2 Tage und Nächte mit dem Fluence ZE

Renault Fluence Z.E. Themen

2 Tage und Nächte mit dem Fluence ZE

Beitragvon EVplus » So 29. Apr 2012, 22:16

Sensationell ist nach meiner Ansicht der Energieverbrauch und die Rekuperation bei grösseren Höhenunterschieden.
Der im Fahrzeugdisplay angezeigte Verbrauch über 300 km war bei 11,4 kWh/100km. Fahrt im relativ ebenen Gelände, Hochrhein von Freiburg über Schaffhausen bis Singen und zur Hälfte Retour ( bis Basel ). Heute habe ich den Fluence mehrfach über meinen Hausberg ( Dinkelberg = 190 Höhenmeter Differenz ) ) "gejagt" , sowohl auf der Autobahn A98 als auf der Landstrasse und war überrascht, wieviel von der für die Bergauffahrt eingesetzten Energie rekuperiert wurde. Der Schnitt ist nur leicht angestiegen von 11,4 kWh/100km bei 300 km Fahrstrecke vor den "Bergfahrten"auf 11,8kWh/100km bei 391km Fahrstrecke nach den Bergfahrten. Ich hätte gedacht, daß mehr Energie bergauf "verbraten" wird. Bei meinem derzeitigen Plug-in, Toyota Prius Gen2 mit 4kWh LiFePO4 Akku verursachen die Bergfahrten immer den Anstieg des Benzinverbrauchs von 2,0 L/100 km auf 3,6L/100 km.

Die Ladedauer des Akkus beim Fluence ZE ist nach meiner Ansicht zu lang. 6-8 h bei einer Typ2 Ladestation / Wallbox und 10-12 h über das "Notladekabel". Der angekündigte Chamäleonlader ist also ein "MUSS" , bzw. der fehlende Chamäleonlader ein Ausschlusskriterium.

Das Notladekabel ist sehr gut konstruiert. Bei einer Erhöhung der Temperatur des Schukosteckers wird die Ladeleistung reduziert. Das waren zumindest meine Rückschlüsse aus der Ladedaueranzeige, als ich einen anscheinend "minderwertigen" Adapter von Schweizer Steckernorm T13 auf Schuko benutzt habe. Die Kontakte des Adaters waren etwas heiss geworden ( kleine Brandblase am Finger ) und hatten zu einer nicht ganz so starken Temperaturerhöhung des Schukosteckers des Notladekabels geführt.

An das Navi muss man sich gewöhnen. Ich bin kein Tom Tom Fan...

Die Möglichkeit den Ladestand des Akkus online auf den Computer zu bekommen habe ich nicht herausgefunden. Scheint aber sehr wünschenswert zu sein. Ich hätte gerne den Ladezustand des Akkus abgefragt, als der Fluence ZE in Schaffhausen an der Stromtankstelle übernachtet hat...

Das Fahrgefühl ist toll. Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer sind eine Hilfe.

Negativ finde ich die starke Rekuperation. Mit den Gaspedal steuert man sozusagen die Verzögerung. Ich habe oft beobachtet, daß die hinter mir fahrenden Autos irritiert über die starke Bremswirkung ( ohne Aufleuchten der Bremslichter ) waren. Oftmals habe ich auf langen Landstrassenabschnitten den Gangwählhebel auf "N" gestellt um entspannt ( ohne Krampf im Fuss ) zu gleiten.Besonders auf leichten Gefällstrecken. Der Wechsel von N auf D kam mir mehrfach recht "hart" vor. Da sollte nach meiner Ansicht Renault noch etwas verändern. Evtl. einen Wählschalter zwischen 3 Modi : S = Sport, Wagen hängt am Gas, so wie es jetzt ist, Normal = weniger Rekuperation, mehr rollen, Eco = "langes Gleiten" Rekuperation weitgehendst über das Bremspedal)
Zumindest bin ich vom Toyota Prius einen weiteren "Gleitbereich" welcher über das Gaspedal gesteuert wird gewohnt. Aber vielleicht benötige ich noch etwas "Renault ZE Fahrschule".

Die Innenraumhaptik ist nicht berauschend. Plastik/ Kunststoffgewebe pur., evtl. ist die höherwertige Ausstattungsvariante da besser.

Die Lüftung/Klima funktioniert anscheiennd sehr stromsparend. ( ca. 1kW im Eco-Modus). Die Heizung zieht lt. Anzeige 5 kW . und bringt einen wahren Sturm hervor ( Maximalstellung) .

Der Kofferraum ist, na ja, winzig.

Der Fluence ist das wahre Understatement Fahrzeug ( ich meine das positiv ). Ohne Aufkleber sieht man ihm nicht die Fähigkeiten an und erzeugt keine Neidkomplexe bei den Mitbürgern....

Weiterhin positiv finde ich das 5 Personen darin sitzen dürfen. Die Rückbank ist zwar nicht so bequem wie im Prius, aber immerhin...


Also, ich hoffe, daß man für den Fluence ein kostenloses upgrade auf den Chamäleon Lader erhält, sobald dieser verfügbar ist. Ansonsten sehe ich Schwierigkeiten für Renault das Fahrzeug an den Mann/Frau zu bringen.

Mit der Batteriemiete kann man leben, auch mit der Kooperation mit RWE / TomTom, aber nicht mit der langen Ladedauer.

Soweit meine persönlichen Einschätzungen.

Beste Grüsse EVplus

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Re: 2 Tage und Nächte mit dem Fluence ZE

Beitragvon Jogi » So 29. Apr 2012, 23:18

Hallo EVplus.

Kann es sein, dass wir uns nicht nur aus dem elweb- und dem PV-Forum, sondern auch aus der ZE-Community kennen?


EVplus hat geschrieben:
Sensationell ist nach meiner Ansicht der Energieverbrauch und die Rekuperation bei grösseren Höhenunterschieden.

<12kWh/100km???
Das wäre echt ein super Wert!
Hier spielt wohl der Fahrer die entscheidende Rolle!?


Die Ladedauer des Akkus beim Fluence ZE ist nach meiner Ansicht zu lang. 6-8 h bei einer Typ2 Ladestation / Wallbox und 10-12 h über das "Notladekabel". Der angekündigte Chamäleonlader ist also ein "MUSS" , bzw. der fehlende Chamäleonlader ein Ausschlusskriterium. [...]
Also, ich hoffe, daß man für den Fluence ein kostenloses upgrade auf den Chamäleon Lader erhält, sobald dieser verfügbar ist. Ansonsten sehe ich Schwierigkeiten für Renault das Fahrzeug an den Mann/Frau zu bringen.

Genau das war ja mein Vorschlag in der Community.
Inzwischen konnte ich auch mit einem Renault-Mitarbeiter über dieses Thema reden, aber das hat eher zur Ernüchterung meinerseits geführt:
Die ZE-Modelle, die mit dem Chamäleon-Lader ausgeliefert werden, sind dann auch insgesamt mit einer anderen Leistungs- und Steuerelektronik ausgestattet.
Eine Umrüstung würde also unverhältnismässig teuer werden.
Wem also die Schnelladeoption wichtig ist, dem kann man nur empfehlen, mit dem Kauf zu warten, bis das Chamäleon in Serie geht.

Negativ finde ich die starke Rekuperation. Mit den Gaspedal steuert man sozusagen die Verzögerung.

Hmm..., und ich empfinde genau das inzwischen als ein Komfort-Feature...
- ist wohl Geschmackssache.

Ich habe oft beobachtet, daß die hinter mir fahrenden Autos irritiert über die starke Bremswirkung ( ohne Aufleuchten der Bremslichter ) waren. Oftmals habe ich auf langen Landstrassenabschnitten den Gangwählhebel auf "N" gestellt um entspannt ( ohne Krampf im Fuss ) zu gleiten.Besonders auf leichten Gefällstrecken. Der Wechsel von N auf D kam mir mehrfach recht "hart" vor. Da sollte nach meiner Ansicht Renault noch etwas verändern. Evtl. einen Wählschalter zwischen 3 Modi : S = Sport, Wagen hängt am Gas, so wie es jetzt ist, Normal = weniger Rekuperation, mehr rollen, Eco = "langes Gleiten" Rekuperation weitgehendst über das Bremspedal)

Also, beim E.-Golf kann man die Reku via Schaltwippe in mehreren Stufen anpassen.
Das fand ich zunächst gewöhnungsbedürftig, aber es kommt halt den unterschiedlichen Fahrercharakteren entgegen.
Ich persönlich bräuchte das nicht.


Gruß Jogi
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
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Re: 2 Tage und Nächte mit dem Fluence ZE

Beitragvon Robert » Mo 30. Apr 2012, 06:36

Ich habe die Rekuperation beim Fluence als schwach empfunden. Beim Twizy allerdings als sehr stark. Weiß jetzt auch nicht ob das subjektiv ist oder ob es tatsächlich von Fzg zu Fzg differiert.

Stichwort Tom Tom Navi :

Ich habe es während der Fahrt nicht geschafft das große Display/ Navi mit dem Satelliten in der Mittelkonsole in Betrieb zu nehmen. Wollte das so nebenbei machen um nicht zu sehr vom Verkehrsgeschehen abgelenkt zu werden. Dummy wird es wohl keiner gewesen sein ? :oops: :mrgreen:
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