e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon Mike » Do 18. Jan 2018, 14:16

harlem24 hat geschrieben:
Ich glaube, dass es eher andersrum ist.
Er glaubt nicht an Langstrecken-EVs, weil er nicht damit rechnet, dass die Akkus in den notwendigen Größen nicht günstig genug werden. Deswegen wird da nächste Modell ein EV mit REX und kein Verbrenner mit Hilfsbatterie...

Etwa so hat er sich geäusert.
Wer mehr über die Ideen von Dr. Schuh und e.Go erfahren möchte, dem empfehle ich den Podcast von cleanelectric:
http://www.cleanelectric.de/ego/

Reinhören lohnt sich! ;)
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon dirk74 » Do 18. Jan 2018, 21:12

Zuletzt geändert von dirk74 am Do 18. Jan 2018, 21:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon zitic » Do 18. Jan 2018, 21:12

Das ist doch billige Polemik, ihm zu unterstellen, dass er keine E-Autos will. Aber dann leiert er so ein Programm an....
Er will ja einen absolut minimalistischen REX der quasi dauert im optimalen Betriebspunkt läuft. i3 findet er schon übertrieben in der Hinsicht, die gängigen PHEV sowieso. Ist ja auch alles zu wartungsintensiv.

Über den Sinn eines REX kann man streiten. Hier im Forum teilt sich da ja auch. Das sind ja alles sehr rationale Projekte von ihm, auch wenn er anscheinend selbst privat auch etwas unvernünftiger ist(Mission e). Ganz von der Hand ist das nicht zu weisen, dass da teure, auch nicht unbedingt umweltfreundliche Zusatzkapazität bei vielen mitgeschleppt wird, die extrem selten genutzt wird. Natürlich gibt es genug Ausnahmen, bitte jetzt nicht gleich wieder aufzählen was man persönlich nicht alles braucht. Für mich selbst wäre das auch nichts. Aber mit seinem Ansatz könnte man in der Tat noch viel mehr, viel schneller im preissensitiven Bereich elektrifizieren und so der Umwelt einen noch größeren Gefallen tun. Gibt genug Ottonormalverbraucher mit nicht so großem Budget(das ist ja nicht unbedingt die GE-Klientel), die die geringe Reichweite dann doch hemmt.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon Helfried » Mo 22. Jan 2018, 00:10

Helfried hat geschrieben:
Recht viel scheint die Firma von E-Autos nicht zu halten.
Nach dem e-GO Life möchte sie einen Verbrenner mit Hilfsbatterie bauen!
Das E-Auto habe keine Zukunft.

https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... 58787.html


Kann es eigentlich sein, dass der Herr von der Verbrenner-Lobby bezahlt wird?
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon Isomeer » Mo 22. Jan 2018, 00:15

Helfried hat geschrieben:
Kann es eigentlich sein, dass der Herr von der Verbrenner-Lobby bezahlt wird?


Lustige Duplizität der ersten Gedanken ;)
Zuletzt geändert von Isomeer am Mo 22. Jan 2018, 09:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon campr » Mo 22. Jan 2018, 09:10

Helfried hat geschrieben:
Kann es eigentlich sein, dass der Herr von der Verbrenner-Lobby bezahlt wird?

Hört sich auch jemand mal das Interview an? Dann käme man nicht auf den Gedanken, dass er die Verbrennerlobby in den Himmel lobt. Er stellt sich einen 30kW RangeEx so in Reserveradgröße für vielleicht 2000 EUR vor, der schwingungsfrei und bei ca. 1/3 der übliche Verbrennerabgase als Betriebspunktaggregat arbeitet. Das einzige ähnliche Auto, was es gibt, ist der i3, aber er meinte, dass BMW bessere Motoren kann.
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon Isomeer » Mo 22. Jan 2018, 09:29

campr hat geschrieben:
Hört sich auch jemand mal das Interview an?


Guter Punkt ;)
Den Podcast habe ich gestartet, aber nach dem doch ziemlich substanzarmen Quark am Start habe ich es nicht bis zum eigentlichen Beitrag geschafft.
Danke für Deine Kurzfassung, das stellt die Aussagen natürlich in ein ganz anderes, richtiges Licht!
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon e-Reinhard » Mo 22. Jan 2018, 09:57

zitic hat geschrieben:
...Er will ja einen absolut minimalistischen REX der quasi dauert im optimalen Betriebspunkt läuft. i3 findet er schon übertrieben in der Hinsicht, die gängigen PHEV sowieso. Ist ja auch alles zu wartungsintensiv...


Dies entspräche dann m.E. einem Nissan Note e-power, zusätzlich evtl. noch als plug-in.
Mal sehen, wie das Konzept konkret aussehen wird, und welchen Partner er ins Boot holt...
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon Mike » Mo 22. Jan 2018, 12:07

Isomeer hat geschrieben:
Den Podcast habe ich gestartet, aber nach dem doch ziemlich substanzarmen Quark am Start habe ich es nicht bis zum eigentlichen Beitrag geschafft.

Einfach Vorspulen oder die Titelmarker benutzen. Die kleine Mühe lohnt sich!
Ich höhre den Cleanelectric-Podcast gerne beim Autofahren. Und ja, das Interview ist etwas länger und ausführlicher ... glücklicherweise! ;)
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Re: e.GO Life - Leichtgewicht aus Aachen

Beitragvon zottel » Di 23. Jan 2018, 15:33

Und in einem Punkt hat er auch völlig recht:

Große Batterien verbrauchen viel Energie bei der Produktion. Und zumindest momentan kann man bei allen Herstellern davon ausgehen, dass sie nicht mit Ökostrom produziert werden.

Deshalb muss man einen Tesla im Vergleich zu einem ähnlich großen Verbrenner auch sehr viel länger (weiter) fahren als etwa einen Drilling, bis der Gesamt-CO2-Ausstoß zwischen beiden auf gleichem Niveau liegt, und über die Gesamtlebensdauer des Fahrzeugs ist die Einsparung deutlich kleiner. Zumindest prozentual, wahrscheinlich sogar absolut.

Ich sehe die Entwicklung zu immer größeren Batterien deshalb durchaus sehr kritisch, zumindest, solange sie nicht mit Ökostrom produziert werden. Wenn das passiert, sieht es wieder anders aus. Aber wann wird das passieren? Jemals, wenn für dieses Problem nicht größeres Bewusstsein geschaffen wird?

Deshalb finde ich die REX-Idee gar nicht so schlecht, aber nur, wenn sie mit einer Batterie verbunden ist, die groß genug ist, um 99% aller Fahrstrecken damit zu schaffen. Also gerade nicht wie beim Nissan Note e-Power, der nur über 1,5 kWh Akku verfügt.

Sondern: Batterie liegt irgendwo im Bereich bis maximal 25 kWh, eher noch kleiner, je nach Verbrauch des Fahrzeugs so ausgelegt, dass 100-150 km im Winter machbar sind. Und für die paar wenigen Fahrten, die darüber hinausgehen, springt der REX ein.

Dadurch dürfte sich in den meisten Fällen (heute) sehr viel weniger CO2-Ausstoß über das ganze Fahrzeugleben ergeben als mit dem 40- oder gar 60-kWh-Akku, den die Leute haben wollen, weil sie 1x im Jahr in den Urlaub fahren. Von 100 kWh ganz zu schweigen. (Klar gibt es andere Fälle, auch Fälle, wo so große Akkus wirklich sinnvoll sind, aber im Durchschnitt meiner Meinung nach absolut nicht.)

Oder ich baue ein Auto a la Uniti, das so wenig verbraucht, dass ich schon mit 22 kWh eine Reichweite von 300 km erhalte (bin gespannt, ob das so dann auch wirklich klappt). Das ist dann aber natürlich allein von der Größe her ebenfalls nicht urlaubstauglich.
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