Vergleich Zoe mit altem Diesel

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Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon zchris » Di 9. Jan 2018, 13:25

Liebe GoingElectric-Community,

da ich sehr viel unterwegs bin überlege ich schon länger, ob ich meinen alten Diesel durch eine neue Zoe ersetzen soll. Bisher fahre ich einen Audi A4 aus 2006, im Jahr etwa 50.000 km. Das Laden wäre für mich bei gleichem Fahrprofil kein Problem, das konnte ich bereits eine Woche lang mittels Mietfahrzeug ausgiebig testen.

Folgende Gesamtkosten habe ich für 3 Jahre / 150.000 km abgeschätzt:
A4 etwa 26.400 € (Erfahrungswert)
Zoe etwa 28.720 €

Bei der Zoe (Neupreis 20.000 € durch staatliche Förderung in Österreich) setzt sich das zusammen aus:
- Versicherung 2.000 €
- Strom 5.400 €
- Wartung + Reifen 3.000 €
- Wertverlust 14.000 €
- Batteriemiete 4.320 €

Kann das jemand bestätigen? Habe ich etwas vergessen?

Falls die Zoe nach 3 Jahren und 150.000 km zu Verschrotten ist könnte ich mit dem Preisunterschied noch leben. Ist diese Haltbarkeit zu erwarten?

In der angehängten Tabelle habe ich den A4 auf einen Wertverlust von 5.000 € (etwa jetziger Wert) beschränkt.

Vielen Dank!
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon kaiuwe » Di 9. Jan 2018, 13:34

Warum rechnest du damit, die Zoe nach 3 Jahren / 150000 zu verschrotten ? Das größte Verschleissteil ist ja der Akku und den bekommst du ersetzt, wenn die Kapazität unter einen bestimmten Wert fällt. Das zahlst du ja bereits mit der Batteriemiete. Bei 50000 km / Jahr scheint mir das Elektroauto mit Batteriemiete die bessere Variante für dich zu sein.
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon fidelio1985 » Di 9. Jan 2018, 13:40

Ich wollt auch Grad sagen - wenn sich für jemanden die Batteriemiete lohnt, dann für dich!

Ich versteh auch nie, warum man den Wertverlust so mir rein rechnet - das ergibt sich nur Sinn, wenn man den Wagen auch verkaufen möchte, oder?
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon Helfried » Di 9. Jan 2018, 13:44

Ich bin ja auch Pessimist, aber mehr als drei Jahre sollte ein E-Auto auch aus Frankreich schon halten. ;)
Wenn du so viel fährst, bist du wohl finanziell gut gestellt. Wäre da nicht ein preiswerterer Ioniq bequemer auf so langen Strecken mit all seinen Assis und so? Er dürfte auch stromsparender sein.
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon zchris » Di 9. Jan 2018, 14:00

Danke schon mal für die schnellen Antworten!

Ich rechne nicht damit, nach 150.000 km das Auto zu verschrotten. Man kann aber immer Pech haben bei neuer Technik. Wäre natürlich toll, wenn das Auto länger hält :)

Mit dem Wertverlust habe ich nur gerechnet um einen Vergleich zu erhalten.

Finanziell bin ich nicht so gut aufgestellt, mir ist die Mobilität jedoch sehr wichtig am Land. Einen Teil des Kaufpreises kann ich mir innerhalb meiner Familie ausleihen und mit den gegenüber dem Diesel ersparten Kosten in etwa zwei Jahren zurückzahlen. Das Auto wird dann auch Vollkaskoversichert. Ein Restrisiko bleibt natürlich.

Falls die Zoe dann länger als 3 Jahre hält wäre die Ersparnis enorm.
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon TomTomZoe » Di 9. Jan 2018, 14:07

zchris hat geschrieben:
im Jahr etwa 50.000 km
- Wartung + Reifen 3.000 €


@zchris
Willkommen im Forum und Gratulation zur richtigen eEntscheidung :)

Die Zoe ist für Pendler wie Dich und mich genau die richtige: Die Akku-Flatrate für 119€ (in D) kostet Dich bei Deiner Kilometerfahrleistung weniger als 3 Cent/km. :D

Aber warum rechnest Du in drei Jahren mit 3000€ für Wartung + Reifen?
Die jährliche Inspektion kostet je nach Jahr zwischen 80€ und 120€, ein Satz 16" Michelin Energy-EV Reifen kostet 400€ + 60€ Montage.
Die 16" Michelin Energy-EV Reifen meiner Zoe halten nun schon rund 50tkm und haben noch 5mm Profil, 30tkm werden die noch problemlos halten :o
In 3 Jahren also 3x 100€ Wartung plus 1 Satz (Sommer-)Reifen) für 460€ sind in der Summe lediglich 760€ :D und keine 3000€ :roll:

Und, nach 150tkm geht es dem Akku immer noch wunderbar :D . Meiner hat schon 83tkm hinter sich und immer noch 98% SOH 8-)
AMP+-ERA-e seit 02/2018
Bild (gemäß OBD-II LastCharge) 26 tkm
Zoe Q210 08/2016 - 02/2018 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853)
Bild (ab Ladeanschluß) 54 tkm
(Diesel 07/2017 verkauft)
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon zchris » Di 9. Jan 2018, 14:29

Hallo TomTomZoe!

Du bist ja schon echt viel gefahren mit der Zoe. Wie sieht es denn mit sonstigen Verschleißteilen aus? Bremsen, Gelenke, ...

3000 € damit auch wirklich alle Kosten abgedeckt sind. Falls dann beim elektrischen Antrieb mal was defekt ist wäre es ja noch teurer. Und die Garantie geht nur bis 100.000 km.

98% Akku nach 83.000 km ist ja super!
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon Nordlicht » Di 9. Jan 2018, 15:55

Hallo und herzlich willkommen hier in unserem Kreise der bekloppten Ökospinner... :lol:

Also, ich habe seit fast einem Jahr den unlimited-Vertrag und muss sagen, ich bin noch nie so günstig Auto gefahren! Meine Km-Kosten für die Batterie belaufen sich mittlerweile auch auf unter 3 Cent/km (48.000km/Jahr).

- Zu Eurem Neupreis da unten, kann ich als "Fastwikinger" nichts sagen. Meine R240 hatte fast soviel damals gekostet.

- Die Versicherungskosten belaufen sich bei mir auf knappe 400€ im Jahr.

- Da ich bei meinem Arbeitgeber kostenlos laden kann und auch auf meinen Strecken überwiegend kostenlos lade, fallen bei mir höchstens 250€ im Jahr an.

- Bei unserer jährlichen km-Leistung müssen wir auch 1,7 mal im Jahr zur Inspektion. Wenn Du dafür im Jahr also 200€ einplanst, bist Du IMMER auf der richtigen Seite. Da ich für den Sommer Michelin fahre und im Winter Conti, kann ich nur sagen, dass ich mit beiden Sätzen 150.000km schaffe. Rechne also 300€ für die Reifen im Jahr. Werkstattkosten hatte ich bislang keine, würde ich aber mal mit 500€ pro Jahr veranschlagen. Dies ist sicher zu viel, aber der Ansatz schadet auch nicht.

- Den Wertverlust würde ich für die 3 Jahre mit maximal 50% angeben.

- Hier kann man nichts anderes machen als bezahlen, was ich bei unserer Laufleistung besser finde... :lol:


Unterm Strich sieht bei mir die Rechnung so aus:

- Versicherung 1.200€
- Strom 750€
- Wartung & Reifen 3.000€
- Wertverlust 10.000€
- Batteriemiete 4.300€

Unterm Strich käme meine Kostenaufstellung auf Gesamtkosten von 19.250€ und ist somit deutlich unter Deinem Audi A4.
Fakt ist aber auch, dass diese Aufstellung bei 250.000km in 5 Jahren dann GANZ anders aussieht. Da wird die Schere dann noch deutlich größer zu einem Verbrenner...



*Die genannten Kosten sind meine Erfahrung, bei meiner Fahrweise und meinem Fahrprofil in Norddeutschland, Dänemark und Holland!!!
Bild

09/2009: 29kw Holzpelletanlage für 2 Wohnhäuser
06/2013: 5 kwp PV-Anlage mit S10 Speicher von e3/dc
06/2015: ZOE Intens R240, Neptungrau
03/2016: CF-Box Standort mit offenem FreiFunk W-LAN
nächster E-Stammtisch Schleswig-Holstein: 20.09.2018
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon zchris » Di 9. Jan 2018, 17:52

Hallo Nordlicht!

Danke für die ausführliche Antwort! :)

Sind von diesen 48.000 km auch einige auf der Autobahn dabei? Ich fahre regelmäßig 60 - 80 km auf der Autobahn mit 130 km/h. Mit welcher Reichweite bzw. Verbrauch auf 100 km kann man jetzt im Winter rechnen?

Du bist also zufrieden mit der Zoe?
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Re: Vergleich Zoe mit altem Diesel

Beitragvon watzinger » Di 9. Jan 2018, 18:44

zchris hat geschrieben:
Hallo Nordlicht!

Sind von diesen 48.000 km auch einige auf der Autobahn dabei? Ich fahre regelmäßig 60 - 80 km auf der Autobahn mit 130 km/h. Mit welcher Reichweite bzw. Verbrauch auf 100 km kann man jetzt im Winter rechnen?

Von welcher ZOE gehst Du aus? Vermutlich 40 kWh-Akku, nehme ich mal an.
Welche Topographie hat Deine Alltagsstrecke?

Ein realistischer Winterverbrauch unter Einbeziehung Deiner genannten Autobahnstrecke ist 22 - 25 kWh auf 100 Kilometer.
Also beim grossen Akku 160 - 180 Reichweite, grob gepeilt.
Q210, EZ 11/2014, schwarz pearl
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