Vollkasko - wie lange noch notwendig?

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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon morgenmicha » Do 4. Jan 2018, 11:43

TeeKay hat geschrieben:
TomTomZoe hat geschrieben:
Laut Akkuleasingvertrag bist Du verpflichtet eine Vollkasko mit nicht mehr wie 500€ SB abzuschließen. Zumindest in meinem Vertrag steht das.

Und wer soll das kontrollieren? Ist Renault überhaupt berechtigt, diese Vorschrift in den AGB zu machen? Höchstwahrscheinlich nicht, da ein Gericht auf eine überraschende Klausel tippen würde. Nicht alles, was in AGB steht und vom Kunden unterschrieben wird, ist auch rechtsgültig vereinbart.


Du hast diese Vorschrift doch als Kunde mit Unterzeichnung des Mietvertrages akzeptiert. Wo soll sie also "überraschend" und ungültig sein? Und selbst wenn Du die Versicherung eben nicht abschließt, dann holt sich renault den Schadensersatz eben bei Dir persönlich. Bleibt Dir ja überlassen! Verstehe die gesamte Diskussion über das Für und Wider einer VK nicht... das sagt einem doch schon der logische Menschenverstand...
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Beitragvon TeeKay » Do 4. Jan 2018, 17:46

Schonmal was von AGB Kontrolle gehört? Dass ich als Kunde etwas unterschreibe, heißt noch lange nicht, dass es rechtswirksam vereinbart wurde.
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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon morgenmicha » Do 4. Jan 2018, 19:51

Natürlich wurde es das! Nur wenn ein AGB-Pararaph gegen geltendes Gesetz verstoßen würde, wäre es das nicht. Aber was soll an der beiderseitig vereinbarten Vollkaskopflicht (auch zum Schutze des Mieters vor horrenden finanziellen Folgen) sitten- oder gesetzeswidrig sein? Richtig, nix... sonst wäre ja jeder Automietvertrag bei SIXT und co anfechtbar und gegen das Gesetz!
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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon fbitc » Fr 5. Jan 2018, 22:16

Hä was hat jetzt ein Sixt Vertrag mit dem Akku Vertrag zu tun?
Bei Sixt wird explizit auf die Selbstbeteiligung bzw die Minderung (gegen Aufpreis) hingewiesen... du kriegst kein Auto von Sixt ohne Vollkasko
Grüße
Frank

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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon Harrywa » Do 30. Aug 2018, 10:41

Schaut, ich sehe das viel einfacher als irgendwelche Klauseln in irgendwelchen AGBs:

Der Sachverhalt ist doch klar: Der Akku gehört der Renault Bank, nicht dir. Und die wird sich, sobald der Akku beschädigt wird oder abhanden kommt, an irgendjemandem schadlos halten wollen.

Auch zurecht - ihr Eigentum, aber nicht ihr Verschulden. Wenn das jetzt ein LKW-Fahrer war, der über deine Zoe gebrettert ist, wird's dessen Haftpflicht zahlen. Wenn deine Französin samt Akku gestohlen wird, deine Voll- oder Teilkasko. Wenn du selbst in nen Graben fährst, nur deine VK. Wenn der Akku durch indirekten Blitzschlag Schaden nimmt, *hoffentlich* deine VK (DAS ist verschieden von Versicherer zu Versicherer und steht oft extra in der Polizze). Wenn du aber nur eine Haftpflicht-Versicherung hast, wirst auf jeden Fall du zur Kasse gebeten...

Deshalb am besten einfach bei der VK bleiben.
lg Harry

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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon Pitterausdemtal » Do 30. Aug 2018, 17:33

Wer auf die VK verzichten will, macht sich am besten klar, was das für ein finanzielles Risiko bedeutet - vor allem, wenn das Fahrzeug über Kredit oder Leasing finanziert worden ist. Aber auch wenn das Auto aus Eigenkapital finanziert worden ist, kann man durchaus so rechnen:

Wenn der Wiederbeschaffungswert meines Elektroauto inkl. Akku z. B. 15.000 € ist und ich auf die VK verzichte, sollte ich die 15.000 € irgendwo übrig haben, damit ich sie im Fall der Fälle auch einsetzen kann, um mir wieder ein adäquates Fahrzeug leisten zu können - ohne dass es mir weh tut.

Und wenn die 15.000 € sogar gut angelegt sind (z. B. in einer modernen Vermögensverwaltung) und mehr Ertrag erzielen als die Vollkasko kostet - dann kann ich sogar entscheiden, die Vollkasko dennoch zu behalten, damit das Geld weiter angelegt bleiben kann. Nur zum Verständnis: eine moderne Vermögensverwaltung hat in den letzten 30 Jahren im Durchschnitt einen jährlichen Ertrag von ca. 6% erzielt. Bei 15.000 € Anfangsvermögen wären das ca. 900 € jährlich gewesen. Abzüglich der vielleicht 200 € Kosten für die VK bleiben immer noch 700 € Ertrag übrig. Auch das kann eine bewusst getroffene Entscheidung sein - die kein Geld kostet, sondern einen Ertrag bringt (ohne das Risiko einzugehen, dass das Geld mal für ein "neues" Auto gebraucht wird - und keinen Ertrag mehr erzielen kann).

Falls die 15.000 € allerdings keinen Ertrag bringen, hat man bereits ca. 300 € Vermögensverluste aufgrund der jährlichen Preissteigerung. Und wenn man dann noch eine VK bezahlt hat man zwei Kostenfaktoren. Dann macht der Verzicht auf die VK Sinn, da man wenigstens einen Kostenfaktor weg bekommt.

Fazit: Es gibt keine eindeutige Antwort, sondern es kommt immer darauf an, wie man die Welt sieht und welche Möglichkeiten man nutzt.
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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon fbitc » Do 30. Aug 2018, 17:40

Fahrzeuge im Leasing oder Finanzierung sind auch eher max 5 Jahre alt. Da macht VK Sinn.
Hab ich eine 8 Jahre alte Möhre macht VK wohl eher kein Sinn...
Grüße
Frank

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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon Isomeer » Do 30. Aug 2018, 18:35

Pitterausdemtal hat geschrieben:
Nur zum Verständnis: eine moderne Vermögensverwaltung hat in den letzten 30 Jahren im Durchschnitt einen jährlichen Ertrag von ca. 6% erzielt.

Das ist ja einfach! 6% ohne Risiko? Alles klar, ich muss also nur nach modernen Vermögensverwaltungen suchen?
Und welche Relevanz oder Verlässlichkeit haben die letzten 30 Jahre in der aktuellen Finanzwelt???
Sorry, das ist grenzwertige Verkaufsargumentation für Versicherungs- und Finanzdienstleistungen. Gut gelernt!

Mein Praxisfall: Ich habe durch eine "moderne Vermögensverwaltung" locker mal den Gegenwert eines I3 verzockt.
Diese Art Sprüche wie "moderne Vermögensverwaltung" empfinde ich daher schon fast als unseriös. Ein theoretischer Zusammenhang oft ohne praktische Relevanz.

Andersrum: Wenn Du mir auch nur die Hälfte von 6% garantierst bin ich morgen bei Dir und lade meinen Budgetstau ab.

und zum Thema: VK bei älteren Fahrzeugen ist eine Profitmaschine für Versicherungen. Viele Autofahrer sind sich gar nicht bewusst, dass ihre tolle E-Klasse inzwischen nur noch 3000€ wert ist und zahlen weiter fröhlich VK. Bis zur Verschrottung. Obwohl sie das Risiko locker vom eigenen Girokonto abdecken können.
Meine späte Erkenntnis, nach diversen Versicherungsfällen: Alle nicht existenzrelevanten Risiken versichere ich bei mir selbst. Und bekomme ein gutes Gefühl dabei, wenn ich mir die Paläste der Versicherungen ansehe und mein Geld deutlich weniger darin steckt.
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Re: Vollkasko - wie lange noch notwendig?

Beitragvon Pitterausdemtal » Mo 17. Sep 2018, 19:05

Natürlich gibt es den Punkt, ab dem sich eine Vollkasko nicht mehr rechnet. Dann sollte man das auch "streichen". Und es ist ebenso richtig, dass es im Bereich der Vermögensanlagen alles zwischen den Extremen "sehr erfolgreich" und "sehr schlecht gelaufen" gegeben hat. Superblöd, dass es bei dir weniger gut gelaufen ist. Gar keine Frage. Tut mir echt leid für dich!

Meine - zugegeben - etwas provokanten Zeilen sollten auch nur mal eine Möglichkeit beschreiben, wie man auch denken kann - sinnvollerweise nur dann, wenn man etwas hat, was diese 6% auch bringt. Hier findest du einen Chart eines vermögensverwaltenden Investmentfonds im Vergleich zum DAX von November 1989 bis heute. http://shortlinks.de/0r9g In den zurückliegenden 29 Jahren wurden im Durchschnitt sogar mehr als 6% Wertzuwachs p.a. erreicht.

Wenn jemand fast 30 Jahre in so einer "Vermögensanlage" investiert war, dann war das erfolgreich. Nicht mehr und nicht weniger ... Und dann kann man auch so denken, dass man lieber 200 € jährlich für eine VK bezahlt, als bei einem Totalschaden die beschriebenen 15.000 € für ein "neues Auto" aus der Geldanlage abzuziehen zu müssen und anschließend auf einen Ertrag von 900 € jährlich verzichten zu müssen ... Natürlich ändern sich Dinge laufend und so etwas sollte um Gottes Willen keine Entscheidung für immer sein, aber temporär kann das völlig in Ordnung sein ...

Wenn man eine erfolgreiche Geldanlage will, muss man Möglichkeiten finden, die auch heute und zukünftig 6% bringen können. Ob Immobilien das auf lange Sicht können? Einige vielleicht, aber nicht alle ... und/oder Aktien? Einige vielleicht, aber nicht alle ... Fonds? Einige vielleicht, aber nicht alle ... und/oder Kunst, Oldtimer? Einige vielleicht, aber nicht alle.

Es ist immer dasselbe: Man kommt leider nicht darum herum, sich mit den Dingen zu beschäftigen und eine persönlich beste Auswahl zu treffen. Ganz gleich, ob man sich beraten lässt oder sich selbst berät ...

Darüber hinaus stimme ich dir zu, dass man nur existenzrelevante Dinge versichern sollte. Für alle anderen Sachen ist die Bildung und das Halten einer finanziellen Rücklage meist der bessere Weg.
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