ZOE fahren in Niederösterreich?

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Re: ZOE fahren in Niederösterreich?

Beitragvon JoDa » So 1. Mai 2016, 12:23

@Stadtflucht

Wie du aus meiner Signatur ersehen kannst bin ich ebenfalls aus Niederösterreich.
War auch schon beim Service beim Kammerhofer in Tulln und war erfreut, dass es einen Händler mit soviel Erfahrung in meiner Nähe gibt.
Glaube du wirst keinen Besseren finden.

Wegen dem 5.000€ Elektrobonus auf die ZOE R240 in Deutschland kaufen derzeit viele Österreicher die ZOE in Deutschland und melden sie in Österreich dann an.
Die österreichischen Förderungen bekommt man trotzdem!
Als Privatperson in Niederösterreich bekommt man 3.000€ in Bar und 50% auf diverse Anschaffungen. Neuerdings auch 50% auf die Anschaffung von Ladeequipment.(Förderrichtlinien)
Sollte es dir möglich sein die ZOE als Firmenwagen anzumelden, so würde ich dir dies dringend empfehlen da dies seit 1.1.2016 stark gefördert wird. (Keine Vorsteuer, kein Sachbezug, 1000€ NÖ-Landesförderung.)

Bin wie du Pendler und Lade über Nacht zu Hause (2x42km=84km pro Tag. Siehe auch Link zu spritmonitor.de in meiner Signatur). Die 43kW max. Ladeleistung meines Q210 sind für mich irrelevant. Würde auch mit den max. 22kW Ladeleistung des R240 auskommen. Wenn ich mit dem Auto in den Urlaub fahren möchte verwende ich sowieso ein anderes Auto (Größer, Allrad, mit Anhängevorrichtung.) Die Entscheidung hängt von deinem Fahrprofil ab. Schau auf http://www.goingelectric.de/stromtankst ... tenplaner/ ob auf deinen Routen 43kW-Ladestationen vorhanden sind und überlege ob du diese wirklich brauchst.

Die hohen Ladeverluste des Q210 bei einphasigen Laden mit Ladeströmen <=10Ampere sind irrelevant, wenn du statt dem ZOE-Notladekabel ein günstigeres Ladekabel (=Ladeziegel=ICCB) eines anderen Herstellers mit max. 16Ampere Ladestrom kaufst (z.B. Dieses). Damit hast du dann zu Hause nicht nur geringere Ladeverluste sondern kannst auch schneller laden.
Da sich in Österreich und Deutschland der Typ2-Anschluss bei öffentlichen Ladestationen durchgesetzt hat, genügt es das mit der ZOE mitgelieferte Typ2-Kabel im Kofferraum mitzuführen. Eine zusätzliche mobile Ladelösung ist heute nicht mehr nötig.
Würde mir daher heute statt einem Ladeziegel diese Wallbox zu Hause anschliesen.
Würde eine dreiphasige Ausführung wählen, da ich mir ausgerechnet habe, dass ich 80€ pro Jahr an Ladeverlusten einspare, wenn ich meine Q210 mit 16A dreiphasig statt 16A einphasig lade. (Für die R240 weis ich leider nicht den Unterschied der Ladeverluste beim einphasigen und dreiphasigen Laden.)

P.S. Wichtig für die Umwelt (und zum kassieren der NÖ-Landesförderung ;) ) ist der Wechsel auf einen Ökostromanbieter (oder wie bei mir die eigene Photovoltaikanlage). Leider verscherbeln die meisten Ökostromanbieter nur überschüssigen Ökostrom, und investieren ihr Geld nicht in neue regenerative Kraftwerke. Rühmliche Ausnahmen sind oekostrom.at, W.E.B. und die AAE (Quelle: global2000)
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Re: ZOE fahren in Niederösterreich?

Beitragvon Neumaz » So 1. Mai 2016, 16:49

Hi,

wir sind aus Breitenfurt bei Wien, und haben im April unsere Zoe bei Polke in Mistelbach gakauft. Ist zwar nicht ums Eck für uns, haben aber das keinen Moment bereut. Polke wurde von Renault zum besten Händler des Jahres 2015 gewählt. Außerdem bekam Polke die Verleihung des "Top-Elektroauto Autohaus 2015" Preises des Landes NÖ. So weit ich weiß haben die über 150 Zoes bisher verkauft. Ich glaube Herr Dorfinger vom Autohaus Polke meinte sie hätten die meisten Zoes in Österreich verkauft.
Polke war sehr entgegenkommen, freundlich und sehr bemüht.

Fa. Kammerhofer kenn ich nicht, was aber nichts heißt. Wird auch sehr kompetent sein.

ciao Markus
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Re: ZOE fahren in Niederösterreich?

Beitragvon Stadtflucht » So 1. Mai 2016, 20:34

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten :)

Polke kannte ich bis vor Kurzem überhaupt nicht. Kammerhofer war ein Begriff und wurde auch als fachlich gut beschrieben. Was ein großer Unterschied zwischen den beiden ist, zumindest mein subjektiver Eindruck, dass Polke mehr Autos vorrätig hat. Beim Kammerhofer, auch mein Eindruck nach meinem Besuch, gibts einen ZOE, wenn man mal wer probefahren will, und dann wird bei Abschluss bestellt. Also wenn man genau weiß, was man will, dann ist Kammerhofer sicher gut. Wenn man Optionen bzw. günstigere Angebote sucht, dann scheint Polke im Vorteil zu sein.

Das mit den deutschen Rabatten klingt super spannend, aber die Idee bereitet mir jetzt schon Kopfweh, weil das mit dem Autokauf im Ausland, Import, verschiedene Regelungen und Papierkram klingt etwas mühsam. Und weil ich mir bei dem Thema nicht wirklich sicher bin, dass ich genau weiß, was ich tue, ist das eher keine Option für mich.

Es gibt auch noch einen wichtigen Punkt, der einen ZOE Kauf, im Vergleich zu einem Verbrenner, etwas komplizierter/anders macht: ich brauche zu Hause eine Ladeinfrastruktur und die muss vorbereitet werden. Wir haben ein neues Haus gebaut und der Bereicht der Einfahrt muss noch fertiggestellt werden (Pflaster/Carport). Dh im Zuge dieser Arbeiten sollte der Strom gleich passend verlegt bzw. vorbereitet werden.

Was die Frage Q210/R240 und 43kW Ladung betrifft: mein Eindruck ist, dass es jetzt immer mehr 43er Säulen gibt. Für meinen klassischen Pendelweg brauch ich wohl weder 22 noch 43kW, weil das ca. 50km/Tag (Stadt/Überland) sind. Da würde ich daheim Laden. Wenn ich den Unterschied der beiden Motoren verstanden habe, dann ist die Wasserkühlung beim Q210 generell ein Vorteil, weil wohl ein besserer Wirkungsgrad, wenns mal "heiß hergeht".
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Re: ZOE fahren in Niederösterreich?

Beitragvon JoDa » So 1. Mai 2016, 22:19

Habe meine ZOE in Österreich gekauft, weil ich mir den Import auch schwierig vorgestellt habe.
Mittlerweile helfen dir einige Deutsche Renault Händler schon dabei, bzw. kannst du hier im Forum nachlesen wie einfach es geht.

Auf die Gefahr hin, dass jetzt wieder eine Endlosdiskussion losbricht welche Ladelösung die Beste ist (Wallbox oder mobile Lösung?), welcher Leiterquerschnitt zu verlegen ist (möglichst groß um die Verluste zu minimieren?) und welcher FI verbaut werden sollte (FI TypA, B, EV oder gar B+ ?) gebe ich nachfolgend trotzdem meine Empfehlungen dazu ab:
Diese Wallbox (11kW Variante mit Spiralkabel. CEErot Stecker falls du außer der ZOE noch anderer Verbraucher anschließen möchtest.) würde ich bestellen (14 Tage Lieferzeit!) und von einem beliebigen Elektriker montieren lassen.
Wahrscheinlich verlegt der Elektriker in einem Schlauch ein 5x2,5mm2 Kabel vom Haus zum Carport. (In den Schlauch kannst du später auch noch ein anderes Kabel einziehen.) Das Kabel wird dir der Elektriker wie in Österreich üblich im Haus absichern (3P+N LS 16A und FI TypA 30mA).

Leistungselektronik ist bei beiden (Q210 und R240) wassergekühlt.
Fremderregte Synchronmaschine ist beim Q210 wassergekühlt und beim R240 luftgekühlt.
Luftkühlung sollte bei den geringen Wärmeverlusten der Maschine IMHO kein Problem sein.
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