Hohe Ladeströme bei Rekupation

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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon Robert » Sa 20. Jul 2013, 06:54

Kim, wie kritisch siehst du dann eine permanente Ladung des ZOE mit 22kw ? Wenn der Kapazitätsverlust in dem Tempo weiter geht, müsste der Akku von Renault in den nächsten 6 Monaten getauscht werden ?
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon bm3 » Sa 20. Jul 2013, 09:30

Kim hat geschrieben:
Eine nur wenige Sekunden andauernde "Anladung" im 35kw-Bereich ist natürlich etwas ganz anderes als ein Dauerladestrom der selben Stärke über Minuten oder gar eine halbe Stunde hinweg.
Der Fluence hat ja bei Aussentemperaturen über 16° schon Mühe, das Antriebsbatteriemodul wärend einer langsamen Ladung mit gerade mal 8 Amp via Kabelbox ausreichend zu kühlen und investiert grob geschätzte 500-700 Watt direkt in die Modullüftung.

Renault wird niemals eine echte Schnellladung unterstützen solange sie noch für die Lebensdauer der Antriebsbatterie geradestehen müssen.
Bei Ladungen von 0% auf 100% innert 1 Stunde oder kürzer, lebt kaum ein moderner LiIo oder LiPo länger als 100 Ladezyklen, ohne dass er an Leistung und/oder Kapazität einbüsst. (Wobei die Leistungseinbusse zu vernachlässigen ist, da die Antriebsakkus teils bis zu 10x höhere Leistung liefern könnten als ihnen vom Motor tatsächlich abverlangt werden. Als E-Autofahrer ist für uns darum viel mehr die verfügbare Kapazität interessant.)

Am längsten Zeit benötigt der Balancing-Vorgang, sprich das Angleichen aller Zellspannungen aneinander, und im Fluence (und ZOE) sind hunderte davon verbaut. Teils in Reihe, teils parallel geschaltet.
Beim diesem Angleichungs-Prozess entsteht eine gewaltige MENGE Wärme im Balancer. Warum? Weil es technisch viel einfacher ist, den Strom der Zellen welche bereits etwas voller sind, wieder einfach zu verbrennen, wärend sie auf die "langsameren" Zellen warten.

Beim Rekupationsvorgang wird der Balancer darum völlig umgangen und der kurzzeitig über den Konverter zurückkommende Strom quasi wie ungefiltert direkt an den Plus- und Minuspol des Akkumoduls gespeist. Aber keine Sorge, das ist völlig in Ordnung und tut dem Akku nicht weh. Aber eine komplette Dauerladung auf diese Art würde er nicht, oder nur vielleicht ein dutzend Mal, überleben.


Hallo Kim, zu deinem Posting nur kurz soviel:

Renault unterstützt zur Zeit schon eine "echte" Schnellladung mit bis zu 43kW .
Dabei wird der Akku noch unter 2C belastet was durchaus für gute Lithium-Akkus noch vertretbar bezüglich ihrer Lebensdauer ist.
Die LG Chem Zellen sind nach den bisher gemachten Erfahrungen gut und vor allem sehr homogen bei der Ladung.
Es sind bisher noch keine nennenswerten Ausgleichsladungen von mir beobachtet worden.
Im Gegenteil beschränkt sich ein Ausgleichsprozess, wenn er denn überhaupt mal bisher stattfinden sollte, auf wenige Minuten.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon Beetle » Sa 20. Jul 2013, 16:06

Ich beabsichtige (zB nach Ablauf der Garantie) den Fluence mit einem onboard Zusatzlader (zb bestehend
aus 2 Zivan NG mit je 3,7kW) auszustatten.
Dazu würde ich eine der J1772/Yazaki Ladebuchsen gegen eine Typ2/Mennekes Buchse tauschen, und an die 2
zusätzlichen Phasen zwei Ladegeräte anschließen. So hätte man auch keine Schieflast sondern 3 gleichmäßig
belastete Phasen.

Das Auto würde mit den Typ2 Säulen wie gehabt 16A Strom aushandeln, aber nun dreiphasig ziehen.
Vorteil: umgebauter Fluence (bei Nutzung der RWE power SMS).

Schalten würde ich die Extralader über ein Stromwächterrelais. Sie sollen sich nur einschalten, wenn auf L1 das
Originalladegerät Ladestrom zieht. Zusätzlich könnte man einen oder beide Zusatzlader bei überschreiten einer
Temperaturschwelle (zB 10°C über der Einschaltschwelle des Akkulüfters).

So wäre der Akku immerhin mit rund 11kW zu laden.

Was bis dahin herauszufinden wäre: Wo misst der Fluence die eingeladene Strommenge? Denn genau da müssten die
Ausgänge der Zusatzlader angeschlossen werden, damit das Auto auch merkt, das mehr kWh reinkommen. Der Shunt
wird wahrscheinlich in der Motor-Leistungselektronik stecken. Vielleicht gehts ganz simpel am Ausgang des Original-Laders.

Gruß,
Stefan

PS: Mir wäre lieber, wenn die Räder sich beim laden nicht drehten ;-)
Meine E-Mobility Historie: Citroen Saxo electrique -> Renault Fluence -> Nissan Leaf -> Hyundai Ioniq
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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon Kim » Mo 22. Jul 2013, 23:38

Robert hat geschrieben:
Kim, wie kritisch siehst du dann eine permanente Ladung des ZOE mit 22kw ? Wenn der Kapazitätsverlust in dem Tempo weiter geht, müsste der Akku von Renault in den nächsten 6 Monaten getauscht werden ?


Normalerweise völlig unkritisch....

Hab wohl einfach ein faules Ei erwischt. Muss nun einfach noch einen Z.E. - Zertifizierten in Akkureichweite finden.

Hallo Kim, zu deinem Posting nur kurz soviel:
Renault unterstützt zur Zeit schon eine "echte" Schnellladung mit bis zu 43kW .
Dabei wird der Akku noch unter 2C belastet was durchaus für gute Lithium-Akkus noch vertretbar bezüglich ihrer Lebensdauer ist.
Die LG Chem Zellen sind nach den bisher gemachten Erfahrungen gut und vor allem sehr homogen bei der Ladung.
Es sind bisher noch keine nennenswerten Ausgleichsladungen von mir beobachtet worden.
Im Gegenteil beschränkt sich ein Ausgleichsprozess, wenn er denn überhaupt mal bisher stattfinden sollte, auf wenige Minuten.
Viele Grüße: Klaus


Genau so sollte das sein. Je besser "sortiert" die Zellen sind, umso geringer der Zelldrift, umso kürzer der Balancingvorgang, umso länger die Lebensdauer usw....
Leider siehts in meinem Fall so aus, als ob sich bei meinem Flu innert kürzester Zeit ein sehr arger Drift eingestellt hat.
Wieviele Zellen betroffen sind oder wieviele der anderen Zellen inzwischen mitbeschädigt wurden wird sich evtl. bei einer Inspektion zeigen.
Leider hat sich die letzte Werkstatt bei der ersten Inspektion trotz meiner Bitte die Antriebsbatterie NICHT angesehen, sondern mit einer hanebüchenen Aussage versucht a) mich für dumm zu verkaufen oder b) mir ihre komplette Inkompetenz zu offenbaren ;)
Und neu dazu: i3 (60Ah) Rex seit 24.11.2017
Outlander PHEV von 02.2015 bis 12.2017 / 56.000km bei 11gr CO2/km mit 0.5l/100km
Fluence Z.E. von 03.2012 bis 03.2015
Renault = Nur eine schlechte Erfahrung mehr im Leben
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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon Steve » Di 7. Jan 2014, 19:37

Hallo
Tolle Ideen, bitte um Info wenn der
dreiphasige Lader am Fluence funktioniert.

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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon Fluence ZE 190. » Mi 8. Jan 2014, 17:07

zum Thema wie hoch beim Flu die Rekuperationsleistungen sind. Laut Aussage des Technikers (in der Werktsatt wo ich bin mit meinem Flu) der recht gut Bescheid weiss kann der Flu nur mit 16 A also 3,7 kW rekuperieren. Die Anzeige sei falsch. Das erklärt auch den schlechteren NEFZ gegenüber dem Zoe der das bei den NEFZ Fahrzyklen bis 43 kW ja macht....
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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon eDEVIL » Mi 8. Jan 2014, 17:20

nur 3,7 KW Recu? :shock: :shock: UNd was passiert mit dem Rest? Bin nie in eine Flu gefahren - wie stark "fühlt" sich die Recu denn an?
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon Simu » Mi 8. Jan 2014, 17:32

Fluence ZE 190. hat geschrieben:
zum Thema wie hoch beim Flu die Rekuperationsleistungen sind. Laut Aussage des Technikers (in der Werktsatt wo ich bin mit meinem Flu) der recht gut Bescheid weiss kann der Flu nur mit 16 A also 3,7 kW rekuperieren. Die Anzeige sei falsch. Das erklärt auch den schlechteren NEFZ gegenüber dem Zoe der das bei den NEFZ Fahrzyklen bis 43 kW ja macht....


Hallo Zusammen
Wenn die Ladestöme bei der Rekuperation nur max 16A betragen sollten, warum schnellt die Reichweite beim Rekuberieren so schnell in die Höhe? ;)

Gruss Simu
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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon PowerTower » Mi 8. Jan 2014, 17:38

3,7 kW Reku kann definitiv nicht stimmen. Das würde man kaum merken. Selbst mein Uraltfahrzeug mit einem im Vergleich zum Fluence Luftpumpenmotor bringt 11 kW Reku serienmäßig, die man sogar in der Software noch deutlich höher einstellen könnte. Eine Rekuleistung <20 kW beim Fluence wäre für mich vollkommen unverständlich und bei einem Auto dieser Größenklasse auch kaum sinnvoll.
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Re: Hohe Ladeströme bei Rekupation

Beitragvon lingley » Mi 8. Jan 2014, 20:59

3,7 kW Reku ? Ich meine EVplus hat bei seinem Fluence Test von einer Rekuperationsleistung um die 30 kW berichtet !
Auch ich bin Ihn selbst gefahren und kann mich erinnern das die Rekuperation hart zur Sache ging wenn man den Fuß vom Strompedal nahm.
lingley
 

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