Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Berni230 » Fr 3. Mär 2017, 18:39

Halo Thansau

Thansau hat geschrieben:
mein Fluence Akku ist im selben Lebenszyklus angekommen. Mein Eindruck ist, dass die Alterungskurve bei 0° stärker abfällt als bei 20°. Sprich irgendwann werde ich neue Zellen wegen der Winter Reichweite verbauen müssen.


ich vermute Du meinst Leistungskurve bei älteren Zellen. Das ist richtig der höhere Innenwiderstand lässt bei kälteren Temperaturen keine hohen Ladestände der Zellen mehr zu.

Hast du einen gekauften Akku, bzw. eine Bezugsquelle für Ersatzzellen? Wo würdest Du die Reparatur des Akkus durchführen lassen?

Thansau hat geschrieben:
Sollte Renault bei dir einen Akku unter 75% anerkennen, würde ich sie um einen Kaufpreis dafür fragen. 4800 € wollten sie vor einem Jahr noch für einen über 75%. Mit einem Kaufakku wäre dein Auto zumindest wieder verkäuflich.


Ist mir jetzt neu, dass Renault Bank die gemieteten Akkus verkauft, woher ist die Info, hast du schon einen erworben?
Es stellt sich allerdings die Frage, ob es lohnenswert ist den degradierten Akku zu kaufen.
Zumindest für den Verkauf des Wagens ändert sich ja an der geringen Reichweite nichts, da wird der marode Kaufakku auch nicht unbedingt das Zugpferd für den Kauf sein.
Was anderes ist es wenn der Kaufakku mit neuen Zellen bestückt ist, mit den neuen LG Zellen sind da knapp 40 kWh Leistung raus zu kitzeln.
Es stellt sich allerdings die Frage was so etwas kostet, bzw. man eine Werkstatt finden muss die sich diese Arbeit zutraut.
Ein Fluence mit 40 kWh Akku und 400 Km Reichweite wäre ein Knaller, vermutlich aber wirtschaftlich unrentabel.

Gruß
Berni
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon eve » Fr 3. Mär 2017, 20:18

Wenn ich so über die Batteriemiete lese wird mir langsam auch mulmig. An sich finde ich das Mietmodell OK, aber dass man scheinbar keine objektive Kontrolle über den tatsächlichen SoH hat und Renoo das quasi selbst entscheidet, wann Leistungen ihrerseits zu erbringen sind, macht die Sache wieder willkürlich und unattraktiv.

Andererseits weiß man ja auch noch nix darüber, wie die anderen Hersteller mit ihren Zusagen a la mindestens soundso viel Prozent SoH bis max X Kilometer umgehen.
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Thansau » Sa 4. Mär 2017, 08:08

Berni230 hat geschrieben:
Halo Thansau

Thansau hat geschrieben:
mein Fluence Akku ist im selben Lebenszyklus angekommen. Mein Eindruck ist, dass die Alterungskurve bei 0° stärker abfällt als bei 20°. Sprich irgendwann werde ich neue Zellen wegen der Winter Reichweite verbauen müssen.


ich vermute Du meinst Leistungskurve bei älteren Zellen. Das ist richtig der höhere Innenwiderstand lässt bei kälteren Temperaturen keine hohen Ladestände der Zellen mehr zu.

Hast du einen gekauften Akku, bzw. eine Bezugsquelle für Ersatzzellen? Wo würdest Du die Reparatur des Akkus durchführen lassen?

Thansau hat geschrieben:
Sollte Renault bei dir einen Akku unter 75% anerkennen, würde ich sie um einen Kaufpreis dafür fragen. 4800 € wollten sie vor einem Jahr noch für einen über 75%. Mit einem Kaufakku wäre dein Auto zumindest wieder verkäuflich.


Ist mir jetzt neu, dass Renault Bank die gemieteten Akkus verkauft, woher ist die Info, hast du schon einen erworben?
Es stellt sich allerdings die Frage, ob es lohnenswert ist den degradierten Akku zu kaufen.
Zumindest für den Verkauf des Wagens ändert sich ja an der geringen Reichweite nichts, da wird der marode Kaufakku auch nicht unbedingt das Zugpferd für den Kauf sein.
Was anderes ist es wenn der Kaufakku mit neuen Zellen bestückt ist, mit den neuen LG Zellen sind da knapp 40 kWh Leistung raus zu kitzeln.
Es stellt sich allerdings die Frage was so etwas kostet, bzw. man eine Werkstatt finden muss die sich diese Arbeit zutraut.
Ein Fluence mit 40 kWh Akku und 400 Km Reichweite wäre ein Knaller, vermutlich aber wirtschaftlich unrentabel.

Gruß
Berni


Hallo Berni

mit den unterschiedlichen Alterungskurven meine ich, dass ein Fluence Akku nach 5 Jahren ca. 80% seiner ursprünglichen Kapazität bei 20 Grad haben kann, aber nur noch 70% seiner ursprünglichen Kapazität bei 0 Grad. Oder wie es Wikipedia beim
Artikel zum Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator formuliert:
Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Alterung die Leistungsfähigkeit und Einsetzbarkeit vor allem bei tiefen Temperaturen überproportional verschlechtert

Als ich auf der Suche nach einem Fluence war, bin ich auf einen vom Renault Händler gestoßen, der mit und ohne Batterie angeboten wurde. Auf Nachfrage wurde mir dann mitgeteilt, dass der scheinbar so schwer zu verkaufen ist, dass er Renault dazu gebracht hat, den Mietakku auf Wunsch für 4800€ auch als Kaufakku anzubieten. Letztendlich habe ich mir aber eine andere Fluence gekauft, die mal Renault Spanien gehörte, da war der Akku auch dabei.

Ich würde selbst die Zellen aus einem 30kWh Leaf Akku einbauen (nicht teurer als 24kWh Akku) . Im Leaf Forum gibt es eine Diskussion zum Thema stärkere Zellen in 24kWh Leaf. Aufgrund der identischen ursprünglichen Zellen kann man das ganze auf den Fluence ummünzen. nissan-leaf-batterie-reichweite/japan-leaf-akku-wechseln-t21259.html
Sollte das BMS es wiklich merken, wenn über 22kWh geladen werden, müsste man halt aufpassen nicht mehr als 22kWh zu nutzen, damit keine Fehlermeldung generiert wird. Das ist aber reine Spekulation.

Ich würde gerne einen 70% Akku haben wollen, weil:
- sogar ein Akku den man von Renault auf Garantie erhält, unter Umständen nur 10% mehr Kapazität hat, aber 1000€ pro Jahr Miete kostet.
- sobald einem der Akku gehört, kann man die Zellen an die Community verkaufen, die sie in einen Vectrix Elektroroller bauen oder an ein Photovoltaiksystem hängen z.B.
https://www.photovoltaikforum.com/speic ... 02414.html
Hier haben die Zellen einen Wert von ca. 2500-3000€
-sobald einem der Akku gehört, kann man neue Leaf Zellen aus einem neuen Leaf Akkupaket (7.500€) verbauen.

Angenommen man würde den Fluence noch 8 Jahre fahren wollen würde die Rechnung so aussehen.
-defekten Akku Renault abkaufen = -3.000€ (reine Spekulation)
-Zellen verkaufen = +2.500€
- Nissan 30 kWh Akku kaufen = -7.500€
- 8 Jahre fahren
- Zellen von 30kWh Akku verkaufen = +2.500€
Ohne Umbaukosten: -5.500€ = 57€ /Monat

Angenommen Renault macht einem das Angebot für 3000€ den defekten Akku zu übernehmen, dann muss man ja von dem Angebot nicht gebrauch machen, sondern kann das Fahrzeug einfach 2x anbieten, einmal mit und einmal ohne Akku. Ich denke einfach man hat mit der einzigen Fluence inkl. Batterie auf mobile.de eine bessere Chance als einer von 30 zu sein, ohne Akku.

Welche 40 kWh LG Zellen meinst du?

Gruß Marinus
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Berni230 » Sa 4. Mär 2017, 13:42

Hallo Marinus,

erstmal danke für die ausführliche Antwort.

Thansau hat geschrieben:

mit den unterschiedlichen Alterungskurven meine ich, dass ein Fluence Akku nach 5 Jahren ca. 80% seiner ursprünglichen Kapazität bei 20 Grad haben kann, aber nur noch 70% seiner ursprünglichen Kapazität bei 0 Grad.
Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Alterung die Leistungsfähigkeit und Einsetzbarkeit vor allem bei tiefen Temperaturen überproportional verschlechtert


Ok, das ist korrekt.
Laut dem Datenblatt des Fluence Akkus kann ein neuer Akku bei 25 Grad 22 kWh, bei 0 Grad 19 kWh und bei -20 Grad 11.5 kWh Leistung abgeben.
Logo, das dies nach ein paar Jahren immer schlechter wird. Kalt mögen die LiIon Akkus nur zur Konservierung, aber nicht zur Leistungsabgabe.

Thansau hat geschrieben:
Als ich auf der Suche nach einem Fluence war, bin ich auf einen vom Renault Händler gestoßen, der mit und ohne Batterie angeboten wurde. Auf Nachfrage wurde mir dann mitgeteilt, dass der scheinbar so schwer zu verkaufen ist, dass er Renault dazu gebracht hat, den Mietakku auf Wunsch für 4800€ auch als Kaufakku anzubieten. Letztendlich habe ich mir aber eine andere Fluence gekauft, die mal Renault Spanien gehörte, da war der Akku auch dabei.


Interessant, was alles so geht ;)

Thansau hat geschrieben:
Ich würde selbst die Zellen aus einem 30kWh Leaf Akku einbauen (nicht teurer als 24kWh Akku).


Das heist, du bist in der Lage den Zellenumbau, sowie den Ein- und Ausbau des Akkus selber durchzuführen, oder hast du da eine Firma an der Hand?

Thansau hat geschrieben:
Sollte das BMS es wiklich merken, wenn über 22kWh geladen werden, müsste man halt aufpassen nicht mehr als 22kWh zu nutzen, damit keine Fehlermeldung generiert wird. Das ist aber reine Spekulation.


Die Software sollte an die neuen Dimensionen der Akkugröße angepasst werden.
In der derzeitigen Einstellung wird beim Laden ja bei max 22 kWh abgeriegelt, dann gilt der Akku als voll obwohl noch 2 kWh hinein gingen. Ein größerer Akku ohne Softwareanpassung wäre dann je nach Größe, ohne Softwareanpassung nur halb oder dreiviertel voll. Andererseits wenn er so genutzt wird unkaputtbar, da er nie zu hoch geladen wird. In so einer Konstellation kann man das Fahrzeug immer vollgeladen stehen lassen, für den Akku ist das ja noch in einem absolut unkritischen Bereich.
Die Degration eines so genutzten Akkus wäre für den Nutzer nicht mehr zu bemerken, der Akku bringt immer volle 22 kWh. Firmen wie Toyota z.B. stellen so für ihre Vollhybriden das BMS ein, dass der Akku nur zu 50% genutzt wird, deshalb gehen die nie kaputt und haben immer volle Leistung, auch nach 10 Jahren und mehr.

Thansau hat geschrieben:
Ich würde gerne einen 70% Akku haben wollen, weil:
- sogar ein Akku den man von Renault auf Garantie erhält, unter Umständen nur 10% mehr Kapazität hat, aber 1000€ pro Jahr Miete kostet.


Das ist derzeit leider wahr.

Thansau hat geschrieben:
- sobald einem der Akku gehört, kann man die Zellen an die Community verkaufen, die sie in einen Vectrix Elektroroller bauen oder an ein Photovoltaiksystem hängen z.B.


Wenn das dann wie von dir angedacht funktioniert und du nicht auf den alten Zellen sitzen bleibst, ist das eine gute Idee.

Thansau hat geschrieben:
-sobald einem der Akku gehört, kann man neue Leaf Zellen aus einem neuen Leaf Akkupaket (7.500€) verbauen.


Das geht, kannst Du das selber machen oder kennst du eine Firma die das macht?

Thansau hat geschrieben:
Angenommen man würde den Fluence noch 8 Jahre fahren wollen würde die Rechnung so aussehen.
-defekten Akku Renault abkaufen = -3.000€ (reine Spekulation)
-Zellen verkaufen = +2.500€
- Nissan 30 kWh Akku kaufen = -7.500€
- 8 Jahre fahren
- Zellen von 30kWh Akku verkaufen = +2.500€
Ohne Umbaukosten: -5.500€ = 57€ /Monat


Wenn das BMS nicht angepasst wird, halten die neuen Zellen locker 20 Jahre durch, da sie nie richtig gestresst werden.

Ich sehe da eher eine andere Problematik.
Bei allen Kalkulationen solcher Bastelaktionen kommt es halt darauf an was man selber machen kann und was für teures Geld in der Fachwerkstatt erledigt werden muss. Hast Du eine Hebebühne und noch einen Mechatroniker zur Hand, kannst Du so etwas im Alleingang durchführen, geht vermutlich ein Wochenende drauf.
Wenn extra Werkstattkosten anfallen kann es bei den derzeitigen exorbitanten Stundenlöhnen unsinnig teuer werden.

Das größte Problem ist das BMS, da weis wirklich keiner was das alles so abfragt, wenn dem die neuen Zellen nicht gefallen und eine Softwareanpassung notwendig wäre war es das.

Thansau hat geschrieben:
Angenommen Renault macht einem das Angebot für 3000€ den defekten Akku zu übernehmen, dann muss man ja von dem Angebot nicht gebrauch machen, sondern kann das Fahrzeug einfach 2x anbieten, einmal mit und einmal ohne Akku. Ich denke einfach man hat mit der einzigen Fluence inkl. Batterie auf mobile.de eine bessere Chance als einer von 30 zu sein, ohne Akku.


Du magst recht haben, dass sich ein Fahrzeug mit Akku immer besser verkauft als eines mit Mietakku. Das liest sich immer besser, auch wenn es für Otto Normalverbraucher nicht besser ist.
Nicht besser, weil Otto Normalverbraucher kein Bastelfreak ist, der sich Gedanken macht wie toll es ist einen Kaufakku zu haben in dem man eigene Zellen einbauen kann. Vom Ein- und Ausbau mal ganz zu schweigen.
Eigentlich ist das Gegenteil der Fall, wer sich (den Leaf mal ausgenommen) ein Elektroauto mit Kaufakku kauft ist total gekniffen wenn der defekt ist. Von Renault gibt es, jedenfalls offiziell nur für den Zoe Ersatzakkus zu kaufen, für den Fluence eigentlich nicht.
Die Preise für neue Akkus liegen je nach Fahrzeug zwischen 7500 und 20000 Euro.
Da stellt sich dann halt die Frage ob sich das alles kalkulatorisch lohnt.
Gerade im Bezug auf den Restwert des Fahrzeuges.
Schaut man auf Mobile.de mal über einen längeren Zeitraum wie sich die Preise verhalten ist festzustellen, dass der Wertverfall bei Elektroautos wesentlich größer ist als bei anderen Fahrzeugen.
Klar über den Preis lässt sich alles verkaufen, aber da ist es wurscht ob mit oder ohne Akku.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Bei der offiziellen Ankündigung von Renault, dass es nun einen neuen Akku für die Zoe gibt und auch ältere Fahrzeuge umgerüstet werden können, ließ man auch verlauten, dass man in diesem Zuge auch nicht die Vorgängerfahrzeuge Fluence und Kangoo vergessen werde. Sprich, auch da soll die neue Zellengeneration verfügbar gemacht werden.

Thansau hat geschrieben:
Welche 40 kWh LG Zellen meinst du?


Die neuen Zellen von LG, die inzwischen verbaut werden, können fast die doppelte Energie auf gleichem Raum einnehmen.
Fänden solche Zellen Verwendung bei der Aufarbeitung der alten Akkus von Renault, wäre das versprochene Zuwendung an den Altkunden. Offen bleibt allerdings was der Spass kosten soll.

Tja was tun, jetzt den Akku tauschen und in einem Jahr kommt dann der lustige Brief vom Freundlichen, mit dem Angebot für einen leistungsfähigeren Akku?
Und wie viel Geld ist man bereit in den immer älter werdenden Wagen zu investieren?
Fakt ist, dass man für einen Fluence derzeit, selbst wenn er wie neu dasteht und Garantie hat kaum Käufer findet.
Die meisten Gründe die dagegen sprechen sind die geringe Reichweite und dann auch noch das langsame Laden.
Wenn schon kleiner Akku, dann aber den wieder schnell voll machen, so wie z.B. bei der Zoe.
Ja das braucht der Flu nicht, weil er viel moderner ist und ein Tauschakku System hat.
Wenn sich das durchgesetzt hätte, gäbe es keine Akku Diskussion und die Preise für gebrauchte Fahrzeuge wären in einem vernünftigen Bereich.

Gruß
Berni
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Rainer » Sa 4. Mär 2017, 18:13

So, jetzt kommen die Ergebnisse meines heutigen Fluence Akkutest nach den Empfehlungen von Berni.

-Km Stand 70780.
-"Tieferen Reset" durchgeführt, wie zuvor beschrieben.
-Akku an öffentlicher Ladestation mit 16A aufgeladen. Angezeigte Reichweite: 99km
-Dann mit bestmöglicher sanfter Fahrweise ohne Heizung mit dem Leerfahren begonnen. Außentemperatur: milde 10°c.
-Durchschnittsverbrauch 13 kWh/100km. Weniger war aus verkehrshindernisgründen nicht möglich.
-1. Signal für Reserve nach 98.2 km. Verbrauch bis dahin 12 kW.
-Blinkende Batteriewarnleuchte und wiederholtes akustisches Signal nach 116 km. Verbrauch bis dahin 14 kW.
-Anzeige "Eingeschränkte Leistung" kurze Zeit später nach 118.5 km. Verbrauch immer noch 14 kW (angezeigt).
-Ende der Fahrt nach 124 km. Weitere Akkuentleerung mit der Heizung nicht möglich. Gebläse funktionierte, wahrscheinlich
mit 12 V Strom, aber kalt. Die Verbrauchsanzeige ist kurz vor dem Stillstand noch auf 16 kW gesprungen.

Fazit: Bei 16 kW ist das absolute Ende gewesen.

Nebenbei:
Zuletzt stoppte mich noch die Polizei, fragte ob ich alkoholisiert wäre und ob ich einen Führerschein besitze, weil ich auf einem großen Parkplatz die letzten Runden bis zum Stillstand gefahren bin. Aus Angst irgendwo liegen zu bleiben. Passanten hatten sie gerufen. Diesen Nervenkitzel brauche ich nicht so bald wieder. Den Fluence-Spy werde ich mir demnächst besorgen.
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Berni230 » Sa 4. Mär 2017, 21:19

Hallo Rainer,

wie ich schon vermutet habe, ist der Akku in seinem 3. Lebenszyklus.
16 kWh entnommene Leistung bei 10 Grad Außentemperatur ist dann vollkommen normal.
Bei sommerlichen >25 Grad sollten da locker noch 1 kWh oder mehr zu entnehmen sein.
Für Renault ist der Akku noch innerhalb der zugesicherten Toleranz, ausgehend von den Spezifikationen des Akkuherstellers.

Hast Du bei Deiner Testfahrt die einzelnen Etappen mit Fotos der Anzeige des Armaturenbretts dokumentiert?
Hilft evtl. beim nächsten Werkstattbesuch.
Wenn der Akku aber trotz höher werdender Umgebungstemperatur weiter einknickt, musst Du Renault damit konfrontieren, dann ist es Zeit für einen Neuen.

Gruß
Berni
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Rainer » Sa 4. Mär 2017, 22:32

Hallo Berni,
habe gerade mein Fluence von der Ladestelle geholt. Ist jetzt wieder voll. An der Ladesäule angezeigter Stromverbrauch
19.63 kWh. Also 16 kWh aus dem Akku entnommen und 19.63 wieder aufgefüllt. Eine Differenz von etwa 3.6 kWh. Ist das die Menge Strom, die beim Laden als Ladeverlust verloren geht? Aufgeladen an Menekes Ladesäule, die in Hannover als nicht "Eichrechtskonform" angesehen werden. So eine hohe Differenz hätte ich nicht vermutet.
Nächste Überraschung: Jetzt angezeigte Reichweite = 125 km. Entspricht fast exakt der Leerfahr-Reichweite von heute morgen. Eine derartige Reichweite hatte ich selbst im letzten Sommer nicht mehr angezeigt bekommen (höchstens noch 110 km) Daher kann ich Danke sagen, für den Tipp mit dem Tiefen-Reset (Automatik auf P, Motor starten bis grünes OK kommt, Bremse und Gaspedal bis Anschlag durchtreten und gleichzeitig an der Spitze des Lenkradsticks durch langes Drücken die Anzeige reseten). Nach anschließendem Leerfahren und wieder aufladen ist die Anzeige der Reichweite wieder justiert.
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Alex1 » So 5. Mär 2017, 00:00

Wenn Zoes auch zählen, meine Kleine hat jetzt 59.300 oder so :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon puxi » So 5. Mär 2017, 11:37

Rainer hat geschrieben:
Also 16 kWh aus dem Akku entnommen und 19.63 wieder aufgefüllt. Eine Differenz von etwa 3.6 kWh. Ist das die Menge Strom, die beim Laden als Ladeverlust verloren geht?


Denke schon. Mein Stromzähler zeigt jetzt im Winter auch immer 20 bis 25% mehr geladenen Strom an, als der Bordcomputer in der Verbrauchsanzeige stehen hat. Im Sommer bei den höheren Temperaturen geht's dann dank Akkulüfter/-kühlung auch schon mal auf über 60% hoch bei mir...
Ich Notiere den tatsächlichen Verbrauch bei meinem Spritmonitor Account immer in den Kommentaren.
Zum Jahreswechsel hab ich mal eine Zwischenabrechnung gemacht.
Lt. Stromzähler meiner Wallbox 3937,4 kWh verbraucht.
Laut Bordcomputer Fluence Z.E. 2532,0 kWh verbraucht.

Ergibt jetzt für Februar (Bau Wallbox) bis Sylvester 1405,4 kWh oder 55,5% mehr an Energieverbrauch bei mir als der Bordcomputer anzeigt. Ist aber auch gelegentliches Vorheizen dabei.
Da der Bordcomputer aber keine Kommastellen anzeigt ist das nur eine ganz grobe Rechnung...

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Re: Was habt Ihr auf den Km-Zähler? (Renault ZE)

Beitragvon Berni230 » So 5. Mär 2017, 13:47

Hallo Rainer,

Rainer hat geschrieben:
habe gerade mein Fluence von der Ladestelle geholt. An der Ladesäule angezeigter Stromverbrauch
19.63 kWh. Also 16 kWh aus dem Akku entnommen und 19.63 wieder aufgefüllt. Eine Differenz von etwa 3.6 kWh. Ist das die Menge Strom, die beim Laden als Ladeverlust verloren geht?


Ja und die Menge an Leistung, die der durch das Leerfahren erhitzte Akku nun mehr aufnehmen konnte. (kalter Akku höherer Innenwiederstand). Das ist aber nicht viel bei den Außentemperaturen.

Rainer hat geschrieben:
Nächste Überraschung: Jetzt angezeigte Reichweite = 125 km. Daher kann ich Danke sagen, für den Tipp mit dem Tiefen-Reset.


Das war Sinn der Übung.
Da das BMS recht dusselig ist, verstrubbelt es sich regelrecht bei den vielen Daten und zeigt vorsichtiger Weise eher weniger Reichweite als möglich ist an. Wenn du keine andere Möglichkeit hast die Daten auszulesen (z.B. Fluenze Spy) bleibt Dir keine andere Möglichkeit als den ganzen Datenmüll zu resetten, dass das BMS wieder von Anfang an lernen muss wieviel Leistung es noch verwaltet.

Bei Deiner Testfahrt hast Du exakt 124 Km * 13 kWh/100 /100 = 16,12 kWh dem Akku entnommen.
Da der Zellenhersteller des Akkus die maximal verfügbare Leistung der Zellen erst ab einer Temperatur von 25 Grad angibt, darf man davon ausgehen, dass der Akku unter optimalsten Bedingungen noch die zugesicherten 16,5 kWh Leistung zur Verfügung stellen kann.

Es ist halt ärgerlich, dass 'Renault erst im Nachhinein zugibt, dass die ursprünglich angegebenen Reichweiten des Fahrzeuges im echten Fahrbetrieb nie erreicht werden können.
Es gab mal ein Faltblatt von Renault in dem für alle Renault Elektro Autos korrigierte Reichweitenangaben im Echtzeitbetrieb beschrieben wurden.
Darin steht z.B. das der Fluence in der kalten Jahreszeit eine Entfernung von 85 km zurücklegen kann und bei gemäßigten Temperaturen 135 km, je nach Fahrweise.

Das sind zwar ehrliche Werte aus der Praxis, aber mit den Angaben hätte keiner die Karre gekauft.

Das einzige was Du noch machen kannst ist Deine Fahrweise noch ein wenig zu entschleunigen.
Langsames Anfahren, frühzeitig vor dem Anhalten segeln, keine höheren Geschwindigkeiten als 95 Km/h, auch mal bewusst etwas langsamer fahren.
Ja richtig gelesen, man darf mit einem Auto auch langsamer fahren als es die Höchstgeschwindigkeit erlaubt.

In vielen Orten steht schon am Ortseingangsschild ab dem Tempo 50 maximal erlaubt ist ein Zusatzschild mit Schulkindern darauf abgebildet und einer 30 drauf mit dem Hinweis uns zuliebe. Also die Aufforderung freiwillig mit 30 durch den Ort zu fahren um keine Kinder zu gefährden. Meist sind in diesen Orrtschaften die Ampeln auch auf 30 geschaltet. Wer da nur 30 fährt, segelt ohne Stopp durch den Ort. Blöd nur wenn, aus welchem Grund auch immer 99% aller Verkehrsteilnehmer der Erste an der roten Ampel sein wollen und sich dieses Privileg mit überhöhter Geschwindigkeit und waghalsigen Überholmanövern erkämpfen.
Und nein man ist kein Verkehrshindernis wenn man sich mit 5 km/h unter der zulässigen Höchstgeschwindikeit im Straßenverkehr bewegt. Das nennt man defensives Fahren und entspricht dem §1 der StVo.

Mit angepasster etwas verbrauchsärmerer Fahrweise sind im Sommer 11- 12 kWh/100 problemlos als Durchschnittsverbrauch drin, ohne als Verkehrshindernis dazustehen.
Ich hatte auf längeren Strecken auch schon Durchschnittsverbräuche von 10,3 kWh/100 gefahren. Mit 16,5 kWh Akkuleistung sind da Strecken von 160 Km drin.

Da geht noch was.

Gruß
Berni
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