2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Blick in die Zukunft der Elektroautos

Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon eDEVIL » So 22. Nov 2015, 00:11

Der Akku sollte eh min. 50 km packen. Von daher kann man sich auf max. 1/3 Elektrifizierung beschränken.
Brücken,auffahrten etv. Kann man dann einfach auslassen
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon umberto » So 22. Nov 2015, 20:41

imievberlin hat geschrieben:
Bei der Bahn werden Tag täglich Systemwechsel vorgenommen und da ist auch kein Mehrverschleiß bekannt ( meiner Info nach ).


Was ist bei Dir ein Systemwechsel? So a la Karlsruhe mal 15 kV AC und dann wieder 3 kV DC? Sind das dann nicht 2 verschiedene Abnehmer?

Auch das durchfahren von "Trenner" ( Trennstellen ) bei der Straßenbahn in Berlin kann ohne Lichtbogen erfolgen wenn der Fahrer nicht gerade im Schub oder Fahrbetrieb ist. Es gab mal die Anweisung durch den Trennerbereich nur durchrollen zu dürfen.


Aber die Strampe (süddt. für Straßenbahn :-) ) hat nur 750V, oder?

Gruss
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon imievberlin » So 22. Nov 2015, 20:45

Ja Systemwechsel ist zwischen verschiedenen Stromnetzen die während der Fahrt gewechselt werden.

750V kommt hin das ist wohl üblich.
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon spark-ed » So 22. Nov 2015, 20:51

Tja schade. Diese Oberleitungsgeschichte wäre ja sonst eigentlich gar kein Problem.
Leider kann das System niemals eingeführt werden, da man den Kontaktabbrand an den Schleifleitungsübergängen technisch nicht in den Griff bekommen wird.
:lol:
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon Klebaer » Mo 23. Nov 2015, 08:48

Ich bin eigendlich auch für Elektrisch Fahren, aber...

1. ist das nicht viel zu viel aufwand? in einigen jahren wird es akkus geben mit denen auch LKW weit genug kommen. Dazu muss jeder LKW nach 3-4h sowieso eine pause einlegen. Da lieber in gescheite infrastruktur investieren.

2. Hauptproblem von LKW bleiben weiterhin erhalten!!! Sie verstopfen die Straßen und was das schlimmste, Autobahnen/Brücken/Straßen sind NICHT für eine so große Anzahl an LKWs ausgelegt. Allein die Instanthaltung der Autobahnen rechtfertig ein Einschränkung von LKWs und ein Umdenken wieder hin zu Schienen (oder alternativen)!

Und mit der Begründung, die Bahn ist nicht fähig das zu bewerkstelligen. DANN MUSS SICH DIE BAHN HALT ÄNDERN.
Man kann doch nicht so ein unterfangen gut heißen, nur weil irgendwelche Vorstände bei der Bahn zu unflexibel sind!
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon umberto » Mo 23. Nov 2015, 20:57

Klebaer hat geschrieben:
DANN MUSS SICH DIE BAHN HALT ÄNDERN.


Das ist ein Staatsunternehmen und nicht mal die Grünen haben in der Zeit ihrer Regierungsbeteiligung da was nennenswertes voran gebracht.

Man kann doch nicht so ein unterfangen gut heißen, nur weil irgendwelche Vorstände bei der Bahn zu unflexibel sind!


Die Vorstände wären schnell ausgetauscht, wenn sie wirklich das Problem wären. Das ist viel komplexer und berührt viele Gewohnheiten, best practices und ist am Ende auch immer eine Geldfrage.

Denn das Hauptproblem der Bahn ist das Schienennetz aus dem 19. Jahrhundert und viele andere Prestige- und Geldgetriebene Fehlplanungen (die Schnellfahrstreck Köln-Frankfurt ist z.B. nur von einem Zugtyp (ICE3) befahrbar) usw.

Dazu kommt, daß das Bessere des Guten Feind ist. Es ist einfach viel einfacher Güter in LKW-Verteilzentren umzuhängen, um sie flexibel vor Ort zuzustellen als in riesigen Güterbahnhöfen Waggons umzusortieren.

Und moderne Fertigungsmethoden wie Just-in-Time oder Just-in-Sequence, die die Fertigungskosten drücken, sind mit der Bahn auch kaum umzusetzen..jedenfalls hat es noch keiner hinbekommen.

Andererseits ist es aber auch wichtig, daß die Bahn ein Staatsunternehmen ist, denn irgendein allgemein zugängliches Transportmittel sollte es schon geben. Was mit Bahnen passiert, wenn man sie privatisiert, hat man im England der 90er Jahre gesehen...

Gruss
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon Super-E » Di 24. Nov 2015, 10:53

Ich finde das Konzept gar nicht schlecht, wenn man es mit einem großen Akku kombiniert (also eher für 200km als für 50, damit man wirklich nur Hauptstrecken teilelektrifizieren muss).
Es gibt heute schon einige E-LKWs und die zeigen, dass solche Reichweiten problemlos möglich sind. Für die Langstrecke ist es aber nicht sinnvoll immer größere Akkus einzubauen.

Schnelllader vs. Oberleitung. Ich frage mich, ob es nicht sinnvoller (und ggf. sogar kostengünstiger) ist, statt haufenweise LKW-Schnelladestationen zu bauen auf Oberleitungsstrecken zu setzen (auch an Rastplätzen).

Wenn man davon ausgeht, dass so ein LKW im Schnitt vielleicht 80kW (geschätzt) benötigt und er auf den Oberleitungsabschnitten mit 300-400kW versorgt wird, dann benötigt man nur einen Teil der Strecke mit Oberleitung. Sinnvollerweise natürlich in der Nähe von Hochspannungsleitungen. Natürlich würde man dann an Autobahnen mit Steigungsstrecken anders ausrüsten als in der Ebene (Nebeneffekt: die Bremsenden LKWs auf der einen Spur versorgen die hochkriechenden auf der anderen sofern man Rückspeisung vorsieht).

Induktion vs Oberleitung. Klar wäre Induktion schick, aber das würde vermutlich die Instandhaltung der Straßen sehr verteuern. Die Oberleitung ist anders wartbar. Alternativ wird sich für den Fern-LKW Bereich vermutlich die Brennstoffzelle durchsetzen.

Wenn man schon dabei ist mehrere Pantographen zu verwenden frage ich mich, ob nicht gleich 3 für Drehstrom sinnniger wären...

Zum Thema Bahn. Ja. So viel wie möglich auf die Schiene, aber viele Güter lassen sich Systembedingt nicht sinnvoll auf die Schiene verlagern. Ist auch ein vollkommen anderes Thema. Denn man wird den LKW Verkehr nicht wegbekommen - genau wie den PKW aus Städten. (Es gibt ja auch Leute, die sagen BEVs sind sinnlos in der Stadt, da man dort mit dem ÖPNV fahren soll).
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon Jogi » Di 24. Nov 2015, 13:05

Super-E hat geschrieben:
Alternativ wird sich für den Fern-LKW Bereich vermutlich die Brennstoffzelle durchsetzen.

Never.
Weil im Transport Wirtschaftlichkeit Pflicht ist.
Für eine kWh Fahrenergie müssen in der Herstellung des Wasserstoffes mindestens drei kWh Primärenergie (eher noch mehr) aufgewendet werden.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon eDEVIL » Di 24. Nov 2015, 13:18

Gibt es in der Praxis auch oberleitungen mit DC?

Gleihrichter fuer 400 kw mitschleppen ist auh nucht ganz ohne.

Schien waere ein Kombi-System, welches in der Ebene einen Tel der Leutungselektronik fuer den Antruev verwenden kann und den Rest zum Laden.
Bei grossen Steigungen ider bem beschleunigen um Stadtvetrieb dann alles fuer den Anrrieb.
Wieviel KW benietigt ein 40 Tonber an der staerksten Steigungen auf de BAB?
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Re: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Beitragvon bastel42 » Di 24. Nov 2015, 16:43

und was ist mit Schwertransportern?

Bei 4m Höhe (oder mehr) passen die dann nicht mehr über die Autobahn. Gibt das dann dafür eine Neuauflage von Cargolifter? :D
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