Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Renault ZOE Themen, zu denen es kein eigenes Unterforum gibt

Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon Alex1 » So 10. Mai 2015, 21:01

Für die Verbreitung der E-Autos kann der Preisrutsch nur gut sein.

Verwerfungen gibt es immer, aber der Marsch in die EV-Zukunft bekommt gerade Rückenwind :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon Rudi L. » So 10. Mai 2015, 21:31

Soylent hat geschrieben:
Rudi L. hat geschrieben:
Ich hatte vor über einem Jahr schon den jetzt reduzierten Preis für einen neuen Zoe bezahlt.


Soviel Spielraum beim Neuwagen gab´s damals schon bei Händlern? :o
Wie verarscht müssen sich da Käufer jetzt fühlen die lediglich ein paar Prozente herausgehandelt hatten?
Oder war das in der Szene ein offenes Geheimnis?

Soy



Spielraum gibt es schon wenn man Wege kennt, natürlich seriöse. Aber nicht jeder Händler ist so flexibel.
Rudi L.
 

Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon imievberlin » So 10. Mai 2015, 21:47

Mal gucken wann der erste Wagen mit der Top-Ausstattung mit 10.000€ verkauft wird, dann werde ich schwach. Ich will auf jeden Fall die Rückfahrkamera wenn ich schon Zoe fahre :) ach ja und 43kW !!!
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon Twizyflu » So 10. Mai 2015, 23:14

imievberlin hat geschrieben:
Mal gucken wann der erste Wagen mit der Top-Ausstattung mit 10.000€ verkauft wird, dann werde ich schwach. Ich will auf jeden Fall die Rückfahrkamera wenn ich schon Zoe fahre :) ach ja und 43kW !!!


Wenns Model 3 da ist verkauf ich meinen Intens :P
maximale Ausstattung mit Kamera, Perlmutt weiß, 17er Felgen.... ;)
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon imievberlin » So 10. Mai 2015, 23:15

So lang will ich eigentlich nicht mehr warten :)
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon Twizyflu » Mo 11. Mai 2015, 10:14

Ich ja auch nicht... aber ohne ein Elektroauto geht nix.
Und mit einem Verbrenner fahre ich grundsätzlich nicht.
Da wird man sich ja nur bewusst, dass man selbst jetzt im Moment des aufs Gaspedal steigens, die Umwelt vernichtet...
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon TeeKay » Mo 11. Mai 2015, 11:15

umberto hat geschrieben:
5000 Euro Deckungsbeitrag bei einem Kleinwagen? Du bist ja ein professioneller Optimist. :)

Noch dazu, wo Renault den teuren Akku vorfinanzieren muss (was u.a. zu Kapitalkosten führt).

Renault hat für dreijährige Anleihen aktuell eine Rendite von 0,75% (Anleihe WKN A1HQ1E). Für sechsjährige Anleihen sinds 1,15% (WKN A1ZD8V). Das sind die Finanzierungskosten für die Batterie, die sie über die Miete doppelt und dreifach wieder reinbekommen.

Und natürlich haben sie beim Zoe 5.000 Euro Deckungsbeitrag gehabt, sonst würden sie jetzt nicht 5.000 Euro Rabatt geben. Wären die Herstellung und der Verkauf eines Zoe zum rabattierten Preis ein Verlust, deckte man damit also nicht einmal die variablen Kosten, gäbe es das Fahrzeug gar nicht mehr. Wieso sollte Renault auch Geld dafür ausgeben, einen Zoe mit Verlust zu verkaufen? Solange der Zoe verkauft wird, erwirtschaften sie mit den aufgerufenen Preisen noch einen positiven Deckungsbeitrag.
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon umberto » Mo 11. Mai 2015, 19:00

TeeKay hat geschrieben:
umberto hat geschrieben:
Und natürlich haben sie beim Zoe 5.000 Euro Deckungsbeitrag gehabt, sonst würden sie jetzt nicht 5.000 Euro Rabatt geben.


Verluste abschreiben ist gängige Praxis.

Gruss
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon Twizyflu » Mo 11. Mai 2015, 23:59

Naja aber wieso so abwegig?
Ein Clio kostet auch nur ca. 10.000 Euro und hat ne gute Spanne drauf.
Der ZOE ist auf dessen Plattform. Klar ist es eine "Eigenentwicklung" und es wurden Investitionen getätigt.
Aber die Batterie kostet fix keine 7000 netto mehr. Und daher denke ich, dass die mit 12.000 Euro beim ZOE gut durchkommen und jetzt eben die alten Stück (B4 5AM Motor) raushaben wollen. Fertig ;)
Oder sie verdienen an den Akkus so gut, dass es sich einfach auszahlt :D
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Re: Preise für gute Gebrauchte ZOE kommen ins Rutschen

Beitragvon TeeKay » Di 12. Mai 2015, 10:36

umberto hat geschrieben:
Verluste abschreiben ist gängige Praxis.

Nein, das ist nicht gängige Praxis in dem Sinn, wie du ihn darstellst. Ich glaube, du kannst nicht unterscheiden zwischen Gewinn unter Berücksichtigung von bereits angefallenen Fixkosten und Deckungsbeiträgen. Wenn ich eine Milliarde Euro investiere, um etwas zu entwickeln, dann ist die Milliarde nach der Entwicklung weg. Egal, ob ich ein Auto oder 10 Millionen verkaufe.

Unabhängig von den Entwicklungskosten gibt es noch variable Kosten für die Produktion. Lohn, Bauteile, Maschinenabnutzung, all das fällt pro Fahrzeug an.

Der Werks-Verkaufspreis, der Händlern berechnet wird, besteht also (vereinfacht) aus zwei Komponenten:
- Entwicklungskosten, bereits unwiderbringlich angefallen
- variablen Produktionskosten, die nur anfallen, wenn ich ein Fahrzeug produziere

Die Werks-Verkaufspreise müssen in jedem Fall die variablen Produktionskosten decken, sonst wäre es billiger, kein Auto herzustellen. Jeder Euro, der über den variablen Produktionskosten liegt, dient der Deckung der Entwicklungskosten.

Und nun ist die Rechnung einfach:

1.000.000.000 Euro Entwicklungskosten
8.000 Euro Produktionskosten pro Fahrzeug
14.000 Euro Werks-Verkaufspreis an den Händler

Stelle ich 35.000 Fahrzeuge während der Produktlebensdauer her und verkaufe sie für 14.000 Euro an den Handel, beträgt mein Deckungsbeitrag zur Deckung der Entwicklungskosten 210.000.000 Euro. Da ich eine Milliarde für die Entwicklung ausgab, sage ich jetzt der Presse, dass ich pro Fahrzeug 22.571 Euro Verlust mache. Denn ich will jedem zeigen, wie irrsinnig verlustreich die Elektromobilität ist und das alle pleite gehen, wenn noch mehr Elektroautos gekauft werden. Das scheinst du zu denken. Mehr Autos verkauft = mehr Verlust für Renault.

Doch das ist eine falsche, manipulative Aussage. Würde ich 350.000 Fahrzeuge herstellen und für 14.000 Euro an den Handel verkaufen, wäre mein Verlust nicht 350.000 * 22.571 Euro = 7,9 Milliarden Euro. Nein, auf einmal käme ein Gewinn von 3.143 Euro pro Fahrzeug heraus. Wie kann das sein? Ich verkaufe zehnmal so viele Fahrzeuge, mit denen ich angeblich 22.571 Euro Verlust pro Stück mache und habe am Ende einen für Renault traumhaft gigantischen Gewinn pro Fahrzeug erzielt? Mh, seltsam. Liegt vielleicht daran, dass die Entwicklungskosten nur einmal anfallen?

Nun verkauft Renault aber leider nicht 350.000 Fahrzeuge für 14.000 Euro an den Handel - denn zu dem Wahnsinnspreis kaufen die Karre nur ein paar Irre von Going Electric und Menschen in Frankreich, die die Subventionen kennen und die Fahrzeuge dann mit gutem Gewinn nach Deutschland verkaufen. Also senkt Renault den Preis um 3.500 Euro auf 10.500 Euro und hofft, so 350.000 Fahrzeuge abzusetzen. Der Handel soll noch einmal 1.500 Euro aus seiner Marge draufpacken, damit wir bei werbewirksamen 5.000 Euro Rabatt landen.

Einen Gewinn unter Berücksichtigung der Entwicklungskosten erziele ich als Renault damit immer noch nicht. Aber mein Deckungsbeitrag steigt trotz stark gesunkener Preise dank Absatzwachstum auf 875 Millionen Euro. Von der einen Milliarde Euro Entwicklungskosten muss ich also nicht mehr 790 Millionen abschreiben, sondern nur noch 125 Millionen.

Ich habe also trotz Preissenkung nicht mehr Verlust gemacht, sondern weniger.
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