Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Rudi L. » Mo 21. Mär 2016, 21:27

roberto hat geschrieben:

Rudi L. hat geschrieben:
Bei 700km Anreise fange ich zuweilen an über Alternativen nachzudenken mit denen ich schneller und entspannter ans Ziel komme. Aber wenn es doch das Auto sein muss, dann bestimmt nicht freiwillig unter solchen Voraussetzungen wie hier beschrieben.


Vielleicht einfach mal probieren?


Roberto, hab ich schon, fand das nicht prickelnd sondern eher nervig. Gäbe es den Tesla nicht ich wäre auf Langstrecke beim Verpenner geblieben.

Umberto, das Flugzeug nehme ich bei nur 700 km nicht mehr, da bekomme ich mittlerweile ein schlechtes Gewissen. Die Bahn funktioniert von Großstadt zu Großstadt schon gut. Zum Hbf. fahre ich mit dem eigenen Auto, am Zielort nehme ich einen Mietwagen. Schneller geht kaum, außer nachts auf leerer Autobahn.

Zur Unzuverlässigkeit der Bahn, das stimmt es ist schlecht geworden. Aber tagsüber sieht es auf den Autobahnen nicht viel besser aus. Die Planungssicherheit ist bei beiden Verkehrsmitteln eingeschränkt.

Grüße
Rudi
Rudi L.
 

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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Solaris_75 » Mo 21. Mär 2016, 21:45

Roberto, das hat doch nichts mit Jammern und Selbstmitleid und negativen Post recht geben zu tun, sondern viel mehr geht es darum dass sich die wenigsten vorstellen können dass eine 700km Fahrt im Zoe entspannter sein soll als im Benziner.

Alleine die Fakten find ich schon gruslig, nämlich dass ich mehr Zeit zum Laden brauche als ich es eigentlich fahre.
Für die 700 km nehme ich an muss man min. 5-6x laden, d.h. ich warte mit nem R240 aber auch mit nem R210 an 22kW Minimum ne Stunde bis ich wieder 100 km fahren kann und die 43kW Lader sind halt nun mal relativ rar.

Also 1 Std fahrn, eine Stunde laden, eine Stunde fahren, eine Stunde laden....das kann doch nicht entspannend sein, auch wenn du mir einreden willst dass man in der Zeit gemütlich was Essen kann, aber nach dem 6x Nachladen hast du keinen Lust mehr auf nen 5. Kaffee mit Gebäck...

Es klinkt halt bei dir so als wenn du jeden Ladestopp förmlich herbeisehnst weil du nach einer Std. fahren schon wieder so ausgelaugt bist dass du die Stunde Lade-Verschaufpause brauchst.

Ich würde die 700km halt mit ein oder zwei ordentlichen Pausen absolvieren und ob ich dann recht viel "fertiger" ankomme wie du nach deinem Fahren - Laden - Fahren - Laden Marathon wage ich zu bezweifeln.

Wenn das mit 90km/h hinter nem LKW hertuckeln und nach einer Std. eine Rast zu machen so entspannend ist hast du das doch sicher früher mit deinem Verbrenner auch schon gemacht...diese Freiheit hattest du ja damals schon...

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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon roberto » Mo 21. Mär 2016, 22:05

Solaris_75[/quote]
dibu hat geschrieben:
@roberto: im Winter 2x Laden auf 185 km: das liegt an der Verteilung der Ladestationen. Die nach 105 km habe ich im Winter manchmal nicht geschafft und musste zwischendurch kurz aufladen. Aber jedes Ansteuern einer Ladesäule bedeutet für mich 10 bis 20 km Umweg und halt entsprechende Mehrzeit. Mit Tempo 90 (noch weniger mag ich auf Autobahnen nicht fahren) und einem 60000-km-alten-Akku (88 % SOH) hatte ich zu der Zeit eine Reichweite von ca. 105 km. Das war mir zu heikel auf der Autobahn. Ich bin halt nicht mehr 20 Jahre alt, habe es gerne warm im Auto und bin nicht mehr so risikofreudig.


Ich heize die Zoe im Winter vor und habe beheizbare Sitzauflagen dann braucht die Heizung kaum Energie und nicht einmal meine Frau friert. Reichweite bei 90 km/h im Winter mindestens 120 km. (SOH 91%)
Anstatt Zwischentanken und Umweg wärst Du auch schneller wenn Du nur 80 fährst und dafurch fast 10% Reichweite gewinnst.

Rudi L. hat geschrieben:
Roberto, hab ich schon, fand das nicht prickelnd sondern eher nervig. Gäbe es den Tesla nicht ich wäre auf Langstrecke beim Verpenner geblieben.
Grüße
Rudi


Wenn ich beruflich so weit fahren müsste, hätte ich vermutlich auch einen Tesla, meine Langstreckenerfahrungen beschränken sich auf Urlaubsfahrten ohne Zeitdruck. Das wollte ich nochmal betonen.

@Solaris_75: Wenn Du die 700 km auf 2 Tage aufteilst dann sind es jeweils 2 Ladepausen je eine für Kaffee und eine fürs Mittagessen. Dazwischen kannst Du dann noch einen entspannten Nachmittag/Abend genießen. Ich habe tatsächlich auch mit dem Verbrenner spätestens alle 200 km eine Pause gemacht und bin nie weiter als 400 km an einem Tag gefahren. So kommt man an seinem Ziel nicht so geschafft an und der Urlaub beginnt schon beim losfahren. Probier es aus! LKW-Surfen habe ich früher auch schon gemacht. Spart auch einiges Benzin und Emissionen...

Aber bei einer Sache hast Du Recht: In Ö haben wir schon viel mehr Schnellader, die sind für die Kaffeepausen ideal, fürs Mittagessen nehm ich lieber 22 kW, ich möchte in Ruhe essen ;)
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon umberto » Mo 21. Mär 2016, 22:26

roberto hat geschrieben:
Aber ich denke Dein Problem ist eher, dass du über Ostern ans Meer fahren willst. Da ist der Urlaubsstress praktisch schon vorprogrammiert...


Ach was. Mit unserem Reise-Auto ist das überhaupt kein Streß. Das ist ja genau der Punkt. Da kann E-Mobility oder ÖPNV nicht mit.

Gruss
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon umberto » Mo 21. Mär 2016, 22:42

Rudi L. hat geschrieben:
Umberto, das Flugzeug nehme ich bei nur 700 km nicht mehr, da bekomme ich mittlerweile ein schlechtes Gewissen. Die Bahn funktioniert von Großstadt zu Großstadt schon gut.


Genau. Und leider nur da. Mein eines Ziel ist aber 100 km vom nächsten ICE-Halt entfernt.

Zum Hbf. fahre ich mit dem eigenen Auto, am Zielort nehme ich einen Mietwagen. Schneller geht kaum, außer nachts auf leerer Autobahn.


Wenn ich die Strecke freitags nachmittags fahren muß, muß ich sogar das Auto nehmen, weil ich mit der Bahn um 12 los muß, um überhaupt anzukommen (und das geht beruflich meist nicht)...

Zur Unzuverlässigkeit der Bahn, das stimmt es ist schlecht geworden. Aber tagsüber sieht es auf den Autobahnen nicht viel besser aus. Die Planungssicherheit ist bei beiden Verkehrsmitteln eingeschränkt.


Jein. Ich habe inzwischen ein gutes Gefühl für die roten Striche (und deren Vermeidung) in Google Maps entwickelt. Konsequenz: am Gruseltag 2014 (glaub das war der Sonntag nach Himmelfahrt) waren wir in BaWü 2h vor unseren gleichzeitig an der Nordsee losgefahrenen Freunden aus Hessen, die diese Technik nicht nutzen. :-)

Gruss
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Rudi L. » Di 22. Mär 2016, 08:00

roberto hat geschrieben:
Rudi L. hat geschrieben:
Roberto, hab ich schon, fand das nicht prickelnd sondern eher nervig. Gäbe es den Tesla nicht ich wäre auf Langstrecke beim Verpenner geblieben.
Grüße
Rudi


Wenn ich beruflich so weit fahren müsste, hätte ich vermutlich auch einen Tesla, meine Langstreckenerfahrungen beschränken sich auf Urlaubsfahrten ohne Zeitdruck. Das wollte ich nochmal betonen.


Ok, da sind wir uns einig, wenn das die Voraussetzungen sind kann das sogar Spaß machen. Wobei ich das dann eher mit einem Wohnmobil mache, oder mit dem Motorrad, mit letzterem dann am liebsten nur kurvige Landstraßen . Und in Österreich sind für mein Geschmack die Distanzen auch auf Autobahnen landschaftlich interessanter. Fahr mal auf der A7 von Flensburg nach Füssen mit 90km/h, das macht keinen Spaß.
Rudi L.
 

Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Rudi L. » Di 22. Mär 2016, 09:35

umberto hat geschrieben:
Wenn ich die Strecke freitags nachmittags fahren muß, muß ich sogar das Auto nehmen, weil ich mit der Bahn um 12 los muß, um überhaupt anzukommen (und das geht beruflich meist nicht)...
Zur Unzuverlässigkeit der Bahn, das stimmt es ist schlecht geworden. Aber tagsüber sieht es auf den Autobahnen nicht viel besser aus. Die Planungssicherheit ist bei beiden Verkehrsmitteln eingeschränkt.


Jein. Ich habe inzwischen ein gutes Gefühl für die roten Striche (und deren Vermeidung) in Google Maps entwickelt. Konsequenz: am Gruseltag 2014 (glaub das war der Sonntag nach Himmelfahrt) waren wir in BaWü 2h vor unseren gleichzeitig an der Nordsee losgefahrenen Freunden aus Hessen, die diese Technik nicht nutzen. :-)

Gruss
Umbi

umberto hat geschrieben:
Zur Unzuverlässigkeit der Bahn, das stimmt es ist schlecht geworden. Aber tagsüber sieht es auf den Autobahnen nicht viel besser aus. Die Planungssicherheit ist bei beiden Verkehrsmitteln eingeschränkt.


Jein. Ich habe inzwischen ein gutes Gefühl für die roten Striche (und deren Vermeidung) in Google Maps entwickelt. Konsequenz: am Gruseltag 2014 (glaub das war der Sonntag nach Himmelfahrt) waren wir in BaWü 2h vor unseren gleichzeitig an der Nordsee losgefahrenen Freunden aus Hessen, die diese Technik nicht nutzen. :-)

Gruss
Umbi


Das kenne ich auch. Es hängt aber wahrscheinlich ab wo man hin muß. Es gibt eine Stadt in Norddeutschland die war eine Zeitlang quasi nur aus der Luft vernünftig zu erreichen. Die Autobahnen ringsrum überlastet weil Baustellen, die Bundesstraßen dto. Dazu ein Nadelöhr mit mehreren Tunnelröhren, wovon eine mindestens gesperrt war, eine weitere durch einen der zahlreichen Unfälle blockiert war. Noch dazu weitere Baustellen auf den Brücken der möglichen Ausweichstrecken.
Die Bahn wiederum glänzte zu dieser Zeit mit Oberleitungsstörungen und Lokomotivstörungen. Die Bahn ist natürlich so gut organisiert, nämlich überhaupt nicht und teilt dann verspätet mit, daß der Ersatzfernzug gar nicht am zuvor angekündigten Bahnhof abfährt sondern am nächsten. Nur wie hinkommen? Ab dem Zeitpunkt habe ich wieder verstärkt auf das Auto gesetzt, mit einem ordentlichen Zeitpolster um die roten Striche umfahren zu können.

Bislang habe ich es seit sehr langer Zeit nur einmal erlebt, daß man mit dem Auto auf einer leeren Autobahn wirklich "voll durchziehen" konnte und damit spürbar Zeit sparte, durch hohe Reisegeschwindigkeit. Der Zeitgewinn wurde 500km später leider zunichte gemacht, weil Vollsperrung der Autobahn nachts wegen Brückenabriß. :(

Neben dem höheren Verkehrsaufkommen ist es auch die marode Infrastruktur, die einem die Mobilität einschränkt. Leider wird zuwenig investiert und es gibt zuwenig Entlastungsstrecken. Die Bahn haben sie über Jahrzehnte abgewirtschaftet, dabei könnte sie einen guten Teil des Straßenfernverkehrs übernehmen.

Nein, ich reg mich jetzt nicht auf :)
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon novalek » Di 22. Mär 2016, 12:23

Langstrecke beruflich erstmal rausgerechnet...
Fernreise in der Freizeit - was soll eigentlich das Gehetze ?
Erinner's niemand, in den früheren Zeiten konnte man im Trabi / Lloyd / VW-Standard / Isetta keine 110 km/h auf Dauer fahren -
die Strecke Hannover - Nord-Italien brauchte immer mindestens eine ZwischenNacht, wobei mancher Motor in den Alpen bei offener Haube kühle Luft / Wasser schnappen mußte.
Meine Mopped-Zeiten erinnert - 300 bis 400 km am Stück, gerade zu Zweit ruft dann eher der Campingplatz.

Man sollte an sich arbeiten und die Rastlos-Komponente im Kopf ausschalten.
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Rudi L. » Di 22. Mär 2016, 12:44

Nein! Die Industrie soll an sich arbeiten und praxistaugliche Elektroautos mit realistischer Reichweite bauen, die für eine breite Bevölkerungsschicht obendrein bezahlbar sind.

Ein technisch bedingter Rückfall in die Reisegeschwindigkeiten der 50ziger Jahre bringt uns nicht weiter, das wäre nebenbei der völlig falsche Weg.

Ob derjenige das Potential dann nutzt oder nicht bleibt jedem selbst überlassen.
Rudi L.
 

Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Karlsson » Di 22. Mär 2016, 13:19

graefe hat geschrieben:
Wer möchte denn einen 60kWh-Akku bezahlen, rumschleppen und altern sehen, den man nur 2-3mal im Jahr wirklich braucht?

Den hätte ich in den letzten 3 Wochen schon 6x gebraucht. Bzw 2 Strecken davon sind wir halt doch Zoe gefahren mit erheblichem zeitlichen Mehraufwand. Das kann ich aber nicht als Standardlösung vermitteln.

Ich glaube auch nicht, dass so ein 60kWh Akku in ein paar Jahren noch groß Geld kosten wird. Das sind dann vielleicht 3000 oder 4000€ mehr als beim 30kWh Akku, da Gehäuse und Bms ja eh immer gebraucht werden.
Der zusätzliche Nutzen ist aber erheblich. Auch weil man länger schnell laden kann, der Akku wesentlich weniger belastet wird und auch weniger Zyklen kriegt.

Ohne einen solchen Akku bleibt bei uns das zweite Auto ein Verbrenner oder Phev.
Mal Langstrecken mit dem Zoe sind OK und da habe ich auch Spaß dran, weil ich es als Hobby sehe, aber mehr auch nicht.
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