Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

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Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon pedrocologne » Sa 1. Okt 2016, 14:05

Ja, nun ist er da, die Freude erstmal groß. Mangelnde Konkurrenz zaubert einem schnell ein Lächeln auf die Lippen und das Gefühl: Den will ich haben. Vielleicht hätte ich warten sollen, mit dem Blick in das ernüchternde Prospekt. Vorbei die Zeiten, in denen Renault auf 5000 Euro Bonus aufstockte, 4000 Euro sind´s nun halt. Ach und die neue Batterie, obwohl gemietet, das Fahrzeug mit ihr kostet 2800 Euro mehr. Warum? In der Händlerinfo steht´s: Renault hatte Entwicklungskosten und muss die neue Batterie nun kühlen und lüften. Das kostet halt, sagt Renault. Hätte man jede Entwicklungsstufe bei einem Benziner oder Diesel so verrechnet, die Dinger kosteten heute ein Vermögen. Ach und doppelt so weit, wie der Zoe 240 kommt er jetzt. Allerdings: Der 240er lädt in 1 Stunde für 130 Km, der 400er braucht für die realistischen 260 Km 2 Stunden und 45 Minuten. Ich meine, ich hätte in Mathe aufgepasst und frage mich, wie ich dann schneller eine Strecke von 400 Km zurücklege?
Ach, und da wären ja noch die bisherigen Käufer, so wie ich, mit einem 210er und einem 240er. Habe ich mich doch immer gefreut, Renault könnte mich tatsächlich glücklich machen wollen und mir einfach die neue Batterie im neuen Mietvertrag einbauen. Eigentlich Ja, sagt Renault, aber: eigentlich lieber Nein, lieber Kunde heißt es da, wir können nicht einfach tauschen, da ist eine Menge an Logistik zu bewältigen, und überhaupt im 240er steckt ja nicht der Lüfter und die Optimierung, kauf doch lieber gleich den neuen. Und falls doch einer will: Im Moment ist das natürlich noch nicht erhältlich, sollen die Ungeduldigen doch lieber erstmal den 400er bestellen und ihren alten 240er auf den Markt werfen. Lieber der Kunde zahlt, als Renault.
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Beitragvon TeeKay » Sa 1. Okt 2016, 16:53

Irgendwas zu meckern ist ja immer. Da wird das Auto doch tatsächlich 14% teurer bei 70% grösserer Batterie und nur mässig steigenden und für einige stark sinkenden Mieten. Und ja, Verbrenner wurden immer teurer.

Dass Renault neue Batterien erstmal in neue Autos baut, ist doch klar. Danach kommen die anderen dran, an denen man mit Miete erst 2022 Geld verdient.

Tesla Roadster Fahrer warteten übrigens 18 Monate auf das angekündigte Batterieupgrade und zahlen für 75kWh fast 30.000€. Du zahlst für vermutlich brutto 44kWh 3.500€ und als Vielfahrer eine signifikant niedrigere Miete. Also freu dich, sag danke und geh weiter und piss nicht wegen Lapalien und einem Taschengeld dem bislang kulantesten Hersteller in Sachen Batterieupgrade ans Bein.
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon cpeter » Sa 1. Okt 2016, 17:17

pedrocologne hat geschrieben:
Allerdings: Der 240er lädt in 1 Stunde für 130 Km, der 400er braucht für die realistischen 260 Km 2 Stunden und 45 Minuten. Ich meine, ich hätte in Mathe aufgepasst und frage mich, wie ich dann schneller eine Strecke von 400 Km zurücklege?

Sollte schon schneller sein für eine Distanz von 400 km: bei der 240er muss man min. zweimal aufladen, bei der 400er nur einmal. Ich würde vermuten, dass ausserdem die ersten 100 km bei leerem Akku schneller geladen werden, wenn die Kapazität höher ist, die Ladekurve flacht vermutlich wesentlich später ab.
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon EVduck » Sa 1. Okt 2016, 17:34

Danke TeeKay, du sprichst mir aus dem Herzen!
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon Timelord » Sa 1. Okt 2016, 17:34

TeeKay hat geschrieben:
Also freu dich, sag danke und geh weiter und piss nicht wegen Lapalien und einem Taschengeld dem bislang kulantesten Hersteller in Sachen Batterieupgrade ans Bein.


Diesen Satz empfinde ich als derart treffend, dass ich meine Zustimmung bekunden muss.

Wenn ich mir überlege....was haben meine Kollegen mir schlecht zugeredet bei dem Auto...."wäääh...Technik entwickelt sich doch so schnell"...."e-autos sind noch nicht so weit" (Unsatz des Jahres)...."Wertverlust wenn neue E-autos rauskommen...dann will keiner mehr die alten Dinger".

Mach dir mal bitte klar, dass wir das EINZIGE Elektroauto fahren, dass diese Behandlung erfährt. Das Wort "großes Los" kommt mir in den Kopf. Ein jahresaltes E-Auto bekommt vom Hersteller für 3.000€ State-of-the-Art Batterien als Upgrade angeboten?

That's a first. Und angesichts der Tatsache, dass ich z.b. mir meine Zoe gekauft habe weil sie von vornherein auf meine Fahrverhältnisse gepasst hat, könnte es mir nicht egaler sein wie schnell die Ladezeiten sind wenn sich die Ladehäufigkeit HALBIERT. ;)
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon Helfried » Sa 1. Okt 2016, 17:38

pedrocologne hat geschrieben:
Renault hatte Entwicklungskosten und muss die neue Batterie nun kühlen und lüften.

Ich glaube nicht, dass die Kühlung besonders aufwändig konstruiert oder wirkungsvoll sein wird. Akkus lassen sich durch ein wenig Pusten nicht wirklich runter temperieren. Die Zellen speichern ungeheure "Mengen an Hitze", wenn man eifrig schnell fährt oder häufig hintereinander lädt.
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon corona » Sa 1. Okt 2016, 17:45

Meine Zoe 240 soll in der 46. Kalenderwoche geliefert werden. Natürlich hätte ich vermutlich den größeren Akku genommen. Allerdings bin ich nicht sicher, ob das sinnvoll wäre, da meine Fahrstrecken zu 90% deutlich unter 200 Kilometer liegen werden. Der größere Akku würde bei mir höchstens die Reichweitenangst mindern. :o
Da eine rote Drehstromsteckdose in der Garage vorhanden ist, werde ich die Betterman Box kaufen. Die kann ich dann bei weiter entfernten Reisezielen zur Beruhigung mitnehmen. :D
Größere Reisen mache wir ohnehin mit öffentlichen Verkehrsmittel. Es gibt für uns nur eine Strecke, die mit der Bahn schlecht zu erreichen ist und die fahren wir 1 bis 2 mal im Jahr. Bei 300 Autokilometer müssten wir 3 bis 5 mal umsteigen und sind mindestens 6,5 Stunden unterwegs. Da wäre der große Akku dann schon brauchbar. Auch könnte bei belegter oder defekter Ladesäule andere Lademöglichkeiten aufgesucht werden. Da ich ohnehin keine Wahl habe, werde ich einfach mal sehen, wie sich die Sache entwickelt. Im Frühjahr 2017 kann ich dann immer noch den größeren Akku kaufen. :D
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon Ollinord » Sa 1. Okt 2016, 18:32

pedrocologne hat geschrieben:
Das Ich meine, ich hätte in Mathe aufgepasst und frage mich, wie ich dann schneller eine Strecke von 400 Km zurücklege?


Ganz einfach: Man fährt meistens ja auf Langstrecken von Zuhause mit 100% los, dann brauchst Du also in ca. 300 KM für 100 nachladen, also mit 22 KW ne knappe Stunde. Mit der R240 hättest Du also genau eine Stunde längeren Weg + die An und Abfahrt zur Ladesäule also eher 70... Minuten Zeitersparnis!

Und nun stell Dir mal vor Du fährst nur eine Langstrecke von 250 KM...
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon TeeKay » Sa 1. Okt 2016, 19:20

Helfried hat geschrieben:
Akkus lassen sich durch ein wenig Pusten nicht wirklich runter temperieren. Die Zellen speichern ungeheure "Mengen an Hitze", wenn man eifrig schnell fährt oder häufig hintereinander lädt.

Doch klappt hervorragend. Mein Auto hat nach einer 99% Ladung 14°C kalte Zellen, wenn ich mit 32°C starte und schnell lade. Wie hieß die Karre gleich? Ach ja, Zoe oder so.
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Re: Zoe 400 oder die Sache mit dem Dreisatz

Beitragvon Helfried » Sa 1. Okt 2016, 19:27

TeeKay hat geschrieben:
Mein Auto hat nach einer 99% Ladung 14°C kalte Zellen, wenn ich mit 32°C starte und schnell lade. Wie hieß die Karre gleich? Ach ja, Zoe oder so.


32 Grad ist jetzt nicht so wahnsinnig viel. Einige User berichten ja von 50° bei ihren Akkus, jetzt weiß ich aber nicht mehr, welches Auto das war.
Erwischt da der Kühlluftstrom alle Zellen einigermaßen gleichmäßig?
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