Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Tho » Fr 18. Mär 2016, 08:44

Ich schaff im Gebirge bei -5C Landstraße auch locker 120km (Heizung 19C und Eco an, so hält mans mit Jacke auch im Auto aus ohne großartig zu frieren.)
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 18. Mär 2016, 09:21

Hi, alles bestens, so ist die reale Welt.
Zeit doppelt einplanen, und gut ist's.
Ich hab mich mit 140km im Winter auch schon mal fast verzettelt, und das nach 2,5Jahren ZOE. Meine Standardstrecke zum Plattensee in Ungarn, früher wie mein Akku noch neu war und das Wetter wärmer bin ich die 181km durchgefahren. Weil aber der Akku nur noch auf 89% SOH steht, die verfügbare Energie daher auf 19,6kWh und weil es nur 4 Grad hatte sind wir ine Eisenstadt an den Schnelllader geggangen um 141km vor dem Ziel und kurz vor der Ladewüste Ungarn noch einmal nach zu Tanken. Die Zeit drängt, wir sind schon ur spät drann, daher Laden nur auf 95%. Auf der Autobahn losgelegt nach Sopron und schon kurz nach Sopron und 90km vorm Ziel mit 50% SOC im Tank!. Ok da war ein kleiner Hügel mit 300Hm, aber nein da waren keine 95% SOC im Tank, die Anzeige hat uns wiedereinmal angelogen.
Gut, wir sind schon mehrmals mehr als 180km mit einem Tank gefahren, aber immer im Sommer und besseren SOH. Und 90km mit 50% SOC ist ja wohl das gleiche. 60kmh hinter einem Kleintranbsporter (der dauernt wollte das ich vorbeifahre) und wir haben es mit 1% SOC ans Ziel in Heviz geschafft. (Zeitlich wäre länger Laden und schneller fahren sicher besser gewesen.)
Du siehst: Im Winter ist anders, und es gibt soooo viele Randbedingungen, da kommt auch der Erfahrenste Fahrer mal ins Schwitzen.
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Blaubaer306 » Fr 18. Mär 2016, 09:35

Ohje, das ist mal wieder ein Paradebeispiel für Leute, die sagen, dass Elektromibilität eben nichts taugt und man selbst für 100km den Verbrenner nehmen muss.

Ich wohne ja nun hier in der Norddeutschen Tiefebene, wo ich durch ständigen Gegenwind eigentlich nie auf einen Verbrauch von 14-15 kWh komme, wie einige Leute hier im Forum. Bremen nach Hause, 127 km mit kleinem Umweg um den Kollegen in Leer aus der Zoe zu kippen, klappt bei minus 5 Grad (Akkutempearatur zwischen 7 und 19 Grad). Zwar leuchteten da alle Lampen der kleinen Französin und das BimBimBim von der Akkuwarnung verursacht einen Tinnitus aber ich komme ohne Zwischenladen und mit 21 Grad nicht-Eco an.

Vor drei Wochen bin ich dann mit der Kleinen von Leer nach Bonn gefahren. Temperatur leicht im Plus, 2,9 Bar auf den Dunlop Winterreifen, max. 96 km/h und je einmal laden in Emsbüren und bei Aldi in Duisburg. In ca. 6 wirklich entspannten Stunden inkl. Ladehalten waren die 340km geschafft. (Jetzt kommen gleich wieder die Zweifler von wegen Rosarote Brille und so aber die können mich mal :lol: )
Außerdem konnte ich so feststellen, dass meine Zoe in den hügligen Gebieten eine ganze Ecke effektiver ist als beim ankämpfen gegen den WInd in der norddeutschen Tiefebene. Insbesondere auf dem Rückweg, wo ich mit 3% SOC in Emsbüren am Lader wieder angekommen bin.

Was ich sagen will: Lass Dich nicht entmutigen! Mache eine Routenplanung hier im Forum, such Dir auch Säulen zwischendurch, die man "zur Not" anlaufen kann und los geht's. Zusätzlich ist die Info hier im Forum bezüglich der Funktionsfähigkeit der Säulen ist recht gut, so dass eine Nichtfunktion seltenheit haben sollte. Das eine Säule sich aber mal aufhängen kann, kennt jeder von seinem Windows-Rechner zu Hause. Außerdem ist CANZE und so'n Dongle eine ganz interessante Sache, den Akku der Zicke besser zu verstehen. Außerdem sollte man das Gefühl dafür bekommen, wie weit man gehen kann. Also: einmal richtig leerfahren. Ja, bis es wetut! Und wenn man dann bei -12km oder ähnlichen Werten angekommen ist, auf die Auffahrt fährt und immer noch Saft hat, kann man sich ein Bier aufmachen.

Viel Spaß noch mit der Zoe!
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Rudi L. » Fr 18. Mär 2016, 09:49

Blaubaer306 hat geschrieben:
Ohje, das ist mal wieder ein Paradebeispiel für Leute, die sagen, dass Elektromibilität eben nichts taugt und man selbst für 100km den Verbrenner nehmen muss.


So ganz unrecht haben die ja nicht. Wenn ich die 100km auch wieder zurückfahren muß, dann bin ich mit so einem kleinen Akku wie in der Zoe darauf angewiesen mindestens einmal zwischenzuladen. Wenn dann keine Säule verfügbar ist, habe ich die Arschkarte.

Aus eigener Erfahrung weis ich, die kleinen Akkus taugen nicht wirklich für eine Fernreise. Es sei denn der Weg ist das Ziel. Mich würde es aber in der Tat nerven wenn ich die doppelte Zeit brauchen würde, wegen der Ladepausen und dazu noch im Windschatten hinter einem LKW fahren hat für mich mit Autofahren nichts mehr zu tun. Ich glaube da spreche ich für die meisten Autofahrer.

Richtig gut wird das erst wenn die Kapazität steigt.

Kapazität ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Kapazität.
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Karlsson » So 20. Mär 2016, 08:57

Rudi L. hat geschrieben:
Aus eigener Erfahrung weis ich, die kleinen Akkus taugen nicht wirklich für eine Fernreise. Es sei denn der Weg ist das Ziel.

Sehe ich auch so. Nur weil man die Strecken grundsätzlich fahren kann, ist das noch lange kein mehrheitsfähiges Modell für die Mobilität von morgen.

Eine 100km Strecke, die ich öfter habe, passt bei mir allerdings ziemlich gut (kann am Ziel zuverlässig laden).
Alles, wo man nicht oder nur kurz 10min nachladen muss (der 210er schafft da bis zu 30% an 43kW), erscheint mir auch noch relativ massentauglich.

Was halt nicht OK geht sind 100% Zeitaufschlag, hinterm Lkw schleichen müssen und alle <100km nachladen müssen, wofür man noch Umwege in Kauf nehmen muss.
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon roberto » So 20. Mär 2016, 20:05

Allen Pessismisten zum Trotz, auch wenn sie sich für Realisten halten kann ich nur entgegnen, dass es sehr wohl möglich ist auch mit 50-70 % mehr Reisezeitzeit als die optimistischer Rechnung von Gmaps zumindest mit Zoe Q210 durchaus möglich ist längere Strecken zu bewältigen. Für mich ist es definitiv maximal 20 % mehr Zeit, da ich es mit dem Benziner auch nie besonders eilig hatte, weil ich die Reise ja auch genießen wollte...
Und denen, die es ständig eilig haben gilt mein Mitgefühl... irgendwann werdet auch Ihr verstehen das dies keineswegs notwendig ist!
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Solaris_75 » So 20. Mär 2016, 22:12

...werde ich auch nie begreifen, wie manche von "genießen" sprechen, wenn sie mit 90km/h hinter einem sinkenden LKW hertuckern oder ne Stunde an einer gottverlassenen Ladesäule warte und sich vor Langeweile 3 Burger reinschiebe um das zu verfuttern was sie vielleicht gerade an Spritkosten "gespart" haben...

Wenn ich von einer vernünftigen Reisegeschwindigkeit von 120-130km/h spreche kann doch nicht von "rasen" und "eilig" die Rede sein roberto.

Ich meine jede Minute die ich nicht in dieser Blechkiste eingesperrt bin, egal ob Benziner oder Elektro, ist doch eine Freiheitsgewinn, oder bist du in der Zeit nicht lieber bei deiner Familie oder 5 Stunden früher an deinem Urlaubsort und kannst dann wirklich genießen...

Zumindest wenn ich die meisten "Fernreiseberichte" lese dann geht doch selten alles glatt und die meisten brauchen deutlich mehr Zeit und Nerven wie sie ursprünglich gedacht haben.

So mag es für "Alleinefahrer" vielleicht noch ein Abenteuer sein aber mit Partner oder gar Kinder sind die meisten Fernreisen eher unentspannt.

Aber klar, da denkt natürlich jeder anders darüber und das ich auch gut so...ich sehe es halt eher wie Renault Chef Carlos Ghosn "...der Zoe wurde als Urban/Stadt Auto konzipiert" ...in diesem Einsatzbereich kann ich Ihn auch kompromisslos weiterempfehlen...

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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon umberto » So 20. Mär 2016, 22:44

Danke, Solaris, unsere 700 km-Fernreise dauert mit dem Verbrenner mit gemütlichen 130 km-Tempomat meistens 6.5h mit Pause.

Mit der Zoe wäre die Strecke machbar, aber eine extrem ermüdende Tagesreise (auch angesichts des Fahrkomforts).

MIt einem Tesla wäre auch die Fernreise mit 2-3 Ladestopps machbar, aber ein Tesla mit vergleichbaren Transportleistungen kommt in D erst dieses Jahr auf den Markt und kostet auch bei kostenlosem Strom mehr als das Dreifache...

Vielleicht beim nächsten Auto dann.

Gruss
Umbi
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon novalek » Mo 21. Mär 2016, 09:55

Fernreisen beginnen bei mir ab 333 km (also 2 x 1 Stunde extra ->> aus 3 Stunden mach 5 Stunden).
Und dafür wäre das ZOE-lein kein Optimum, zudem ich jedwede LKW-Nähe vermeide (Abgas-Sniff, Gift-Transport-Lecks, fußnägelschneidender - kaffeekochender - sekündlichschlafender LKW-Fahrer, etc.)

Allerdings alternativ reisen wäre:
1. Tasche voller Geld und Zeit ohne Ende und voll tolerable Begleitung ("was schon wieder laden ?? - das war früher besser")
2. nach 2 Ladestopps in eine ladefähige Pension / Hotel / Campingplatz (z.B. Park & Charge)
3. Gegend erkunden - wandern - gucken - genießen
4. zurück zu 2.

Denke mal, wer EV-Ephorie mit problembewußter Einordnung verwechselt, muß lernen wollen.
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Re: Die erste "Fernreise" mit der R240 Zoe...

Beitragvon Rudi L. » Mo 21. Mär 2016, 10:37

Mit dem Elektroauto fahren ist an sich schon ein Genuß. Der Zoe hat mir den Spaß am Autofahren zurückgebracht, komisch gerade dieses kleine Auto.

Aber, wenn es zügig von A nach B gehen soll kann man das zuweilen sogar im Tesla vergessen. Ich muß nächsten Monat einmal außerhalb des SUC Radius und an einer öffentlichen Säule zwischenladen, mit den ganzen Risiken, wie zugeparkt, oder besetzt, oder, oder,oder.
Das erfordert detaillierte Planung statt einfach losfahren, obendrein nerviges schleichen mit Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn, weil ich sonst strande. Für mich eine erhebliche Einschränkung, die ich nur deswegen in Kauf nehme, weil ich hinter der Elektromobilität stehe und natürlich keinen adäquaten Verbrenner mehr habe.

Zum Glück kommt das nicht so häufig vor, sonst wäre ich tatsächlich irgendwann gezwungen auf ein Fahrzeug mit Emissionshintergrund downzugraden. :roll: Parallel hoffe ich, daß die Kapazität weiter steigt und damit mehr Reichweite bei adäquaten Reisegeschwindigkeiten möglich wird.

Und schnell fahren auf der Autobahn heißt nicht zwingend rücksichtslos zu rasen, sondern zügig in annehmbarer Zeit voranzukommen und ohne häufig zwischendurch rumzulungern.

Grüße
Rudi
Rudi L.
 

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