Eigenimport aus Frankreich

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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon Chauswe » Mo 21. Dez 2015, 19:12

Im Kofferraumboden rechts. Einfach den lose verlegten Teppich anheben.

Ansonsten: Bon voyage! :-)
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon Alex1 » Mi 23. Dez 2015, 00:53

Chauswe hat geschrieben:
Natürlich sei alles unverbindlich und Daten gibt es auch keine.
Wohl wahr... :roll:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon MarcoZ » Fr 1. Jan 2016, 14:26

Chauswe hat geschrieben:
Im Kofferraumboden rechts. Einfach den lose verlegten Teppich anheben.

Vielen Dank für die Bestätigung!
Habe ich auch gleich gebraucht, ich hab meine ZOE nämlich tatsächlich noch am 30.12 zugelassen. Und die Dame auf der Zula wollte das Auto samt FIN sehen :)

Vielen Dank für den Thread hier und alle, die Ihre Erfahrungen zur ZOE und zum Kauf aus Frankreich mitgeteilt haben.
Das hat mir sehr geholfen.

Hier noch ein paar Ergänzungen/Details aus meiner Sicht:

Ich habe meine gebrauchte ZOE beim AH Grasser im Elsass (http://groupegrasser.fr/renault/) gekauft. Der Wagen ist EZ 10/2014.
"Überführung" ging wegen der geringen Distanz völlig problemlos, da der Wagen aufs Autohaus zugelassen war.
Mit den franz. Schildern und noch bestehender franz. Versicherungskarte ("Grüne Karte") bin ich nach Bruchsal gefahren und hab das Auto da zugelassen.

Knackpunkte:
  1. Da mein Französisch nicht so toll ist, war die Kommunikation mit Frau Westermeyer vom AH Grasser in Deutsch. Hat ziemlich gut funktioniert. Die Dokumente (Vertrag etc) sind aber Französisch.
  2. Das CoC-Papier brauchte ich für die Zulassung in DE. Das Dokument hat das AH bei Renault FR für mich bestellt, was ein paar Tage gedauert hat (Renault FR verlangt dafür wohl 95€). Das Dokument war in Französisch ausgedruckt, war auf der Zula aber kein Problem. Laut TÜV Süd hätte ich das wohl auch hier bekommen können für ca 30. Euro. Ob das aber wirklich das gleiche oder "nur" ein Ausdruck der Daten gewesen wäre, weiß ich nicht.
    Auf der Zula kam auch der Halbsatz "mal sehen, ob wir da die Daten haben"... aber das kann sich auf alles möglich bezogen haben. Das CoC wurde direkt verlangt und ich konnte es vorweisen. Ab da war alles gut :)
  3. Auf der Zula muss man die franz. Schilder abgeben, also vor Ort abmontieren! Da die ans Auto genietet sind, braucht man etwas Werkzeug und/oder rohe Gewalt. Weiterhin muss man die deutschen Kennzeichen dann irgendwie am Fahrzeug anbringen. Am besten also den Werkzeugkoffer mitbringen sowie im Vorfeld Kennzeichenhalter besorgen und mitnehmen, wenn man nicht die deutschen Kennzeichen direkt ans Auto schrauben will.
  4. Mit dem Auto bekam ich das Notladekabel und das Typ2-Kabel, allerdings das französische mit Typ3-Stecker auf der "Wandseite". D.h. ich muss mir noch ein Typ2-Kabel besorgen und das mit dem franz. Stecker verkaufen (oder umbauen). Wer also ein zugelassenes Auto aus Frankreich nach Hause fahren will, muss für den deutschen Teil der Strecke sich vorher ein entsprechendes Kabel besorgen. Mit dem Typ3-Stecker kann man in DE nur an ein paar Orten in Rastatt und Baden-Baden laden.
  5. Mein Auto wurde angeschaut, daher war gut zu wissen, dass die FIN im Kofferraum zu finden ist.
  6. Ich habe mir im Voraus über http://www.kennzeichenbox.de ein E-Kennzeichen reserviert und zuschicken lassen. Hat die Prozedure ein bisschen beschleunigt, weil man vor Ort kein Schild produzieren lassen muss. Kennzeichenhalter und Schrauben habe ich auch dort bestellt.
  7. Zur Zulassung brauch man die eVB der Versicherung. Ich habe (auch wegen Zweitwagentarif) die Directline gewählt. Dort gibts mittlerweile eine Zusatzvereinbarung für den Akku, die offensichtlich mit der Renaultbank abgestimmt ist.
  8. Eine Umweltplakette habe ich gar nicht bekommen. Die Dame auf der Zula meinte, dass man keine brauch, wenn man ein E-Kennzeichen hat. Macht ja durchaus Sinn, ich hoffe, die Politessen wissen das auch....
  9. TÜV/AU würde nicht benötigt, weil das Auto ja noch fast neu war. Neuer HU-Termin ist 10/2017, also EZ + 3 Jahre
  10. In Summe war ich (mit Terminvereinbarung) nach 45 Minuten auf der Zulassungstelle fertig, von denen ich bestimmt 15 Minuten mit den genieteten Nummernschildern gekämpft habe. Kosten auf der Zula: ca 45€ inkl. Wunschkennzeichen-Gebühr.

Was noch aussteht:
  1. Batteriemietvertrag in Deutschland machen. Nach Vorabinformation des Autohauses habe ich schon das erste Schreiben der deutschen Renault Bank erhalten. Klingt bisher unproblematisch
  2. ZE Services bei Renault: Muss ich mir noch genauer ansehen
  3. Ganz viel fahren :)

Bisher macht die ZOE erwartungsgemäß viel Spass und Freude und ich hoffe, das bleibt auch so :)
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon Berndte » Fr 1. Jan 2016, 15:28

Na dann herzlichen Glückwunsch!
Berichte mal, ob das Laden bei deinem Arbeitgeber so tadellos klappt.
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon Hachtl » Fr 1. Jan 2016, 22:09

Umweltplakette ist leider notwendig. Ist auch schon ausreichend diskutiert :-)

Herzlichen Glückwunsch :-)
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon ABÖ » Mo 4. Jan 2016, 23:01

Ich möchte diesen Beitrag nutzen über meine Erfahrung bezüglich dem Eigenimport unserer Zoe zu berichten.
Nachdem ich ca. 30 vergebliche Versuche gestartet habe mit französischen Händlern Kontakt aufzunehmen wollte ich das Projekt "Frankreich" schon absagen um in NL oder D eine Zoe zu suchen. Es sollte halt ein E-Auto mit Schnellader sein, nachdem die weiten Reisen mit unserem Fluence mühsam geworden sind. Was mich halt stört ist die Batteriemiete aber das wurde hier schon mehrfach diskutiert. Leaf und Soul schieden aufgrund des Veto Rechts meiner Frau aus.........

Zum Glück habe ich eine Email an Renault Weißenburg, Frau Westermayer (benedicte.westermeyer@groupegrasser.fr) geschrieben die mich am nächsten Tag zurückgerufen hat. 1xZoe und 2xLeaf mit Kaufbatterie standen zur Auswahl, wobei die Wahl aus oben besagtem Grund und des BJ 2012 der Leafs (keine Fördermöglichkeit mehr) auf die Zoe fiel. Es ist ein Intens, 11/2014 in Perlmuttweiß mit 5.000km geworden. Frau Westermayer hat mir ausdrücklich erlaubt ihren Namen zu nennen, Sie spricht sehr gut Deutsch und hat schon über 30 Autos nach D verkauft, Anfragen sind willkommen.

Die Abwicklung war unkompliziert, nachdem der Kaufvertrag unterzeichnet war habe ich eine Anzahlung geleistet. Ich stand vor der Wahl das Auto per eigener Achse oder mit einem Anhänger zu holen (730km x 2) - habe mich für den Anhänger entschieden. Mit einem T5 und einem ausgeborgten Anhänger ging es um 0:30 Richtung Frankreich. Mein Sohn begleitete mich, wobei wir uns bei der Hinfahrt abwechselten, zurück musste ich alleine fahren (Führerschein B+E). Um 08:30 in F angekommen musste ich noch den Restbetrag von 1.000€ bezahlen wobei ich blöderweise in bar bezahlen wollte - geht gar nicht! Wir haben halt unsere Karten gewürgt, Auto verladen, kleines Schwätzchen und ab Richtung Österreich. Mit ein paar Pausen sind wir dann um 22:00 gut zu Hause angekommen.

Das Anmeldeprocedere ist mir vertraut, ich möchte es aber gerne hier niederschreiben um euch zu beweisen wie einfach das ist.
Ich habe das COC von Frankreich ausgehändigt bekommen, hätte es aber nicht benötigt. Ich habe COC, die französische Abmeldebestätigung (Declaration de cession d'un vehicule) und das certificat d'immatriculation zu Renault Österreich gesendet. Dort habe ich den Eintrag in die Genehmigungsdatenbank verlangt (kostet 190€) - Meldebestätigung nicht vergessen. Man kann das auch über einen Renault Händler machen, da hatte ich aber schon eine schlechte Erfahrung gemacht.
Wenn man dann den Auszug aus der Genehmigungsdatenbank von Renault bekommt ist in dieser Datenbank die sogenannte "NOVA Sperre" hinterlegt. Man muss sich das Formular NOVA2 downloaden und zum Finanzamt gehen, eben diese Sperre entfernen zu lassen (E-Fahrzeuge sind Nova befreit aber das Formular muss man trotzdem abgeben). Wenn man das Fahrzeug netto (ohne Mehrwertsteuer) gekauft hat muss man noch die Umsatzsteuer (20%) entrichten!

RCI Österreich hat mich auch schon wegen der Batteriemiete angeschrieben. Zum Laden habe ich mir ein 10m 32A Kabel bei PhönixContact bestellt, das Notladekabel war dabei (ohne Legrand Steckdose). Das Typ3 Ladekabel, bzw. nur den Stecker werde ich verkaufen.

Alles in allem heißt das, dass unser Fuhrpark auf 100% Elektro umgestellt wird. Unser Alhambra wird demnächst verkauft, ganz lange Strecken werden mit dem Zug gefahren. Falls wirklich ein Verbrenner (Anhänger) benötigt wird, kann ich auf Autos meiner Familie zurückgreifen.

Falls jemand Unterstützung beim Import nach Österreich benötigt so helfe ich gerne.
LG Andreas

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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon HawkEy3 » Di 5. Jan 2016, 02:58

Hallo ABÖ,
darf ich fragen was dich der ZOE gekostet hat?
Warum ist deine Frau gegen den Leaf?
Das CoC hatte der französische Händler schon "auf Lager"?

Glückwunsch jedenfalls, dass Alles geklappt hat und viel Spaß beim fahren.
HawkEy3
 
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon ABÖ » Di 5. Jan 2016, 06:56

ich habe 11.000€ netto bezahlt.
Meiner Frau gefällt der Leaf nicht - da kann ich mit 100 technischen Vorteilen daherkommen, wenn Farbe und Form nicht passen dann geht nichts :-)
Ja, COC war dabei..
Viel Spaß werde ich nicht haben, denn Frau hat sich mit der Französin schon angefreundet.
LG Andreas
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon Alex1 » Di 5. Jan 2016, 13:52

ABÖ hat geschrieben:
Viel Spaß werde ich nicht haben, denn Frau hat sich mit der Französin schon angefreundet.
Willkommen im Club ;) :lol: :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Eigenimport aus Frankreich

Beitragvon sensai » Di 5. Jan 2016, 16:53

heute habe ich die COC Bescheinigung von Renault Wien erhalten. (150,-€)
Den unterschriebenen Batteriemietvertrag auch heute mit der Post an Renault Wien geschickt.

Nächste Woche dann noch zum Finanzamt mit dem NOVA2 Formular.
Anmeldung vom Fahrzeug dann Ende Jänner um dann gleich mit den österreichischen Kennzeichen
nach Deutschland zu fahren um dort das Auto zu übernehmen. Heimreise erfolgt bei mir auf Achse.

Läuft ganz gut bisher ;)
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