Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon eDEVIL » Mo 23. Jun 2014, 17:53

TeeKay hat geschrieben:
Mit TNM kannst du auch DC-Lader abrechnen lassen.

Welche sidn da kompatibel? Richtig interessant wäre es, wenn man Deinen in USA bestellten 25KW LAder da anbinden könnte.

Günstig plaziert könnte man da schon auf etwas Durchsatz kommen und auf Fernstrecke sind 10 EUR für ne 80% Ladung locker drin. Ich würde auch 15 EUR zahlen, wenn es garantiert funktioniert.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Beitragvon TeeKay » Mo 23. Jun 2014, 20:22

Ich rate dringend davon ab, ein in den USA zusammengelötetes Ladegerät mit selbst gedrucktem Stecker in Europa in irgendeiner Form öffentlich anzubieten.

Kompatibel zu TNM sind mindestens alle Lader, die OCPP unterstützen. Also zum Beispiel ABB, Circontrol, DBT, Keba und e8energy.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Turbothomas » Di 24. Jun 2014, 06:17

Cavaron hat geschrieben:
Wie gesagt, die Zukunft sollte nich AC, sondern DC Schnellladung sein


Da bin ich dagegen. AC habe ich selber und keine Kosten zum Laden des E-Autos. Bei einer Gleichstromladesäule in der Garage kämen unausweichlich höhere Kosten auf mich zu.

Arbeitest Du bei einem Versorger der uns wieder in die gleiche Abhängigkeit treiben will wie beim Öl?

Ich fahre elektrisch um dem unsäglichen Benzinpreisjojo zu entgehen.

PV auf dem Dach habe ich, derzeit gibt es nur keine vernünftige Möglichkeit zur Speicherung der überschüssigen PV-Energie direkt aus PV in den Akku und industrieseitig ist auch nicht geplant das Thema anzugehen. Da gibt es derzeit gar keine Komponenten dafür (Zähler, Schaltglieder, Steuerungen, Speicher). Vielleicht ist das in 30 Jahren anders.

Derzeit ist Gleichstrom im EV-Bereich einfach tot.
Ciao
Thomas
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon TeeKay » Di 24. Jun 2014, 08:44

Ob du nun die AC-Technik mit jedem Auto mitkaufst oder einmalig die DC-Technik für die Garage, macht spätestens nach dem dritten Auto keinen Unterschied mehr. Die Preise für die DC-Lader dürften aber mit vergrößerten Stückzahlen drastisch sinken, so dass du schon beim 2. Auto auf einen Vorteil mit dem DC-Lader in der Garage kommst. Und nein, die ZoE-Technik ist nicht für jeden Hersteller eine Alternative.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon kai » Di 24. Jun 2014, 09:23

Hi Leute,

Vattenfall hat mir gesagt das DC Ladesäulen in Deutschland nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Selbst bei deren Einkaufsvolumen.

Gründe waren

1. Bei Gleichstromladung gibt es keinen Standard ( CCS, Tesla, CHAdeMO, Chinesen), bei Wechselstrom schon (TYP2)
2. Die Investitionen sind im Verhältnis zu den Einnahmen viel zu hoch
3. Der Wartungsvertrag einer 50kw DC Station ist extrem hoch
4. Die Netzanschlußkosten bei 50KW DC sind extrem hoch
5. Die Belegungszahlen werden mit steigender Batteriekapazität sinken (noch weniger Umsatz)
6. Kein deutsches Fahrzeug hat CCS serienmäßig das bedeutet weniger Umsatz als bei AC

Also, alles auf HOLD und RED bei Vattenfall wenn es um eigene Investitionen geht.

Eine 22kw AC Lösung ist und bleibt

1. Europäische Norm. Bei AC gibt es keinen Kampf der Systeme in Europa
2. sehr sehr günstig bei TheNewMotion mit RFID, GSM Anbundung, App und Abrechnung mit 22kw AC für ca. 1300€
3. Die Lader im Fahrzeug werden durch hohe Verbreitung mit Tesla, Daimler, Smart und Renault immer günstiger. Außerdem hat Tesla seine Patente offengelegt, jetzt können auch VW und BMW endlich den Tesla AC Lader einsetzen.
4. Tesla, Mercedes und Renault ZOE haben 11kw/22kw AC serienmäßig, was sehr hohe Stückzahlen sind, und sein werden.
5. Für den Privatbereich ist bei einem normalen 44 kVA Hausanschluß eh nicht mehr als 22kw drin.

Also: Lass Dich doch fördern und baue eine ChargeLounge. Dann ist alles gut :)

Gruß

Kai
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon TeeKay » Di 24. Jun 2014, 09:39

Das Problem bei BMW und VW war doch bislang nicht, dass sie aufgrund von Tesla-Patentschutz kein 11kW Ladegerät bauen konnten. Das Problem war, dass sie das nicht wollten.

Ich als potentieller Investor sage dir jetzt, was Vattenfall nicht sagte: Mit einer AC-Ladestation verdienen sie noch weniger Geld. Da nehmen sie pro kWh 27 Cent, verkaufen an gut laufenden Säulen pro Jahr 1000-2000kWh und machen so an guten Standorten 250-500 Euro Umsatz, haben aber 10.000 Euro investiert.

Die Logik, steigende Batteriegrößen würden die Belegungszahlen senken, ist auch abstrus. Das Gegenteil ist der Fall. Größere Batterien machen Schnellladung überhaupt erst sinnvoll. Bei einem i-Miev kommen in 26min rund 11kWh in die Batterie. Damit komme ich 100km weit. Kein vernünftiger Mensch fährt 100km im Schneckentempo und lädt dann eine halbe Stunde. Das ist keine Schnellladung. Bei einer 50kWh-Batterie könnten in der gleichen Zeit 40kWh geladen und 300km gefahren werden (100kW-Lader vorausgesetzt). Ein Model S lädt in der Zeit sogar 60kWh.

In der gleichen Zeit kann ich also mit größeren Batterien ein Vielfaches an Energie mit dem Schnelllader verkaufen. Die hohen Fixkosten verteilen sich auf mehr Energie, was die Preise pro verkaufter kWh senkt und die Schnellladung auch preislich und nicht nur zeitlich attraktiver für den Kunden macht.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon kai » Di 24. Jun 2014, 09:52

Hi Teekay.

Anmerkungen dazu

1. Das was Du da an Umsatz errechnest ist noch nicht einmal der Wartungsvertrag bei DC.
2. Bei DC hast Du noch weniger Umsatz, da es zumindest die deutschen gar nicht serienmäßig haben und der Tesla Großumsatz eh wo anders lädt (nämlich bei Tesla umsonst)

Im "kleinen" z.B. der Gaststätte kann man für 1300€ eine öffentliche 24H Stromtankstelle mit Authentifizierung und Abrechnung anbieten (TheNewMotion, mit 22kw AC ). Und das mit einem Anschluß der für ALLE modernen Elektroautos gilt und sogar Gesetz ist (TYP2)

Unschlagbar in Werbung und Preis/Leistung.
Wenn der Gastwirt eh ein eigenes E-Auto besitzt hat er die "offizielle Tankstelle" sogar fast umsonst.

Mit DC undenkbar. Auch in 10 Jahren.

Hier noch der Link zur Station:
http://shop.thenewmotion.de/Produkt/icu ... htem-kabel

Gruß

Kai
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon kai » Di 24. Jun 2014, 09:55

Mal sidetopic:

Was kostet eigentlich eine "normale" ARAL / SHELL Tankstelle ?
- Invest
- Wartung
- Personal
- usw.

Gruß

Kai
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon eDEVIL » Di 24. Jun 2014, 10:22

Solange man die Schnellader nur dort aufstellt, wo man sich nicht unbedingt benötigt, verkauft man natürlich nicht so viel Strom.
Erst wenn Fernstrecken für den Normalo akzeptabel fahrbar sind, werden auch die umsätze steigen.
Im Nahbereich laden die meisten dann eh zu Hause und werden keinen überteuerten Strom woanders kaufen.
Auf Fernstrecke stellt sich die Frage nicht. Da zahlt man dann auch 50ct/kwh, wenn man entsprechend schnell wieder voll ist.
30min bekommt man da eher sinnvoll genutzt, als dann 3h warten. Mir ist es am Schnellader in Linthe eher so gegangen, das ich noch beim McDoof gesurft habe, obwohl der wagen schon voll war.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon kai » Di 24. Jun 2014, 10:39

@eDevil

Hamburg stellt demnächst im Innenstadtbereich 70 DC Lader auf.
Damit man bei 10-30 KM Fahrtstrecke auch schnell wieder laden kann :)

Gruß

Kai
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