TU München: MUTE

Blick in die Zukunft der Elektroautos

TU München: MUTE

Beitragvon PowerTower » Di 12. Feb 2013, 01:40

Wenn auch schon etwas älter, aber daran gearbeitet wird wohl immer noch.

Die (alte) Homepage zum Auto: http://www.mute-automobile.de/
Die (neue) Homepage zum Projekt: http://www.visiom-automobile.de/

Der MUTE als Elektroauto der TU München erfüllt für mich in vielerlei Hinsicht alle meine Bedürfnisse. Er könnte sogar ein würdiger Nachfolger für den Think werden, immerhin haben sie so einiges gemeinsam. Zwei Sitze, viel Laderaum, Vollglas-Heckklappe, aufgeräumtes Cockpit. Sehr gefällig. Nur dass der Mute das alles bei halbem Gewicht schafft. :shock:

Bilder vom MUTE: www.motor-talk.de

Die Fülle an Ingenieursleistungen beeindruckt mich, und wenn man das Auto tatsächlich zum normalen Preis auf den Markt werfen will (10.000 - 15.000 Euro?), könnte es sogar Früchte tragen. Vielleicht schießt man mit der einen oder anderen Entwicklung sogar etwas über das Ziel hinaus, aber das ist wohl auch die Aufgabe einer Uni. Wichtig ist es erst einmal zu entwickeln, dann kann man immer noch selektieren, was davon den Weg zum Endkunden finden muss.

Sehr gelungen finde ich den "elektrischen range extender" Bitte was? Bei näherer Betrachtung der Homepage stellt sich heraus, dass es sich dabei um leicht wechselbare Zink-Luft-Batterien handelt, die nach Gebrauch entsorgt werden. Wenn also eine etwas weitere Fahrt ansteht, werden etwa 15 kg Zink-Luft Batterien in die vorgesehenen Schächte montiert und schon kommt man mit dem Auto mal eben 100 km weiter, trotz des nur einen vorhandenen Antriebs. Da hat jemand mitgedacht. Ist nur die Frage, was entsprechend große Zink-Luft Batterien für einen Preis verursachen werden.

Was mir nicht gefällt ist der verwendete Akkusatz. Hier setzt man wie bei Tesla auf hunderte kleiner Zellen (18650?), die laut Beschreibung mit nicht eigensicherer Chemie (vermutlich NCA) funktionieren und gekühlt bzw. beheizt werden müssen. Es wird einfach Zeit für eine neue Batterietechnik, die eigensicher ist und die ohne aufwändige Heizung bzw. Kühlung auskommt. Dafür kann die TU aber nichts, sie müssen ja auch das nehmen, was der Markt für ihr Projekt bietet. Aber immerhin setzen sie die Sicherheit des Autos an die erste Stelle ihrer Aufgabenliste und da sollte man den Akkus auch entsprechende Beachtung schenken. Wobei natürlich das BMS im normalen Betriebszustand alles unter Kontrolle haben wird.

Fazit für mich: das Projekt wird auf jeden Fall in Zukunft weiter beobachtet und ich hoffe, dass das nicht nur wieder eine von vielen Aktionen ist, mit der man beweisen kann, wie einfach es ist Fördermittel zu vernichten. Aber bisherige Ergebnisse sind durchaus vorzuweisen.
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Re: TU München: MUTE

Beitragvon berndine1 » Di 12. Feb 2013, 10:11

...des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über 2,5 Jahre mit insgesamt 10,8 Mio. Euro gefördert.

Und BMW, Daimler, .... alle mit im Boot! Da könnte ich schon wieder kotzen!
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Re: TU München: MUTE

Beitragvon dexter » Di 12. Feb 2013, 10:28

Ich weiss nicht so recht was ich davon halten soll.

Wenn es wirklich nicht um Fördergeldabgriff ginge sondern um echte Weiterentwicklung, würde die TU München dann nicht zuallererst prüfen was am alten Hotzenblitz und am neuen Tazzari Zero fehlt um die Ziele zu erreichen?

Beide LEM, beide bereits mit sehr ähnlicher Zielsetzung entwickelt. Und den Tazzari kann man sogar kaufen, ist nur etwas zu teuer und hat einen etwas zu kleinen Laderaum.
Michael

Twizy Technic (110 km/h; 22 kW) ..... 40.705 km / 4.046 kWh => 9,9 kWh/100km
Emco Novum-Li (45 km/h; 3 kW) ..... 4.003 km / 208 kWh => 5,2 kWh/100km
(Stand: 10/2016, Verbrauch ab Steckdose)

https://dexters-web.de
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Re: TU München: MUTE

Beitragvon berndine1 » Di 12. Feb 2013, 13:15

Bei uns an der Uni wird auch schön parallel am selben geforscht, Ergebnisse nicht weitergegeben und nochmals bereits erforschtes neu erforscht. Geldgrab ohne Ende!
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