzw. diversen Bose-Design-Elementen in ... (na ihr wisst schon, kack.....) :lol:
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Mo 3. Okt 2016, 15:59

So ist das, wenn man gespochene Interviews übersetzt, der Franzose drückt manche Dinge anders aus. Mit den dreijährigen Kunden ist natürlich nicht das biologische Alter der Kunden sondern die Kundenbeziehung zu Renault gemeint, habe die Übersetzung angepasst ;)

Und ja, wie jeder Vorstand/Abeteilungsleiter werden einem auch hier Vorteile verkauft, die man getrost in Frage stellen kann. Aus meiner Sicht könnte man einen Kaufakku im Rahmen einer Garantie ebenso austauschen und ein Kostenvorteil ? Na ja, zahlen tut es der Kunde ohnehin ob über die Miete oder über den Kauf gerechnet die spontane finanzielle Belastung ist nur etwas geringer und man kann so aus Sicht von Renault den tatsächlichen Fahrzeugpreis verschleiern. Für 24000 kauft man eher einen Renault im Dacia-Ambiente als für über 30000 € - Meine Meinung dazu.
3500 € für den reinen Akkutausch halte ich für Wucher, zumal man den eigentlichen Akku über die Miete bezahlt. Ob ich mich im November 2017 für ein Upgrade oder einen neuen Zoe entscheide ist fragwürdig, mich überzeugt die Qualität des Fahrzeugs nach 3 Jahren in Bezug auf die verwendeten Materialien nicht, daran ändert auch der Neue nur wenig.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon ZOEduard » Mo 3. Okt 2016, 16:01

Danke, Daniel, für die Übersetzung.
€ 3.500,-- für den Akkutausch ... fast doppelte Reichweite. Ist zwar nicht geschenkt, aber wenn ich´s mit den anderen Optionen vergleiche, die alle eines gemeinsam haben, und zwar die Investition in ein neues Auto (Verfügbarkeit wäre auch noch ein Argument), relativiert sich der finanzielle Aufwand schnell wieder. So wie es aussieht, werde ich im kommenden Frühjahr ohne Ladepause ans Meer fahren oder auf dem Weg nach Wien in Graz einen schnellen Kaffee nehmen. ;)
Sehr erfreuliche Nachrichten ....
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Yorch » Mo 3. Okt 2016, 16:09

Zoidberg hat geschrieben:
- Ich wäre noch auf seine Antwort zum Thema R90 / Q90 in Deutschland gespannt...



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