Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon smigel1 » So 3. Jul 2016, 09:45

Hallo,
Ich habe zwar noch kein Effizienzkennfeld vom ZOE gesehen - jedoch ist es meist so das E-Motor und Inverter unter 20% ihrer Nennleistung nicht so effiizient sind wie darüber, beim Zoe wären es um die 9kw (von 44kW dauerleistung). Der Motor wird bis zu 66% noch effizienter - dannach wieder schlechter (da reden wir zw. 2 -6%) , der Inverter hingegen hat seinen höchsten Wirkungsgrad bei Nennleistung (44kW) , klar ist auch das die Verluste gekühlt werden müssen - und 10% von 40kW - immerhin 4kW sind die ich kühlen muss. Somit ergibt sich folgende Strategie (nur wenn möglich!) Beschleuigungen mit 60% (~30kW) der Nennleistung, bei ebenen oder leicht fallenden Strassen - Geschindigkeit aufnehmen - dann in Neutral "segeln" somit ergibt sich eine Art Zick-Zack fahren zw. beschleunigen und segeln (bitte mit Bedacht auf Verkehr!) Beim Rekuperieren ist ähnlich nur mit umgekehrter Leistung, bei etwas stärkeren Gefällen wenn möglich mit 15-20kW reku. Bei leichtem Gefälle - in Neutral - Geschwindigkeit aufnehmen und mit reku wieder verzögern (wenn möglich ohne mechanischer Bremse).
Die Reichweite ist auch von der Durchnittsgeschw. abhängig - wo sich im Eigenversuch zeigte das 50 -60km/h Schnitt sehr gute Reichweite liefern bei einer Minimierung von Stehzeit.

SG
Smi
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Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon MAlfare » So 3. Jul 2016, 13:04

Hallo Smigel

smigel1 hat geschrieben:
........, klar ist auch das die Verluste gekühlt werden müssen - ........
Smi


Also ich würde lieber die Dinger kühlen, die heiß werden, nicht die Verluste :D :D :D

Gruß
Manfred
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Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon iOnier » So 3. Jul 2016, 18:28

smigel1 hat geschrieben:
Somit ergibt sich folgende Strategie (nur wenn möglich!) Beschleuigungen mit 60% (~30kW) der Nennleistung,
Interessant. Das deckt sich mit der Erfahrung, die ich in letzter Zeit mit meinem iOn gemacht habe (ich bin da immer noch sehr in der Experimentierphase). Ob ich mit (typisch) 50A (was bei dem Wagen genau 1C Entladestrom und ca. 30% der Nennleistung entspricht) oder mit 100A (also ca. 60% der Nennleistung) beschleunige macht kaum einen Unterschied in Verbrauch / Restreichweite nach gleicher Strecke - vermutlich ist der Motor bei 60% effizienter, aber ich verbrate mehr Verluste in der Elektronik / den Leitungen. Allerdings ist die Durchschnittsgeschwindigkeit etwas größer. Was unterm Strich auch mehr Effizienz bedeutet. Wenn ich also mit 2C statt 1C beschleunigen, aber meine (typische) Endgeschwindigkeit etwas zurücknehmen würde wäre ich vermutlich gleich schnell und hätte etwas mehr Reichweite. Ich hab' aber lieber einen Schnitt von 50 km/h auf meiner Landstraßenstrecke als einen von 45 :-)
Gruß
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Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon Alex1 » Di 5. Jul 2016, 23:15

@smigel1: Schöne Grafik!

Kennst Du "zufällig" auch die Kennpunkte der Zoe? Entsprechen die ca. 4.800/min etwa dem Tempo 95, ab dem die Zoe schlechter im Wirkungsgrad wird? Die 40-kW-Kurve geht ja genau durch die Niere der größten Effizienz.
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Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 6. Jul 2016, 06:52

Was ich rausgekriegt habe ist dass der Knick oben, also wo der Abgeregelte Drehmomentenverlauf einknickt und in die Leistungskurve übergeht es in etwaa 2800Umin sind. Die flache Drehomentenkurve links ist bei unserer ZOE nur 220Nm hoch, dort wo das Maximale Drehmoment einbricht, also die Maximalleistung erreicht ist, stehen wir bei etwa 2800Umin, ab dann geht die Leistungsparabel nach unten. Die Maximale Drehzahl ist 11.800Umin, denke aber, dass die ZOE vorher abregelt und das nicht 1:1 den 140kmh entsprechen. (real 135kmh).
Jetzt werde ich einmal versuchen den Leistungsbedarf über Drehzahl/Geschwindigkeit als Linie ein zu zeichnen, also so in etwa 7,5kW bei 50kmh, 10kW bei 80kmh und 35kW bei 135kmh.. Diese Kurve würde dann der Konstantfahrt entsprechen, ohne Wind, Beschleunigung und ohne Steigung.
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Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon Alex1 » Mi 6. Jul 2016, 13:48

Dann sollten die 2.800/min den 95 kmh entsprechen? Ab da wird ja feldgeschwächt (oder gefeldschwächt?)
140 kmh (laut Tacho, 95 waren ja auch laut Tacho) wären dann 4.130/min? Gerade mal 1/3 der max-Drehzahl?

Freu mich schon auf Deine Kurven :D :lol:
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Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon smigel1 » Sa 9. Jul 2016, 11:27

Hallo Alex,
Du hast leider einen Fehler in deiner Rechnung.
Fakt ist wenn ich dieses Digagramm auf den ZOE umlegen würde - wäre der effizienteste Bereich zw. 50kmh und 67 kmh bei 30kW. Das heißt nicht das du darin die größte Reichtweite erzielst - sondern nur das der E-Motor seine größte effizienz hat.
Auch wenn der E-Motor bei 100kmh effizenter sein mag als wie bei 50kmh brauchst du 4mal mehr Energie für den Luftwiderstand - und das kann der Wirkungsgrad des E-Motors nicht wegmachen.
Also meine Rechnug ergibt Idealgeschwindigkeit zw. 50 und 67kmh.
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Re: Effizienz beim Beschleunigen/Rekuperieren

Beitragvon Alex1 » Sa 9. Jul 2016, 16:29

Schon klar, Smigel :D

Mir ging es wirklich nur um die MOTOTeffizienz. Bei den Verpestern ist ja die höchste Effizienz bei ca. 1.500/min und 3/4 oder 90% Gas.Das sind im höchsten Gang grad mal 50 oder 60 kmh. Deswegen ist ja Pulse-and-Glide so effizient.

Das hatte mich ja anfangs so gewundert, dass auch eMotoren einen dermaßen schlechten Wirkungsgrad haben können.

Auf jeden Fall Danke für die Tabellen :mrgreen: :D
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