Interview mit Eric Feunteun

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Mo 3. Okt 2016, 21:36

Ja, das stimmt schon und tatsächlich ist es ja so, dass der Zoe mit 400 Kilometern teurer ist als der weiterhin angebotene R240, insofern ist wohl was dran an der Sache mit der Mischkalkulation zu Gunsten konstanter Mietpreise.
Hat einer eine Preisliste für Deutschland und kann die Mietoptionen nennen ?

Mich hat die Französin in Bezug auf die Verarbeitungsqualität enttäuscht, allerdings bin ich sicher nicht der Maßstab, da ich ein sehr anspruchsvoller Kunde bin. Vor dem Zoe fuhr ich über 10 Jahre ein Fahrzeug eines deutschen Herstellers aus Stuttgart, da gewöhnt man sich eben nur schwer an Hartplastik welches an den Befestigungspunkten schon hell wird, an einen Fahrersitz der schon faltig wird, an schlechtes Abblendlicht, undichte Türen, sich selbst lösende Stoßfänger, billigen Filzteppich unter dem zum Teil das blanke Blech zum Vorschein kommt und sich öffnende Nähte an der Rücksitzbank. Einzig Poltergeräusche des Fahrwerks kenne ich auch von den Kompaktwagen aus Stuttgart.

Technisch betrachtet ist der Renault ganz weit vorne, wie man am jüngst veröffentlichten Opel Ampera-E sieht. Das Ladegerät der Französin ist nach wie vor wegweisend. Während man den Opel an einer Typ 2 Dose in 20 Stunden lädt, schafft Renault das an 22 kW in 1 bzw. 2 Stunden, mit Balancing in maximal 5h.

Der Reiz mehr Reichweite zu erhalten juckt mich schon, der Preis schreckt mich dennoch ab. Hinzu kommt, dass ich Autos selten länger als 4 Jahre halte, weil es dann meist mit den teureren Reparaturen losgeht, wie das bei Elektroautos wird,weiß ich nicht, beim Zoe gab es ja wohl schon defekte Motoren.

Eine neue Zoe ? Nun ja, wenn die Verarbeitung auf Renaultniveau wäre (Clio) würde ich darüber nachdenken aber so ist mir das Fahrzeug einfach zu teuer. Um das aktuelle Austattungsniveau des Intens zu erreichen, liegt man schon bei über 28000 €, kommen auf 8 Jahre noch ca. 8000 € Akkumiete dazu macht das in der Summe 36000 €, dafür bekommt man auch einen Ampera-e, einen E-Golf oder einen BMW i3...
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon felix52 » Mo 3. Okt 2016, 22:49

So echt verstehe ich das ganze Gejammere hier nicht! Da war mal vor 3 Jahren ein EV, dass uns begeistert hat. Preiswert,
zuverlässig und sogar hip. Und nun mokiert man sich hier über einige € mehr und akklamiert Sonderrechte, die kaufmännisch
nicht zu rechtfertigen sind, da Röno mit den EVs auch mal Geld verdienen will. ;)

Na klar, Einiges ist noch unklar.

Andererseits wusste ich vorher, auf was ich mich einlasse, habe es nie bereut und jetzt warte ich erstmal ab. :D


Ihr Zweifler müsst doch nicht..... Obwohl.... ich lass das auch mit dem neuen Akku! Eben weil keine Möglichkeit, mit
43 kw zu laden. Wenn schon, denn schon... :twisted:
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon McTristan » Mo 3. Okt 2016, 23:35

Wenn man die Q210 hat doch schon oder?

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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Twizyflu » Di 4. Okt 2016, 00:08

So einfach ist das nicht
Hört auf den 43er blind zu loben
65 min auf 80% sind im Schnitt 30 kW
Und in DE gibt es den Q nicht.

Der BMW i3 lädt am CCS - das es dort gibt wo es Typ 2 43 kW auch gibt - in 38 min auf 80%
Ergo sind das 25 kWh in 38 min. Beim zoe 32 kWh in 65 min.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon EVduck » Di 4. Okt 2016, 08:33

Ich habe aber schon die Q210. Wenn ich jetzt (bzw. im Frühjahr) den 41kW Akku bekomme, werde ich mal die Ladekurve dokumentieren. Und selbst wenn die Werte stimmen, bleibt der Vorteil, dass ich die entsprechende Station für ca. €1000,- selbst realisieren kann. Zu hause. Mach das mal mit CCS in der Leistungsklasse.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Di 4. Okt 2016, 12:46

So, ich habe mir einmal die aktuelle Preisliste heruntergeladen und es ist wohl so, wie ich es mir dachte, Renault will doppelt kassieren !

Von wegen Mischkalkulation um die Akkumiete kontant zu halten, laut der offiziellen Preisliste kommt die Akkumiete für 15000 km pro Jahr im Flextarif auf 99 €/Monat, das sind 13 € mehr als das, was der aktuelle Tarif kostet. Pro Jahr sind es 156 € mehr. Hinzu kommen dann die Kosten für den Wechsel für noch einmal 3500 €, auf 8 Jahre gerechnet wären das pro Monat 36 €. Ein Upgrade würde den Kunden also monatlich auf 8 Jahre gerechnet 49 € mehr kosten - Sauber.

Man mag es als Gejammer betrachten aber ich halte 50 € durchaus für einen respektabelen Aufschlag insbesondere für ein Auto dass bereits im vierten Betriebsjahr ist und folglich insgesamt 12 Jahre halten müsste, damit diese Rechnung aufgeht...da habe ich so meine Zweifel.

Beim Neuwagen verhält es sich in Deutschland so (Zoe Intens)

Grundpreis: 23900 € (mit 22 kWh-Akku)
Aufpreis Akku 41 kWh: 2800 €

Summe: 26700 €

Das Erfreuliche, in Deutschland ist der Intens bis auf das Kartenmaterial ebenso ausgestattet wie bislang, also inkl. Rückfahrkamera.

felix52 hat geschrieben:
So echt verstehe ich das ganze Gejammere hier nicht! Da war mal vor 3 Jahren ein EV, dass uns begeistert hat. Preiswert,
zuverlässig und sogar hip. Und nun mokiert man sich hier über einige € mehr und akklamiert Sonderrechte, die kaufmännisch
nicht zu rechtfertigen sind, da Röno mit den EVs auch mal Geld verdienen will. ;)


Vor 3 Jahren wusste man noch nicht, was die gute Französin im Laufe der Jahre für Macken entwickelt. Es hat 3 Jahre gedauet, bis bei mir die Vorklimatisierung per App funktionierte, die Vordertüren waren undicht, die TCU wurde bereits getauscht, Polster gehen an den Nähten auf, Plastik der Türverkleidungen verfärbt sich und ist extrem anfällig für Kratzer, sogar die Frontstoßstange hat sich diesem Sommer von alleine gelöst, weil das Auto einen ganzen Tag in der Sonne gestanden hat. Hinzu kommen unbequeme Details wie eine nicht geteilt umlegbare Rücksitzbank und eine miese Wischwasch-Anlage. Es tut mir leid, bei einem Auto für über 20000 € Neupreis erwarte ich deutlich mehr Qualität ! Eine Mercedes A-Klasse z.B. gibt es auch schon für knapp 24000 € und da stimmt die Verarbeitungsqualität !
Der Zoe ist für die Qualität einfach überteuert. Leider gilt für alle Elektrofahrzeuge, dass diese einfach zu teuer sind, daher braucht man sich über mangelnde Akzeptanz nicht zu wundern.
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon AbRiNgOi » Di 4. Okt 2016, 13:06

Daniel hat geschrieben:
....
Der Zoe ist für die Qualität einfach überteuert. Leider gilt für alle Elektrofahrzeuge, dass diese einfach zu teuer sind, daher braucht man sich über mangelnde Akzeptanz nicht zu wundern.


Da gebe ich Dir völlig recht, aber verglichen mit anderen Anbietern noch immer das billigste Angebot, sowohl im Neukauf als auch im Update. Ich bin puncto Qualität nicht so pingelig, kann daher mit der von mir so liebevoll "Dacia Qualität" gut leben, bin früher nix anderes gefahren. (Skoda (vor VW), Lada, Opel, Citroen..). Den Mehrpreis zahle ich nun für die Elektromobilität nicht für die Qualität. Mir ist es sogar zu blöd gewesen wegen dem Scheibenheberschalter der mir in den Türgriff gekracht ist zu Service zu fahren, Kabelbinder über die viel zu kleinen Nasen im inneren und gut ist, sieht man nicht ein mal und hält jetzt Ewig. Die Sitze verschleißen schneller als bei meinem LADA, da kommen halt Schonbezüge drauf, habe da schon so eine Idee aus alten Jeans... Und der Filz im Boden Raum, gut da konnte der LADA nicht mithalten, aber besser als Opel ist der auch nicht. Ja die Glühbirnchen sind auch schon ausgetauscht und die 12V Batterie habe ich nicht abgewartet sondern nach drei Jahren um 50€ selber getauscht.

Wurscht: das billigste Elektrofahrzeug aller Zeiten das mit etwas Planung als Familien Erstwagen her halten kann, von Zadar bis Amsterdam, von Stuttgart bis Heviz... Mit welchem Elektrofahrzeug hätte ich das 2013 können? Nicht einmal Tesla war auf dem Markt. Und jetzt dieses alte Fahrzeug, gerade mal für 3500€ Updaten, sodass Griechenland möglich wird. Genial. Welches Fahrzeug außer die "Wucher" Zoe schafft es Elektrisch für einen Anschaffungspreis von 17ct/km Elektrisch das alles zu bieten?
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Di 4. Okt 2016, 13:19

Dann hoffen wir mal, dass Deine Zoe lange hält und nicht irgendwann nur noch von Kabelbindern gehalten wird ;)
Ich bin jedenfalls nicht länger gewillt auf Qualität und Komfort zu Gunsten eines elektrischen Antriebs verzichten zu wollen, die Autos müssen endlich günstiger werden !
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon AbRiNgOi » Di 4. Okt 2016, 13:28

Und schon hat die Fahrzeugindustrie genau das bei Dir erreicht, was sie wollte.... Schade. Wir müssen ein Zeichen setzen. Und trotzdem !!!!!

PS. ich bin nun Deinem Link in der Unterschrift gefolgt und habe diesen Artikel gefunden: http://www.obryweb.de/category/der-weg/
Es geht Dir also nur ums Geld. Vergiss mein gesagtes, kauf Dir einen Diesel und werde Glücklich. Ich kann nicht, weil das was Du über den Diesel auf einer anderen Seite geschrieben hast (weniger CO2 = mehr NOX) stimmt und dass die weniger und kleinen Partikel immer gefährlicher werden weil diese so klein sind dass diese Dir direkt ins Blut schießen und dort die Volle Ladung Schwermetalle abgibt die irgendwo ja sein müssen und sich daher auf die viel weniger und kleinen Partikel stürzen.... Und der Benziner? Benzoindirekteinspritzung = Partikel + NOx...
Aber egal, ich habe es auf Deiner Seite schon gelesen, es geht nur ums Geld. Und der Rohölpreis der fällt und fällt. Kein Argument mehr das Du hören willst für die Elektromobilität... Schade, und ein schönes Leben noch.
PPS: und wenn meine ZOE auseinander fällt bevor ich mir ein neues Fahrzeug leisten kann, fahre ich lieber mit der Bahn als jemals wieder einen Verbrenner zu starten
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Re: Interview mit Eric Feunteun

Beitragvon Daniel » Di 4. Okt 2016, 13:57

Das muss man sich aber auch leisten können und wollen ! Ich habe ja noch meine Zoe, ich weiß aber, dass ich mir ziemlich sicher keine mehr kaufen werde, weil mich das Fahrzeug in vielen Punkten enttäuscht hat. Punkte, welche man leider auch beim neuen Modell beibehalten hat. Ich sehe es bewußt einmal aus der Sicht des Ottonormalkäufers, dessen erster Gedanke ist, was kann ich mit dem Elektorauto sparen. Leider haben alle Eletrofahrzeuge eines gemein, man spart nur wenig bzw. erst nach vielen Jahren, weil die Anschaffungspreise so hoch sind, dass es sich einfach nicht wirklich rechnet.

Ich habe mir gestern einmal ausgerechnet, was ich hypothetisch in 4 Jahren Zoe sparen konnte.

Kraftstoff (ausgehend von 6 Litern auf 100 km bei einem Schnitt von 1,20 €/Liter):

4320 € abzüglich Batteriemiete (48 x 86 €) 4128 € = Ersparnis 192 €

KFZ-Steuer (2 Liter Diesel)

1320 €

Wartung (ca. 300 €/Jahr)

1200 € abzüglich 3 x Wartung Zoe à 90 € = Ersparnis 1020 €

Gesamtersparnis laufende Kosten: 2532 €

Rechnet man den Aufpreis der meisten Elektrofahrzeuge dagegen rechnet sich so ein Fahrzeug nicht, beim Zoe macht die Akkumiete den "Vorteil" zu Nichte.

Nicht falsch verstehen, das Konzept der Elektromobilität überzeugt mich aber man darf sich eben nicht wundern, dass viele davon Abstand nehmen, weil der Aufpreis zu hoch ist, ob nun als Listenpreis oder verschleiert über die Akkumiete. Hier muss endlich etwas passieren, die Preise für diese Fahrzeuge müssen auf das Niveau der Verbrenner gesenkt werden !
Keine Sorge, ich bleibe der Elektromobilität treu. Da ich lease, kommt es bei mir auf die monatliche Belastung an und da bekomme ich für die gleiche Rate mittlerweile bessere Fahrzeuge ;)
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