Meine Erfahrung und paar Fragen

Renault Fluence Z.E. Themen

Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Taske_SO » Mi 30. Sep 2015, 17:56

Hallo Zusammen,

Seit einem Monat besitze ich ein Fluence. Es ist ein 2012er Exemplar mit etwas mehr als 20000km. Das Auto fährt sich prima und ist wirklich komfortabel. Das Laden funktioniert unproblematisch,braucht halt Zeit bei 8A Notladekabel. Ich lade aber mit dem 10A Kabel von meinem Prius Plugin, ist eben 20% schneller. Die öff. Ladeinfrastruktur funktioniert auch gut, ich hatte keine Problemen an ca 5 angefahrenen Ladestationen mit einer Typ 2 Steckdose.
Am besten ist das Gefühl wenn man ab 20km/h das Strompedal durchdrückt...allerdings spürt man die Mühe,die Kraft auf den Boden zu bringen :roll:

Meine Sorge beginnt aber bei bekanntester Schwachstelle dieses Autos...die Batterie.
Ich habe hier fast alle Themen zu diesem Fahrzeug durchgelesen und kenne die Problematik.
Zu meinem Fahrverhalten:
Ich fahre täglich 35km zur Arbeit und retour. Dazu kommen noch kürzere Fahrten im Nahbereich.
Auf die Autobahn bin ich nur 3 mal gefahren (95-105km/h schnell).
Mein Durchschnittsverbrauch über die letzten 800km liegt bei 12.2kwh/100km. Fahre ausschliesslich ohne Lüftung. Nur Radio/Licht ist an. Grundsätzlich fahre ich sparsam und weiss welche Faktoren wichtig sind für die Reichweite (es ist mein 3. Elektroauto).
Nach dem Laden zeigt mir der BC eine Reichweite zwischen 135-145km an. Die zählende kwh Anzeige zeigt mir ca15-16kwh an, und dann ist die Batterie bei der Reserve. Ich war in einer ZE Renault Garage,dort wurden die Daten ausgelesen...Zustand Antriebsbatterie 94%. Ich habe die Reichweite noch nie bis zum Schluss ausgereizt, aber mein Gefühl sagt mir dass ich max.135km fahren kann. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 12kwh/100km soll ich bei 75% Akkukapazität noch 137 km fahren können. Meine Batterie ist meiner Meinung nach zum Austausch fällig.

Denkt Ihr, sind diese Werte noch in Ordnung oder sind meine Sorgen berechtigt?

An alle schweizer Fluence Besitzer: kennt ihr eine kompetente Renault Garage für die ZE Fahrzeuge? Wie kann man sich gegen der unseriöser Messung wehren? Wie soll man am besten vorgehen um Renault vom Gegenteil zu überzeugen?
Danke!
Freundliche Grüsse aus Kanton Solothurn
Taske_SO
 
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Rolle » Mi 30. Sep 2015, 20:43

Hallo Taske_SO,

dann wären wir im Kanton Solothurn ja schon mindestens 3 Flusenfahrer............. 8-)

Wenn Du schon im Forum gelesen hast, ist Dir sicher nicht entgangen, dass Renault, wenn es um einen eventuellen Tausch des Antriebsakkus geht, nicht gerade mit Transparenz und Entgegenkommen glänzt. Da wird eher abgewiegelt. Die einzige seriöse Methode um die Kapazität des Akkus zu messen, wäre eine Voll-Ladung mit anschliessender Entladung durch eine Definierte Last. Das ganze unter irgendwelchen Standart-Umgebungsbedingungen, also sagen wir mal bei + 20 Grad C, Akkutemperatur auch + 20 Grad C. Dann wären Messwerte auch vergleichbar. Was Renault genau macht um zu entscheiden, ob man Anrecht auf einen anderen Akku hat, weiss wohl niemand so genau, Renault vermutlich auch nicht.

Als Erstes müsstest Du selber erst mal versuchen, die Kapazität Deines Akkus so genau wie möglich zu messen. Also Akku voll laden, alle Verbrauchsanzeigen auf Null zurücksetzen, Akku ganz leer fahren und dann schauen, wieviele kW/h Du entnehmen konntest.

Um Messunsicherheiten durch die durch Rekuperation zurückgeflossene Energiemenge zu eliminieren, müsstest Du immer dann, wenn normalerweise rekuperiert würde, den Wahlhebel in die Neutralstellung bringen. Ist ein bischen doof, aber hilfreich für eine genaue Messung.

Wenn Du dann unter 16,5 kW/h kommst, weisst zumindest Du, dass jetzt ein Austausch-Akku fällig wäre. Wie Du nun Renault davon überzeugen kannst, da kann ich Dir leider auch nicht helfen, weil ich hier noch keine konkreten Erfahrungen gamacht habe. Das kommt wohl nächstes Jahr auf mich zu.

Wenn Dich dann Renault mit "Akkugesundheit 94%" volllabert, weisst Du, dass eine solche Aussage für gar nix ist. Wenn Du durch Deine Messung den Z.E. Garagisten überzeugen kannst, hast Du schon mal einen Mitstreiter, was aber noch nicht das Ende der Probleme bedeutet. Mein Z.E. Garagist hat mir bestätigt, dass sie selber auch unter der Intransparenz und Geheimniskrämerei von Renault zu leiden haben. Zumindest gab es das Versprechen, sich maximal für den Kunden (also mich) einzusetzen.

Wenn dann endlich ein Austausch-Akku zugebilligt wird, so erzählen Forenmitglieder, gibt es, wenn Du Pech hast, einen mit 17 kW/h Kapazität, was für Dich zwar Scheisse ist, aber Renault hat seine Vertragspflicht erfüllt.

BTW: Garage Dubach in Oensingen kann ich empfehlen. Ich bin nächste Woche wegen kleineren Garantiearbeiten dort und werde den Z.E. ausgebildeten Autoelektriker mal etwas ausquetschen, welches Prozedere verwendet wird, wenn ich einen Austausch-Akku fordere. Ich werde dann hier berichten.

Es Grüessli - Rolle

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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Michael_Ohl » Mi 30. Sep 2015, 21:11

Die Batteriekapazität ist auch strak temperaturabhängig. Wenn die Kapazitätsmessung das berücksichtigt oder die Batterie in einer warmen Halle bei 20 Grad gemessen wird ergibt sich ein anderes Bild als bei morgendlichen 8 Grad.
Mein Kangoo kommt im Sommer auch bis zu 160km und jetzt nur 130km weit.

mfG
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Berni230 » Mi 30. Sep 2015, 22:29

Hallo,

Taske_SO hat geschrieben:
Seit einem Monat besitze ich ein Fluence.
Meine Sorge beginnt aber bei bekanntester Schwachstelle dieses Autos...die Batterie.
Nach dem Laden zeigt mir der BC eine Reichweite zwischen 135-145km an.
Denkt Ihr, sind diese Werte noch in Ordnung oder sind meine Sorgen berechtigt?


warum kommt mir das was Du schreibst nur so bekannt vor ;)

Aber Don´t Panic

Das der Akku schwächelt ist bei allen Fluence leider der Fall.
Jetzt wo es wieder kalt draußen ist, lässt die Reichweite spürbar nach.
Je nach dem wie oft die Heizung genutzt wird, sind das gleich auch noch ein paar schone Kilometer weniger Reichweite.
Um herauszufinden ob der Akku noch die 75% Kapazität bringt mache folgenden Test:

Akku mit 16 A Ladestation volladen, da ist das Balancing der Zellen optimaler als mit dem Notladegerät.
Bordcomputer resetten (Km, Kw usw.).

Nun wie gewohnt fahren.

Wenn die Reservelampe angeht: Km Stand, noch verfügbare Reichweite und Durchschnittsverbrauch sowie verbrauchte Kw aufschreiben.

Dann weiterfahren, sollte noch 10 bis 15 Km funktionieren.

Irgendwann geht die 2 Akkuwarnung mit nervendem Piepsen los.

Nun wiederum Km Stand, noch verfügbare Reichweite und Durchschnittsverbrauch sowie verbrauchte Kw aufschreiben.

Jetzt wird es ein wenig kitzelig :mrgreen:

Am besten Du befindest Dich in der Nähe einer Lademöglichkeit und kannst z.B. durch Fahren um den Block Deiner Heimlademöglichkeit weiter testen.

Inzwischen wird schon lange keine Restreichweite mehr angezeigt, dafür erscheint irgendwann im Display die Meldung das nur noch mit eingeschränkter Leistung gefahren werden kann.

Jetzt wiederum Km Stand, noch verfügbare Reichweite und Durchschnittsverbrauch sowie verbrauchte Kw aufschreiben.

So 2 Km dürften jetzt noch sicher möglich sein am besten noch zwei Runden um den Block und dann schnell in die heimische Garage.

Nun Heizung volle Pulle (HI) aufdrehen und die Lüftung auf 50% um die letzten Kw aus dem Akku zu holen. Das kann locker noch eine halbe Stunde laufen, also etwas Zeit einplanen.

Die KW Anzeige im BC beobachten.

Wenn diese 17 KW anzeigt kannst du den Test abbrechen und den Flu laden, dann hat der Akku noch über 75% und ist ok.

Falls er vorher ausgeht, notiere Dir die Daten im BC und errechne die verbrauchte Leistung.
Durchschnittlich verbrauchte kWh/100 : 100 mal die gefahrenen Km

Falls das Ergebnis kleiner 16,5 ist hat der Akku unter 75% und sollte getauscht werden.

Am besten du dokumentierst das alles noch mit Fotos.

Meistens ist es jedoch so, dass der Akku ganz unten im zweiten Reservemodus, wenn die Piepserei anfängt noch ein Kw oder mehr Leistung hat.
Das zählt Renault natürlich auch zu der zur Verfügung stehenden Akkukapazität dazu, auch wenn es eigentlich eine Frechheit ist, ein Fahren mit der Piepserei noch als normal einzustufen. Ist halt so, es geht bei der Berechnung immer um die komplett zu entnehmende Akkuleistung.

Probiere es mal aus und berichte uns.

Gruß
Berni
Renault Fluence ZE + Toyota Auris II Hybrid

"Diese Kiste fährt elektrisch" - Doc Brown - Back to the Future
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Taske_SO » Sa 3. Okt 2015, 20:27

So,heute war es soweit. Ich habe das Auto gestern vollgeladen und bin gestern ca 100km bereits gefahren um die Einkäufe zu erledigen (ca 60km Autobahn). Heute wollte ich den Akku leerfahren. Nach 114km gab es die erste Batteriewarnung. Bei 130km die zweite Batteriewarnung. Bei 133km kam die Eingeschränkte Leistung. Mit 134.6 bin ich dann an die Öff. Ladestation angekommen um etwas nachzuladen. Zuerst habe ich die Heizung voll aufgedreht. Hier die Fahrdaten laut BC: Gefahrene Strecke 134.6 km. Durchschnittsgeschwindigkeit 46km/h. Verbrauchte kwh 16. Dutchschnittsverbrauch 11.9kwh/100km (zum Zeitpunkt als ich die Ladestation angefahren habe) Durchschnittsverbrauch 12.3kwh/100km (nach der Heizungsorgie). Rechnerisch habe ich die 16.5kwh aus dem Akku ausgereizt. Danach habe ich die Heizung abgestellt und das Auto geladen. Ich wollte nicht bis zum geht nicht mehr den Akku ausquetschen. Das Ergebnis macht mich nicht glücklich. Im Akku waren vielleicht noch 0.5kwh drin.
Was meint Ihr zu diesem Ergebnis?
Unterwegs gabs noch ordentliche Reku,aber sie wird ja mitgezählt. Daher ist das Resultat schon aussagekräftig. Mir ist was zum Fahrverhalten aufgefallen:wenn ich übers Gaspedal den Verbrauch auf 0 anpeile um zu segeln, spüre ich dass das Auto nicht so schnell an Geschwindigkeit verliert wie wenn man in N stellt. Spricht es verbraucht Strom ohne diesen zu zählen. Habt Ihr auvh ähnliches beobachtet? Das würde bedeuten dass der BC zu niedrige Werte liefert. Die anschliessende Volladung dauerte 5.5h und es wurden 19.5 kwh geladen.

@Rolle bist du öffters mal im Gäupark?

Freundliche Grüsse
Zuletzt geändert von Taske_SO am Sa 3. Okt 2015, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Kim » Sa 3. Okt 2015, 21:22

Damit solltest Du noch über 17kWh nutzbar haben.
Denn bei höheren Leistungen (also bei höheren Geschwindigkeiten (60km Autobahn)) kann ein Akku weniger Kapazität abgeben. Bei Landstrasse 80 wärst Du wohl auf 17 bis 17.5kWh gekommen.

Nächste Messung für März planen, in den Wintermonaten kann der Akku nochmal kräftig abbauen.
Und neu dazu: i3 (60Ah) Rex seit 24.11.2017
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Grejazi » So 4. Okt 2015, 09:02

130km bei einem Durchschnitt von unter 50km/h ist in meinen Augen ein guter Wert.

Ihr dürft nicht vergessen, dass im BC unter Verbrauchter Leistung nur der Teil angezeigt wird, der über den Antriebsumrichter läuft.

Bei meinem Fahrprofil ist die Differenz zwischen geladener Leistung und durch EV verbrauchter Leistung ziemlich extrem. Durchschnittlich etwa 33km/h und immer im Komfortbereich - Heizung im Winter und Klima im Sommer.
Geladene Leistung 3450kWh durch EV verbraucht Leistung 2200kWh.

Hinzu kommt, dass der Akku nicht die komplette nutzbare Energie (22kWh bei 25°C) abrufen kann, weil er nicht über den kompletten Bereich geladen / entladen wird.

Der komplette Bereich ginge von 4,2V bis 2,5V Zellenspannung.
Tatsächlich wird aber nur bis 4,1V Zellenspannung geladen und beim Entladen geht es nur bis etwa 2,7V runter.

Die 4,1 V machen Sinn, weil die Entladekurve darüber extrem ungünstig ist und außerdem so noch eine vernünftige Rekuperation bei vollem Akku möglich ist.

Nach unten sind noch 0,2V Reserve, weil erstens in dem Bereich die Zellenspannungen doch ziemlich stark voneinander abweichen können und zum anderen um den Akku nicht zu tief zu entladen wenn du liegen bleibst. Denn dann hättest du unter Umständen ein echtes Problem.

Die Zellenspannungen habe ich gestern ausgelesen mit Diagnosegerät - und den Akku leergefahren bis die Fluse nicht mehr gezuckt hat - Heizung an und eingelegter Rückwärtsgang gegen die Handbremse.

Bei angezeigten 0,08% Batterieladung hat der Motor noch 2 Mal gezuckt und dann war Ende.
Zellenspannung unter Last bei manchen Zellen unter 2,6V.
Nach dem abschalten der Zündung unbelastet fast alle Zellen wieder über 2,7 V.

Also die 22kWh theoretisch nutzbare Energie bei Idealvoraussetzungen sind sowieso nicht nutzbar und der nicht gezählte Verbrauch ist auch nicht zu unterschätzen.

Die Verbrauchte Leistung über den BC zu ermitteln ist in etwa so genau wie einen 100m-Lauf mit einer Sonnenuhr zu stoppen.

Die gestern von mir ermittelten Werte waren zudem noch im optimalen Temperaturbereich des Akkus sprich 25°C.

Und für die Voll-Ladung mit 3,5kW hat er gepflegte 9 Stunden gebraucht weil die Akkutemperatur beim Laden die 25°C überschritten hat und er nach Kühlung verlangte.
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Taske_SO » So 4. Okt 2015, 10:09

Die Gesamtkapazität der Batterie ist grösser (24-26kwh). Die 22kwh sollen uns zur Verfügung stehen. Diesen Wert komuniziert Renault auch in der Tech.Daten. Mit welchem Durchschnittsverbrauchh sollen nun die 185km nach Prüfzyklus erreicht werden?
Der BC rechnet auch Verbrauch von Heizung und Klima mit, sowie Reku. Sonst würde der Durchschnittsverbrauch nicht steigen wenn man die Heizung einschaltet, wie auch umgekehrt wenn man rekuperiert. Der BC ist sicher nicht der genaueste Instrument um die empfindliche Thematik der Batteriekapazität zu messen,aber es hilft das Ganze einzugrenzen. Bei mir wurden dann 19.5 kwh geladen für die Vollladung. Wenn man 20% Ladeverlust abzieht sind es ca15.6 kwh die in den Akku geflossen sind. Das ist auch ein Hinweis.
Ich werde mich mit Renault kurzschliessen und werde nach einer Lösung suchen.
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon Grejazi » So 4. Okt 2015, 11:58

Wenn du in 5,5h 19,5kWh geladen hast, dann sind deine Ladeverluste nicht bei 20% sondern weit darunter - eher bei 5 - 7%.

Ladeverluste von 20% hast du nur dann, wenn die Akku-Kühlung die ganze Zeit arbeiten muss. Dann hast du aber auch eine Ladezeit von 9 - 10 Stunden.

Und wie ich schon geschrieben habe sind die theoretischen 22kWh nutzbare Energie sowieso nur theoretisch erreichbar.

Du kannst zur Überprüfung der Batterie natürlich bei Renault mal die Batteriedaten auslesen lassen.
Dabei wird jedoch meistens nur der Zustand der Batterie ausgelesen. SOH?
Interessant ist jedoch auch der Parameter 1413 - Zellenkapazität (Kapazität von 2 Parallelen Zellen) - wahrscheinlich vom BMS berechnet.

Reichweite nach NEFZ-Zyklus, durchschnittlicher Verbrauch und nutzbare Kapazität sind leider keine Werte die problemlos zu interpretieren sind.

Nehme ich die Reichweite nach NEFZ-Zyklus und die theoretisch nutzbare Kapazität komme ich auf einen Durchschnittsverbrauch von ca. 11,9kWh/100km.

Nehme ich den angegebenen Durchschnittsverbrauch (14kWh/100km) und die theoretisch nutzbare Kapazität komme ich auf eine theoretische Reichweite von 157 km.

Realität ist leider, dass dir ein Tausch der Batterie bei 75% der Kapazität unter "Laborbedingungen" zugesagt wird.
Hierin sehe ich das eigentliche Problem, weil dieser Wert eigentlich zu niedrig angesetzt ist. Ob man bei Renault da bereit ist nachzubessern wage ich zu bezweifeln - ob man andere Möglichkeiten hat dagegen etwas zu unternehmen ist auch fraglich - immerhin gibt es im Batteriemietvertrag unter IX.1 den Passus, dass wenn der bestimmungsgemäße Gebrauch des Elektrofahrzeugs nicht mehr zumutbar ist seitens der Vermieterin reagiert werden muss.
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Re: Meine Erfahrung und paar Fragen

Beitragvon E. Vornberger » So 4. Okt 2015, 12:56

Grejazi hat geschrieben:
Ihr dürft nicht vergessen, dass im BC unter Verbrauchter Leistung nur der Teil angezeigt wird, der über den Antriebsumrichter läuft.

Das stimmt so nicht. Wenn Heizung oder Klmaanlage laufen sieht man sehr wohl deren aktuellen Verbrauch. Und der wird natürlich mitgezählt. Verbraucht wird übrigens nicht Leistung, sondern Energie.
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