Ich bin infiziert

Renault ZOE Themen, zu denen es kein eigenes Unterforum gibt

Re: Ich bin infiziert

Beitragvon Fireflummi » Fr 5. Mai 2017, 22:00

schubkarr hat geschrieben:
Ich hab jetzt ein Problem - nach den 48h mit der Zoe und 280 km.


Wow, da hast Du die Zoe ordentlich Kilometer fressen lassen!

Ich habe heute meine ersten 45 mit der Test-Zoe zurückgelegt ... und ich kann Dich verstehen ... ;)
E-Auto fahren macht irre Spaß, Radio aus ... und die Ruhe genießen!
Ich muss allerdings zugeben, ich war nicht sehr sparsam ... es zauberte mir immer so ein merkwürdiges Grinsen ins Gesicht, wenn ich angefahren bin und die Verbrenner hinter mir so schnell winzig wurden ... echt cool die kleine E-Französin!

:D Ich freue mich schon auf die nächsten drei Tage ... :D
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon Cavaron » Sa 6. Mai 2017, 10:25

Auch wenn es hier schon angerissen wurde:

Ich weiss nicht, in wie weit das den Zoe-Neulingen bekannt ist: Bis Baujahr 3/15 (beim Monat bin ich mir nicht sicher) wurde die Zoe noch mit Conti-E-Motor und 43kW Ladefähigkeit gebaut. Ab dann gab es zumindest in Deutschland nur noch Zoes mit Renault-Motor und 22kW Ladeleistung zu kaufen. Auch die neuen, deutschen Zoes mit großem Akku laden nur mit 22kW. Das ist am Schnellader an der Autobahn eine knappe Verdopplung der Ladezeit von 1 auf ca. 2 Stunden beim großen Akku (5% bis 85% Ladestand).

Angeblich wäre der neue Motor dafür etwas effizienter, aber das spielt sich bei der Reichweite eher im Bereich von 10 bis 20 km ab. Einzig das Laden an Schuko-Dosen bei 10-12A geht schneller mit dem Neuen. Der Alte hatte da wohl viel Blindleistung (oder wie auch immer der Fachmann dazu sagt), ist aber nichts gefährliches, nur etwas nervig und nicht so effizient.

Wenn hier im Forum von Q und R-Zoes geredet wird, dann ist damit also der Motor/die Schnellladefähigkeit gemeint (Q = Quick Charge, R = Renault Motor oder "range").

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer zum Schnelllader greifen - also entweder gebraucht und dann Akku nachrüsten (wann immer das möglich sein wird) oder Import aus Frankreich (dort wird der Q auch jetzt noch mit größerem Akku verkauft).

Wusstet ihr schon davon? Beeinflusst dieser Sachverhalt eure Kaufüberlegungen?
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon Cavaron » Sa 6. Mai 2017, 10:54

schubkarr hat geschrieben:
...Und wie bekomme ich es hin ihn wirtschaftlich zu machen?

Anschaffungspreis (egal ob neu oder gebraucht) mit einem Auto vergleichen, dass identisch Ausstattung hat. Insbesondere:

- Standheizung mit Fernbedienung (nie mehr in ein kaltes Auto einsteigen)
- Rückfahrkammera (Intens)
- Tempomat
- Integriertes Navi

Die Akku-Miete entspricht meist zwei Benzin-Tankfüllungen im Monat. Mit etwas Planung schafft man es den Strom für die Zoe oft recht günstig bis kostenlos zu bekommen. Einfach mal die Stromtankstellen-Suche hier nutzen. Beim Einkaufen, Kino usw. kann man oft kostenfrei laden. Die eigene PV-Anlage ist auch ein günstiger Stromlieferant.

Ich habe meine Zoe damals 2014 aus Frankreich importiert, dort sind sie gebraucht noch eine ganze Ecke günstiger als hier. Locke dein Frau doch mit einem kleinen Urlaub an der Cote d' Azur ;-)

Quelle für Gebrauchte aus Frankreich (ab 7000 Euro gibt es ernstzunehmende Angebote):
https://www.leboncoin.fr/voitures/offres/ile_de_france/occasions/?th=1&sp=1&q=Renault%20Zoe&parrot=0&fu=4

E-Autos sind zudem günstig zu versichern (ich zahle kanpp 500 Euro Vollkasko bei emover24.com - ich hatte vor Zoe keine SFK) und wartungsärmer (95 Euro für die Jahreswartung, Bremsen nach 70.000km noch wie neu).

Mit der Akku-Miete hast du zudem einen integrierten, kostenlosen Abschleppdienst bei Schaden am Antriebssystem oder wenn dir mal (egal warum) der Strom ausgeht.

In die Umweltzonen und bei Feinstaubalarm darfst du mit der Zoe immer fahren, egal wie sehr sie die Regularien verschärfen (da zittern schon einige Diesel-Besitzer). Manche Städte bieten sogar kostenfreies Parken für E-Kennzeichen.

Last but not least: Die Zoe ist überraschend preisstabil. Seit 2015 sehe ich die günstigsten Zoes aus Deutschland bei Mobile.de immer für um die 10.000 Euro. Dazu dürfte auch die Möglichkeit beitragen, dass man den Akku nachträglich aufrüsten kann, anstatt wegen höherer Reichweite gleich ein neues E-Auto kaufen zu müssen.

So, das waren/sind zumindest meine Gründe.
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon Perdix » Sa 6. Mai 2017, 12:36

Wie sieht es denn eigentlich aus, wenn man das Auto dann jeweils tage bis wochenweise nicht benutzt und Laternenparker ist? Denn beim Verbrenner ist das oft der neuralgische Punkt "Das Automobil muss bewegt werden!" Ich bewege es aber nicht täglich, sondern wenn dann auf längere Strecke und da verrottet mir jeder Verbrenner viel zu schnell. Die Option des Carsharing klappt hier leider noch nicht wirklich... Wer hat Erfahrungen mit "Standzeiten"?
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon Cavaron » Sa 6. Mai 2017, 13:58

Lange Standzeiten sind dem E-Motor recht egal. Der Antriebsakku hat auch kaum Selbstentladung, ich würde ihn nur nicht leer fahren und dann vier Wochen stehen lassen.

Bei mir knirschen nach zwei Wochen Standzeit in der feuchten Jahreszeit nur die Bremsbacken etwas, die hat man im Leerlauf aber leicht wieder vom Flugrost frei gebremst (im Leerlauf greift die Reku nicht).

Im Winter kühlt nach langen Standzeiten im Freien der Akku aus. Beim Fahren merkt man wenig davon, aber das Laden reduziert sich mitunter auf Steckdosengeschwindigkeit. Man sollte dann daurauf achten den Akku mit mindestens 60% stehen zu haben. Wenn man die am Stück verfahren hat, ist der Akku für gewöhnlich wieder warm und lädt auch ordentlich.
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon Fireflummi » Sa 6. Mai 2017, 21:40

@ Cavaron:
Vielen Dank, dass Du Dir mit Deinen Infos so viel Mühe gegeben hast, echt prima! :-D
Dank goingelectric mit seinen ganzen "e-überzeugten" und motivierten Usern konnte ich mir bereits 'ne Menge Informationen beschaffen.
Zu Deinen Fragen:
- Mir waren die Fakten bekannt (siehe oben)
- Es stimmt, dass der Knackpunkt bei der R90 das (fehlende) schnelle Laden ist (Stand vorhin mit der Test-Zoe 1:20 bei Tank und Rast => 26 kW, war allerdings gut beschäftigt, u.a den Ladevorgang bei GE zu bestätigen ;) ). Es ist mir, wie den meisten Usern hier, auch unverständlich, dass die Q90 (Wie schnell kann sie @home an der Wallbox laden, ist mir gerade nicht geläufig) hier in D nicht angeboten wird. Für meine Zwecke könnte die R90 trotzdem ausreichend sein, da ich die allermeiste Zeit über Nacht am TG-Stellplatz würde laden können. Und ca. 2019 oder so gibt es ja evtl. die Zoe mit CCS ... ;)

Ich denke, in den Bereichen Anschaffungskosten, Batteriekapazität und Ladegeschwindigkeit wird sich noch eine Menge zum Positiven verändern. Jetzt muss erst einmal die E-Mobilität nach vorn gebracht werden. Da sind halt auch Abstriche hinzunehmen.
Und wenn man im Netz liest, was die E-Pioniere der ersten Stunden so alles in Kauf nehmen mussten, so sieht das heute doch bereits wesentlich besser aus!
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon schubkarr » Mo 8. Mai 2017, 07:23

Alex1 hat geschrieben:
Wie ich das auf Langstrecke mache? Fahren, laden, fahren... :lol:

Da meine "Langstrecken" dienstlich sind, hab ich immer - "dank" Laptop - ein volles Pausenprogramm... ;)

Nachfrage: Was ist für Dich "Langstrecke"?


Langstrecke ist zum Beispiel von mir an die See (500 km ) oder in die Berge (400 km). Da würde eine Tour mit der 22kw Zoe schon ne ganze Weile dauern und man müsste gut planen.

@ Cavaron Danke für deine Infos. Es war mir zwar schon bekannt aber man lernt nie aus. Für den Hausgebrauch bei mir würde der 22 KW Lader reichen aber bei Urlaubsfahrten dauert eine Strecke von 400 km schon beträchtlich länger.
Ich werde auch deine Punkte zur Berechnung mit aufnehmen. Eine Q aus Frankreich importieren wäre eine Option aber hat das schon jemand gemacht? Ich kenne mich damit absolut nicht aus und mein französisch ist einfach mal nicht vorhanden.
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon TomTomZoe » Mo 8. Mai 2017, 11:27

@schubkarr
Zum Thema Zoe Import gibt es schon einen Thread, die Suchfunktion des Forums hätte Dir schon vor 4 Stunden diese Ergebnisse geliefert: Klick!
Gut eingefahrene Zoe Q210 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853).
Seit 08/2016 schon 45t ekm (Diesel 07/2017 verkauft).
Ab 09.02.2018 AMP+-ERA-e 8-)
Bild (ab Ladeanschluß), laut BC 14,8-16,9kWh/100km (Sommer-Winter)
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon Alex1 » Mo 8. Mai 2017, 13:27

schubkarr hat geschrieben:
Langstrecke ist zum Beispiel von mir an die See (500 km ) oder in die Berge (400 km). Da würde eine Tour mit der 22kw Zoe schon ne ganze Weile dauern und man müsste gut planen.
"Gut planen" musst Du - heutiger Stand - immer. Heute hast Du aber fast überall alle 100-150 km wenigstens "beschleunigte Ladung" (22 kW) und in passabler Entfernung Ausweichlader. Ich meine damit, dass Du auf längeren Strecken nicht "besser", sondern nur "mehr" planen musst. Ist aber vielleicht nur Wortklauberei :lol:
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Ich bin infiziert

Beitragvon esykel » Mo 8. Mai 2017, 15:55

Moin, bin ab heute hier angemeldet.Habe meine Probefahrt vom 22.5. bis 24.5. wenn ich das hier so lese....sabber sabber.
Freu mich schon drauf, habe noch! einen Verbrenner und ein E Bike.
LG esykel
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