Batterievertrag Anfängerfrage

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon novalek » Di 28. Jul 2015, 17:13

Dreh- und Angelpunkt ist die Möglichkeit zur verbreiteten Nutzung des Fahrzeugs und da scheidet in Ballungszentren die Eigenlademethode aus - wer wie ich aus Berlin kommt, weiß wovon ich rede - 5 x um den Block für irgend einen Parkplatz und dann weitab von der Wohnung. In den Straßen steht abends Auto an Auto, halb auf dem Gehweg, quer und längs - wie soll das dann gehen. (Diese fiktive Ladeinfrastruktur kostete Unmengen - da springt kein Normalverbraucher auf).
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon eDEVIL » Di 28. Jul 2015, 17:46

Und die Super-Duper-Akkuwechselstation ist pro Nutzugsvorgang preisgünstiger? :twisted:

eAutos parken/LAden ja bevorzugt. Muß der VErbrenner -Fahrer eben 3x um den Block 8-)
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

.
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon Timelord » Di 28. Jul 2015, 18:39

eDEVIL hat geschrieben:
Und die Super-Duper-Akkuwechselstation ist pro Nutzugsvorgang preisgünstiger? :twisted:



Und genau das ist imho der Dreh- und Angelpunkt, warum sich das nicht durchgesetzt hat und nicht durchsetzen wird. Man stelle sich analog eine Einweg-12V-Batterie beim Verbrenner vor, die man, wenn sie leer ist, mal eben schnell austauschen lässt. WAF sieht anders aus :D
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon novalek » Di 28. Jul 2015, 22:05

Dann muß ein anderer Lösungsansatz her - wenn man von einer e-Mobil-Sättigung von 50 % ausgeht - denn
- eine Jedermann-Ladestation kostet mehr als 10 K-Euro plus monatlichem Regelservice
- die Stromversorgungsinfra der Stadtwerke muß ausgebaut werden (Kabelquerschnitte orientieren sich an i.d.R. an Hausanschlüssen)
- das Zuparkproblem bei Ladesäulenparkplätzen bleibt dauerhaft unlösbar
- das Laden darf niemals ein ProbierAkt werden, weil ein Ladepunkt besetzt ist oder nicht funktioniert (man fährt ja auch nicht zur Tanke um zu prüfen, ob die Pumpe geht oder der Erdtank noch ne Pfütze enthält)

Alternatives zentrales Ladeverfahren wäre sicher auch ein Drive-In, wie in einer Waschstraße.

Welche Probleme entstehen, mag folgendes Beispiel aufzeigen:
Berlin im 50%-Modell; es müßte für 600.000 Fahrzeuge Lademöglichkeiten geben, die im Schnitt künftig 1-2 Mal wöchentlich laden wollen, wovon sicherlich über 400.000 sich keiner Heimladung bedienen könnten.
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon Tho » Mi 29. Jul 2015, 13:58

Oder entsprechende langsamlader an "allen" städtischen Parkplätzen verfügbar machen, dann braucht man nur eine geringere Anzahl von "teuren" Schnellladern.
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon Timelord » Mi 29. Jul 2015, 14:24

@novalek

Deine Argumente sind alle valide...nur sehe ich sie, aufs große Ganze gesehen, als Level 2 Probleme.
Betrachte es mal so...würden von allen Menschen, die ohne Probleme zuhause und auf der Arbeit laden könnten und für die die Reichweite heutiger E-Mobile MEHR als ausreichend sind, nur 10% auf Elektromobilität umsteigen, wären wir bei Zehnerpotenzen der heutigen Elektronauten. Durch größere Verbreitung entsteht mehr Druck auf die Macher der Infrastruktur sich verdammt noch mal was einfallen zu lassen.
Zum Beispiel könnte die ENBW sowas, wie sie mit ihren Ladesäulen abziehen (Going Electric berichtete :mrgreen: ) nicht mehr bringen. Wenn ich mir vorstelle in Karlsruhe gäbe es auf einmal 3000 Elektroautos....die würden vor lauter Frust den Geldspeiche...ähh...das Verwaltungsgebäude der ENBW belagern.

Mein Argument ist natürlich blöd für die Stadtbewohner im 3. Stock...aber hier gehts um Langfrist-Strategien.



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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon Fotowolf » Mi 29. Jul 2015, 16:35

Hallo sensai,
auch ich habe mich auf das Renaultbatteriemietwagnis eingelassen... Durch das Glück, eine kräftige Einsparung beim Kaufpreis erzielt zu haben - übrigens dank dieses Formuns - habe ich die finanzielle Unsicherheit ein wenig verringert. Vielleicht wäre das auch für dich eine Option:
Mein ZOE stammt vom Autohaus Vorndran in Bad Neustadt an der Saale (http://www.vorndran.com).
War für mich das perfekte Autohaus. Kaufte Ende Dezember 2014 und das sehr sehr deutlich unter dem Listenpreis. War natürlich ein besonderer Zeitpunkt, denn Renault brauchte noch dringend Zulassungen im 2014er Jahr für die Statistik...
Herr Guido Vorndran und sein Team sind sehr kompetent und äußerst zuvorkommend bei der Abwicklung. Immerhin musste ich den Wagen nach Österreich importieren und alleine das ergibt Fragen über Fragen. Wir konnten das Geschäft über die Ferne perfekt abschließen und ich kam dann abholen - mit den österreichischen Kennzeichen in der Tasche. Man hätte mir den Wagen um nur ca. 130 Euro an jede deutsche Renault Niederlassung überstellt, aber ich wollte Herrn Vorndran und sein Team persönlich kennen lernen. Außerdem lernt man den Wagen auch gleich besser kennen, wenn die erste Tour gleich mal 500km ist :-)
Herr Vorndran erzählte mir damals, dass er auch schon in die Steiermark verkauft hat. Der Kunde ließ sich das Auto an die dt. Grenze liefern und durch Österreich fuhr er selber. Ein Bekannter hat kürzlich bei Vorndran gekauft. Er ließ sich den Wagen um ca. 450 Euro vor seine oberösterreichische Haustür liefern.

Übrigens, ich bin nicht umsatzbeteiligt, war nur sehr zufrieden mit diesem Autohaus.


Zum Batteriemietmodell in Österreich noch eine Kuriosität. Man schließt ja ein gewisses km-Jahreskontingent ab. Da man als Privatperson in Österreich für Minder-km genauso 5 ct zurückbekommt, wie man für Mehr-km bezahlt, hat ein findiges Formusmitglied mal ausgerechnet, dass man besser dran ist, wenn man einen höheren Vertrag abschließt, als man tatsächlich fahren wird. Heißt natürlich, dass man Monat für Monat etwas mehr bezahlt, aber am Vertragsende noch mehr rausbekommt.
Ich habe daher 20000 km abgeschlossen, werde etwa nur 15000 pro Jahr fahren. Gegenüber dem 15000er Vertrag spare ich mir 174 Euro am Vertragsende. Man kann in die Excel Tabelle sogar eine Inflationsrate eingeben. Bei 3% sind es immer noch 127 Euro Ersparnis. Zugegeben, nicht sooo viel, aber doch interessant.
Von wem die Excel Tabell ursprünglich kam, weiß ich leider nicht mehr. Ich habe sie etwas erweitert und kann sie gerne zur Verfügung stellen. (bitte ggf. PN senden). Hoffe, damit keine "Urheberrechte" zu verletzen..

Schöne Grüße vom Attersee,
Wolfgang
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon JoDa » Mi 29. Jul 2015, 19:59

@Fotowolf
Die EXCEL-Tabelle stammt von mir!
Habe, als ich Sie im Forum veröffentlicht habe, ausdrücklich dazu aufgefordert sie zu modifizieren.
Freut mich, dass ich jetzt erfahre das das auch gemacht wurde.
Hier noch einmal der Link: Batteriemietvertrag in Österreich
Dort habe ich auch die Renault-Bank auf Fehler im Batteriemietvertrag hingewiesen. Sind diese Fehler in den aktuellen Verträgen mittlerweile beseitigt?

@sensai
Die Deutschen Medien und Autobauer raten einem ja noch mit dem Kauf eines Elektroautos bis zum "Nimmerleinstag" zu warten. (Bis neue Wunderakkus auf den Markt kommen, bis die Akkupreise ins Bodenlose fallen, bis eine flächendeckende Schnellladeinfrastruktur aufgebaut ist, bis sich die Akkuhersteller auf ein System von Tausch-Akkus geeinigt haben, ...) Aus finanziellen Gründen finde ich, dass man heute seinen Verbrenner nicht verkaufen sollte nur um sich ein Elektroauto zu kaufen. Steht allerdings sowieso ein Autokauf an, so ist heute für viele schon ein Elektroauto eine (auch finanzielle) alternative zum Verbrenner. Näheres dazu findest du im Link in meiner Signatur.

Für dein Anforderungsprofil erscheint mir die ZOE ideal. (Oder der noch kleinere Drilling den es mittlerweile in Österreich sehr günstig gebraucht gibt.)

Nach lesen der vielen widersprüchlichen Zukunftsprognosen komme ich zum Schluss, dass dir heute niemand sagen kann ob ein Kaufakku oder ein Leasingakku besser ist.

Zwei Links die dich interessieren könnten:
ZOE in Österreich günstiger als Verbrenner
(Beinhaltet Tipps für den günstigen Kauf einer ZOE und die Senkung der Betriebskosten.)
Wiki zu mobilen Ladelösungen
(Empfehle dir die NRGkick, sowie für dein Elektroauto in deinem neuen Haus einen zukunftssicheren dreiphasigen Anschluss mit 32 Ampere CEE-Kupplung vorzusehen.)
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon Fotowolf » Mi 29. Jul 2015, 22:17

Danke JoDa für die Analyse der Mietmodelle mittels erwähnter Excel Tabelle. Hat mir sehr geholfen damals und ich habe mich für einen 20000 km Vertrag entschieden bei erwarteten ca. 15000 km Fahrleistung pro Jahr. 25000 und 30000 bringen nur einen geringen Mehrertrag, verursachen aber deutlich höhere monatliche Kosten, die man an Renault vorauszahlt. Daher fand ich 20000 als ideal für mich.

Den ganz aktuellen Mietvertrag kennen ich natürlich nicht. Mein Mietvertrag vom Jänner 2015 ist jedenfalls wie beschrieben. Die Leute von der RCI Bank Österreich waren damals ein wenig überascht, als ich ihnen das erklärte, haben aber in vollem Umfang zugestimmt. Am 1. Juli 2015 habe ich noch einmal nachgefragt und mir von Frau Paschinger (RCI Bank Östereich) für meinen Mietvertrag vor allem bestätigen lassen, dass:
- 5 cent sowohl für Mehr- als auch Minder-km berechnet werden (da private Nutzung vorliegt).
- Es keine Einschränkungen gibt, die die Gleichheit zwischen Mehr- und Minder-km aufheben.
- Man die Vertrags-km während der Laufzeit anpassen kann, aber nicht muss.

Somit ist die erwähnte Berechnung der Excel Tabelle für meinen Vertrag gültig. Ich habe meine etwas erweiterte Version angehängt, übernehme aber keine Verantwortung dafür; muss jeder selber prüfen und für sich entscheiden.

Für neue Verträge empfehle ich vor allem nachzuprüfen, ob die 5 cent nach wie vor für beide Fälle gelten (= 4,17 cent excl. Mwst.).

Zu beachten ist jedenfalls, dass die durchschnittliche km-Untergrenze 12500 km pro Jahr ist. Geht man von einem 3-Jahresvertrag aus, werden also am Vertragsende unter 37500 km keine Minder-km rückvergütet. Wer also weniger km fährt, ist selber Schuld..
Anm.: Da klammere ich jetzt den speziellen Wenigfahrtarif aus.
Dateianhänge
Kosten Akkumiete ZOE Österreich Privatperson lt. AGB_20150114.xls
(37.5 KiB) 74-mal heruntergeladen
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Re: Batterievertrag Anfängerfrage

Beitragvon JoDa » Mi 29. Jul 2015, 23:09

Hallo Wolfgang,

Danke für die Antwort und das Update betreffend des Batterie-Mietvertrages und der EXCEL-Tabelle.

Wünsche dir und mir weiter viel Freude mit unseren Französinnen :D

LG
JoDa
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