Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon evolk » Mi 17. Okt 2012, 16:47

Vielleicht steuern wir zur Zeit etwas auf das Tal der Enttäuschungen zu - siehe die Grafik vom Fraunhofer-Institut: Find ich sehr interessant:
http://blog.iao.fraunhofer.de/home/archives/1544.html

Ich bin momentan leider von meiner Euphorie-Phase auch etwas "leicht" abgekommen, da ich mit dem Leaf eine längere Fahrt - über 280 km gemacht habe und das war schon etwas sehr mühsam.... :(

Und wenn dann noch 2 Ladesäulen an einem Tag streiken, des is a Schas! Vor allem wenn eine davon ein Chademo Schnelllader ist.

Ihr müsst euch mal vorstellen am Irschenberg in Bayern gibt es seit ca. einem halben Jahr von eon eine Schnellladestation. Diese wurde in dieser Zeit erst 2 - 3 mal benutzt. Schon irgendwie ernüchternd oder. .....

… zum Fahren ist der Leaf ein Traum - aber kaufen würd ich ihn mir nicht, alleine wegen dem Chademo.
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon BuzzingDanZei » Mi 17. Okt 2012, 16:52

Ist doch logisch, dass heutzutage ein Elektroauto nur bedingt Langstreckentauglich ist. Oder man muss leidensfähig sein und aus Überzeugung oder finanziellen Gründen eben genau planen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass solange das Ladenetz so lückenhaft und fehleranfällig bleibt, es schwierig ist.

Ich habe für mich entschieden, dass ich den zuerst avisierten Ampera nicht wollte, um nicht 90% der Fahrten nutzloses Gewicht mitzuschleppen. Da muss sich jeder selbst überlegen, wie viele Langstreckenfahrten er macht.
Ich für meinen Teil werde vermutlich üblicherweise bei Fahrten über 150km auf einen Leihwagen bzw. unseren Zweitwagen (Benziner) zurück greifen. Weiter würde ich elektrisch nur fahren, um vielleicht mal zu testen oder weil ich weiss, auf dem Weg genug Ladealternativen zu haben.

Was mich an den Artikeln aber so stört, ist diese negative Verallgemeinerung. Niemand hat behauptet, dass Elektroautos heute schon für alle Bevölkerungsgruppen geeignet sind. Ja, man hat Streß mit der Reichweite, wenn man sich deutlich über 100km am Tag bewegen will. Das tun aber die meisten doch gar nicht.
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon bernd71 » Mi 17. Okt 2012, 17:13

BuzzingDanZei hat geschrieben:
Was mich an den Artikeln aber so stört, ist diese negative Verallgemeinerung. Niemand hat behauptet, dass Elektroautos heute schon für alle Bevölkerungsgruppen geeignet sind. Ja, man hat Streß mit der Reichweite, wenn man sich deutlich über 100km am Tag bewegen will. Das tun aber die meisten doch gar nicht.


So ist es. Wer öfters Langstrecke fährt für den ist ein E-Auto nichts, wer keine Lademöglichkeit Zuhause hat für den ist ein E-Auto (noch) nichts, wer.... Für alle anderen kann ein E-Auto passen aber man muss es wollen.
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon lingley » Mi 17. Okt 2012, 23:23

evolk hat geschrieben:
Bettermann-Kabel

Was ist denn das für ein Kabel? Was kann das, wo kriegt man das?
...
Wie ist das bei einer 400 V-Steckdose.
...
Oder gibt es ein Notladekabel für Starkstrom - oder kann ich 400 Volt mit einem einfachen CEE Baustellenkabel direkt anschließen? Oder gibt es eine mobile Heimladestation für 400 Volt...?

Hi evolk,
wenn es Deine Zeit erlaubt, lese Dich mal durchs Forenthema "Ladeequipment" durch.
Das dürfte einiges von Deinen Fragen klären.
Zwei Tipps von mir ...
http://www.goingelectric.de/forum/ladeequipment/ladekabel-mit-iccb-t232.html
http://www.goingelectric.de/forum/ladeequipment/sedlbauer-22-kw-ladebox-fur-zu-hause-t343.html
gruß
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon Guy » Do 18. Okt 2012, 10:54

Das ist doch nur eine Meinung von vielen.

Wer behauptet, dass das Elektroauto nicht funktioniert, liegt vermutlich genauso weit daneben wie der, der Elektroautos schon heute für die Lösung für alle hält.

Dass sich ein Elektroauto heute lohnen kann, hat uns Nino vorgerechnet. Fährt man nun 4 Mal im Monat Langstrecke und braucht einen Mietwagen, sieht die Rechnung ganz anders aus.

Ich bin mir sicher, dass Elektroautos in den nächsten Jahren Nische bleiben werden. Und das ist überhaupt nicht schlimm. Gerade in der Nische gibt es sehr viele, bei denen das Elektroauto eben doch funktioniert. Ein Geländewagen macht für einen Jäger / Förster schließlich auch Sinn, auch wenn man gegenüber SUVs im Allgemeinen durchaus berechtigt kritisch sein darf.

Das Elektroauto als das Auto erster Wahl werde vermutlich selbst ich, obwohl ich zu den Jüngsten hier gehöre, nicht mehr mitbekommen.
Es wird in den nächsten Jahren eine von vielen Alternativen sein, nicht mehr und nicht weniger.
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon berndine1 » Do 18. Okt 2012, 11:52

In bestimmten Bereichen zb. Carsharing wird sich das E-Auto sehr schnell durchsetzen. Ich glaube, dass die (hoffentlich) robustere Bauart hier weniger Verschleiß usw. auch weniger Kosten verursacht.
Im privaten Bereich würde es sich zb für meine Eltern bereits sehr gut lohnen und für mich in Zukunft hoffentlich auch!
Ich frage mich ja noch, wann TESLA noch mit einem Kleinwagen rauskommt.
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon BuzzingDanZei » Do 18. Okt 2012, 11:55

Guy hat geschrieben:
Es wird in den nächsten Jahren eine von vielen Alternativen sein, nicht mehr und nicht weniger.


Du hast komplett recht! Nur dieser letzte Satz muss sich noch beweisen. Ich denke das wird komplett am Spritpreis hängen. Steigt er moderat, oder steigt er stark - das wird ausschlaggebend für die meisten Endverbraucher sein.

Was definitiv noch für eine deutliche Erweiterung der Zielgruppe fehlt, sind 43kW Lader an JEDER Autobahn-Raststätte. Bis dahin vergehen aber sich noch 10-20 Jahre. :cry:
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon Robert » Do 18. Okt 2012, 13:27

Ich hoffe da auf den Smartphone Effekt. Vor ein paar Jahren noch unvorstellbar heute Standard. Eine totale E-Revolution würde ja mehrere Märkte (Neu-, Gebrauchtwagen, Zulieferer, Arbeitsplätze usw) zerstören. Ein Renault Zoe kann aber durchaus die Initialzündung für den Massenmarkt sein.
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon Gegendenstrom » Fr 16. Nov 2012, 21:42

midimal hat geschrieben:
Habt Ihr auch diese Angst? Wobei ich glaube es gibt in DE mehr als eine Milliarde mehr Steckdosen als Tankstellen :lol: :lol: :lol: Für mich reine Panikmache! Für die USA Entfernungen ist ein E-Auto wohl nicht soweit. Für Europa sehe ich da keine Problem mit 160KM Reichweite (und Schnellladung)
-----------------------------
Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffenZu teuer und nicht verbraucherfreundlich: Die von Politik und Industrie gefeierten Elektro-Mobile sind bisher ein Flop. Im Stau, bei Hitze und Kälte, bekommen Autofahrer zuweilen Panikanfälle. Von Jens Meiners Da stand er nun, der Nissan Leaf, "World Car of the Year", das beste Auto des Jahres, und konnte nicht bewegt werden. "Du wirst liegen bleiben", hatte der freundliche Mitarbeiter des amerikanischen Fachmagazins "Car and Driver", Mitveranstalter der renommierten Autowahl, gewarnt. "Du wirst es morgen nicht rechtzeitig ins Büro schaffen, weil die Zeit zum Aufladen nicht reicht." Also Finger weg vom preisgekrönten Testwagen mit Elektroantrieb. Dabei wären es nur wenige Kilometer gewesen von Ann Arbor nach Southfield bei Detroit im US-Staat Michigan.

Den Rest findet Ihr hier:
http://www.welt.de/motor/article1097861 ... affen.html


SO EIN SCHWACHSINN...können solche Artikel nicht verboten werden?
Ich fahre seit einem Jahr und über 10.000 km ein elektisches Auto und bin noch nie liegengeblieben.
Elektrische Autos sind für einen bestimmten Einsatzzweck konzipiert. Benutzt man sie entsprechend , bleiben sie auch nicht liegen!!!!

Die Welt ist in meinen Augen nun noch mehr eine Zeitung, die ich mehr ernst nehmen kann....wa´s vorher eigentlich schon
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Re: Der Horror, es nicht bis zur Steckdose zu schaffen

Beitragvon lingley » Fr 16. Nov 2012, 22:53

das tolle Weltkäseblatt hat geschrieben:
Auch der Ölpreis ist kein starkes Argument für die Abkehr, denn die Ressourcen sind noch lange nicht erschöpft.
Einige Experten gehen davon aus, dass die Ölvorräte noch für 150 Jahre reichen.
Die öffentliche Wahrnehmung ist eine andere. "Das Öl geht schon immer angeblich in 40 Jahren aus", spottet der Motorenentwickler Indra.
"Und wenn es eines Tages wirklich zu Ende geht, kommt sicherlich das Erdgas."

Eine Zeitung die in Medienkooperation mit der INSM steht, traue ich sowieso nicht über den Weg !!!

Angst schüren / verunsichern ob der Reichweite - das kennt man doch von der verhassten Energiewende !
zieht Euch mal das Video rein (Vorsicht Satire)... das erklärt ALLES !!!
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/120614-quer-energiewende100.html
und noch eins ... Fehlstart: Bayerns E-Auto-Projekte stottern
https://blog.br.de/quer/fehlstart-bayerns-e-auto-projekte-stottern-02112011.html

Es ist einfach nicht in diese Dummschädel reinzukriegen das der Rohstoff Öl viel zu Schade zum Verbrennen ist !
Sicher dann nehmen wir halt Gas bis das auch verheizt ist :x !
Welche Ignoranz der Realitäten :evil:

vg lingley
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