E-Motor Bürstenlos oder mit...

Elektromotor, Steuerung, Getriebe, Reifen des Renault ZOE

Re: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon Itzi » Mi 8. Mai 2013, 14:17

Ich sehe das Thema nicht so kritisch.
1. Kohlebürsten sind leicht gewechselt und kosten (normalerweise) nicht viel
2. Synchronmotoren haben durchgängige Schleifringe und da ist der Verscheiß verglichen mit Reihenschlussmaschinen mit Kommutator (Haushaltsgeräte) viel geringer, und selbst da halten sie viele Stunden.
3. Ein Auto hat als "Stehzeug" eine extrem niedrige Einschaltdauer. Ein stationärer Motor läuft in einem Jahr gerne mal ohne Service 8000 Stunden durch - ein Auto fährt in der Zeit 300.000 km!
Erstellt mit 100% Ökostrom.
ZOE, Zero SR, Elektroroller & Automower. Model 3 vorsorglich reserviert.
Itzi
 
Beiträge: 598
Registriert: Di 19. Mär 2013, 18:21
Wohnort: Oberösterreich

Anzeige

Re: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon agentsmith1612 » Mi 8. Mai 2013, 15:32

BuzzingDanZei hat geschrieben:
agentsmith1612 hat geschrieben:
Dafür benötigen sie aber Dauermagnete die Seltene Erdelemente enthalten können (Neodym) und die sind teuer, damit ist der Motor auch teuer aber auch Leistungsstark.


Nicht enthalten können, sondern zwangsläufig sind, oder?!


Es gibt auch andere Dauermagneten ohne Seltene Erden, aber die werden hauptsächlich für Kühlschrankmagnete verwendet im Motorenbau eher nicht. Da findet man eigentlich immer Neodym-Eisen-Bor oder Cobalt-Samarium Magnete.

Itzi hat geschrieben:
Kohlebürsten sind leicht gewechselt und kosten (normalerweise) nicht viel


Das mag wohl so sein, die Frage ist nur wie gut die entsprechenden Werkstätten sich das dann bezahlen lassen.
Benutzeravatar
agentsmith1612
 
Beiträge: 603
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 13:03

Re: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon Eberhard » Mi 8. Mai 2013, 15:44

sew hat einen fremderregten synchronmotor entwickelt. dort wird der strom per induktion übertragen.

lg

eberhard
Benutzeravatar
Eberhard
 
Beiträge: 334
Registriert: Sa 26. Jan 2013, 16:30
Wohnort: 97702 Münnerstadt

Re: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon Desti » Mi 8. Mai 2013, 16:22

BuzzingDanZei hat geschrieben:
agentsmith1612 hat geschrieben:
Dafür benötigen sie aber Dauermagnete die Seltene Erdelemente enthalten können (Neodym) und die sind teuer, damit ist der Motor auch teuer aber auch Leistungsstark.


Nicht enthalten können, sondern zwangsläufig sind, oder?!



Neodym brauchst du nur wenn der Motor sehr kompakt und leicht sein soll. Ansonsten tuts auch fast jedes andere permamentmagnetische Material.
Benutzeravatar
Desti
 
Beiträge: 393
Registriert: Do 23. Aug 2012, 01:31

Re: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon agentsmith1612 » Mi 8. Mai 2013, 17:23

Desti hat geschrieben:
BuzzingDanZei hat geschrieben:
agentsmith1612 hat geschrieben:
Dafür benötigen sie aber Dauermagnete die Seltene Erdelemente enthalten können (Neodym) und die sind teuer, damit ist der Motor auch teuer aber auch Leistungsstark.


Nicht enthalten können, sondern zwangsläufig sind, oder?!



Neodym brauchst du nur wenn der Motor sehr kompakt und leicht sein soll. Ansonsten tuts auch fast jedes andere permamentmagnetische Material.


So viele gibt es dort aber auch nicht.
Ferrite --> gut für Kühlschrankmagnete für Motoren im E-Auto zu schwer
Bismut-Mangan-Eisen --> noch schwerer wird gar nicht mehr genutzt
Aluminium-Nickel-Cobalt, wäre möglich sind aber auch nicht so gut

Ansonsten gibts ja nur noch die Samarium-Cobalt und halt Neodym-Eisen-Bor, aber beiden enthalten nicht geringe Mengen an seltenen Erden.
Benutzeravatar
agentsmith1612
 
Beiträge: 603
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 13:03

Re: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon brushless » Mi 8. Mai 2013, 22:26

agentsmith1612 hat geschrieben:
BuzzingDanZei hat geschrieben:
agentsmith1612 hat geschrieben:
Dafür benötigen sie aber Dauermagnete die Seltene Erdelemente enthalten können (Neodym) und die sind teuer, damit ist der Motor auch teuer aber auch Leistungsstark.


Nicht enthalten können, sondern zwangsläufig sind, oder?!


Es gibt auch andere Dauermagneten ohne Seltene Erden, aber die werden hauptsächlich für Kühlschrankmagnete verwendet im Motorenbau eher nicht. Da findet man eigentlich immer Neodym-Eisen-Bor oder Cobalt-Samarium Magnete.

Itzi hat geschrieben:
Kohlebürsten sind leicht gewechselt und kosten (normalerweise) nicht viel


Das mag wohl so sein, die Frage ist nur wie gut die entsprechenden Werkstätten sich das dann bezahlen lassen.



Das mit oder ohne Neodym hat natürlich zwangsweise wie alles im Leben 2 Seiten. Ohne - billiger sowie etwas unabhängiger von Rohstofflieferanten und damit hat es sich. Das ist für die Autoindustrie das wichtigste Argument. Mit Neodym ca. 2-3 mal so teuer aber dafür ist auch der Wirkungsgrad mit 94% - 97% unschlagbar gut; auch die spezifische Leistung ist je nach Bauform und Drehzahl zwischen 4 -12 KW/kg sehr gut und praktisch wartungsfrei. Nicht vergessen sollte man die Erregerleistung bei fremderregten Motoren die zwischen 2 - 3% der Nennleistung betragen kann. Bei 40kW - 60 KW beim Zoe immerhin ca. 1,5kW - das ist die Leistungsaufnahme der Wärmepumpe. Muss auch vom Akku zu Verfügung gestellt werden und der dadurch etwas größere Akku kostet auch etwas. Trotzdem ist es zu begrüßen, dass überhaupt brauchbare EV's angeboten werden. Es soll für die Zukunft auch Spielraum für Verbesserungen geben. :D
brushless
 
Beiträge: 348
Registriert: Mi 13. Feb 2013, 09:03

Re: AW: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon molab » Do 9. Mai 2013, 07:46

Langfristig mag es vielleicht mal gleichwertige Alternativen zu Motoren mit seltenen Erden geben, derzeit sehe ich die eher nicht. Neodymbasierte Motoren sind halt teuer und Autos damit werden schnell als zu teuer abgestempelt (z. B. http://www.em-motive.com/SMG180.html).
Der Motor ist zudem eine schöne Möglichkeit zur "unsichtbaren" Kostensenkung (wie auch Lader, Kühlsystem etc.), weil die große Mehrheit nur auf die vordergründigen technischen Daten schaut.
BildSmart ED3 Cabrio, Rekupaddel, SHZ, TFL, etc.; Lader: RTP Bettermann + HausBus
Eigenstromladung: PV: SMA/Solarwatt 3,2kWp; KWK: EcoPower 1.0; Puffer: SMA SI 6.0, Pb 30(15)kWh nur für KWK
molab
 
Beiträge: 1370
Registriert: Di 26. Feb 2013, 16:40
Wohnort: Köln

Re: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon bm3 » Do 16. Mai 2013, 12:57

Hallo,

es gibt auch bürstenlose Motoren ohne Permanentmagnete. Die sind beispielsweise bei Tesla Motors in Verwendung.Auch der Renault-Twizy hat so einen vom slowenischen Hersteller Iskra. Das nennt sich dann Drehstrom-Asynchronmotor oder auch AC-Induktionsmotor.
Im Rotor induzieren sich selbst wenn er sich bewegt Ströme und bauen ein Magnetfeld auf. Beim Asynchronmotor läuft der Rotor mit Schlupf zum außen an den Statorwicklungen anliegenden Magnetfeld.
Die Frequenz des am Stator anliegenden Drehstromfeldes muss vom MC beim AC-Induktionsmotor ständig an die Drehzahl angepasst werden. Die Regelung des Motors ist eher aufwändiger als beim permanenterregten (Neodym-)Motor zu nennen, allerdings reicht dem Controller ein simples Drehzahlsignal dazu aus ohne die genaue Position des Rotors bestimmen zu müssen. Beim permanenterregten Motor muss der Controller die Position des Rotors haben um das äußere Stator-Magnetfeld entsprechend ansteuern zu können.
Renault/Conti haben leider den Weg einer Erregerwicklung für das Magnetfeld gewählt die über Kohlebürsten ihren Erregerstrom zugeführt bekommt. Da man für den Erregerstrom aber nur einen kleinen Anteil des Fahrstromes benötigt und auch keine Kommutierung des Stromes erfolgen muss, die Gegenseite zu den Bürsten also durchgehende nicht unterbrochene Schleifringe sind, hängt es stark von der Auslegung ab wie lange die Bürsten denn halten. Hier kann man sich aber durchaus auch vorstellen dass die Bürsten mehrere 100000 km lang durchhalten.
Nachteilig noch an der ganzen Sache, die Erregerleistung für das Motor-Magnetfeld geht wohl beim Wirkungsgrad des Motors ab. Soll sich aber bei nur um die 1% bewegen.

Viele Grüße.

Klaus
Zuletzt geändert von bm3 am Do 16. Mai 2013, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
bm3
 
Beiträge: 5749
Registriert: Di 10. Apr 2012, 22:06

Re: AW: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon Karlsson » Do 16. Mai 2013, 13:49

Die Bürsten sind natürlich blöd. Aber ich würde mal davon ausgehen, dass sie erstens recht lange halten und zweitens auch nicht immens teuer im Wechsel sein werden.

Der Conti Motor hat aber einen besonderen Vorteil - durch die variable Erregung hat er einen sehr breiten Drehzahlbereich - und so kommt man eben auch mit einem Gang an gute Wirkungsgrade.
Zoe Q210 seit 06/15
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 12838
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 12:41

Re: AW: E-Motor Bürstenlos oder mit...

Beitragvon bm3 » Do 16. Mai 2013, 14:05

Karlsson hat geschrieben:
Die Bürsten sind natürlich blöd. Aber ich würde mal davon ausgehen, dass sie erstens recht lange halten und zweitens auch nicht immens teuer im Wechsel sein werden.

Der Conti Motor hat aber einen besonderen Vorteil - durch die variable Erregung hat er einen sehr breiten Drehzahlbereich - und so kommt man eben auch mit einem Gang an gute Wirkungsgrade.


Naja, da gibt es schon auch genug gute Beispiele wo es Fahrzeuge mit Asynchron- oder Permanentmagnetmotoren auch sehr gut mit einem Gang schaffen. Gib mal Strom aus dem Stand bei einem Tesla S. :D
Benutzeravatar
bm3
 
Beiträge: 5749
Registriert: Di 10. Apr 2012, 22:06

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu ZOE - Antrieb, Elektromotor

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste