Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

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Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon M&M » Sa 17. Jun 2017, 12:51

Liebe Zoe - Fangemeinde,
wir haben eine Zoe R90 (in Titanium Grau) bestellt und freuen uns schon darauf.
Die Entscheidung ist vorwiegend wegen der größeren Reichweite gegenüber anderen erschwinglichen Elektroautos gefallen.
Bei der Probefahrt mit einem Ioniq habe ich die Lenkrad-Paddeln für die Einstellung der Rekuperation sehr praktisch gefunden. Bei der Zoe kann man die Rekuperation nur mit dem Bremspedal erhöhen.
Da habe ich die Frage, ob man irgendwie erkennen kann, ab wann der Pedaldruck so groß ist, dass die mechanischen Bremesen aktiviert werden. Oder werden bei jeder Betätigung des Bremspedals gleichzeitig mit der Erhöhung der Rekuperation auch die mechanischen Bremsen betätigt. Bei der Probefahrt haben wir nicht darauf geachtet.
Danke an alle erfahrenen Zoe-Fahrer für Antworten aus der Praxis.
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon Zoe1114 » Sa 17. Jun 2017, 13:09

M&M hat geschrieben:
Liebe Zoe - Fangemeinde,
Bei der Probefahrt mit einem Ioniq habe ich die Lenkrad-Paddeln für die Einstellung der Rekuperation sehr praktisch gefunden. Bei der Zoe kann man die Rekuperation nur mit dem Bremspedal erhöhen.
Da habe ich die Frage, ob man irgendwie erkennen kann, ab wann der Pedaldruck so groß ist, dass die mechanischen Bremesen aktiviert werden. Oder werden bei jeder Betätigung des Bremspedals gleichzeitig mit der Erhöhung der Rekuperation auch die mechanischen Bremsen betätigt. Bei der Probefahrt haben wir nicht darauf geachtet.
Danke an alle erfahrenen Zoe-Fahrer für Antworten aus der Praxis.

Erst mal viel Spaß und Freude mit der neuen Zoe.
Zur Frage: Ab wann die Bremsen aktiv werden kann man nur daran erkennen, dass man zwar den Druck auf das Bremspedal erhöht, sich die Anzeige der blauen negativen kW-Werte im Display dabei aber nicht mehr verändert.
Oder mit der CanZE App und entsprechendem Dongle unter der Einstellung "Bremsen".
Dort wird angegeben, wie hoch aktuell die Bremsenergierückgewinnung ist und wie hoch das Bremsmoment durch Reibung (Verlust).
Grundsätzlich finde ich die Funktion des Rekuperieren mit dem Bremspedal bei der Zoe sinnvoll, da hierdurch der nachfolgende Verkehr auf eine erhöhte Verzögerung des Fahrzeugs durch das Aufleuchten der Bremslichter aufmerksam gemacht wird.
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon TeeKay » Sa 17. Jun 2017, 13:12

Nach kurzer Zeit hast du im Gefühl, wann die mechanische Bremse angeht. Wie Zoe1114 bemerkte, must du dafür nur eine Weile das Display im Auge behalten, um zu erkennen, wenn trotz steigendem Pedaldruck die kW-Anzeige nicht weiter ins Minus rutscht. Je langsamer du wirst, umso weniger rekuperiert das Auto und du must den Bremspedaldruck dann auch wieder reduzieren. Klingt kompliziert, hast du aber nach kurzer Zeit im Unterbewusstsein gespeichert. Auf deiner Stammstrecke zur Arbeit wirst du zudem nach kurzer Zeit die Punkte herausgefunden haben, bei denen du vom Strom gehen und bis zur Geschwindigkeitsreduktion rollen oder ohne Bremsdruck herunterrekuperieren kannst.
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon Wiese » Sa 17. Jun 2017, 17:18

Zoe1114 hat geschrieben:
Grundsätzlich finde ich die Funktion des Rekuperieren mit dem Bremspedal bei der Zoe sinnvoll, da hierdurch der nachfolgende Verkehr auf eine erhöhte Verzögerung des Fahrzeugs durch das Aufleuchten der Bremslichter aufmerksam gemacht wird.


beim Ioniq wird ab der 2. Rekuperationsstufe das Bremslicht aktiviert. Auch ohne Bremspedal.
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon TobsCA! » Sa 17. Jun 2017, 18:05

Es gibt ja 2 Grundlegende Reku Zustände.
Gas weg, und mit Bremse.
Ich habe es so beobachtet das ohne Gas geben ca. 20 kw Reku kommt, antippen aufs Bremspedal dann ca. 40kw.
Und genau sop verzögere ich auch. Erst kurz vor Schluss trete ich mehr und wenn man dann fast punktgenau vor der Ampel steht spürt man auf dem letzten Meter den Ruck wenn die mechanische Bremse zupackt.
Paddel sind zwar nett, aber man kann es auch mit dem Fuss ausgezeichnet steuern.
Man lernt sehr gut vorausschauendes fahren wenn man nicht unnötig bremsen will. Kein Gas und Bremse antippen (wirklich nur den Fuss auflegen) reicht um effizient zu fahren.

MfG
Twizy Sport Black 06/15 - 03/17 20961km
Q210 Zen in Perlmutt seit 03/17 aktuell 67 000km, 12 000 von mir
SXT Light Eco seit 05/17
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon TomTomZoe » Sa 17. Jun 2017, 20:36

Stimme TobsCA! vollumfänglich zu :)
Gut eingefahrene Zoe Q210 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853).
Seit 08/2016 schon 44t ekm (Diesel 07/2017 verkauft).
Ab 01/2018 AMP+-ERA-e 8-)
Bild (ab Ladeanschluß), laut BC 14,8-16,9kWh/100km (Sommer-Winter)
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon Torquemada » Sa 17. Jun 2017, 23:41

Zoe1114 hat geschrieben:
M&M hat geschrieben:
Zur Frage: Ab wann die Bremsen aktiv werden kann man nur daran erkennen, dass man zwar den Druck auf das Bremspedal erhöht, sich die Anzeige der blauen negativen kW-Werte im Display dabei aber nicht mehr verändert.


Ich weiß nicht, ob das in der Form so hundertprozentig stimmt. Es ist gewiß richtig bei warmer und aufnahmefähiger (sprich: nicht voll geladener) Batterie.
Andererseits gibt es auch Situationen, in denen die Zoe zwar ohne dass Bremspedal zu betätigen verzögert, das Display aber kaum Negativ-Werte anzeigt: Ich z.B. habe auf dem Heimweg von der Arbeit 200m Höhenunterschied mit teils starken Gefällstrecken.
Da Zoe tagsüber Arbeit an der Photovoltaik meines Vermieters hängt, ist sie bei der Heimfahrt meistens voll und verzögert bergab ohne Bremspedaldruck , ohne dabei großartig zu laden.
Ebenso verhält es sich im Winter, wenn auch die nicht vollgeladene Batterie aufgrund der Kältesklerose nur wenig Ladung zuläßt, obwohl das Auto genauso verzögert, wie es dies bei warmer und leerer Batterie tut.
Ich habe nicht den Eindruck, daß bei zusätzlichem Betätigen des Bremspedales gleich Eisen auf Eisen reibt. Denkt man dies zu Ende, müßte der Bremsverschleiß in der kalten Jahreszeit auch höher sein als im Sommer.
Und in Norwegen müßten die E-Autos dauernd zum Hufschmied.
Ich denke vielmehr, daß die Verzögerung weiter elektromagnetisch erfolgt ('Wirbelstrombremse..'), ohne daß der Akku die gewonnene Energie aufnehmen kann.

Gefühlt verrichtet Zoe 90% der Verzögerungsarbeit elektrisch. Ob Bremspedal oder paddles, der Mechanismus bleibt derselbe.
Insgesamt habe ich nach 35000km noch keinen Bremsenabrieb auf den vorderen Felgen gesehen.

Vielleicht kann man sich der Frage ja auch andersherum nähern: Hat hier schon einmal jemand die Beläge/Scheiben/Trommeln bei einer Zoe gewechselt und wenn ja, dann nach welcher Laufleistung ?

Gruß,
T
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon Torquemada » Sa 17. Jun 2017, 23:51

Torquemada hat geschrieben:
Zoe1114 hat geschrieben:
M&M hat geschrieben:
Zur Frage: Ab wann die Bremsen aktiv werden kann man nur daran erkennen, dass man zwar den Druck auf das Bremspedal erhöht, sich die Anzeige der blauen negativen kW-Werte im Display dabei aber nicht mehr verändert.


Ich weiß nicht, ob das in der Form so hundertprozentig stimmt. Es ist gewiß richtig bei warmer und aufnahmefähiger (sprich: nicht voll geladener) Batterie.
Andererseits gibt es auch Situationen, in denen die Zoe zwar ohne das Bremspedal zu betätigen verzögert, das Display aber kaum Negativ-Werte anzeigt: Ich z.B. habe auf dem Heimweg von der Arbeit 200m Höhenunterschied mit teils starken Gefällstrecken.
Da Zoe tagsüber Arbeit an der Photovoltaik meines Vermieters hängt, ist sie bei der Heimfahrt meistens voll und verzögert bergab ohne Bremspedaldruck , ohne dabei großartig zu laden.
Ebenso verhält es sich im Winter, wenn auch die nicht vollgeladene Batterie aufgrund der Kältesklerose nur wenig Ladung zuläßt, obwohl das Auto genauso verzögert, wie es dies bei warmer und leerer Batterie tut.
Ich habe nicht den Eindruck, daß bei zusätzlichem Betätigen des Bremspedales gleich Eisen auf Eisen reibt. Denkt man dies zu Ende, müßte der Bremsverschleiß in der kalten Jahreszeit auch höher sein als im Sommer.
Und in Norwegen müßten die E-Autos dauernd zum Hufschmied.
Ich denke vielmehr, daß die Verzögerung weiter elektromagnetisch erfolgt ('Wirbelstrombremse..'), ohne daß der Akku die gewonnene Energie aufnehmen kann.

Gefühlt verrichtet Zoe 90% der Verzögerungsarbeit elektrisch. Ob Bremspedal oder paddles, der Mechanismus bleibt derselbe.
Insgesamt habe ich nach 35000km noch keinen Bremsenabrieb auf den vorderen Felgen gesehen.

Vielleicht kann man sich der Frage ja auch andersherum nähern: Hat hier schon einmal jemand die Beläge/Scheiben/Trommeln bei einer Zoe gewechselt und wenn ja, dann nach welcher Laufleistung ?

Gruß,
T
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Re: Übergang von der Rekuperation zum Bremsen

Beitragvon M&M » So 18. Jun 2017, 12:50

danke für die hilfreichen Antworten!
M&M
 
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