Starthilfekabel

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Starthilfekabel

Beitragvon macfan » Fr 5. Mai 2017, 06:51

Entschuldigt bitte dumme Fragen von einem technisch weniger gebildeten:
Als ich mich hier einzulesen begann, war ich überrascht, dass die Elektroautos trotzdem zusätzlich noch die klassische 12 V-Batterie haben. Ich hätte naiv gedacht, dass der große Akku alles erledigt.
Genauso hätte ich vermutet, dass ein Starthilfekabel nur für Verbrenner sinnvoll ist. Jetzt will ich aber vorsichtshalber nachfragen: Brauche ich das in der ZOE noch?

Gruß, Horst
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Re: Starthilfekabel

Beitragvon JoDa » Fr 5. Mai 2017, 06:56

Kurze Antwort: Nein.
a) Weil, der ZOE kann man zwar mit Starterkabeln "Starthilfe" geben. Du solltest aber mit Starterkabeln keinem Verbrenner Starthilfe geben, da die Elektronik der ZOE das nicht so gern hat. ;)
b) Weil sich heute keiner mehr Starthilfekabel kauft sondern Jump Starter ;)

Lange Antwort:
Den 12V-Bleiakku braucht man glaube ich nur zum "Hochfahren der Elektronik" und möglicherweise weil aus Sicherheitsgründen? bei abgeschalteter elektrischer Maschine die Versorgung des 12V-Boardnetzes (z.B. Standlicht) über den 12V-Akku erfolgt. Aus Kostengründen wird ein kleiner 12V-Blei-Starterakku eingebaut, der dann laut ZOE Wartungsplan alle 3 Jahre getauscht werden soll. :evil:
Tatsächlich dürfte die Ladesteuerung des 12V-Akkus bei der ZOE nicht optimal funktionieren weil im 3. Winter die Bleiakkus oft ausfallen. Das Fahrzeug zeigt dann die Fehlermeldung "ELEC System prüfen" welche sich durch Laden des Bleiakkus (z.B. durch laufen lassen der elektrischen Maschine) beseitigen lässt. Zeigt die ZOE jedoch "ELEC System. Stop elektrische Gefahr" ist ein weiterfahren nicht möglich, und die Werkstätte führt dann einen Tausch des Akkus (200€) durch.
Nerds (wie ich ;) ) haben jedoch ein Ladegerät mit Rekonditionierungsfunktion (z.B. CTEK MXS5.0 ) und einen Jump Starter mit Boost-Funktion (z.B. Meiner) um Elektrofahrzeugen und Verbrennern Starthilfe zu geben. (Boost-Funktion braucht man um auch Elektroautos Starthilfe geben zu können.)
Habe "leider" in 3 Jahren noch nie das Ladegerät oder den Jump Starter gebraucht. ;)
Zuletzt geändert von JoDa am Fr 5. Mai 2017, 07:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Starthilfekabel

Beitragvon Elektro-Bob » Fr 5. Mai 2017, 06:58

Nein.

PS: es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten 8-)


Edith: da war einer schneller !
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Re: Starthilfekabel

Beitragvon macfan » Fr 5. Mai 2017, 11:09

JoDa hat geschrieben:
Kurze Antwort: Nein.

Und danke für die ausführliche Antwort ;)

a) Weil, der ZOE kann man zwar mit Starterkabeln "Starthilfe" geben. Du solltest aber mit Starterkabeln keinem Verbrenner Starthilfe geben, da die Elektronik der ZOE das nicht so gern hat. ;)

Dann könnte ich das Starthilfekabel aber doch für die ZOE nutzen, nur nicht für andere.

b) Weil sich heute keiner mehr Starthilfekabel kauft sondern Jump Starter ;)

Besitze ich auch noch.

Zeigt die ZOE jedoch "ELEC System. Stop elektrische Gefahr" ist ein weiterfahren nicht möglich, und die Werkstätte führt dann einen Tausch des Akkus (200€) durch.

Das ist aber ein Wucherpreis für eine Autobatterie :cry:.

einen Jump Starter mit Boost-Funktion (z.B. Meiner) um Elektrofahrzeugen und Verbrennern Starthilfe zu geben. (Boost-Funktion braucht man um auch Elektroautos Starthilfe geben zu können.)

Woran erkenne ich, ob diese Boost-Funktion vorhanden ist? In der Beschreibung von deinem Jump Starter steht davon kein Wort. Ich habe auch so ein Gerät. Ginge das?

Gruß, Horst
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Re: Starthilfekabel

Beitragvon Pol-Pott » Fr 5. Mai 2017, 13:49

Alle unwissenden Spielereien können Garantie & Zeit & massiv Geld kosten (man lese einfach mal die Bedienungsanleitung).
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Re: Starthilfekabel

Beitragvon JoDa » Fr 5. Mai 2017, 14:58

@macfan
Richtig: Mit einem Starterkabel kann ein Verbrenner einem Elektroauto das Starten problemlos ermöglichen.
Gibt jedoch das Elektroauto dem Verbrenner mit einem Starterkabel Starthilfe ist dies problematisch (Starterstrom relativ gering, Elektronikfehler wegen Zusammenbruch der Spannung des Bleiakkus.)
Aber: Heute kauft man sich sowieso kein Starterkabel mehr sondern einen "Jump Starter", weil man dann kein zweites Fahrzeug benötigt und der "Jump Starter" idiotensicher zu bedienen ist. (Verpolsicher, Überlastsicher, ... )
Nochmals aber: Wenn man die 3 Jahre Wartungsintervall für den Bleiakku der ZOE einhält (150€-250€ sind bei einer Markenwerkstätte dafür fällig. Im Wiki steht wie man das selber machen kann.) bzw. bei jeder Kleinigkeit den Pannendienst (z.B. Renault Assistance) anruft, dann braucht man weder ein Starterkabel noch einen Jump Starter.
Nochmals aber: Wenn man jedoch ein Philantroph ist und daher vor hat anderen Leuten Starthilfe zu geben, dann kauft man sich trotzdem einen Jump Starter. Bzw. wenn man vor hat den tod geglaubten Bleiakku eines Bekannten zum Leben zu erwecken, dann kauft man sich einen Ladeautomaten mit Rekonditionierung.

Ein Jump Starter erkennt durch den Spannungseinbruch beim Startvorgang, dass die Starthilfe benötigt wird. Da es diesen Spannungseinbruch beim Starten eines Elektroautos nicht gibt, gibt der Jump Starter auch keine Starthilfe.
Manche günstige Jump Starter entladen sich jedoch ständig, sobald sie an den Bleiakku angeschlossen sind. Diese sind zum Starten eines Elektroautos geeignet. (Achtung: Nicht länger als unbedingt notwendig angeschlossen lassen, da sich der LiFePO4-Akku des Jump Starters beim Entladen unzulässig erwärmen kann.)
Laut der Bedienungsanleitung meines Jump Starters bewirkt das Drücken der Boost-Taste das für 30 Sekunden Starthilfe gegeben wird. Schau in deiner Bedienungsanleitung nach, möglicherweise hat deine Reset-Taste ja eine ähnliche Funktion.
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Re: Starthilfekabel

Beitragvon macfan » Fr 5. Mai 2017, 17:50

Nochmals vielen Dank für die ausführlichen Hinweise! :thumb:

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