Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon redvienna » Sa 21. Jun 2014, 22:01

Eventuell überlege ich eine E-Tankstelle zu bauen als Investment zu bauen.

Wie viel kann das kosten ?

Kostenschätzung ?!
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Cavaron » Sa 21. Jun 2014, 22:13

47,21 Euro für die Installation einer Außensteckdose? Oder ca. das Dreifache für ne CEE400 Drehstromdose?

Möchstest du deinen Solarstrom/BHK-Strom/Wasserkraftstrom besser verkaufen als mit EEG? Finde ich prinzipiell ne gute Idee, nur das du dir nicht zuviel davon erwarten solltest. Mehr als 30 bis 40 Cent pro kWh wird schlecht möglich sein. Kompliziert wird die Abrechnung/Freischaltung des Stroms.

Ich selbst setze auf freiwillige Spenden, hat bisher auch immer funktionert. Stichwort Drehstromkiste.de / Drehstromnetz. Viel Geld in eine Säule (gerade mit Abrechnungssystem/Münzeinwurf) zu stecken ist wohl nicht lohnenswert.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Marcel_S » Sa 21. Jun 2014, 22:47

redvienna hat geschrieben:
Eventuell überlege ich eine E-Tankstelle zu bauen als Investment zu bauen.

Wie viel kann das kosten ?

Kostenschätzung ?!


Hängt davon ab, was Du damit machen willst.

Die günstigste Fassung ist eine einfache dreiph. Typ 2 Wallbox mit Typ B FI und Typ D LS. Kostet so rund 1200E (brutto). Noch günstiger ist eine einph. Wallbox, da sparst Dir den Typ B FI.

Das andere Ende der Skala ist eine verrechenfähige Ladesäule mit 2 Sockets, Internetanbindung zu einem Backend und einem Roamingverbund. Da fängt der Spaß bei rund 10.000E an. Irgendwo da sind dann auch so Lösungen mit Bankkarten-Terminal.

Das heisst, die Mehrkosten bringst kaum mit Stromverkauf rein. Also lieber verschenken und die einfache Lösung wählen.

Kleiner Typ: Rede mit Deinem lokalen EVU - vielleicht fördert er die Verdichtung der öff. Ladeinfrastruktur in seinem Versorgungsgebiet.

PS (und ich weiß, dass das wieder zu Diskussionen führen, aber): bitte vergiss CEExx-Lösungen - das ist 2014 keine zeitgemäße Consumer-Option mehr.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon eDEVIL » Sa 21. Jun 2014, 22:53

Marcel_S hat geschrieben:
PS (und ich weiß, dass das wieder zu Diskussionen führen, aber): bitte vergiss CEExx-Lösungen - das ist 2014 keine zeitgemäße Consumer-Option mehr.

Jep, sehr heißes Thea. Fahren ja nicht alle Zoe :mrgreen:
Viele können eh nur eine Phase und "die Freaks" haben eh ne mobile Wallbox.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Cavaron » Sa 21. Jun 2014, 23:18

Uhm... Consumer-Freundlich? So wie Schuko-Ziegelsteine, die fast jedem aktuellen E-Auto beiliegen? Und Tesla ist mit seinem 22kW Doppellader, der explizit mit CEE400/32 wirbt, also nicht zeitgemäß?

Wichtig ist nur den richtigen Fi im Auto oder in ner moblen Wallbox zu haben. Mobile Wallbox (Zoe lädt NUR mit sowas an CEE) macht flexibel und hält die Kosten für alle niedrig, die so freundlich sind, ihren Strom öffentlich anzubieten. Auf flächendeckende 22kW Ladesäulen von RWE und Co können wir nämlich noch lange warten...
Zuletzt geändert von Cavaron am Sa 21. Jun 2014, 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Marcel_S » Sa 21. Jun 2014, 23:34

Marcel_S hat geschrieben:
PS (und ich weiß, dass das wieder zu Diskussionen führen, aber): bitte vergiss CEExx-Lösungen - das ist 2014 keine zeitgemäße Consumer-Option mehr.


Ich sehe schon, das ist ein ewiges Thema.

Ist die Elektromobilität der _Zukunft_ aus Sicht der Pioniere wirklich ein ewiges Transportieren einer Kiste mit 15 verschiedenen Adaptern und mobilen Wallboxen nur damit man wirklich an jeder Laterne und Camping-Steckdose laden kann??
Ich sehe in naher Zukunft nur noch zwei Kabel in einem Auto: ein Typ2 (ladesäulenseitig und wasauchimmer autoseitig) und ein Schuko-"Notladekabel". Das bringt man dann auch im Smart unter. Und darauf sollte hingearbeitet werden.

Wenn also jemand fragt: "Laden mit 3 ph Wechselstrom?" ist meiner Meinung nach die einzige Antwort: Mennekes Typ2. Alles andere mag vielleicht günstiger sein, aber das wars dann auch schon.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon rolandk » Sa 21. Jun 2014, 23:43

Als Investment? Also Du möchtest Geld damit verdienen?
Dann solltest Du als erstes eine sehr lukrative Lage haben.
Ob das allerdings reicht, weiß ich nicht.
Außerdem muß auch seitens deines EVUs geklärt sein, ob Du überhaupt Strom verkaufen darfst.
Es gibt noch ein paar andere Hürden (Stichwort: Eichung).

Vergiss es, wenn's Dir ums Geld verdienen geht. Mach' es um die E-Mobilität zu unterstützen. Und meiner Meinung nach ist CEExx alles andere als unzeitgemäß. Im Gegensatz zu Typ2 Ladesäulen habe ich bisher noch nie einen ausgefallenen CEE-Anschluß erlebt. Selbst wenn eine Säule beide Anschlüsse hatte, und Typ2 defekt war, CEE klappte immer.

Möglichkeit 1: Beteilige Dich am Drehstromnetz (die haben sogenannte Drehstromkisten, CEE und Schuko).
Möglichkeit 2: The New Motion soll angeblich auch sinnvoll sein (die bieten auch Typ2), damit habe ich aber selber überhaupt keine Erfahrung.

Letztlich ist es Deine Entscheidung.
Viel Erfolg
Roland

Ich biete momentan CEE an und dazu eine mobile Box, oder unsere mobile Stromtankstelle: die kann Typ2-Kabel, Typ2-Dose (z.B. für Kangoo Fahrer), CEE und Schuko. Geld nehme ich dafür nicht.... Ganz im Gegenteil, dazu gibt's noch 'nen Kaffee. Mal sehen, wie lange ich das finanzieren kann. So hat jeder sein Hobby.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Cavaron » Sa 21. Jun 2014, 23:46

Reden wir jetzt vom Idealzustand in X Jahren oder davon, wie Elektromobilität schon heute alltagstauglich ist?

Idealzustand für die Zukunft wäre garkein AC-laden sondern flächendeckende Gleichstromsäulen mit mindestens 50kW Ladeleistung alle par Kilometer. Gleichstrom kann relativ direkt auf die Akkus gegeben werden und erspart teure Ladegleichrichter im Auto. Dann brauchst du auch keine 1000 Euro Wallbox zu Hause, kein Kabel im Auto (weil schon an der Säule) und sparst doppelt Geld. Das wäre Consumer-freundlich...
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon rolandk » Sa 21. Jun 2014, 23:58

Das mit "kein Kabel im Auto" glaube ich noch nicht. Grund: Vandalismus. Zum Glück scheint das momentan noch keiner von diesen Halbgaren zu machen, aber wie war das noch zuletzt mit den Telefonsäulen. Panzerkabel....

Ich persönlich würde die Zukunft auch gerne so sehen, wie Du es schilderst..... Schauen wir mal.

roland
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon PowerTower » So 22. Jun 2014, 00:03

rolandk hat geschrieben:
Möglichkeit 2: The New Motion soll angeblich auch sinnvoll sein (die bieten auch Typ2), damit habe ich aber selber überhaupt keine Erfahrung.

The New Motion sollte durchaus in die Überlegung einbezogen werden. Man kauft die passende Box (von 3,7 kW lolo smart bis 2x 22 kW ist alles vertreten), bestimmt die gewünschten Kosten und lässt die Abrechnung vollständig von TNM übernehmen. Glaub das kostet dann noch paar Euro Gebühren im Monat. Wirklich Geld verdienen wird man damit nicht können, aber man kann zumindest versuchen über mehrere Jahre die Anschaffungskosten wieder rein zu holen.

Das Drehstromnetz ist schön und gut, aber der 08/15 Elektroautofahrer der Zukunft wird sich damit nicht mehr beschäftigen. Zumal man zur Teilnahme selber eine Drehstromkiste zur Verfügung stellen soll, was aber nicht jeder kann. Daher würde ich TNM bevorzugen, weil da einfach jeder mit der Ladekarte laden kann.
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