E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon Lokverführer » Do 19. Jul 2018, 13:23

Ich sehe das Problem jeden Tag bei Verbrennern en masse. Es scheint uncool zu sein, sich an die StVO zu halten.

Mit der Begründung es hätten keine Bremsleuchten aufgeleuchtet oder man sei langsam herangefahren, wird man keinen Verkehrsteilnehmer rechtmäßig verwarnen können. Das geht nur, wenn nicht angehalten wurde, was offenbar der Fall war.
Da Zoe (in der Ebene) ohne Bedienung der Bremse nicht zum Stillstand kommt, müssen auch die Bremleuchten mal an gewesen sein.
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon ElektroAutoPionier » Do 19. Jul 2018, 14:55

Die ZOE zeigt das doch ganz klar an, wenn man steht und ich habe vor 36 Jahren gelernt, stehen und bis 2 zählen, dann ist man auf der sicheren Seite. Zu Verbrennerzeiten ist mir mal jemand hinter drauf gefahren, mit der Begründung, er hätte gedacht, ich würde durchfahren.
Meiner Frau ist jemand auf die ZOE gefahren, als sie den vorfahrtberechtigten Radfahrer nicht abgeschnitten hatte.
Renault Zoe Zen mit Rückfahrkamera aus F, EZ 07/2013, Import 06/2014,
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon Gigafarad » Do 19. Jul 2018, 15:55

Das mit dem "komplett anhalten" ist schon richtig in der juristischen Definition. In Wirklichkeit heißt das aber "herunterbremsen, bis man die Übersicht hat, und dann anhalten oder eben wieder losfahren". Das hatte ich übrigens in meiner (Motorrad-)Fahrprüfung so:
a) Stoppschild
b) ich fast, aber nicht ganz, angehalten
c) wieder losgefahren, weil frei war
d) dann hat mich auch gleich der Blitz getroffen: "Scheiße, jetzt bin ich durchgefallen"
e) Ende vom Lied: das hat der Prüfer nachher nicht mal erwähnt.

Beim Stoppschild gilt natürlich eine besondere Gefährdung, also sollte man nicht auf 15km/h runterbremsen, sondern wirklich fast bis zum Stillstand, um auch wirklich einen Überblick kriegen zu können. Das heißt in den meisten Fällen: Bremslicht!
Der Polizist ist das wohl einfach nicht gewohnt, denn die meisten Verbrennerfahrer, das beobachte ich schon lange, fahren mit relativ hoher Geschwindigkeit auf Kreuzungen oder Kreisverkehre zu und bremsen dann plötzlich stark. Elektrofahrer dagegen fangen viel früher mit Verzögern an, dafür bremsen sie nur über den Generator.
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon Pfälzer68 » Fr 20. Jul 2018, 11:24

Gigafarad hat geschrieben:
Das mit dem "komplett anhalten" ist schon richtig in der juristischen Definition. In Wirklichkeit heißt das aber "herunterbremsen, bis man die Übersicht hat, und dann anhalten oder eben wieder losfahren".


Beim Stoppschild gilt natürlich eine besondere Gefährdung, also sollte man nicht auf 15km/h runterbremsen, sondern wirklich fast bis zum Stillstand,


Moin...

sorry, aber das ist einfach falsch. Das STOP ist kein "Gummiparagraph" den man sich zurechtbiegt wies grade passt, nur weil man zu faul/abgelenkt/blö... ist!

Wörtlich steht in der Beschreibung:
"Das unbedingte Haltegebot ist dort zu befolgen, wo die andere Straße zu übersehen ist, in jedem Fall an der Haltelinie."

Und Haltegebot bedeutet nun mal "Halt"... nicht "langsam rollen"
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon Wiese » Fr 20. Jul 2018, 11:43

Genau so ist es, Pfälzer. Es gibt auch noch ne Kleinigkeit: Es stimmt nicht, dass nur die Räder still stehen müssen, das stand vor 20 Jahren oder so in der StVO. Das wurde geändert. In der StVO steht, dass das Fahrzeug an der Haltelinie zum Stllstand kommen muss. Grund scheint wohl zu sein, dass sich das Fzg auch mit still stehenden Rädern noch vorwärts bewegen kann. Diese juristische Spitzfindigkeit wollte man wohl durch die Änderung in "das Fzg muss still stehen" abwenden. Man darf auch nicht bis zur "Sichtlinie" vorfahren, wenn man dabei die Haltelinie überfährt. Das überfahren der Haltelinie ist grundsätzlich untersagt.

Jetzt kommt mir aber bitte nicht damit, dass ich ein Paragraphenreiter bin, ich erzähle nur das, was geschrieben steht.
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon Helfried » Fr 20. Jul 2018, 12:06

Naja, dass Haltelinie und Sichtlinie nicht immer gleich sind, hat manchmal schon Sinn. Oft sind Haltelinien scheinbar unsinnigerweise viel zu weit weg von der Kreuzung. Da können aber beispielsweise ein um die Ecke fahrender Bus oder ein Radweg schuld sein, was man als Autofahrer womöglich nicht gleich erkennt.
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon HeinHH » Fr 20. Jul 2018, 15:46

Pfälzer68 hat geschrieben:
Und Haltegebot bedeutet nun mal "Halt"... nicht "langsam rollen"

Soists. Und zu den 10€ kann ich nur sagen: Da war ein massiv netter Sheriff am Start. Da kenn' ich so ein zwei andere ... denn ich bin auch nicht der "Halter" :-)

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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon yadiori » Fr 20. Jul 2018, 16:41

Tho hat geschrieben:
Hand aufs Herz, das ist doch mit dem Verbrenner genauso passiert. Da stoppt man nicht wirklich, vorzögert nur und wenn frei ist fährt man weiter. Natürlich falsch, aber doch eher Außnahme als Regel. Genauso beim rechts abbiegen an der Ampel beim "Grünen Pfeil".


Nö. Vielleicht machst du das ja so, aber man macht das eigentlich schon anders. Das mit dem "nur verzögern und wenn frei ist fährt man weiter" macht man ausschließlich bei "Vorfahrt gewähren"-Schildern, also den Dreieckigen.

Und rechts abbiegen an der roten Ampel mit Grünpfeil-Blechschild ohne anzuhalten? Ich hoffe, dass man das als Rotlichtverstoß ahndet. Zusätzlich zu den Dingen, die man beim normalem Rechtsabbiegen beachten muss (beispielsweise rechts parallel fahrende Fahrräder, oder Fußgänger in der Straße, in die man einbiegt, und natürlich auch den Verkehr, der gerade grün hat), kommt hier auch noch dazu, dass die Fußgänger bei der Ampel, vor der man anhält, wahrscheinlich gerade grün haben und daher auch weniger vorsichtig die Straße überqueren als ohne Ampel. Dabei sollten Fußgänger an solchen Ampeln eigentlich mindestens so gut aufpassen wie an einem Zebrastreifen.

Ich bin dafür, das Blechschild ganz abzuschaffen. Wikipedia sagt dazu:
"Die Unfallanalyse von 200 Knotenarmen mit Grünpfeil zeigt, dass in diesen Zufahrten die mit Abstand höchsten Anteile nichtmotorisierter Unfallbeteiligter auftreten" -> hier werden häufig Leute umgefahren. Ich denke, das Retten von Leben sollte ein etwas längeres Warten auf Grün schon wert sein. Und wenn die Kreuzung dann verstopft, kann man eine bessere Ampelschaltung anbringen mit Abbiegeampel oder so.
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon Wiese » Fr 20. Jul 2018, 17:14

Grüner Pfeil, manche wissen gar nicht wofür der ist. Stand vor kurzem als 3. Auto an ner roten Ampel mit grünem Pfeil nach rechts. Schade, dachte ich, dass die vor mir nicht nach rechts wollen, geblinkt haben sie auch nicht. Als die Ampel grün wurde, sind sie Beide nach rechts abgebogen, dumm gelaufen. :evil:
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Re: E-Mobil = häufiges Überfahren eines Stoppschildes?

Beitragvon Lokverführer » Fr 20. Jul 2018, 20:50

Der grüne Pfeil erlaubt das Abbiegen ja auch nur, es gibt keine Pflicht davon Gebrauch zu machen.
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