Autobahnreichweite?

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: AW: Autobahnreichweite?

Beitragvon Karlsson » Mi 15. Jan 2014, 01:01

Der Lernprozess ist mir schon klar.
Aber soll man das wirklich von einer Zeitschrift erwarten?
Also eigentlich wäre das ja schon mit zweierlei Maß gemessen.
Bei normalen Fahrzeugen wird ja auch der Verbrauch bei allgemein üblicher Fahrweise angegeben,der sich dann vom Katalogwert natürlich deutlich abhebt.

Der Vollständigkeit halber sollte vielleicht auf den Einfluss hingewiesen werden. Aber es darf nicht verschwiegen werden, wie man fahren muss, um auf entsprechende Reichweiten zu kommen.
Den meisten Lesern der Zeitung ist doch überhaupt nicht klar,wie groß der Zusammenhang ist.
Der E-Auto Fahrer lernt das dann gezwungenermaßen.
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Re: Autobahnreichweite?

Beitragvon Twizyflu » Mi 15. Jan 2014, 01:06

Wenn der Fahrer überhaupt zum E-Auto Fahrer wird.
Wenn der sowas liest, wunderts mich nicht, wenn er dann auch sagt: WAS ECHT? E-Auto? Nein danke ohne mich.
(wir wissen, dass der gesunde Mensch, der solche Dinge hinterfragt und sich ein eigenes Bild macht, bevor er eine Meinung hat).

Wir werden ja sehen was kommt!
Ich muss aber ehrlich auch sagen: es liegt eines Jahresautobahnvignette seit 3 Wochen bei mir daheim. Sie ist nicht am Zoe (aus Faulheit) UND weil ich weiß, dass die Autobahn mir nichts bringt.

1. Gefahr des überholt werdens von so ziemlich jedem anderen
2. Hohe Geschwindigkeiten + Steinchen = Nicht gut für den ZOE
3. Es ist traurig mitansehen zu müssen, wie der Akku dahinschmilzt
4. Landstraße ist gemütlicher und weniger los
5. Die Zeitersparnis ist für mich nicht so wichtig
6. Überholmanöver sind auf Landstraßen leichter, da man dort langsamer ist und somit das Drehmoment noch eher da ist. Auf der Autobahn fehlt mir beim ZOE einfach schon noch die Puste - ist so.
7. Zum Laden muss ich eh wieder runter von der Autobahn und bis ich dann bei der Säule bin hab ich im Regelfall auf der Landstraße auch keinen Nachteil :)
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Re: AW: Autobahnreichweite?

Beitragvon energieingenieur » Mi 15. Jan 2014, 01:28

Karlsson hat geschrieben:
Findet ihr 130km/h und Heizung auf volle Pulle jetzt so unrealistisch?

Nein, das ist normal - in Deutschland -. Will jetzt keine Tempolimit-Diskussion anzetteln, aber ich finde den Gedanken interessant, dass es in den meisten anderen Ländern der Erde gar nicht erlaubt ist, überhaupt so schnell/"so normal" zu fahren. Sämtliche moderne Elektrofahrzeuge haben eine höhere Endgeschwindigkeit, als in 90% der Länder der Welt maximal gefahren werden darf. Heute ist es noch normal in Deutschland mit 130 km/h oder deutlich schneller zu fahren. Vor 10 Jahren, war es noch völlig normal, dass in Flugzeugen, in Büros, in Restaurants und auf Partys geraucht wurde. Was glaubt ihr, wie heute Jemand auffällt, der mit einer Zigarette in ein Restaurant geht. Das Verständnis der "allgemeinen Normalität" kann sich anscheinend sehr schnell ändern.

Und warum werden Geschwindigkeiten jenseits der 180km/h und auch Reichweiten von 1.000km selbst für Kleinwagen als "Standard" oder als "Minimum" angesehen? Ich glaube das ist so, weil es die in 100 Jahren Automobilentwicklungsgeschichte immer bessere gewordene Technik des Verbrennungsmotors und der Fahrzeuge einfach hergibt. Und es liegt vll. auch an dem Wettbewerb der Hersteller: "Mein Produkt kann noch schneller... oder noch weiter fahren." Das orientiert sich aber eigentlich nur an dem technisch möglichen, nicht unbedingt am wirklich notwendigen.

Aber was passiert, wenn jetzt ein paar E-Fahrer anfangen ihre Normalität neu zu definieren - und nicht mehr "rauchen"?


Wir dürfen bei der Testbeurteilung nicht aus den Augen verlieren für welche Zielgruppe Kleinwagen-Elektrofahrzeuge (die hier getestet wurden) gebaut sind. Der Anwendungsfall: Autobahn mit Vollgas kommt da bei den meisten vermutlich eher selten vor. Ein FiatPanda oder BMWMini würde bei einem Zuladungstest sicherlich auch gegen einen Audi A6 oder einen Mercedes Sprinter verlieren. Oder versucht mal mit einen DodgeRAM in Hannover City einen Parkplatz zu finden. Der verliert da jeden Test! Das laste ich ihm aber auch nicht an, weil er für eine andere Zielgruppe gebaut wurde. Warum müssen Elektrokleinwagen im Test jetzt beweisen, dass Sie auf verschneiten Alpenpässen bei -20°C Höchstleistungen erbringen sollen? Sie können da fahren, aber sie bringen da eben nicht volle Leistung.
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Re: Autobahnreichweite?

Beitragvon E-Speedy » Mi 15. Jan 2014, 18:07

Twizyflu hat geschrieben:
.....Wenn der sowas liest, wunderts mich nicht, wenn er dann auch sagt: WAS ECHT? E-Auto? Nein danke ohne mich.
(wir wissen, dass der gesunde Mensch, der solche Dinge hinterfragt und sich ein eigenes Bild macht, bevor er eine Meinung hat).......


@Twizflu
Genau diese Absicht unterstelle ich den Testern von Autobild.de. An den Haaren hergezogene Tests sollen interessierte
Käufer von E-Autos weder auf den Benzinerpfad bringen. Mit freundlicher finanzieller Unterstützung der Benziner- und
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Re: Autobahnreichweite?

Beitragvon lingley » Mi 15. Jan 2014, 18:53

Vermutung, verdacht - ja schon, aber nicht beweisbar !
Meine Vermutung: Die Jungs haben genauso getestet wie immer und i.V. mit E-Auto passt das vorne und hinten nicht !
Es gilt zweifelsohne gleiche Interessen und dicke Kontakte untereinander, aber bitte seht nicht in allen Sachen gleich die große Verschwörung :mrgreen:
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Re: Autobahnreichweite?

Beitragvon Twizyflu » Mi 15. Jan 2014, 23:09

Habe heute mit 3 Leute beim Laden geredet
Kamen alle von sich aus.
Und einer will das wirklich sich anschauen demnächst.
Es würd ihm zusagen.

Als ich sagte: ab gut 21.000 Euro sagte er: ach eh nur?

Manche lassen sich halt nicht von der Benzinpropaganda vergiften und das ist auch gut so.
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Re: AW: Autobahnreichweite?

Beitragvon Elektrolurch » Do 16. Jan 2014, 10:12

energieingenieur hat geschrieben:
Aber was passiert, wenn jetzt ein paar E-Fahrer anfangen ihre Normalität neu zu definieren - und nicht mehr "rauchen"?


Dazu fällt mir ein saudämlicher Aufkleber aus den - gefühlt - 1970ern ein: "Mein Auto ist wie ich - es raucht, es säuft, und manchmal ... es."

In Abwandlung könnte das nun heißen: "Mein Auto ist wie ich - es raucht nicht, es säuft nicht..."

Ob es noch manchmal ... überlasse ich dann den Gepflogenheiten jedes/jeder Einzelnen. ;)
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Re: AW: Autobahnreichweite?

Beitragvon Karlsson » Do 16. Jan 2014, 13:02

Twizyflu hat geschrieben:
Habe heute mit 3 Leute beim Laden geredet
Kamen alle von sich aus.
Und einer will das wirklich sich anschauen demnächst.
Es würd ihm zusagen.

Als ich sagte: ab gut 21.000 Euro sagte er: ach eh nur?

Manche lassen sich halt nicht von der Benzinpropaganda vergiften und das ist auch gut so.
Jeder der mit mir mitfahrt, bekommt bewiesen, dass es geht ;)

Der kostet nicht nur 21k sondern 21k + Akku.
Das wird in Zeitschriften auch gerne mal nicht so richtig erwähnt wenn mit einem anderen inkl Akku verglichen wird.
Man könnte auch sagen kostet 31k und der Akku hält sichere 10 Jahre.
Bedeutet in dem Zeitraum dann doch dasselbe.
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Re: Autobahnreichweite?

Beitragvon lophiomys » Do 16. Jan 2014, 14:21

Das kostet "31k€" auf 10Jahre mit - im schlechtesten Fall - 75% der Nennkapazität/-Reichweite eines Akkus aus dem Jahr 2013.
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Re: Autobahnreichweite?

Beitragvon Twizyflu » Do 16. Jan 2014, 17:06

Moment.
Sicher hab ich ihm das auch gesagt aber auch erklärt warum.
Und beim Argument: kein Risiko beim Akku weil immer Garantie und wenn verschlissen gibts einen potenteren (also über die mindestkapazität!)
und auch da sagte er ja ist eh ok.

Ich meine rechnet halt mal die Versicherungskosten beim verbrenner gegen. Und den Mehrpreis für sprit.
Was kostet dann der Verbrenner?
Bei einem Auto gleicher Güte mit der Ausstattung.

Es sagt keiner dass sich ein Elektroauto weiß Gott wie rechnet aber ganz so mit Verlustgeschäft ists auch wieder nicht.
Und für manche sind die Vorteile (Klimatisierung, eigener Strom daheim, Fahrkomfort, Umwelt, eigene Lunge) auch was Wert.
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