Ein Monat Zoe

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Ein Monat Zoe

Beitragvon astirfreak » So 29. Jan 2017, 08:06

Hallo Leute,
nach etwas mehr als einem Monat mal ein kleiner Bericht.

Ich habe die 2013er Zoe im Dezember 2016 ja als EV-Neuling aus dem Bergischen ins Badische überführt und war erstaunt, wie einfach das mit den 43kW-Ladern der Tank&Rast funktioniert hat. Lange Freude hatte ich danach allerdings nicht an dem Auto, denn ich durfte es kaum mehr fahren. Wurde von meiner Frau konfisziert. Ich baute ihr noch ne 11kW-Wallbox und wartete dann auf den bereits bestellten Geschäftswagen, einen dreizylindrigen Astra Kombi mit 4,6l Normverbrauch (stehe nicht so auf teure PS-starke sprithungrige Protzautos und hatte freie Wahl).
Dann wurde es kalt und Frau nutzt nun eifrig die Standheizung, wärend ich morgens kratzen darf.
Wir wohnen hier in einem Dorf am Fuße des Schwarzwaldes und 80% der Fahrten sind unter 2km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30km/h und Höhenunterschieden zwischen 50 und 100 Höhenmetern (Kindergartenverkehr).
Der Verbrauch nach nun vier sehr kalten Wochen liegt bei uns im Schnitt bei 28kWh/100km. Faktor 2 über der Werksangabe, aber:
Der Astra liegt bei ähnlichem Fahrprofil bei mehr als 12l/100km -> gleicher Effekt
Bei der Zoe ist das auch leicht zu erklären:
1. Meine Frau liebt die Standheizung
2. Meine Frau hasst den ECO-Knopf
3. Eine vollgeladene Zoe rekuperiert nicht, auch nicht bei 80% SOC bei -5°C. Unser Fahrprofil besteht aber zu 30% aus Bremsvorgängen. Wir versuchen also, die Zoe nicht vollzuladen und gleichzeitig immer über 50% zu bleiben, um in den Genuss der Standheizung zu kommen. Das ist lästig und klappt nicht immer. Ich werde bei Gelegenheit die Wallbox so modifizieren, dass sie nach Unterschreiten eines bestimmten Ladestroms einfach abschaltet. Wenns läuft, werde ich berichten.

Im Vergleich zum Astra ist die Einparkhilfe der Zoe eine Wohltat, angenehmes Geräusch, zurückhaltend, während man im Astra grundsätzlich in ein nervig piepsendes Auto einsteigt.

Dafür hat uns die Zoe mit sporadischen Fehlermeldungen der Berganfahrhilfe überrascht, die sich gefährlich lesen aber wohl einfach zu ignorieren sind. Auch der Regensensor hat uns bei den paar wenigen Regentagen nicht überzeugt und war völlig untauglich, schlechter als jede Intervallschaltung. Der lokale Händler wollte ihn gleich ganz tauschen. Nach Rücksprache mit dem Händler, der uns das Auto verkauft hat, warten wir jetzt aber nochmal ab und probieren das bei Regen/mit Wasserschlauch nochmal genauer aus. Wäre ja ein Garantiefall.

Im Schnee hat die Zoe mit Winterreifen einen ganz guten Eindruck gemacht, vor allem, weil man das Drehmoment viel besser als in einem Verbrenner dosieren kann, ohne die Kupplung totzuquälen. Das Montieren der Winterreifen war jedoch etwas schwieriger, weil der alte Rangierwagenheber nicht unter den Schweller gepasst hat (wir wechseln hier am Berg auf einer leichten Kuppe). Mit Tricks gings dann doch. Doch was macht man, um die bereits vom Vorbesitzer leicht angebogenen viel zu lapprigen Blechlaschen der Wagenheberaufnahme nicht vollständig zu verbiegen? Ich habe extra ein Stück Multiplex-Holz rund ausgesägt und einen Schlitz eingebracht. Funktioniert so lala.

Neulich die Zoe zum Laden angesteckt und nach einer Stunde den Ladestand kontrolliert. Lädt nicht. Hmm. Kabel raus, Kabel wieder rein, "Überprüfen", Zoe geht ohne Fehlermeldung einfach aus. Hat die selbstgebaute Wallbox vielleicht was? Noteladekabel probiert, gleicher Effekt. Da bin ich dann erstmal ratlos ums Auto gelaufen. Die Zoe wollte mir einfach nicht sagen, warum sie zickt. Kenne ich irgendwoher.
5 Minuten später den Grund erkannt: Der Wählhebel stand nicht auf P. Das hätte sie mir aber auch sagen können.

Im Übrigen ist es doch ganz klar, dass es DIE Zoe heißt. Wer das Auto von hinten anschaut sieht unverkennbar, dass das kein männlicher Po sein kann. Und "Zicke" ist auch weiblich. Ladezickig war sie bis auf das eine mal noch nicht.

Michael
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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon wp-qwertz » So 29. Jan 2017, 11:35

glückwunsch zum zoe (bei mir männlich :D).
erst dachte ich, dass du meinen gekauft hast - aber der ging aus dem bergischen nach mainz...

dann: der regensensor ist auch m.M. nach total schrott. ich hätte mir lieber eine einfache intervall-schalltung gewünscht. ich glaube auch nicht, dass sich das ändert, wenn du nen neuen sensor hast - aber würde mich natürlich freuen für dich.

gezickt hat meiner eigentlich auch nur 1-2x in meinen knapp 24 monaten. also kann ich dich ziecke auch nicht sooo richtig bestätigen.

jetzt wünsche ich euch noch viel spaß gemeinsam - zu dritt und vlt. muss es ja doch noch ein zweiter zoe werde?! :D
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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon astirfreak » So 29. Jan 2017, 13:33

wp-qwertz hat geschrieben:
dann: der regensensor ist auch m.M. nach total schrott. ich hätte mir lieber eine einfache intervall-schalltung gewünscht. ich glaube auch nicht, dass sich das ändert, wenn du nen neuen sensor hast - aber würde mich natürlich freuen für dich.
So, habe die milden Temperaturen heute genutzt, um ein paar Arbeiten an der Zoe zu machen. Da war eine Innenverkleidung gebrochen und beim Heckklappentaster der Schutzgummi aufgerissen. Der Händler hat mir auf Garantie die Ersatzteile zugeschickt und ich hab sie selbst eingebaut. Geht schneller als, wenn man die Zoe deshalb extra abgeben muss, mit Termin und so.
Dann habe ich einen Wasserschlauch in das Geländer neben der Einfahrt geklemmt, auf Sprühnebel gestellt und bin da reingefahren. Der Regensensor hat eigentlich funktioniert wie erwartet. Er scheint aber so 3-4 Wischvorgänge zu brauchen, um ein Intervall einzustellen, das angemessen ist. Bis dahin fährt man u.U. mit viel Wasser auf der Scheibe. Auf höchster Stufe könnte der gerne noch etwas aggressiver rangehen.
Probleme hatten wir vor Weihnachten hauptsächlich mit Sprühregen.
vlt. muss es ja doch noch ein zweiter zoe werde?! :D
Nein, sicher nicht. Als Geschäftswagen brauche ich was mit vernünftig Reichweite und der muss auch für Urlaubsfahrten mit 2 Kindern (4 und 6) herhalten. Da gibts bisher eigentlich nichts passendes (Kombi mit guter Reichweite). Aber wenn der Astra in 5-10 Jahren mal abgelöst werden muss, kann ich mir gut vorstellen, komplett auf Elektro umzusteigen, ohne Kinder reicht die ZOE-Größe locker aus.
Anhängerkupplung,um Brennholz aus dem Wald und Baumaterial aus dem Baumarkt zu holen ist aber Pflicht. Hoffentlich tut sich da mal was.

Interessant wird es dann, wenn an unserem Hausanschluss (derzeit mit 3x35A abgesichert), bis zu 5 Autos laden möchten. Das muss man dann irgendwie organisieren.

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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon wp-qwertz » So 29. Jan 2017, 16:58

astirfreak hat geschrieben:
...Anhängerkupplung,um Brennholz aus dem Wald und Baumaterial aus dem Baumarkt zu holen ist aber Pflicht. Hoffentlich tut sich da mal was....


:o :shock: :D
ich hätt da was für dich:
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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon astirfreak » So 29. Jan 2017, 18:01

wp-qwertz hat geschrieben:
ich hätt da was für dich:
https://www.tesla.com/de_DE/modelx

Die Antwort habe ich erwartet. Das Ding ist aber weit jenseits meiner Möglichkeiten. Eigentlich reicht mir ein Auto in der ZOE-Klasse (sowohl in Größe, als auch Ausstattung, Luxus und Prestige). Ich glaube nicht, dass ich auf den jetzigen Geldwert bezogen jemals mehr als 25000€ für ein Auto ausgeben würde.

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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon wp-qwertz » So 29. Jan 2017, 20:21

verstehe ich sehr gut - bin ich doch auch nur zu meinem mx gekommen, weil ich ohne alle tassen im schrank zu haben, den kredit- und kaufvertrag unterschrieben habe :lol: :!:
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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon Lenzano » So 29. Jan 2017, 20:30

Wenn Twizykupplung die Zulassung hin bekommt steht der Hängerkupplung an der Zoe ja auch nichts mehr im Wege. ;)
Seit 3.7.14 eine Import-Zoe Intens Q210
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8-) Model3 bestellt am 31.3.16 8-)
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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon panoptikum » Mo 30. Jan 2017, 13:35

Was funktioniert denn beim Regensensor nicht?
Wischt er zu oft oder zu wenig?

Ich habe die Empfindlichkeit des Regensensors meist auf Stufe 1 (= 1 Stufe von aus nach unten) und das reicht im Normalfall auch. Sollte zwischendurch einmal Wischen notwendig sein, kannst Du den Wischerhebel kurz zu Dir ziehen (Wie bei der Waschfunktion, aber nicht so lange, dass Wasser aus den Düsen gespritzt wird), dann wischt er einmal.
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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon astirfreak » Mo 30. Jan 2017, 19:05

panoptikum hat geschrieben:
Was funktioniert denn beim Regensensor nicht?
Wischt er zu oft oder zu wenig?


Zu wenig, zumindest manchmal. Fahrprofil ist hier im Wesentlichen im Dorf bei geringen Geschwindigkeiten und mehreren Halten an Vorfahrtsstraßen, keine Ahnung, ob das ins Wischprofil eingeht.
Wenn man mit Regensensor auf höchster Stufe losfährt, dann braucht er ca. ne Minute, bis er sich an den Regen angepasst hat und angemessen wischt. Manchmal macht er dann doch wieder ne Pause, bis die Scheibe fast zugeregnet ist und fängt dann hektisch an, das zu korrigieren.
Spritzt man dagegen mit einem Wasserschlauch drauf, wischt er wie erwartet. Man kann dem Händler also nicht zeigen, dass er nicht richtig funktioniert. Aber selbst auf höchster Stufe wischt er eigentlich nie zu häufig oder auf fast trockener Scheibe.

Im Astra dagegen gehts bei höchster Stufe schon arg zur Sache, so dass man ne niedrigere wählen muss, ohne Sichtprobleme zu bekommen. Scheint da deutlich besser gelöst zu sein.

Das mit dem kurz Ranziehen des Hebels machen wir übrigens auch schon, man hat ja keine andere Wahl. Schade, dass man nicht auf Intervallschaltung downgraden kann.

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Re: Ein Monat Zoe

Beitragvon panoptikum » Mo 30. Jan 2017, 19:53

Bei mir geht er aber schon manchmal zu schnell. Wie gesagt meist auf Stufe 1. Das soll ja nach BA die Empfindlichkeit sein und nicht die Geschwindigkeit selbst.
Hast Du schon mal nachgesehen, ob der Sensorteil hinter dem Spiegel plan an der Scheibe anliegt? Bei irgendjemand war das nicht richtig verklebt und durch Fehllicht hat er falsch reagiert (soviel ich mich erinnere).
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