Interview mit Eric Feunteun

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Tho » Di 4. Okt 2016, 14:03

Muss Elektromobilität wirklich darauf beruhen, dass man etwas spart?
Ok, man sollte nicht unbedingt unterm Strich erheblich mehr bezahlen. Aber sparen? Vorher war das Geld ja auch da.
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Beitragvon EVduck » Di 4. Okt 2016, 14:10

Warum denken eigentlich alle, sie würden durch die Elektromobilität sparen?!? Es hat ja auch keiner gedacht, er würde durch ein Smartphone sparen, oder? Es denkt ja auch keiner, er spart durch einen 6-Zylinder Motor, oder? Es denkt ja auch niemand, er spart durch einen SUV, oder?

Ich fahre eine Zoe, weil die Elektromobilität geil ist, weil es die Mobilität 2.0 ist. Ich leiste mir die Elektromobilität, so wie ich mir früher einen BMW M3 geleistet habe. Und die Zoe war 2013, als ich mich entschieden habe das einzig praktikable und bezahlbare Fahrzeug auf dem Markt, m.E. bis heute!

Und ich denke, ich werde den großen Akku nehmen, der Upgradepreis ist für mich ok, denn er ist im Bereich der durchschnittlichen Restwerte der vorhandenen Akkus. Und mit dieser Reichweite werde ich mir die Wartezeit auf ein Tesla Model 3 versüßen, der dann die E-Flotte vervollständigt.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Di 4. Okt 2016, 14:11

AbRiNgOi hat geschrieben:
Es geht Dir also nur ums Geld....


FALSCH ! Würde es mir nur ums Geld gehen, hätte ich bereits 2013 wieder einen Verbrenner gekauft, denn das Elektroauto hat sich auch damals schon nicht gerechnet !

Ich bin nach wie vor Befürworter von Elektromobilität, sehe es aber eben nicht durch die Ökobrille wie manch anderer Elektromobilist, sondern realistsich aus Sicht der meisten Autofahrer, denn diese will man ja überzeugen und das geht nur über das Geld !

Aus meiner Sicht werden die Preise bewußt hoch gehalten, damit blos nicht zu viele auf die Idee kommen, sich solch ein Fahrzeug anzuschaffen.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Tho » Di 4. Okt 2016, 14:14

Autofahrer überzeugst doch nicht übers Geld.
Autofahrer überzeugst durch Leistung oder Prestige.
Wenn es ums Geld gehen würde, dann könnte BMW, Audi oder Mercedes nix verkaufen.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon panoptikum » Di 4. Okt 2016, 14:18

Ich habe mir die Zoe gekauft, WEIL ich dabei Geld spare.
Sicherlich ist es hier in Ö einfacher mit der E-Mobilität Geld zu sparen, als in D.

Bei mir sind es bei den monatlichen Ausgaben ca. 80 € gegenüber dem Verbrenner. Was ich noch nicht einkalkuliert habe, ist der Wertverlust, da er für mich noch schwer Einschätzbar ist.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Di 4. Okt 2016, 14:19

EVduck hat geschrieben:
Warum denken eigentlich alle, sie würden durch die Elektromobilität sparen?!?


Es ist eine der ersten Fragen die man als Elektromobilist gestellt bekommt: "Und was sparen Sie ?"

Das Auto ist für viele ein notwendiges Übel. Nicht jeder lebt in einer Region, in welcher sich ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz befindet. Ich lebe im Rhein-Main-Gebiet und benötige für meinen täglichen Arbeitsweg ein Auto, da es mit dem ÖPNV nicht passt. Autofahren ist ohnehin schon teuer, Anschaffung, Instandhaltung, Betriebskosten, Steuern, der Autofahrer wird in Deutschland ordentlich zur Kasse gebeten. Nicht jeder ist in der glücklichen Lage 20000 € und mehr problemlos für ein Auto ausgeben zu können. Bestes Beispiel ist hier der E-Up. Der Up wurde als Einstiegsfahrzeug von VW entwickelt, für Autofahrer, die nicht viel Geld für ein Auto ausgeben können. Der E-Up kostet das DREIFACHE vom normalen UP ! Bei allem ökologischen Denken, das muss man sich ökonomisch erst einmal leisten können, da geht es nicht einmal ums Wollen !

Man muss nicht zwingen sparen aber so lange Elektrombilität TEURER ist als das Fahren mit Verbrennern, wird man damit keine Masse erreichen, ob man das nun gut findet oder nicht...
Zuletzt geändert von Daniel am Di 4. Okt 2016, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon AbRiNgOi » Di 4. Okt 2016, 14:23

Lars Thomson hat neben viel Blödsinn und falschen zeitliche Prognosen etwas sehr wichtiges für uns gesagt: Eine neue Technologie setzt sich gegen die alte Technologie dann durch wenn diese besser und billiger ist. Genau so ist es. Und all dieses Schönreden von "fast gleiche Nutzbarkeit" und "rechnet sich fast" führen zu nichts. Es ist und bleibt auch nach diesem Denkwürdigem 1.Oktober 2016 noch immer eine Tatsache:

1.) Elektrofahrzeuge sind zu teuer
2.) Die Reichweite ist ein Witz
3.) Die Ladeinfrastruktur zu wenig und nicht Barrierefrei.

So, das ist es. Alles andere ist Schönrederei. Die Frage muss aber sein: Wollen wir etwas daran ändern? Sind wir überzeugt das die Elektromobilität eine Möglichkeit ist die Klimaziele zu erreichen oder benötigt die Elektromobilität vielleicht sogar mehr CO2? Können wir die Luft dadurch sauberer bekommen und somit die Lebensqualität erhöhen, oder aber wird in den Kraftwerken mehr Dreck produziert als im Verbrennungsfahrzeug?

Ich kann für mich diese Fragen mit einem eindeutigen JA beantworten, das Elektrofahrzeug kann ein Teil zur Rettung des Klimawandels sein und JA das Elektrofahrzeug kann die Luft in unseren Wohngebieten erheblich verbessern. Ich halte jeder Debatte über Kohlekraftwerke, Reifen und Bremsabrieb stand. Nur bei Qualität und Preis der Elektrofahrzeuge und mit den Verzögerungen auf den Langstrecken, da kann ich nur Zustimmen.

Aber es wird der Tag kommen, da ist die Elektromobilität besser und billiger und dann werden alle elektrisch fahren. Klar was sonst. Keinen Tag vorher, weil alle schauen auf ihr Geldbörserl und auf Ihre erworbenen Annehmlichkeiten. Verantwortung Übernehmen für das selber verursachte CO2 und dieses unter die notwendigen 5,4kg pro Tag zu bringen? Fehlanzeige, zuerst alle anderen.

Und damit halte ich mich aus der Gelddiskussion jetzt raus, weil ja, die Elektromoblität ist teurer als der Verbrenner und die maximale Reisegeschwindigkeit ist zwischen 50 und 70kmh, wegen Ladestopps und Stromsparen. Tatsache, nicht zum schön reden. Und als Zweitwagen ist ein Elektroflitzer sowieso zu teuer.
ZOE Live 6/2013 * Ladegerät 60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor 71.250km
Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen.
Aktuell: 80.000 km
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Helfried » Di 4. Okt 2016, 14:27

AbRiNgOi hat geschrieben:
Können wir die Luft dadurch sauberer bekommen und somit die Lebensqualität erhöhen, oder aber wird in den Kraftwerken mehr Dreck produziert als im Verbrennungsfahrzeug?

Ich kann für mich diese Fragen mit einem eindeutigen JA beantworten


Naja, bei so ODER-Fragen tut sich ein JA nicht schwer. Die Frage ist halt, ob sich das JA auf das entweder oder das oder bezieht.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Di 4. Okt 2016, 14:31

Als Zweitwagen ist der Elektroflitzer absolut alltagstauglich, Problem ist wie erwähnt der hohe Preis und die Frage darf erlaubt sein, ob dieser heute noch gerechtfertigt ist. Mein Vorwurf geht daher gegen die Automobilindustrie, welche nichts unternimmt, um die Preise zu senken. Klar, warum auch, denn langfristig verdient man an diesen Fahrzeugen durch den geringeren Wartungsaufwand weniger.

Man darf also nicht nur auf die Kleinen schimpfen, die vielleicht auch notwendigerweise auf ihren Geldbeutel achten müssen, das Problem der hohen Preise haben Andere zu verantworten.

Ja, das Elektroauto ist eine Möglichkeit unsere Luft sauberer zu machen, davon bin ich auch überzeugt. Wenn man jedoch beachtet, dass die 16 größeten Lastschiffe dieses Welt so viel Kraftstoff verbrennen, wie ALLE Autos dieser Welt, relativiert sich das schon wieder, trotzdem zählt für unsere Umwelt JEDER Schritt !!!

Daher halte ich einen Wechsel auf Elektromobilität zwingend für nötig und ärgere mich über fehlende Alternativen, zögerliche Entwicklung und hohe Preise !
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon eDEVIL » Di 4. Okt 2016, 14:45

Helfried hat geschrieben:
Naja, bei so ODER-Fragen tut sich ein JA nicht schwer.

:lol:

Tho hat geschrieben:
Autofahrer überzeugst doch nicht übers Geld.
Autofahrer überzeugst durch Leistung oder Prestige.

Richtig, wobei ZOE da schon im Grenzbereich ist. Wer da anspruchsvoll ist, ärgert sich über allerhand Details die einfach nur "hingefrickelt" sind. Der wesentliche Punkt für den Erfolg von ZOE ist die schnelle AC-Ladung und diesen Punkt nutzt Röno imme r noch unzureichend bzw. beschneidet diesen auch noch.

Im Prinzip müsste Röno jedem Einzelhändler ne 43KW Säule schenken, wenn dieser für die Stromanbindung sorgt und diesen Kostenlos oder ohne Stromkostenaufschlag anbietet.

Ein 43KW AC-Kangoo 2 Sitzer blech zum Einstiegspreis von 9999,- netto zzgl. Akkumiete würde sich gewerblich wie geschnitten Brot verkaufen.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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