e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon E-Olli » Di 27. Mär 2018, 09:41

iAndi hat geschrieben:
Laut Beschreibung der Serienausstattung (siehe Preisliste Stand 11/2017) gibt es ein "Lederlenkrad mit Schaltwippen für Fahrstufen P,N,R und D". Im Shop wurde aber erklärt, dass die Schaltung noch in der Mitttelkonsole untergebracht werden soll.


Es gibt jetzt eine neue Preisliste, Stand 03/2018:

http://e-go-mobile.com/site/assets/file ... sliste.pdf

Da steht in der Tat nichts mehr von Schaltwippen.
Ausserdem wurde die Anzahl der für 2018 geplanten Lifes auf 600 reduziert. :-(
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon Elwynn » Di 27. Mär 2018, 10:56

Das mit den 600 Stück haben sie aber schon vor Wochen kommuniziert. Diese sollen auch fast alle bereits weg sein, für Caritas und andere Dienste und Zwecke, für den Privatmann wird da wohl kein einziges noch verfügbar sein.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon bm3 » Di 27. Mär 2018, 11:13

Naja, bei den Vorbestellungen wurde, wenigstens zu Beginn, noch vertraglich vereinbart,nagelt mich bitte jetzt nicht fest, aber sinngemäß, dass noch in 2018 geliefert werden muss, sonst sind zumindest diese Vorbestellungen dann ab 2019 hinfällig. Ob das aber für e.Go Mobile von großem Interesse ist ? Und besser ist es doch man erhält ein fertig durchentwickeltes Auto ausgeliefert und nicht irgend eine Notlösung und wird "Betatester"?
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon E-Olli » Di 27. Mär 2018, 12:00

Elwynn hat geschrieben:
Das mit den 600 Stück haben sie aber schon vor Wochen kommuniziert.


Das hatte ich nicht mitbekommen. In der alten Preisliste stand was von 1000.

Elwynn hat geschrieben:
Diese sollen auch fast alle bereits weg sein, für Caritas und andere Dienste und Zwecke, für den Privatmann wird da wohl kein einziges noch verfügbar sein.


Das fände ich dreist. Ich habe eine Vorbestellnummer unter 900 und der Caritas-Deal wurde auch deutlich nach meiner Vorbestellung bekannt gegeben. Ich hatte bislang fest mit einer Lieferung noch in 2018 gerechnet. Zumal der TÜV meinen Verbrenner und mich im November scheiden wird. :roll:

bm3 hat geschrieben:
Und besser ist es doch man erhält ein fertig durchentwickeltes Auto ausgeliefert und nicht irgend eine Notlösung und wird "Betatester"?


Das ist allerdings richtig!
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon bm3 » Di 27. Mär 2018, 12:08

Hmmm, mit "unter 900" könnte es schon eng werden in diesem Jahr , meine liegt ein Stück über 200 . Aber vielleicht können die meine Nummer ja auch behalten ? Wir werden es jedenfalls bald sehen. :)
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon soulbrother » Di 27. Mär 2018, 17:10

Ich war gestern zu einem Vortrag in deren "Showroom" in Bonn. Leider erinnert einiges an Teslas vollmundige Ankündigungen. Angeblich soll mit der Produktion im Mai begonnen werden. Es wurde dort jedoch kein fertiges Auto gezeigt. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei den zwei Exponaten nur um Versuchsteile handelt. Die Rede war von 2700 Vorbestellungen. Meine Nachfrage nach der Garantie und den verwendeten Zellen wurde nicht konkret beantwortet. Auf das Fahrzeug selbst soll es wohl nur zwei Jahre Garantie geben und beim Akku ist man noch "in Verhandlungen", sollen 7 Jahre werden. Ein Schnellladeanschluss ist nicht geplant. Die Fokussierung liegt ganz eindeutig beim Stadt- und Nahverkehr. Die prognostizierte Reichweite beim kleinsten Akku mit 100 km sehe ich zumal im Winter als nicht realistisch an. Ich wünsche diesem Unternehmen viel Glück, sie werden es brauchen können.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon Elwynn » Di 27. Mär 2018, 19:04

Also ich finde den e.Go auch mittlerweile alles andere als ansprechend...

Nicht bloß der Kopf hinter der ganzen Sache, der Prof. Schuh, ist mir mit seinen Aussagen immer mal wieder negativ aufgefallen (von wegen Elektroauto=Stadtauto, alles andere wäre Unsinn), auch das ganze Konzept hinter dem Life ist nicht wirklich so günstig, wie er es gerne hinstellt.
Die 20k€-Variante ist die einzige wirklich alltagstaugliche, jeder der auch nur ein Mal monatlich Autobahn fahren muss, kauft sich, wenn überhaupt, diese Variante. Und man merkt, dass die 20k absolut nur in Zusammenhang mit der Förderung funktionieren. Ohne Förderung gibt es für etwas Aufpreis bereits die Zoes mit größerem Akku, ab 23k bereits mit Kaufakku...

Der E.Go Life aber hat NICHTS an Komfort. Fahrassistenz ist sowieso Fehlanzeige, aber selbst solche Sachen wie Wärmepumpe, Klimaanlage, SItzheizung etc. sind allesamt nur per Aufpreis zu bekommen. Und das für ein Einheitsauto ohne große Individualisierungsmöglichkeiten, mit Aluchassis und Plastikabdeckungen?
Nein Danke...Es mag seine winzige Nische haben, die es gut bedient, aber spätestens durch das CCS-Verzicht hat es sich selbst ins Abseits katapultiert.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon campr » Di 27. Mär 2018, 20:15

Zumindest der Smart kommt preislich und größenmäßig schon recht nahe, bietet aber gegen Aufpreis auch mehr Optionsmöglichkeiten.
Sion reserviert 11/2017 - Wird er mehr als Vaporware?
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon zitic » Di 27. Mär 2018, 23:41

Elwynn hat geschrieben:
Ohne Förderung gibt es für etwas Aufpreis bereits die Zoes mit größerem Akku, ab 23k bereits mit Kaufakku...

Förderung ist doch bei beiden gleich, also was meinst du genau? 23k inkl. Akku(man muss sich die Miete ja einfach mal auf die km umlegen).

Aber natürlich sind mit ein paar mehr Wünschen dann andere Modelle attraktiver. Das ist ja aber auch nicht das Konzept, dass es alles abdeckt. Hier geht es darum mal wirklich preislich was am unteren Ende zu bewerkstelligen. Da geht es gar nicht darum 1:1 mit Smart oder ZOE in Konkurrenz zu treten. Es gibt halt noch genug Bereiche, die diese Wagen nicht abdecken. Viele können auch gut mit den Limits leben. Dann muss aber auch der Preis stimmen. Und auch 3000 oder 4000 € sind gerade im unteren Preissegment schon eine Hausnummer. Für den Pflegebereich und vieles andere waren e-Up oder Smart halt schon mehr als genug, aber abseits von Pilotprojekten oft einfach auch noch zu teuer. E.go will ja auch auch den wichtigen Bereich Leasing angehen und darüber die Vorteile von Elektrowagen ausspielen - hohe Anschaffungskosten, niedrige Wartungskosten usw..

Für mich ist der e.GO auch nichts, aber er ist auch nicht als weiterer Allrounder konzipiert für Kunden, die kein hartes Preislimit haben. Und das wurde auch nie anders kommuniziert. Darum wundert mich die Enttäuschung jetzt. Da werden/wurden wohl einfach viele Wünsche projiziert.

Das ist ja das gleiche mit der Diabolisierung nach Bekanntwerden der Pluginhybridstrategie für das nächste Modell. Wurde ja gerade wieder hier angeführt. Das käme für mich auch nicht in Frage. Aber wenn man sich da wirklich mit den Ideen von Herrn Schuh auseinandersetzt und nicht nur Bild/Fokus-Leser-artig Schlagzeilen konsumiert und sieht, dass es um einen Rex geht, der noch mal deutlich minimalistischer/angepasster ist als der vom i3, dann ist die Idee nicht mehr so abwegig. Das hat nichts mehr mit dem Bewahren des Verbrenners zu tun. Dieser Rex ist für die klassische Verbrennerindustrie absolute Disruption und brandgefährlich. Und dabei geht es auch nicht darum, dass man damit den Anspruch hat alles und jedes Einsatzgebiet zu erschlagen. Als Startup/kleiner Spieler muss man sich auch fokussieren.

Wir sind hier in einer relativ gut situierten Blase von BEV-Enthusiasten. Aber wenn man ganz rational auf die Sache schaut, gibt es halt bei weitem noch nicht für alles BEV-Alternatven und das ist nicht nur Schikane der Industrie. Nicht jeder hat das Auto als Hobby, romantisiert die Ladeweile oder hat Zeit dafür. Die meisten wollen nur schnell von A nach B. Und für viele ist das Budget auch zu begrenzt um sich große Akkus zuzulegen. Wenn dann ein so konsequenter Rex selten läuft, dafür aber viele Verbrenner und „50 km“-PHEV verdrängt, ist das ein riesiger Fortschritt. Und wenn der e.GO Life hauptsächlich in Teilmärkten wildert, die vom BEV-Angebot noch nicht erschlossen werden, ist das ebenso.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon dirk74 » Mi 28. Mär 2018, 07:36

Zitic hat recht.
Der e.GO Life ist laut Prof. Schuh eindeutig als Auto für 20% der mobilen Bevölkerung gedacht. Für den Rest will er auch Lösungen anbieten: den e.GO Booster für die Langstrecke, den e.GO Mover als autonomen Kleinbus für den öffentlichen Nahverkehr.
Mit dieser Zielsetzung macht es Sinn.
Ob das alles so klappt, werden wir sehen. Die Idee waren mir die 1000 € für die Vorbestellung wert. Macht derzeit kaum einen Unterschied, ob das Geld beim Treuhänder liegt, oder auf der Bank.
Also abwarten, was tatsächlich kommt. Aussteigen kann man immer noch.


Gruß
Dirk
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E-Auto: (bald e.GO Life 60?)
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