Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Elektromotor, Steuerung, Getriebe, Reifen des Renault ZOE

Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Twizyflu » Mo 3. Jun 2013, 21:00

Aber der zoe hat doch auch keine Kupplung?
Aber auf D gestellt kann man ihn abschleppen oder?

BTw blöde frage aber:
Wofür ist der Knopf beim hebel?
Ich drückte ihn immer wenn ich von D auf R oder P wechselte aber einmal getraute ich mich es mal ohne zu tun
GING auch?
Nur für P oder R muss man es drücken?!
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Oeyn@ktiv » Mo 3. Jun 2013, 21:06

Hallo Turbothomas,

da haben sich unsere Antworten überschnitten und ich war voreilig. Genau so, wie du beschrieben hast, bin ich also auch gefahren. Bergab in "N" und kurz vor der Kreuzung im Tal dann mit "D" gebremst und mit mechanischer Bremse schlussendlich angehalten.
Wenn das denn so problemlos machbar ist, werde ich künftig so ausrollen, da meiner Meinung nach die Energieeinsparung noch etwas besser ist, als wenn ich zwischen Strom geben und Rekuperieren jongliere.

Gruß

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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon PowerTower » Di 4. Jun 2013, 00:26

Nix kuppeln beim segeln...

das einfachste Beispiel um diesen Effekt zu beschreiben ist wohl ein Nabendynamo beim Fahrrad. Hat man das Licht eingeschalten verlangt man Leistung und der Dynamo arbeitet dann auch als entsprechender Generator. Schaltet man das Licht aus merkt man, wie sich das Laufrad deutlich leichter drehen lässt.

Kein Strombedarf (egal in welche Richtung) = keine Induktion in der Spule. Der Rotor kann frei drehen.

Ist beim Elektroauto nix anderes, nur dass diese Schaltung je nach Fahrzeug stufenlos vom Motorsteuergerät übernommen wird. Auch Zoe kann segeln, nur muss man da halt den Fuß ein wenig auf dem Gaspedal stehen lassen. Das programmiert jeder Hersteller anders.

Beim Ampera hat das einen anderen Hintergrund, denke ich. Der schleppt ja tatsächlich (drei?) Kupplungen und einen Verbrennermotor ohne manuelles Getriebe mit. Eine Gefahr für die Akkus durch Überladung besteht definitiv nicht, da das Motorsteuergerät beim abschleppen ausgeschalten ist und selbst wenn es angeschalten wäre, würde das BMS bei vollgeladenen Akkus einfach die Ladung stoppen (=kein Stromfluss).

Bezüglich der N/D Sache, ja manchmal ist N ganz sinnvoll, bei den älteren Autos gibt es da aber noch ne bessere Lösung. Da gibt es einen zusätzlichen Knopf "Reku aus". Da braucht man nicht zwischen D und N umschalten, sondern betätigt halt nur diesen Knopf, wenn man ihn braucht. Find ich sehr praktisch, auch wenn ich ihn nicht oft benötige. Hauptgrund für dessen Einführung war, dass diese Fahrzeuge kein ABS haben und die Gefahr besteht, dass im Winter beim bergab fahren die Reku greift und auf vereister Fahrbahn die Räder blockieren. Daher ist er bei den neuen Fahrzeugen wohl nicht mehr zu finden. Aber für diverse Stromsparaktionen kann er gut missbraucht werden. :lol:
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon bm3 » Di 4. Jun 2013, 07:23

Hallo,

wenns um die Erzielung hoher Reichweiten geht rangiert "segeln" noch vor "rekuperieren" und "bremsen" in auch genau der Reihenfolge. Schädlich für irgend etwas am Auto ist segeln allerdings nicht.
Der Controller bestimmt wieviel Ladestrom beim Rekuperieren in den Akku fließt und beim Segeln fließt eben dann keiner, der Motor bremst nicht.
Da der ZOE-Motor auch nicht permanenterregt ist entstehen dabei auch nur geringe Rückschlagspannungen am Controller duch Restmagnetismus. Bei permanenterregten Motoren müssen die Controller da schon mehr aushalten. Dafür sind sie aber ebenfalls ausgelegt worden.
Beim Rekuperieren wird über den Wirkungsgrad des Motors, Controllers, Akkus der Akku geladen, also mit Verlusten. Wird die Energie dann wieder an die Antriebsräder gerufen entstehen nochmals ähnliche Verluste über dieselbe Wirkungsgradkette, also hat man immer zweimal die Antriebs- und Speicherverluste in der Rechnung und es geht auch so Einiges von der Bewegungs-/Lageenergie verloren. Besser ist es da für die Reichweiten mit möglichst wenig Einsatz der Reku mit erster Priorität das segeln möglichst auszunutzen. Immer vorausgesetzt man ist überhaupt interessiert daran möglichst hohe Reichweiten zu erzielen. Beim Bremsen mit den mechanischen Bremsen ist natürlich alle Bewegungs-/Lageenergie verloren. Ist also der "schlimmste" Fall für die Reichweite und kommt deutlich nach dem Rekuperieren.

Viele Grüße.

Klaus
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon BuzzingDanZei » Mi 5. Jun 2013, 07:04

bm3 hat geschrieben:
Beim Bremsen mit den mechanischen Bremsen ist natürlich alle Bewegungs-/Lageenergie verloren. Ist also der "schlimmste" Fall für die Reichweite und kommt deutlich nach dem Rekuperieren.


Grundsätzlich richtig, nur beim ZOE eben nicht ganz so, da beim Bremsen erstmal stärker rekuperiert wird. Bei normaler Fahrweise und Nutzung der Bremse wird man "nie" wirklich mechanisch bremsen.


Segeln in N ist vollkommen ok und immer einem rekuperieren und anschließendem notwendigen Gas geben vorzuziehen für optimale Reichweiten. Bergab hab ich bisher so gemacht wie Oeko-Tom und den Tempomat gesetzt. Die Reku war dann immer genau so stark wie es nötig war um nicht schneller und nicht langsamer zu werden.

Trotzdem gibt es Situationen wo es Sinn macht, zwischen N und D zu stiften, das Gefühl dafür entwickelt man dann aber automatisch!
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Twizyflu » Mi 5. Jun 2013, 08:57

Aber mal ehrlich
Wieviel km wird denn das im Regelfall ausmachen?
Als ich nen tag fuhr hab ich immer im D rekuperiert beim runterfahren
Klar in n rollt er fein aber ist das wirklich bedeutend der unterschied?
Oder reden wir hier von 3 4 5 km?^^
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Re: Verständnisfrage: Zoe und

Beitragvon bm3 » Mi 5. Jun 2013, 09:09

BuzzingDanZei hat geschrieben:

...Grundsätzlich richtig, nur beim ZOE eben nicht ganz so, da beim Bremsen erstmal stärker rekuperiert wird. Bei normaler Fahrweise und Nutzung der Bremse wird man "nie" wirklich mechanisch bremsen.....



Da stimme ich dir absolut zu, der ZOE macht es ja eben schon so schlau dass er beim treten des Bremspedales nicht zuerst und nur die mechanischen Bremsen betätigt sondern versucht die Verzögerung weitgehend und mit erster Priorität mit der Reku umzusetzen. Jedenfalls sollte es von der Theorie her so sein. Er nimmt also dem Fahrer schon ein Stück der Arbeit ab beim Versuch etwas mehr Reichweite zu erzielen und die mechanischen Bremsen weniger zu verschleißen.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon felixm » Mi 5. Jun 2013, 09:19

Also ich weiß aus meinen Twizy Erfahrungen dass dort segeln umgesetzt wird in dem man auf D (!) so weit vom Gas geht, dass die Reku gerade noch nicht anspringt, dadurch nutzt man die vorhandene Beschleunigungsenergie maximal aus, man segelt quasi mit der vorhandenen Beschleunigung. Wer das ganz konsequent durchzieht, immer extrem sanft beschleunigt und sowieso möglichst selten beschleunigen muss (wenig bremsen), der kann die Reichweite schon entsprechend steigern. Beim Twizy redeten wir bei den Reichweitenkönigen da durchaus über 10-15% mehr als beim "normalen" sparsamen Fahren.
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Twizyflu » Mi 5. Jun 2013, 09:28

Nicht zu vergessen die leicht lauf reifen und deren fülldruck.
Die Frage ist, ob der Zoe hier auch 10 bis 15 % bringen kann
Sommer mal voll laden und versuchen alles raus zu holen
Bin gespannt wieviel man dann schafft
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon wody » Sa 8. Mär 2014, 11:54

Hallo, das Thema Rekuperation/Segeln möchte ich gerne aufgreifen.

Derzeit habe ich noch keine ZOE, kommt aber noch - versprochen! Ich hatte die Gelegenheit den VW e-UP zu fahren, leider nur kurz. VW spricht vom "segeln", wenn man vom Pedal ganz weggeht. Die Reku wird mit dem Schalthebel gesteuert. 3(?) Stufen kann man mit seitlichem Druck nacheinander wählen/zurück-wählen, die volle Reku geht mit zurückziehen des Hebels. Mechanische Bremse hat der e-UP natürlich auch.

Bei meiner Fahrt von Herrsching nach Andechs hinauf und wieder herunter hat das erstaunlich gut funktioniert. Die Reichweite ging zuerst zurück und beim runterfahren wieder hinauf. Klaro, nicht auf den alten Wert, aber so wie ich mich erinnere waren es nur ca. 1/3 weniger wie vorher. Kann mich aber auch irren, ich hatte ja nur ca. 15 km gefahren.

Der e-UP ist ganz nett, aber leider zu klein für mich (Kofferraum besonders). Da ist die ZOE schon was anderes.

Mich würde interessieren, ob ein ZOE Fahrer schon die Vorteile/Nachteile bei der Reku vom e-UP gegenüber stellen kann. Wäre interessant. Bei mir wird es aber auf jeden Fall eine ZOE.
LG
Peter
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