Riversimple Rasa

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Riversimple Rasa

Beitragvon LordNelson » So 16. Jul 2017, 14:29

Habe mich extra hier angemeldet, um auf ein Projekt zu verweisen, das im Forum offenbar noch völlig unbekannt ist; der "Rasa" von riversimple.
Erstmal kurz zur Firma: Riversimple ist ein Startup aus Wales, das 100% nachhaltige Individualmobilität als Maxime hat. Die Firma funktioniert grundsätzlich anders als alle anderen Autohersteller auf der Welt, weil sie als Wirtschaftsmodell "circular economy" verwendet: Riversimple will keine Auto verkaufen, sondern nur vermieten. Der Nutzer zahlt lediglich einen fixen monatlichen Beitrag für die Nutzung des Autos. Wartung, Versicherung, Reparaturen und Kraftstoffkosten werden von der Firma abgewickelt und bezahlt.
Übliche Hersteller maximieren ihren Gewinn, indem sie möglichst viele Autos verkaufen und möglichst viele Reparaturen/Wartungen durchführen, was umwelttechnisch vom Ressourcenverbauch eine Katastrophe ist. Riversimple hingegen muss für Gewinnmaximierung Langlebigkeit, Wartungsarmut und Kraftstoffeffizienz ihrer Autos anstreben, weil sie selbst für diese anfallenden Kosten aufkommen müssen. Dadurch werden ökologische und ökonomische Ziele vereint, und der Umwelt ist automatisch geholfen.

Nun zum Auto: Der Rasa ist ein Wasserstoff-betriebener Zweisitzer in Ultraleichtbauweise (unter 600 kg Leergewicht) mit etwa 300 Meilen Reichweite. Die technische Raffinesse, die in diesem Auto steckt, fasziniert und begeistert mich total. Und dabei ist alles vom Prinzip total einfach (auch einer der Grundsätze von riversimple).

Die Brennstoffzelle hat nur 8,5 kW maximale Leistung. Trotzdem kann der Rasa genauso schnell beschleunigen wie übliche Mittelklassewagen, weil eine Superkondensatorbank die Spitzenlasten zur Verfügung stellt (und natürlich auch wegen dem geringen Gewicht). Die Bank dient auch zum Zwischenspeichern der Rekuperationsenergie.

Für den Schub sorgen Nabenmotoren in allen vier Rädern, was gleich mehrere Vorteile bringt:
• Allradantrieb
• Ideale Grundlage für Assistenzsysteme wie Torque Vectoring
• Rekuperation fällt wesentlich höher als üblich aus, weil nicht teilweise mechanisch gebremst werden muss, um Vorder-/Hinterbremskraft auszugleichen
• Starke Reduktion der Anzahl bewegter Teile, was Gewicht, Platz, Verluste und Verschleiß spart.

Das Chassis ist aus Kohlenfaserverbundstoffen, wie es im Rennsport gang und gäbe ist. Das bringt maximale Gewichtseinsparung bei gleichzeitiger hoher Festigkeit.
Der Rasa hat Flügeltüren, aber nicht einfach weil es cool ist, sondern wegen Ein/Aussteigekomfort und aus platz- und sicherheitstechnischen Gründen.

Die Außenform wurde im Hinblick auf minimalen Luftwiderstand (sowohl von vorn als auch von der Seite) designt und bietet einen sehr guten cw-Wert von etwa 0,25, was kombiniert mit der geringen Stirnfläche zu hoher Effizienz führt.


Ich bräuchte zu lang, um hier auf jedes Detail einzugehen, aber in jedem Aspekt des Designs merke ich, wie gut er durchdacht und ideal in das Gesamtkonzept integriert ist.
Schaut euch auch mal Interviews dazu an, z.B. https://www.youtube.com/watch?v=utmkddBFUg0
Ich finde, das ist die ultimative Zukunft. Eine Revolution. Was meint ihr?
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Re: Riversimple Rasa

Beitragvon Blue shadow » Di 29. Aug 2017, 10:17

Wenn sie noch ne lösung für home elektrolyse anbieten....

Fullycharged war gerade auf den orkneys, dort wird mit überschussstrom eine wasserstoff produktion betrieben, weil die seekabel nicht genug vertragen

So eine kleine stomquelle wünschte ich als rangeextender für meinen leaf....ein zwei gasflaschen mit 40 kwh energieinhalt und der wagen hat selbst mit alterendem akku eine zukunft
ExKonsul leaf blau winterpack ca 34.000 km Spannung und Spass mit Akku und Golfball punktierter Oberfläche zur cw reduzierung....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 40 kwh in 24 monaten
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Re: Riversimple Rasa

Beitragvon LordNelson » Di 29. Aug 2017, 18:36

Blue shadow hat geschrieben:
Wenn sie noch ne lösung für home elektrolyse anbieten....

Das wäre in der Tat ziemlich geil. Ich hatte auch schon überlegt, ob so etwas realisierbar und bezahlbar wäre, kam aber bislang zum Schluss, dass das wohl noch Zukunftsmusik oder generell suboptimal ist(?).
Die in Deutschland quasi nicht vorhandene Wasserstoffinfrastruktur sehe ich als allergrößtes Problem für FCEVs. Riversimple will zwar selbst für Anlagen sorgen, aber das können sie natürlich nicht schnell in großflächigem Stil machen, sondern müssen sich erst auf die größten Ballungsräume konzentrieren.

Blue shadow hat geschrieben:
So eine kleine stomquelle wünschte ich als rangeextender für meinen leaf....ein zwei gasflaschen mit 40 kwh energieinhalt und der wagen hat selbst mit alterendem akku eine zukunft

Coole Idee! Eine Art Elektro-Elektro-Hybrid mit einer gewissen Batteriereichweite für Kurzstrecken und einer zusätzlichen Reichweite per Brennstoffzelle. Bin mir allerdings nicht sicher, ob das ökologisch wirklich sinnvoll wäre... Ist ja wieder einiges mehr an Technik und Gewicht, was da rumgefahren wird, im Vergleich zum reinen BEV oder FCEV. Eine schlanke Bauweise wie beim Rasa wäre damit wohl eher nicht möglich.

Ich wundere mich außerdem über die magere Resonanz zum Rasa hier im Forum. Bin ja froh, dass sich wenigstens mal einer dazu geäußert hat... ;) Sind Autokonzepte wie dieses etwa dermaßen unbeliebt? Oder uninteressant? Kann ich gar nicht verstehen, bei diesem innovativem Design. :? :?:
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Re: Riversimple Rasa

Beitragvon Schwani » Di 29. Aug 2017, 19:34

Habe mir das Video angeschaut. Der Wagen ist zwar - sagen wir mal gewöhnungsbedürftig - aber das Konzept schon gut.

Allerdings habe ich eine Abneigung gegenüber Wasserstoff. Die Produktions- und Transportkette ist mir zu lang und eine Hochvoltbatterie lieber als ein Hochdruckbehälter.
26kWp PV im Eigenverbrauch; Solarthermie: 6qm Flach-, 12qm Röhrenkollektor; WW-Luftwärmepumpe; KWL mit Wärmerückgewinnung; Holzvergaser HDG; 130m3 Regenwasser; Outlander PHEV seit 06.17, 08.17 e-load up! bestellt, Kona reserviert - Sangl Nr. 20
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