2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon umberto » Di 24. Nov 2015, 19:19

eDEVIL hat geschrieben:
Gibt es in der Praxis auch oberleitungen mit DC?


Fast jede Straßenbahn ist DC.

Gleihrichter fuer 400 kw mitschleppen ist auh nucht ganz ohne.


Aber einen 15.9l-Hubraum-Diesel.. :-)

Wieviel KW benietigt ein 40 Tonber an der staerksten Steigungen auf de BAB?


Das hängt von der Geschwidigkeit ab. Bei 88 km/h und 7% mußt Du alleine 671 kW Leistung für die Steigung bereitstellen (ohne Roll- und Luftwiderstand). Der stärkste Actros mit EU5 hat 480 kW. D.h. die Steigung schafft der nur mit ca. 60.

Gruss
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon imievberlin » Di 24. Nov 2015, 19:35

Gut aber die 671kW müssen ja nicht direkt aus dem Netz kommen denn dafür sollte dann ein Pufferakku an Board sein.
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon umberto » Di 24. Nov 2015, 19:50

imievberlin hat geschrieben:
Gut aber die 671kW müssen ja nicht direkt aus dem Netz kommen denn dafür sollte dann ein Pufferakku an Board sein.


Klar, er wird auch als elektrischer 40-Tonner die Steigung nicht mit 90 hochdonnern müssen. Das dürfte auch hier extrem unwirtschaftlich sein.

Bei 750 V DC sind 400 kW relativ easy aus der Oberleitung zu entnehmen und für die meisten Fälle ausreichend. LKWs sind ja auch selten auf 40t ausgeladen (deswegen schreien ja alle nach den Gigalinern).

Und noch eine Anmerkung: bei allen Versuchen läuft die Oberleitung seitlich der Strecke, d.h. der Fahrdraht kann an der Unterkante der Brücke angebracht werden, ohne die Durchfahrtshöhe nennenswert zu reduzieren. Die eine oder andere Brücke wird man aber vermutlich trotzdem umbauen müssen.

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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon umberto » Di 15. Dez 2015, 21:32

http://www.zeit.de/news/2015-12/15/verk ... n-15203002

Soviel zum Thema "weniger LKWs"...

Gruss
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon AMDSemporn » Mo 11. Jan 2016, 15:24

Als Elektrotechniker möchte ich noch etwas einwerfen: Bei der Straßenbahn wird wegen der Einfachheit als Rückleiter Erdpotential genutzt weil sich die Schienen nicht unbedingt gegen Erdpotential isolieren lassen.

Im Falle der LKW wird man vermutlich die gleiche Technik wie bei modernen HGÜs nehmen, dabei liegen an beiden Leitungen Spannung an aber mit umgekehrtem Vorzeichen. So kann man mit gleichem Isolationsaufwand die doppelte Spannung erreichen. Werden die selben Isolationstechniken genutzt wie bei der Straßenbahn, dann kommt man mit einmal +750V und einmal -750V auf 1,5kV für den LKW.
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon novalek » Di 5. Apr 2016, 18:08

umberto hat geschrieben:
Nein, die Bahn ist zu bekloppt, um Güter flexibel und zeitgerecht liefern zu können

Ach, so pauschal ist's doch Eierpampe.
Der Zug für die Bahn ist abgefahren, da
0. die Politik seit Jahrzehnten sich aus fast allen gemeinschaftsorientierten Diensten zurückzieht, mit dem Unschuldsargument der Marktwirtschaft auf Kosten der Gemeinschaft
1. die sicherheitsbedingten Zugfolgenabstände zu groß sind
2. bekanntlich ungleiche Geschwindigkeiten den Durchsatz blockieren (IC / ICE / Nahzugverkehr)
3. es in D nur wenige Rangier- Verteilzentren gibt
3. unterschiedliche Ziele einen großen Aufwand - rangieren - umkoppeln - auf den wenigen Verteilzentren (bis in die 60er 70er Jahre gab es alle 30 bis 40 km ein dezentrales System)
4. Kosten im Vergleich zu den ungeregelten LKW-Verkehr extrem hoch sind, wobei der Lohn- und Sachmittelkostenanteil von Fahrern aus dem EU-Umland gering ist.

Lkw mit Oberleitung ist Quark,
- zunächst klatschen sich die Institute, denen die Fördergelder gegeben werden, auf die Schenkel
- wer will die Infra schaffen ?
- wer will Einfahrverbote regeln, wenn die Leitungsleistung ausgeschöpft ist ?
- wer zahlt den technischen Overkill - Hybrid-Lkw ?
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