Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Renault ZOE Themen, zu denen es kein eigenes Unterforum gibt

Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon Der1210er » So 7. Jun 2015, 22:43

Moin aus Darmstadt!

Nach vielen Jahren des (fast) passiven mitlesens hier tauche ich ein wenig aus meiner Deckung auf.
Für eilige Leser: Ein paar Fragen kommen nach der Zeile mit den
##### :-)

Schon anno 1994, als ich meinen Führerschein machte, hatte ich mich für Hybridantriebe erwärmt. Allerdings war generell ein Autokauf weit entfernt. Jedenfalls hatte ich damals die Ansicht, dass ein Hybrid mit Strom fährt und wenn der Akku für Langstrecken nicht ausreicht, wird der Verbrennermotor aktiviert. Als es dann später das Internet gab, staunte ich nicht schlecht, dass die damaligen Hybride bloß etwa 2 km auf Strom fahren konnten. Und dass die gar keine Möglichkeit boten über die Steckdose geladen zu werden. Ich hielt das bis dahin für selbstverständlich. Jedenfalls beobachtete ich den Markt und die Entwicklungen seitdem immer mal wieder - und seit einigen Jahren intensiver.
Aktuell fahre ich einen Diesel als Dienstwagen und meine Heimleitung ist in einem Ford Ka unterwegs. Quasi nur Kurzstrecken. Ihr Arbeitsweg wird wetterabhängig auch gerne mit dem Rad erledigt. Nun ist Sie in anderen Umständen und da wird ein 3-Türer doch etwas unpraktisch in der nächsten Zeit.
Praktischerweise gibt es ja derzeit den 5000EUR Rabatt bei Renault. Wo ich das erste Mal davon las dachte ich: Na doll. Kriegen die Ösis oder die Franzmänner wieder eine staatlich geförderte Rabattmöglichkeit und im Mutti-Land dürfen wir uns weiterhin nur über 5 Jahre Steuerbefreiung freuen. Meine Augen wurden schlagartig größer, als ich das Einzugsgebiet dieser Aktion erfuhr.
Lange Rede, kurzer Sinn: Freitag war ich beim freundlichen um einen geliehenen Beispielkinderwagen in den Zoe-Kofferraum testweise zu versenken. Denn aufgrund der ungeteilten Rückbank MUSS ein Kinderwagen in den Kofferraum passen. Sonst spielt die Heimleitung nicht mit. Wobei ich das durchaus verstehen kann.
Der Kinderwagen passte sehr gut rein - ohne Umbaumaßnahmen.
An dieser Stelle muss ich vor dem Autohaus Kraft in Seeheim eindringlich warnen! :evil:
Denn der bot mir OHNE aktive Anfrage eine Probefahrt an, obwohl er wusste, dass ich in der Vergangenheit bereits testweise am Steuer einer Zoe gesessen habe. Und um diese Unverfrorenheit noch zu toppen: Ich durfte Zoe sogar über Nacht zuhause behalten. :evil: Ausgestattet mit Typ2 und Notladekabel.
Wie perfide von ihm!! :(
So konnte ich auch gleich die kostenlose 11kw-Lademöglichkeit beim Media Markt Weiterstadt testen. Herrlich...
Samstag haben wir uns zwei Angebote erstellen lassen.
Dummerweise finden wir das Havana Braun am schönsten. Das gibts aber nicht für den Life. :(
Da müsste schon der Intens her.
Aber eigentlich ist der Life ausreichend gut ausgestattet. Lederlenkrad des Intens ist in meinen Augen nicht zwingend ein Upgradeargument. Allerdings müsste der Life schon das Arkamys Radio bekommen. Und wenn man sich schon einen neuen Wagen gönnt, dann sind Parkpiepser schon was nettes. Man will ja nicht unnötige Kratzer reinfahren. Und damit der neue Erdenbürger später nicht in Eigenregie hinten die Fensterkurbel als Argumentationsverstärker für schlechte Laune oder Langeweile benutzt, sind elektrische Fensterheber hinten mit Sperrmöglichkeit von vorne nicht verkehrt. Besser haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben...
Und wie man sich sich so hin- und herkonfiguriert, landet man schlussendlich preislich in der Region des Intens. Und hält beim Intens zeitgleich ein Lederlenkrad in der Hand. Was man optional nicht extra angeklickt hätte... aber es wäre ja ab Werk drin... und schlecht fühlt es sich ja nicht an... :roll:

Schlussendlich habe ich dennoch so ein paar Fragen angehäuft, die ich nicht beim Händler stellte (der Mensch ist halt vergesslich) und ich daher hier in die Runde werfen möchte:

#############################################################
Welche Reifen waren nochmal die sparsamsten/am besten für die Reichweite?
Ich meine gelesen zu haben: 15" Arobase. Aber Heimleitung findet die nicht sooo schön.
17" Leichtmetall Tech Run sind zwar hübsch. Aber Reichweite geht in Keller.
Für den Life gäb es eh kein 17".
Bei Intens sind die optional. Aber wegen Reichweite kommen die sowieso nicht in Frage.
Dann gibt es noch die 16" Aerotronic. Beim Life gegen Aufpreis. Beim Intens enthalten ab Werk.
Wo sind eigentlich diese 16" reichweitentechnisch eizuordnen? Wie 15"? Wie 17"? Genau dazwischen?
Wäre natürlich ein Argument gegen Intens, wenn man auf 15"-Schlappen weiter kommt. Denn den Intens gibts nur mit 16" oder 17".


Nächste Reifenfrage:
Es handel sich bei den Reifen meines Wissens nach um Sommerreifen.
Für den bisherigen KA haben wir einen Satz Winterreifen (sind mit 4 Radmuttern befestigt). Weiß jemand, ob wir die auch an die Zoe schrauben können?

Die KA-Reifen sind ohne aktivem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet. Zoe hat jedoch das aktive System. Entsprechend dürfte es beim starten eine entsprechende Fehlermeldung geben. Handelt es sich dabei bloß um einen optischen Hinweis auf dem Navi-Display, welchen man wegdrücken kann aber nicht muss, wenn man eh nur kurz zum Einkaufen fährt? Und wenn man den wegdrückt: Bleibt der Hinweis dann für den Rest der Fahrt verschwunden? Oder ploppt der alle paar Minuten wieder auf? Im schlimmsten Fall wäre dieser Hinweis auch mit einem akustischen Signal verbunden. Denn dann würde das wirklich nerven.

Allgemeine Akkutechnik:
Kalter Akku kommt nicht weit. Wegen den größeren Innenwiderständen. Ist akzeptiert. Wenn man nun im Sommer den leeren Akku vollmacht, passen da 22 kw hinein. Fahre ich den unter optimalen Temperaturbedingungen leer, dürfte der Bordcomputer einen Gesamtverbauch von 22 kw anzeigen und ich kann wieder 22 kw laden. Angenommen man hat einen unter optimalbedingungen vollgeladenen Akku. Über Nacht gibt es plötzlichen Wintereinbruch. Von 25°C auf -5°C. Morgens ist der Akku entsprechend kalt. Fahre ich nun los, komme ich nicht mehr so weit. Der Bordcomputer müsste dann auch weniger entnommene kw anzeigen wegen dem größeren Innenwiderstand. Wenn dieser mit leerem Akku liegengebliebenen Zoe nun stehen gelassen wird und es gibt wieder einen Wetterumschwung von -5°C auf 25°C und ich starte den Wagen nun erneut bei optimalen Temperaturen:
Ist der Akku dann immer noch leer oder kann ich die restlichen "Sommerkilometer" fahren?
Wäre ja nicht so optimal für die Stromrechnung, wenn man im Winter einen leeren Zoe mit 22 kw füllt, nur z.B. 15 kw entnehmen kann um ihn dann wieder mit 22 kw füllen zu müssen.

Aktuelles Notladekabel:
Das soll mit sowohl 10A als auch 14A laden können.
Ich vermute dass bei aktuell bestellten R240er der bislang erhältliche Schukoadapter beigelegt wird. Nebst spezieller Steckdose und Sicherung. Gehe ich recht in der Annahme, dass der Ladeapapter nur an dieser speziellen Steckdose mit 14A lädt? Muss dann auch der FI TypA mit in der Leitung hängen?

Aktuell haben wir im Haus 1,5mm2 Kabel. Im Sinne der Langzeitstabiliät würde ich jedoch für die Zoe ein 2,5er-Kabel verlegen bis zur Ladestelle. Und da würde ich gerne Meinungen hören, ob mir deswegen jemand querschiessen kann bezüglich des Ladeplatzes.
Die Lokalität: Reihenhaus, davor 2,5 Meter Vorgarten. Grundstückgrenze nach vorne ist ein kleines Mäuerchen, wo es auch gemauerte Torpfosten zu unserer EInfahrt hat. Davor wiederum gibt es einen klassischen Gehweg und davor den öffentlichen Parkstreifen in Fahrtrichtung. Gefolgt von der Straße.
Ich würde gerne das 230 Volt Kabel bis zu dem Torpfosten legen und dort auf der grundstückszugewandten Seite eine Art Aufbewahrungsbox anbringen, wo die Renault-Schukodose nebst Ladeziegel zu finden ist. Von dort geht dann das blaue Kabel mit Typ 2 Stecker über den Gehweg zur vor unserer Einfahrt geparkten Zoe. Damit keiner drüber stolpert würde ich noch solche breiten "Gummikeile" über das Kabel legen. Ist damit in Deutschland alles "rechtens" oder kann mir da wer ans Bein pinkeln weil in irgendeinem Urteil irgendwann einmal festgelegt wurde, dass solche Antistolperdinger nicht für dauerhafte
Einsätze benutzt werden dürfen? Nach dem laden wird der Gehweg natürlich wieder geräumt.
Theoretisch hat Zoe auch auf unserer Auffahrt Platz. Ohne auf Details einzugehen: Dann ist es doch bisserl eng um noch vorbei zu gehen. Bequemer wärs halt, auf dem Parkstreifen zu laden.

Smartmeter:
Wer daheim lädt, dürfte seinen bisherigen Stromverbrauch atomisieren. Laut Wikipedia bekommen Endkunden ab 6000 kw Jahresverbrauch so ein Smartmeter verpasst. Hat einer von euch da draussen diese kw-Grenze durchbrochen und wurde dann genötigt seinen alten Ferraris-Zähler durch so ein Smartmeter zu ersetzen?

Garantieverlängerung:
Standardmäßig gibt zwei Jahre Garantie. Wobei 12 Jahre auf Rostschäden ohnehin dabei ist. Und 5 Jahre auf den elektrischen Strunk.
Hat jemand von euch so eine Garantieverlängerung gewählt? Und warum? Gibt es denn bei der Zoe tendenzielle Schwachstellen (gerissene Sitznähte oder so etwas), die eher nach den 2 Jahren auftreten? Die ersten Zoes dürften diese erste Garantiezone bereits überschritten haben.

Stichwort CCS:
Hat schon mal jemand seine Zoe an einer CCS-Ladestation geladen? Wieviel kwh AC kommen da i.d.R. raus? Habe dazu im www keine Infos ausfindig machen können.

Vielen Dank für Infos! :-)

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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon DeJay58 » So 7. Jun 2015, 22:55

Ich kann Dir als Nicht-Zoe-Fahrer Deine Fragen nicht beantworten aber Dir immerhin etwas Technisches zu vermitteln versuchen:
kW: Leistung. Also das was GERADE im Moment an Energie umgewandelt wird oder das was ein Motor maximal leisten kann (früher ebenfalls kW oder PS oder HP).

KWh: Energiemenge (eigtl. die Menge der geleisteten Arbeit). Also das was Du in den Akku reinlädst oder das was Du "verbraucht" hast (früher: Liter).
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



BMW i3 Verbrauch inkl. Ladeverluste:
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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon eDEVIL » So 7. Jun 2015, 22:59

Moin Der1210er!

Ich fang mal von hinten an.

Der1210er hat geschrieben:
Stichwort CCS:
Hat schon mal jemand seine Zoe an einer CCS-Ladestation geladen? Wieviel kwh AC kommen da i.d.R. raus? Habe dazu im www keine Infos ausfindig machen können.

CSS kann ZOE nicht, aber falls Du die Doppel oder Tripple-LAder meinst, dann ist der Typ2 oft 22KW oder auch mal 43KW
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon MAlfare » So 7. Jun 2015, 23:34

Hallo 1210er

Der1210er hat geschrieben:
Aktuelles Notladekabel:


Auf das Notladekabel habe ich verzichtet, zugunsten einer mobilen Ladebox.
Und eine CEE16A Drehstromdose installiert
Einphasiges Laden ist sehhhhr mühhhhsam.

Der1210er hat geschrieben:
Garantieverlängerung:
Standardmäßig gibt zwei Jahre Garantie. Wobei 12 Jahre auf Rostschäden ohnehin dabei ist. Und 5 Jahre auf den elektrischen Strunk.
Hat jemand von euch so eine Garantieverlängerung gewählt? Und warum?


Ja ich.
Ich habe meine ZOE gebraucht in Deutschland gekauft. In DE gibt es wie du schreibst, 2 Jahre Garantie, in AT 4 Jahre.
Meine Werkstatt in Österreich hat mir eine Garantieverlängerung auf 5 Jahre angeboten, um € 199,--.
Warum ich das Angebot angenommen habe ist wohl selbsterklärend :)

Gruß
Manfred
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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon Buschmann » Mo 8. Jun 2015, 07:48

Der1210er hat geschrieben:
Moin aus Darmstadt!

Jo moin aus dem Norden
Aktuelles Notladekabel:
Das soll mit sowohl 10A als auch 14A laden können.
Ich vermute dass bei aktuell bestellten R240er der bislang erhältliche Schukoadapter beigelegt wird. Nebst spezieller Steckdose und Sicherung. Gehe ich recht in der Annahme, dass der Ladeapapter nur an dieser speziellen Steckdose mit 14A lädt?
Ja richtig, in der 14A Steckdose ist ein Magnet eingebaut, der bei einstecken der Notladekabels dieses auf 14A umschaltet

Muss dann auch der FI TypA mit in der Leitung hängen?
Du meinst wahrscheinlich den TypB wegen Gleichstrom... Beim Notladekabel braucht der nicht rein. Der normale im Haushalt eingebaute reicht da.

Aktuell haben wir im Haus 1,5mm2 Kabel. Im Sinne der Langzeitstabiliät würde ich jedoch für die Zoe ein 2,5er-Kabel verlegen bis zur Ladestelle. Und da würde ich gerne Meinungen hören, ob mir deswegen jemand querschiessen kann bezüglich des Ladeplatzes.
Ich denke sogar über 5x6mm² nach wegen Ladens mit 11 bzw. 22kw. Aber für 230V und die etwas grössere Länge ist 2.5mm² schon ok. Der Notladekabel hat eh nur max. 14A.

Standardmäßig gibt zwei Jahre Garantie. Wobei 12 Jahre auf Rostschäden ohnehin dabei ist. Und 5 Jahre auf den elektrischen Strunk.
Hat jemand von euch so eine Garantieverlängerung gewählt? Und warum? Gibt es denn bei der Zoe tendenzielle Schwachstellen (gerissene Sitznähte oder so etwas), die eher nach den 2 Jahren auftreten? Die ersten Zoes dürften diese erste Garantiezone bereits überschritten haben.

Die 2013er Serien habe teilweise Motorprobleme... Ansonsten so richtig große Probleme kann ich nicht. Rlink ist zickig und die Verarbeitung ist hat Renault. Nicht immer so ganz passgenau.

Stichwort CCS:
Hat schon mal jemand seine Zoe an einer CCS-Ladestation geladen?
CCS kennt Zoe nicht, wohl aber 43AC. das ist schon klasse flott. Vor allem wenn der Akku vom fahren warm ist.


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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon GTE57 » Mo 8. Jun 2015, 07:56

Hallo 121er,zur Wahl der Räder: Die Orginalaluräder 16 Zoll vom Intens sind eine gute Wahl.Sehen gut aus und sind verbrauchsoptimiert.Die Ka Räder werden nicht passen.Du benötigst Orginal Renault Stahlfelgen oder für Zoe passende Aluräder.Ich hatte Winterreifen in 15 Zoll auf Brock Alufelgen.Hat der Renault Händler besorgt und ich war sehr zufrieden.Die Reifendrucksensoren benötigst du von Renault-müssen einmal mit angelernt werden.
zur Lademöglichkeit: Ich würde mir eine rote CEE 16 A oder besser 32 A direkt vom Verteilerkasten zum Ladeort verlegen lassen.
Der Renaultziegel kann nur mit der speziellen Schukodose 14A,sonst nur 10A.Besser für die Zoe ist aber 3 Phasiges Laden mit mind 11 KW - geht mit einer mobilen Ladebox an CEE 16A.Für m.E.optimale 22 KW benötigt man CEE 32A - immer natürlich mit entsprechender Verkabelung.Kabel über Gehweg würde ich nur kurzfristig mit 22 KW machen.
Wie auch immer-wenn schon ein neues Kabel von der Unterverteilung gelegt werden muß dann gleich das maximal machbare
verlegen lassen.Mit Adapter läßt sich dann fast alles anschließen :D
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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon joa » Mo 8. Jun 2015, 09:49

Hallo Der1210er!

Grundsätzlich Glückwunsch zur Entscheidung für eine Zoe, wenn auch noch nicht gekauft. Wenn Du Dir die ganzen Ausstattungsextras überlegst, würde ich definitiv zur Intens greifen. Meine Prioritätenliste der Intensausstattung:

1. Keycard handsfree !!!!! Super, will ich persönlich nie wieder missen
2. Rückfahrkamera und Parkpilot hinten. Macht einfach etwas sorgloser beim Rückwärtsfahren und Einparken.

Der Rest: könnte ich notfalls verzichten, auch wenn sich das Lenkrad sicher ganz gut anfühlt, der Sound ganz gut ist, der Regensensor ganz praktisch etc.

Deine anderen Fragen kann ich Dir leider nicht beantworten, nur das: laut Aussagen meines Renault-Händlers gibt es bei den Reifen keinen Verbrauchsunterschied zwischen 15" und 16".

Naja, das noch: ich habe mir tatsächlich die Garantieverlängerung auf insgesamt 6 Jahre geleistet. Ich hatte vorher einen Kia, der hatte 7 Jahre serienmäßig und das hat mir gefallen. Ist Geschmacksache.

Die Reifensensoren habe ich noch nicht (zum Glück, mein Modell war gerade so in der Übergangszeit).

Im Winter sollte man sowieso den Akku immer möglichst warm laden (d.h. direkt nach dem Fahren).

Ein Notladekabel habe ich nicht und brauche ich auch nicht. Es gibt viele Beiträge zu dem Thema und alle laufen mehr oder weniger darauf hinaus, dass die Verluste mit Schuko wohl ziemlich groß sind und dass die Methode als Dauerlösung nicht unbedingt zu empfehlen ist (auch wenn das neue Modell mit R240-Motor ja effizienter Schukoladen soll, wie toll). Wenn Du sowieso ein neues Kabel zur Grundstücksgrenze legen lassen willst, warum schließt Du dann dort nicht eine Wallbox an? Die kann man auch einhausen etc.

Oder Du machst die Wallbox ans Haus und legst Dir ein 10 oder 12 m-Typ2-Kabel zu.

Kostet natürlich extra, aber lohnt sich wirklich.

Bei Schukoladen kann es wohl sein, dass die Zoe über Nacht nicht ganz voll wird (bis 16 h oder so meine ich gelesen zu haben, zumindest bei 10A). Du glaubst gar nicht, wie Du Dich freuen wirst, wenn Du mit mindestens 11 oder sogar 22 kW laden kannst. Du kommst nach Hause mit leerer Batterie, musst aber vielleicht noch mal weg. Mit Schuko heißt das Warten, mit 11 kW oder mehr geht's ganz schnell weiter. Und mit einer entsprechenden regelbaren Ladebox (Bettermannbox, crOhm oder wie heißt doch gleich die Neue, die jetzt im Juli kommen soll?? Na egal, da gibt es mindestens 5 oder 6 verschiedene Ladeboxen bis 22 kW, die dann auch mobil genutzt werden können, inkl. auf den immer wieder stattfindenen Workshops selbstgebauten Boxen, die in Frage kommen) kannst Du entscheiden, ob Dir heute 11 kW reichen oder es mal 22 kW sein müssen.

Ich hätte dann keine Bedenken, das Ladekabel mal 1 bis 3 Stunden über den Gehweg hängen zu lassen. Über Nacht schon eher...

Noch besser: es gibt hier einige, die schon öffentlich zugängliche Crowdfunding 43 kW-Wallboxen an ihren Grundstücken installiert haben (auch dazu gibt es hier viele Beiträge im Forum). Hier im Süden fehlt das noch ziemlich. Das wäre doch auch noch ein Gedanke.

Grüße, Joachim
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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon Alex1 » Mo 8. Jun 2015, 17:28

Ich auch Intens wg Rückfahrkamera und -warner
Weiß wg Hitze im Sommer und Sichtbarkeit im Trüben,
17" Räder sollen ordentlich Reichweite schlucken (10 km?)
15" Winterräder brauchen fast weniger als (energieoptimierte) Sommerreifen
"Not"ladekabel/ICCB unbedingt nehmen/besorgen, mer wees ja nie!
Adapter auf CEE rot und blau sind fast nicht mehr nötig, wenn Du nicht nachts in die Diaspora fährst
Ansonsten: Eine gute Wahl! Hab jetzt >28.000 km nach 14 Monaten
Herzliche Grüße
Alex
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Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Will auch Zoe - paar Fragen dazu

Beitragvon beckslash » Mo 8. Jun 2015, 21:26

Mal sehen, ob ich genug Luft für diese Antwort habe...

Wo sind eigentlich diese 16" reichweitentechnisch eizuordnen? Wie 15"? Wie 17"? Genau dazwischen?


Theoretisch gibt es natürlich Unterschiede bezüglich des Rollwiderstandes und des Verbrauches. Aber einen echten Vergeleich wird kaum jemand anstellen können. Praktisch wird sich Dein Fahrverhalten, die Beladung, das Terrain, Heizung/Kühlung usw. immer sehr viel stärker auswirken. Ich würde mir da nicht so einen Kopf machen. Nehmt was Euch gefällt und was Ihr stemmen könnt.
Was man auf jeden Fall zu den Reifen sagen kann: Auf 15" oder 16"-Felgen machen sich die höheren Reifenflanken durch ein etwas komfortableres, manchmal etwas schwammiges Fahrverhalten bemerkbar. Mit der 17" Felge und dem flachen Reifen ist die ZOE ein Kurvenflitzer, aber auch etwas härter und rumpeliger.

Für den bisherigen KA haben wir einen Satz Winterreifen (sind mit 4 Radmuttern befestigt). Weiß jemand, ob wir die auch an die Zoe schrauben können?


Schon durch die Sensoren, die für das Auto nun mal seit einiger Zeit vorgeschrieben sind, würde das wohl kompliziert und teuer werden, von den Felgen und Reifendimensionen mal ganz abgesehen. Glaube nicht, dass vom Ford KA etwas an die ZOE passt. Schau mal in den Threads zu Winterreifen hier im Forum, was für Möglichkeiten (Felgen, Reifentypen etc.) es gibt. Das Angebot in der Preisliste der ZOE ist ja auch schon mal ein Anhaltspunkt.
Ich habe mir die 17" Felge mit Contis geleistet weil ich es doof fand, wenn die hübsche Kleine sechs Monate im Jahr in hässlichen Schuhen rumlaufen muss... Fuhr sich außerdem ganz prima. Reichweitenverlust? Tja, schwer zu sagen. Der kalte Akku hat sich sicherlich stärker bemerkbar gemacht.

Wäre ja nicht so optimal für die Stromrechnung, wenn man im Winter einen leeren Zoe mit 22 kw füllt, nur z.B. 15 kw entnehmen kann um ihn dann wieder mit 22 kw füllen zu müssen.


Hä? Na Du hast Probleme. Nein, mal im Ernst: Interessante Überlegung - aber nicht so ganz schlüssig: Es funktioniert mit dem Strom nicht wie mit einem Brennstoff, den man in einen Tank füllt. Vielmehr verändert sich die Leistung des Akkus, wenn die Temperatur einen bestimmten Bereich unter oder überschreitet.

Beim Laden des Akkus geht in jedem Fall mehr Strom durch den Zähler, als im Akku zum Schluss gespeichert ist. Der Ladeverlust (z. B. durch entstehende Wärme und andere Faktoren) ist meiner Erfahrung nach beim Laden mit einer Phase (Steckdose) am höchsten und beim Laden mit drei Phasen und 32A (Typ2-Ladebox) recht gering. Es gibt im Forum aber eine Übersicht, welche Verluste bei welcher Ladeart (einphasig, dreiphasig) und welchem Ladestrom (10A, 13A, 16A usw.) auftreten.

Wichtig ist zu wissen, dass ein kalter Akku weniger Ladung aufnehmen kann und ebenfalls weniger Ladung abgeben kann. Wie weit Du also schließlich kommst, hängt jeweils auch von der aktuellen Temperatur des Akkus ab. Es kann durchaus passieren, dass Du im Winter mit vollem Akku startest und Dir eine Reichweite von 80km angezeigt wird. Nach 40km flotter Fahrt stellst Du das Auto ab und es sind noch 60km Reichweite auf dem Tacho. Der Akku ist dann halt warm geworden. Auf der Rückfahrt fährst Du (mit warmem Akku) etwas sparsamer und kommst nach 40km Strecke mit 35km Reichweite an. Das bekommst Du aber schnell ins Gefühl.

Lade im Winter also das Auto übrigens am besten nach der Fahrt. Der wärmere Akku nimmt dann besser den Strom auf.

Aktuell haben wir im Haus 1,5mm2 Kabel. Im Sinne der Langzeitstabiliät würde ich jedoch für die Zoe ein 2,5er-Kabel verlegen bis zur Ladestelle.


Gut gedacht. Es gibt aber weitere Faktoren, die Du berücksichtigen solltest: Der Querschnitt der Zuleitung muss zur Absicherung passen, bzw. umgekehrt. Schukosteckdosen im Haus sind mit 1,5mm2 einphasig (drei Drähte im Kabel) angeschlossen, die Sicherung davor muss bei höchstens 16A abschalten, um die Leitung vor Überlast zu schützen. Da aber mit zunehmender Länge der Zuleitung deren elektrischer Widerstand zunimmt, hat der Elektroinstallateur Formeln, nach denen er die für eine bestimmte Leitungslänge den benötigten Querschnitt ausrechnet. 2,5mm2 von der Verteilung zu einer weit entfernten Steckdose ist schon mal nicht blöd, vieleicht aber doch noch zu wenig.

Auf drei Phasen (Drehstrom) kann man bei identischem Leitungsquerschnitt aber wesentlich mehr Leistung transportieren. Fünf Adern mit 1,5mm2 übertragen bei 16A Absicherung bis zu 11.000 Watt! Lass den benötigten Querschnitt für die Leitungslänge ermitteln (2,5mm2, 4,mm2 ?) und lass Dir eine Wallbox vom Typ2 an den Torpfosten bauen (mit FI Typ B austatten). Dann hast Du auch für die nächste ZOE noch genügend Leistung zum Laden. Zudem ist das Ladekabel - das auch an allen öffentlichen Typ2-Ladesäulen passt - dann auf beiden Seiten solange fest verriegelt, bis Du auf das entsprechende Knöpfchen drückst.

Das Notladekabel für die Schukodose ist einfach das, was der Name vermittelt: Eine Notlösung. Und wenn Du ein Abenteurer bist, auf weiten Strecken unterwegs sein und sehr flexibel sein willst, gibt es bessere Lösungen. Schau im Forum unter Ladekabeln oder lies mal meinen kleinen Überblick hier: http://zoemobil.de/?p=1066

Damit keiner drüber stolpert würde ich noch solche breiten "Gummikeile" über das Kabel legen. Ist damit in Deutschland alles "rechtens"...?


Na, mit Sicherheit haftest Du dann für jeden Dackel, der sich ein Bein bricht. Ich würde es ohne eine behördliche Genehmigung nicht riskieren. Nicht nur der gesetzliche Rahmen für die Elektromobilität hinkt noch gewaltig dem Bedarf hinterher. Einige Mitbürger sind durchaus auch nicht so von der Sache überzeugt, wie wir. Und irgend ein Depp wird sich schon aufregen und Stress machen. Geh lieber auf Nummer sicher.

Wer daheim lädt, dürfte seinen bisherigen Stromverbrauch atomisieren. Laut Wikipedia bekommen Endkunden ab 6000 kw Jahresverbrauch so ein Smartmeter verpasst.


Kann ich nicht bestätigen. Erstens habe ich an meinem privaten Zähler neben der eigenen Wohnung auch meine (kleine) Firma hängen und mit dem Server usw. sind das zusammen dann doch knapp 7.000 kWh im Jahr. Meine ZOE hängt an einem weiteren Anschluss, hat in 2014 seit April dort rund 1.050 kWh genuckelt und ist rund 7.500km gefahren. Ein paar Mal habe ich auf Reisen natürlich auch unterwegs geladen.

Hat jemand von euch so eine Garantieverlängerung gewählt?


Klar, die kann ich Dir nur empfehlen. Ich habe sogar noch die Wartung mit dabei. Rede mal mit dem "perfiden" Typen im Autohaus. Ich glaube, das ist im Ganzen nicht so teuer wie der Ärger dich kosten würde, wenn mal was größeres kaputt geht. Meine ZOE hat mich zwar noch nie im Stich gelassen, aber im Forum findet man dann doch schon mal auch größere Defekte. Steckt halt keiner drin.

Stichwort CCS:


Einige (viele?) öffentliche CCS-Säulen verfügen ebenfalls über CHAdeMo und Typ2-Anschlüsse. Grundsätzlich ist CCS, wie auch CHAdeMO, eine Schnellladetechnik mit Gleichstrom (DC) im Gegensatz zu Typ2 mit Wechselstrom (AC, bis zu dreiphasig). Die Leistung liegt dann meistens bei 30kW DC und 22kW AC. Gleichstrom-Schnellladesäulen mit mehr Leistung sind selten und bieten dann 50kW DC und auch mal 43kW Wechselstrom. Genaue Angaben für jede Säule findest Du hier im Verzeichnis der Stromtankstellen.

Die ZOE lädt grundsätzlich nur aus dem Wechselstromnetz, kann aber auf schon etwa 6.000 Ladepunkte zugreifen und kommt mit Leistung bis zu 22kW (altes Modell bis 43kW) zurecht. BMW, Mercedes, Mitsubishi, Nissan, VW usw. können aus dem Wechselstromnetz nur wenig Leistung laden und brauchen zum Schnellladen Gleichstrom aus CCS- bzw. CHAdeMO-Anschlüssen.

Uff, das war jetzt selbst für einen Quatschkopf wie mich mal 'ne lange Antwort. Ich hoffe, sie hilft Dir und anderen weiter. Jedenfalls freue ich mich über einen neuen Infizierten!

Viele Grüße,

Matthias
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