Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon lingley » So 13. Jan 2013, 20:58

Guy hat geschrieben:
Zum einen kann ich mir nicht vorstellen, dass es viele geben wird, die lange Strecken mit Anhänger und 80 km/h auf der Autobahn zurücklegen wollen, zum anderen wird es mit zunehmender Reichweite und abnehmender Ladezeit in einigen Jahren schon nicht mehr notwendig sein...

Stimmt Guy, daran hatte ich ja gar nicht gedacht ...
Ich stell mir gerade ein Tesla Modell S auf der Fahrt von München nach Hamburg mit Batterieanhänger :mrgreen: vor,
der mit 80km/h über die Autobahn schleicht ... Grauenhafte Vorstellung !!!!!!!!!!
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon STEN » So 13. Jan 2013, 23:24

Interessante Diskussion bzgl. des rollenden Batteriepacks hat sich da ergeben.

Ich bin, wie viele andere auch der Meinung, dass sich die Elektromobilität künftig
durch folgende Faktoren definieren wird:

1) Sexappeal des Fahrzeuges - wenn man schon mehr als das doppelte wie für eine thermisches
Fahrzeug zahlt, so will man einen Hingucker fahren und nicht mitleidig belächelt werden.
2) Die Schnellladefähigkeit des Fahrzeugs (6-10h sind für zu Hause ok - auf "großer" Fahrt allerdings nicht)
3) Der Ausbau der Ladeinfrastruktur (Lademöglichkeiten beim Arbeitgeber, denn dort steht
das Fahrzeug auch ca. 8-10h/Tag)
4) Und - das Auto muss Spaß machen - optisch, durch Features und durch Fahrleistungen.

Allerdings erwarte ich auch noch deutliche Entwicklungen in der Akkutechnik. Der Wert kWh/kg muß
noch deutlich erhöht werden. Mit z.B. 40kWh in 300kg Akku wäre schon ein gigantischer Schritt
gemacht.
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon Desti » Mo 14. Jan 2013, 20:03

Wer kein routinierter Anhängerfahrer ist, sollte es sowieso lassen damit auf die Autobahn zu fahren.
Wenn schon Zusatzakku, dann einen den man in den Kofferraum legt.
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon Steff » Di 15. Jan 2013, 07:57

Morgen

Also so schlecht finde ich die Idee nicht.

Erstens darf man mit einem endsprechenden Anhänger 100 km/h fahren, wenn alle Punkte erfüllt sind. Die meisten E-Auto Fahrer bewegen sich sowieso selten darüber zu Gunsten der Reichweite.

Die E-Autos haben keine Anhängerkupplung da ein Anhänger einfach die Reichweite verringern würde.
Wenn der Anhänger sich selber antreiben würde sehe die Sache schon anders aus. Man müsste einfach nur dafür sorgen das nur E-Autoanhänger angehängt werden könnten. Zum Beispiel einfach einen größeren Kugelkopfdurchmesser.
Der Anhänger bietet ja auch noch etwas Laderaum, so könnte man diesen auf der Urlaubsfahrt nutzen und könnte das Auto nach dem Alltagsbetrieb kaufen und müsste keinen Kompie kaufen, weil man 2 Mal im Jahr in Urlaub mit Gepäck fährt.
Ein guter Anhänger gut beladen verschlechtert die Fahreigenschaften lediglich beim beschleunigen. Selbst weit über 100 km/h läuft mein Hänger gut hinterher (Frankreich sind mehr als 100 erlaubt).


Gruß Stefan
PV 4,98 KW/p Bj 2010, PV 9,88 KW/p Bj 2011 Kein E-Auto, da für 3000 km im Jahr mein Bj. 1999 Renault noch lange gut ist.
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon lingley » Di 15. Jan 2013, 09:38

Mit der Klasse B darf man mit einem Kraftfahrzeug bis 3,5 t folgende Anhänger ziehen:
Anhänger bis 750 kg zulässige Gesammtmasse
Anhänger über 750 kg zulässige Gesammtmasse, wenn die zulässige Gesamtmasse des Anhängers nicht größer ist als die Leermasse des Kraftwagens und die Summe der zulässigen Gesamtmassen von Zugfahrzeug und Anhänger nicht größer ist als 3,5 t

Könnten da nicht unsere jüngeren Führerscheinbesitzer B Probleme bekommen ?
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon Guy » Di 15. Jan 2013, 10:15

Eher nicht, gehöre ja ebenfalls zu dieser Gruppe.

Der ZOE hat ein Leergewicht von etwa 1.500 kg. Damit dürfte man einen Hänger mit einem maximalen Gesamtgewicht von ebenfalls 1.500 kg ziehen. Damit kann man schon eine Menge Batterien verstauen, auch wenn ein 1,5 Tonnen Hänger am ZOE wohl wenig realistisch ist.

Bevor ich allerdings mit einem Batterieanhänger auf der Autobahn unterwegs bin, mache ich lieber alle 150 km einen Schnellladestopp. So etwas tue ich mir nun wirklich nicht an. Bis so ein System flächendeckend verfügbar wäre, sind wir vermutlich bereits bei 200+ km bei Autobahngeschwindigkeit angelangt.
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon Rogriss » Di 15. Jan 2013, 12:02

Zur Miete wäre das ne nette Idee.
Spreche hier halt wieder von der 90/10-Nutzung.

In 90% der Fälle reicht mir das E-Auto aus. In den 10% der Fälle wo ich mal eine weite Strecke fahren muss, miete ich mir für die Fahrt so einen Hänger. Vor Ort bin ich dann wieder ohne unterwegs, bevor ich ihn für die Rückfahrt wieder ankopple.

Und Klein-Anhänger fahren ist jetzt wirklich keine Hexerei. Man muss sich der Unterschiede bewusst sein und sich anpassen, klar. Aber das kann man auch als Anfänger lernen.
Ist wie mit den Kleinbussen und Transportern: Die würden auch eine etwas andere Fahrweise als ein PKW erfordern - interessieren tuts aber keinen bis dann mal wieder eine Juniorenmannschaft im Strassengraben liegt...
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon Guy » Di 15. Jan 2013, 13:10

Gehen wir einfach mal davon aus, dass es fünf Jahre dauert, bis zu ein System flächendeckend ausgebaut ist und nehmen wir zusätzlich an, dass die Energiedichte bei den Batterie etwa 5 Prozent pro Jahr steigt.

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass man mit dem ZOE bei Tempo 100, schneller dürfte man mit dem Anhänger auch nicht fahren, etwa 150 km Reichweite schafft. In fünf Jahren wären wir dann bei etwa 190 km Reichweite.

Heute mache ich auf Langstrecken, wenn ich nicht eilige habe, gerne etwa alle zwei Stunden eine kurze (10 - 20 Minuten) Pause - diese könnte man zur Ladung nutzen. Schneller wäre ich also auch mit dem Batterieanhänger nicht.

Andere Prognosen gehen eher von 8 - 10 Prozent Steigerung pro Jahr aus. Damit wären wir in fünf Jahren bei 240 km auf der Autobahn.

Zukünftige Ladestandards, z.B. Combined Charging, erlauben 100 kW Leistung - was voll in meine Reisegewohnheiten passen würde und bei den 100 kW wird es in den nächsten Jahren sicher nicht bleiben.

Vielleicht liegt es an meiner beschränkten Fantasie, für Batteriewechsel und -anhänger kann ich mir nicht so wirklich einen sinnvollen Anwendungsfall vorstellen, geschweige denn ein funktionierendes Geschäftsmodell.

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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon Rogriss » Di 15. Jan 2013, 13:15

Pony-Express-Schicksal: Solange der Telegraf nicht da ist, ist es ein Erfolgsmodell.

Solange keine flächendeckenden, einheitlichen (resp. flexiblen, für alle nutzbaren) Ladenetze da sind, könnte es funktionieren. Nachfrage vorausgesetzt.

Nein, ein als realistisches Geschäftsmodell sähe ich das auch nicht. WENN die Ladenetze kommen... Wenn nicht. Wer weiss?
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Re: Der Batterieanhänger für große Strecken -ebuggy

Beitragvon Bummel » Do 28. Feb 2013, 11:02

Das würde wirklich alles in's Lächerliche ziehen.
Da sollte man wirklich lieber an Verbesserungen der Ladekapazität arbeiten.
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