e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon umali » Fr 23. Feb 2018, 17:36

Genau - für die 20% Langstrecke, die die meisten user max. an Bedarf haben, sollte es ein reichhaltiges Spektrum an Rex-Varianten geben. Hauptsache seriell hinter den E-Antrieb geschaltet. Das ist simple, erfüllt seinen Zweck und ergibt trotzdem genug Power/Drehmoments für's Überholen.

Solange mit Akkus ordentlich Geld verdienbar ist, wird es kein günstiges Massen-BEV (also eins, was weniger als der gleich ausgestattete Verbrenner) mit >300km Winterreichweite geben, was auch noch mit 150km/h auf der BAB unterwegs sein kann. Das erwartet ja der Umsteiger von einer "Ablösetechnologie".
Der serielle Rex könnte die Lücke sehr gut füllen, zumal viele Umsteiger fossile Brennstoffe inkl. deren Serviceanforderungen kennen. Aber unser Autoindustrie zieht lieber klassische PHEV's vor - da kann man notfalls immer mit der alten Technologie fahren.

Ein neuartiger Rex würde aktuell auch viele Zweitautos überflüssig machen, sofern die Nutzer nicht andere Prioritäten haben. Z.B. reicht vielen ein BEV + Rex statt BEV mit short range + Verbrenner für long range.

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Beitragvon campr » Fr 23. Feb 2018, 18:48

So selten wie ich Langstrecke fahre, wäre auch das Mieten eines langstreckentauglichen Fahrzeugs für mich eine Option. Leider skaliert das nicht beliebig - wenn alle zur Ferienzeit einen Mietwagen wollten, würde das nicht realisierbar sein. Aber auch Autotransportzüge sind ziemlich ungünstig, weil die Be- und Entladung schwerfällig ist - man kann also nicht wie einem Personenzug irgendwo ein- und irgendwo anders wieder aussteigen (also Auto auf- und wieder abladen).
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon dirk74 » Sa 24. Feb 2018, 16:25

Interessante News:
https://twitter.com/BoschGlobal/status/966679707449257984
"Automated Valet Parking" für den e.GO Life. Darunter versteht Bosch automatisiertes Parken im Parkhaus. Das Auto fährt autonom (mit Hilfe des Parkhausrechners) zu einem reservierten Stellplatz.

Gruß
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon iAndi » So 25. Feb 2018, 12:27

dirk74 hat geschrieben:
Interessante News:
https://twitter.com/BoschGlobal/status/966679707449257984
"Automated Valet Parking" für den e.GO Life.


Wie soll das denn funktionieren?? Ich denke der e.Go besitzt keinerlei Assistenzsysteme. Vermutlich ist das ein Forschungsprojekt. Schwer vorstellbar dass beim Life in Serie kommt.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon umali » So 25. Feb 2018, 14:51

iAndi hat geschrieben:
Wie soll das denn funktionieren?? Ich denke der e.Go besitzt keinerlei Assistenzsysteme. Vermutlich ist das ein Forschungsprojekt. Schwer vorstellbar dass beim Life in Serie kommt.

Ich könnte mir vorstellen, dass sie das später per Software-upgrade nachrüsten. Die Mobilfunkanbindung, also smartes Auto, wird er ja wohl haben.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon iAndi » So 25. Feb 2018, 15:31

umali hat geschrieben:
Ich könnte mir vorstellen, dass sie das später per Software-upgrade nachrüsten. Die Mobilfunkanbindung, also smartes Auto, wird er ja wohl haben.
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Klar, einfach Softwareupdate und das Auto fährt autonom... was wäre schön :lol:
Natürlich muss die entsprechende Hardware vorhanden sein. Es braucht Sensorik und Aktorik in der Lenkung und den Bremsen.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon umali » So 25. Feb 2018, 15:43

Ja stimmt - die Aktoren wären vermutlich schon da (Servomotor Lenkung, Motorcontroller) müssten aber remote-control-fähig sein.
Schwieriger wird es bei den Sensoren, welche auch unvorhergesehende Ereignisse sicher erfassen müssen (z.B. Person läuft plötzlich vor den e.go). Das bedingt Hardware, welche beim avisierten Preis sicher nicht mit drin ist.

Ich hatte an eine einfache Spurführung mit bodenintegriertem Kabel gedacht (ähnlich Rasenmäherbegrenzung), was induktiv funktioniert. Das benötigt aber spezielle Parkhäuser und trotzdem Kollisionssensoren => eher unwahrscheinlich, da fixe Kabel im Betonboden aufwendig und unflexibel wären.

Dass es ein Forschungsprojekt wird, ist wahrscheinlich. Hr. Schuh treibt ja viele Bereiche voran, wo sich unsere Autoindustrie schwer tut.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon harlem24 » So 25. Feb 2018, 15:54

Meines Erachtens handelt es sich um das Gebäudebasierte System was Bosch schon mit Verbrennern gezeigt hat.
Dort wird das Parkhaus mit Sensoren ausgerüstet und der Wagen muss nur den Anweisungen von dem System folgen.
Klassische Fernsteuerung, keine Sensoren im Fahrzeug benötigt.
Gruß

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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon zottel » Di 27. Feb 2018, 13:21

Was ich bei Schuh nicht ganz verstehe: Den Wasserstoff für Brennstoffzellen will er mit erneuerbaren Energien herstellen, Batterien aber nicht? Würde die Batteriefertigung mit erneuerbaren Energien erfolgen, wäre das alles viel unproblematischer.

Trotzdem ist es gut, dass er laut auf das Problem hinweist, das viele E-Enthusiasten so gerne ignorieren: Batterieherstellung verschlingt viel Energie, und aktuell ist das meines Wissens nirgends enereuerbare Energie. Der CO2-Rucksack jedes E-Autos ist nicht klein, und er ist umso größer, je größer die Batterie ist. Deshalb ist es sehr wohl sehr sinnvoll, die Batterien so klein wie möglich zu halten, da hat er völlig recht. Was er statt dessen vorschlägt, macht aber nicht immer so arg viel Sinn. :roll:

Und seine Zahlen … ich halte 80.000 km bei einem Tesla für zu wenig (zuallermindest bei den ganz großen Batterien) und 50.000 km bei einem e.GO für zu viel. Wüsste gern mal, wo er diese Zahlen her hat.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon AbRiNgOi » Di 27. Feb 2018, 13:37

umali hat geschrieben:
Das benötigt aber spezielle Parkhäuser und trotzdem Kollisionssensoren => eher unwahrscheinlich, da fixe Kabel im Betonboden aufwendig und unflexibel wären.


Die Systeme arbeiten heute einfach mit einer weißen Linie am Boden. Da gibt es schon irgendwo einen Autobus, so lange wie eine Strassenbahn, rein elektrisch versteht sich, die folgt einfach nur einer Linie. Das ist billiger als die Monorail + Reifen wie es in Venedig der Fall ist, aber genauso gut, Plus der Möglichkeit manuell die Linie zu verlassen um einem Hinderniss gegebenen Falls aus zu weichen.
Quelle: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/dieser-zug-faehrt-autonom-elektrisch-virtuellen-schienen/

wenn man den Chinesischen Entwicklern in dem Versuch englisch zu sprechen zuhört, und dem Fahrer über die Schulter sieht, merkt man aber das hier noch einiges bis Serie verändert werden muss, auch warum der Zug ungefähr einen Meter an der Ladestation vorbei fährt um dann händisch rückwärts um eben diesen Meter weiter rechts gezogen werden muss... Auch warum da noch ein Fahrer die ganze Zeit sitzt und doch irgendwie lenkt, oder???
https://www.youtube.com/watch?v=2i3aVMKBgFU

Egal, wir wollen ja "nur" einen eGo mit einer Linie durch ein Parkhaus führen....
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