Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

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Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon stefan72 » Sa 2. Dez 2017, 21:32

Da ich schon lange mal die e.Go Mobile AG in Aachen besuchen wollte, verband ich die Reise von Zürich nach Aachen mit einem kleinen Ladeinfrastruktur und Kosten-Check. Ziel: Die Reise quasi unter "Dienstreise-Bedingungen" planen und durchführen, d.h. effzient, möglichst kurze Reisezeit und pünktliche Ankunft. Klar, für solche Zwecke wär ein Ampera oder Tesla die passendere Variante gewesen. Wie das unsere ZOE gemeistert hat steht in unserem Reisebericht. Ich wünsche viel Spass beim Lesen! Soviel vorweg: Die Kosten für Ladevorgänge waren zu hoch, da gibt es Verbesserungspotential...
https://www.evzone.ch/blog/dienstreise- ... le-ag.html
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Beitragvon R3dL4x » Sa 2. Dez 2017, 22:36

Danke für den Interessamten Bericht. Gab es auf deiner Strecke keine kostenlosen Ladestationen? In Deutschland sollte es davon sehr viele von Tank&Rast geben.
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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon TomTomZoe » Sa 2. Dez 2017, 22:59

Interessanter Bericht.
Mit einer R240 Zoe wäre ich diese Strecke jedoch etwas langsamer, mit Tempo 90-95 gefahren, der idealen Reisegeschwindigkeit bei 22kW Ladung.
Mit der Q210 und 43kW nachladen wären es 110-115 km/h.
Gut eingefahrene Zoe Q210 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853).
Seit 08/2016 schon 47t ekm (Diesel 07/2017 verkauft).
Ab 09.02.2018 AMP+-ERA-e 8-)
Bild (ab Ladeanschluß), laut BC 14,8-16,9kWh/100km (Sommer-Winter)
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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon stefan72 » So 3. Dez 2017, 10:12

R3dL4x hat geschrieben:
Gab es auf deiner Strecke keine kostenlosen Ladestationen?

Die hätte es gegeben, dann wäre allerdings die Reisezeit wohl noch um 2-3 Stunden angestiegen, resp. die Reise wäre in zwei Tagen kaum machbar gewesen da solche Stationen nicht an der kürzesten Strecke (Autobahn) lagen oder z.B. einer Supermarktkette (CORA Frankreich) gehören die erst um 0900 Uhr ihre Pforten öffnen.

Meine Erkenntnis aus dieser Reise: Muss es schnell gehen kann es recht teuer werden, umso mehr wenn man aufgrund kleinerer Batterie keine Reichweite hat um Alternativen anzusteuern. Mit mehr Ladestationen und Konkurrenz in Zukunft ist möglicherweise Besserung in Sicht. Schnelle AC und vor allem DC Stationen an Autobahnen werden an vielen Orten wohl auch zukünftig hochpreisig sein. Daher sind 22kW Lader in E-Autos für viele E-Fahrer interessant. Die geben zumindest Stand heute mehr Wahlfreiheit, oft günstigere Tarife und weniger Abhängigkeit.

Die Route über Deutschland wäre wohl günstiger - jedoch länger - gewesen, und auch mit deutlich höherem Staurisiko. Im Gegensatz zu den kostenlosen Tank & Rast Stationen in D gibt es in F an Autobahnen fast nur Sodretel. D.h. quasi Monopol und hohe Preise.

Bezgl. Geschwindigkeit bin ich so zwischen 90 und 110 km/h gefahren, je nach Verkehrssituation. Im Morgenverkehr um Mulhouse/Strassbourg ist 90km/h jedoch kaum möglich. Da fahren auch schwere Laster deutlich darüber. D.h. mit 90km/h ist es dann nicht selten dass dir einer mit 2m Abstand am Heck klebt. Das sind keine guten Aussichten :shock:
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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon Alex1 » So 3. Dez 2017, 17:24

stefan72 hat geschrieben:
Da fahren auch schwere Laster deutlich darüber. D.h. mit 90km/h ist es dann nicht selten dass dir einer mit 2m Abstand am Heck klebt. Das sind keine guten Aussichten :shock:
Mach es umgekehrt, dann sparst Du auch noch 2-3 kWh/100 km. Und dazu braucht es keine 2 m, der 2-sec-Sicherheitsabstand reicht :mrgreen:

Ansonsten: Meinen Prospekt :thumb:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon rigo-roso » So 3. Dez 2017, 20:48

[quote="stefan72" Die Kosten für Ladevorgänge waren zu hoch, da gibt es Verbesserungspotential...
Das würde ich für untertrieben halten. 16 € für 18 Kwh sind viel zu hoch. Hier wird die Notlage des Kunden ausgenutzt, weil es anscheinend keine alternativen gibt. Das erfüllt den Tatbestand des Wucher und ist in meinen Augen kriminell. An solchen Ladesäulen würde ich nicht laden, da würde ich lieber eine stunde Umweg in kauf nehmen. Es werden ja auch an Autobhantankstellen keine 3,30€ für einen Liter Dieselkraftstoff verlangt. Das würde kein Verbrennerfahrer bezahlen. Auch E-mobilisten sollten solch Preise nicht bezahlen, nur so kann diesen Firmen das Handwek gelegt werden.
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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon Dömu » Mo 4. Dez 2017, 08:38

rigo-roso hat geschrieben:
[quote="stefan72" Die Kosten für Ladevorgänge waren zu hoch, da gibt es Verbesserungspotential...
Das würde ich für untertrieben halten. 16 € für 18 Kwh sind viel zu hoch. Hier wird die Notlage des Kunden ausgenutzt, weil es anscheinend keine alternativen gibt. Das erfüllt den Tatbestand des Wucher und ist in meinen Augen kriminell. An solchen Ladesäulen würde ich nicht laden, da würde ich lieber eine stunde Umweg in kauf nehmen. Es werden ja auch an Autobhantankstellen keine 3,30€ für einen Liter Dieselkraftstoff verlangt. Das würde kein Verbrennerfahrer bezahlen. Auch E-mobilisten sollten solch Preise nicht bezahlen, nur so kann diesen Firmen das Handwek gelegt werden.


Das die Ladevorgänge viel zu teuer sind ist unbestritten. Allerdings hat das in meinen Augen eher mit der Dichte der Elektroautos zu tun. Wenn ich teilweise in der Plugsurfing App sehe: Ladevorgänge in den veragngenen 30 Tagen zwischen 1 und 4. Auch mit 1 Euro pro kwh kann die Betreiberfirma damit kaum den Unterhalt decken. Daher verstehe ich die überrissenen Preise aus wirtschaftlicher Sicht absolut. Schade für uns.

Danke für den Bericht Stefan. Da ich sehr viel in Frankreich unterwegs bin und das in Zukunft auch hin und wieder mit der Zoe machen will, bin ich froh über die Tatsache, dass die Sodretel Säulen immerhin einwandfrei funktionieren :)
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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon rigo-roso » Mo 4. Dez 2017, 09:21

Wie man im Bericht von Stefan72 lesen konnte bieten die meisten Anbieter den Strom zu wesentlich günstigeren Preisen an. Diese Ladesäulen werden bestimmt auch häufiger benutzt. Z.B. Rwe verlangt über Plugsurfing 30 Cent für die Kwh + 2,1 in der Minute. Über ZE Pass kann ich an meinem Wohnort an Rwe Säulen sogar für 20 Cent die Kwh laden. Das ist weniger als an meiner Ladesäule zuhause. Rwe kauft den Strom für ca. 5 Cent ein, da bleibt immer noch eine Gewinnspanne von 300 bis 700 % aus der die Bereitstellung der Infastruktur finanziert werden kann.
Ich habe kein Mitleid mit den Betreibern, wenn sich die Ladesäulen nicht lohnen. Wenn faire Preise gemacht werden kommt die Elektromobilität in Schwung, die Säulen werden benutzt und jeder hat was davon.

P.S. Vielen Dank an Stefan72 für den Bericht
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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon Ranzoni » Mo 4. Dez 2017, 09:59

Mehr noch als die Kosten fürs Laden irritieren mich die erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten incl. Ladezeiten.
Aus den 10:30h der Planung werden in der Realität 13:30h für 550 km, also 40 km/h.

In anderen Fäden liest man von erreichbaren Werten >70km/h - allerdings bei anderen Autos.

Was wäre denn bei der ZOE realistisch, wenn man es "eilig" hat?

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Re: Mit der 22kWh ZOE auf Langstrecke, 2 Tage, 1100km

Beitragvon Dömu » Mo 4. Dez 2017, 11:00

rigo-roso hat geschrieben:
Ich habe kein Mitleid mit den Betreibern, wenn sich die Ladesäulen nicht lohnen. Wenn faire Preise gemacht werden kommt die Elektromobilität in Schwung, die Säulen werden benutzt und jeder hat was davon.


Mitleid habe ich auch nicht und finde die Preise eine Frechheit. Nicht falsch verstehen.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht verstehe ich die Betreiber aber. Da wird knallhart gerechnet, lohnt es sich nicht, gibt es keine Säule. Im Moment bin ich froh wenn ich im Notfall eine Säule habe, auch wenn die Preise aus dem Jenseits sind. Da gibt es noch Handlungsbedarf in der Zukunft.
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