Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon m.k » Di 22. Sep 2015, 23:10

Karlsson hat geschrieben:
Da reichen 1,5mm² nach VDE aber nicht mehr aus und mehr werden viele nicht haben.

Je nach Leiterlänge/-häufung darf 1,5² mit 16A abgesichert sein. Oft wird man es jedoch nicht machen, ist halt recht an der Grenze.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Karlsson » Di 22. Sep 2015, 23:21

m.k hat geschrieben:
Je nach Leiterlänge/-häufung darf 1,5² mit 16A abgesichert sein. Oft wird man es jedoch nicht machen, ist halt recht an der Grenze.

Hm, ich könnte schwören es wären 15A gewesen, aber ich finde es nicht wieder. Hier steht 15A für einadrige CU in Rohren
http://www.njumaen.de/t4tt/pdf/kabelquerschnitte.pdf

Vielleicht hab ich mich auch verlesen. Hab auf jeden Fall im Keller nur 1,5mm² und daher das Renault Schukoteil, was an der Spezialschuko 14A zieht.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon m.k » Di 22. Sep 2015, 23:31

Naja, es kommt da auf einige Faktoren an, hier sind ein paar Tabellen.

https://library.e.abb.com/public/a6d7a9 ... ewfile.pdf

Und dann sollte man halt noch beachten, ob der Spannungsabfall zulässig ist, da kann es auch passieren, dass man auf 2,5² hochgehen sollte (zumindest laut Norm).

In der Praxis wird/wurde 1,5² halt öfters mit 16A abgesichert, aber das kann sich ja auf mehrere Schukosteckdosen verteilen, 16A dauerhaft aus nur einer Schuko - die Leitung wird einem nicht abbrennen, die ist ja hoffentlich korrekt abgesichert - aber die Steckdose selbst :S
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Spürmeise » Do 24. Sep 2015, 15:19

An einem gelegentlich genutzten TG-Stellplatz habe ich eine abschließbare Schuko-Dose von 2001. Ich hatte die Kontaktierung mal mit Spiritus und Wattestäbchen gereinigt und fand die Kontaktfedern recht stramm. Auch sonst sieht die Dose einwandfrei aus. Angeschlossen ist sie mit 2,5 mm².

Außer an den sofort nach testweiser Unterbrechung der Ladung befühlten Kontaktstiften des ICCB-Schukosteckers war während und nach der Ladung keine Erwärmung festzustellen. Ich habe aber nicht mit mehr als 10A geladen.

Für welche zulassige Erwärmung sind die Schuko-Kontaktfedern wohl ausgelegt?
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Elektrofix » Do 24. Sep 2015, 17:44

Spürmeise hat geschrieben:
Für welche zulassige Erwärmung sind die Schuko-Kontaktfedern wohl ausgelegt?

Naja, das kann ich nur schätzen, jedoch schmilst der Kunststoff bereits bei ca. 60*C. Ist ja alles nur noch mit Thrmoplasten gemacht.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon flow2702 » Do 24. Sep 2015, 17:52

Elektrofix hat geschrieben:
Dummheit von Nutzern einen Schuko mit mehr als 10A zu belasten auch nicht :?:

Ich frage mich immer wieder warum Leute hier immer wieder so einen Scheiß posten. :evil:


Sorry, dass ich mich hier einhake, aber das ist nicht richtig. Wenn eine Steckdose für 16A zugelassen ist (und das ist eine Schuko-Steckdose in der Regel), dann ist sie auch für 16A Dauerlast zugelassen.

Wäre es anders, dürften Steckdosenstromkreise nämlich nicht mit 16A LS-Schaltern abgesichert werden. Die Auslegung der LS-Schalter erfolgt auf Nennbelastung, und entscheidend ist hier zunächst (noch vor der Leitung) der anzuschließende Verbraucher - im Falle von Steckdosenstromkreisen also 16A Nennbelastung.

Wenn die Installation planerisch und handwerklich sauber gemacht wurde, spricht daher nichts dagegen, mit 16A aus einer Schuko zu saugen. Theoretisch.

ABER:

Ich gebe dennoch allen Recht, die sagen man sollte das nicht ungeprüft tun. Denn wer garantiert denn, dass das tatsächlich sauber installiert wurde. Von meinen Azubis höre ich, wenn es um dieses Thema geht, Sprüche wie: "Mein Meister sagt, bis 20m Leitungslänge kann man pauschal 1,5mm² nehmen" usw. Das heißt, selbst die Installation durch einen "Fachmann" garantiert nicht dafür, dass das richtig gemacht wurde. Und schon gar nicht, wenn das Ganze älter als 15, 20 Jahre ist.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Berndte » Do 24. Sep 2015, 18:00

Eine Schukosteckdose ist eben nicht für 16A Dauerlast ausgelegt!
Einfach mal die Anleitungen lesen, meist 13A, teilweise auch 14A.

Und genau deshalb gibt es B13 Automaten, denn schon seit geraumer Zeit sind B16 Automaten eigentlich nicht mehr zulässig.
Ein vernünftiger Elektriker kennt auch solche Änderungen, welche auf den immer höheren Leistungsbedarf an Schukosteckdosen beruht. Gerade in der Küche werden die Geräte immer grenzwertiger mit der Dauerleistung.

Steckdosen werden vernünftigerweise mit B13 Automaten abgesichert... aber die gibt es selten im Baumarkt!

Ich verweise bei der Gelegenheit mal auf diesen Beitrag:
goingelectric-forum/separate-nutzergruppe-ausgewiesene-elektro-fachkraft-t12890.html

Und was spricht gegen die Faustformel, dass man bis 20m 1,5mm² nehmen kann?
Das kommt doch auch sehr auf den Anwendungsfall an!
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon spark-ed » Do 24. Sep 2015, 18:45

Hängt ja auch noch von der Verlegeart ab, aber 13A geht eigentlich immer. Für die meisten Haushaltsverbraucher reichen auch heute noch 1,5mm². Bei den 20m 1,5mm² bekommt man höchstens ein Problem mit dem zulässigen Spannungsfall (Waren früher mal 3% nach TAB aber ich bin da nicht auf dem neuesten Stand)
Ansonsten sollte immer überlegen, ob da mal ein größerer Leistungsdurchsatz notwendig wird. Dann rechnet sich der höhere Querschnitt bereits über die Verlustleistung.

Wenn man vor hat ein E-Auto 1phasig zu laden sind 1,5mm² nur wenn die Leitung eh schon liegt akzeptabel.
Dabei sollte man wie schon öfters gesagt, den Leitungsweg nach maroden Abzweigdosen erkunden. Die können Probleme machen, auch wenn ich der persönlichen Meinung bin, dass ein Brand eher sehr selten zu befürchten ist.
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon eW4tler » Do 24. Sep 2015, 19:39

MartinS hat geschrieben:
Schlechte Qualität und zu geringe Leitungsquerschnitte (also Pfusch) sind dabei nicht vorgesehen.
Um genau das geht es! Wenn es Leute - wie dich - gibt, die den Unsinn verbreiten/vertreten an Schuko mit hohen Strömen zu laden sein in Ordnung, dann macht der unbedarfte Anwender das auch! Der stöpselt dann ohne Rücksicht auf irgend etwas sein Schuko-Ladekabel in JEDE Schuko-Steckdose! :shock:

Erkläre uns bitte
- Warum es das gibt, dass ein Schuko von einem Heizstrahler mit der Steckdose verschmilzt obwohl der nur 2kW hat?
- Warum die Außen-Schuko nach dem letzten Vereinsfest getauscht werden musste, obwohl der Fritter nur 3kW hatte?
- Warum ein Twizzy-Fahrer einen neuen Stecker/Steckdose brauchte, weil verschmorrt?
- Warum es bei Camping-Plätzen den CEE-blau gibt?
- Warum es in den Marinas (Häfen) den CEE-blau gibt?
- Warum in den Marinas, wenn Schuko´s vorhanden sind, so große braune Löcher dort sind wo die Stiftkontakte hin sollen?
- Warum man sich die Mühe gemacht hat, einen Nachfolger zur Schuko zu entwicklen/zu normen, der ohne dessen Nachteile auskommt? (hat sich leider nicht durchgesetzt) siehe IEC 60906-1 bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/IEC_60906-1

MartinS hat geschrieben:
Bitte komm herunter vom hohen Ross, dass nur Akkus über 30 kWh etwas taugen.
Das habe ich nicht gesagt! Beobachte aber die Entwicklung (selbst das TWIKE5 geht bis 30kWh) und akzeptiere die Realität bzw. das was der Markt verlangt.

MartinS hat geschrieben:
Und akzeptiere, dass andere sich auch etwas auskennen.
Mache ich gerne! Dabei ist aber zu bedenken, dass das "etwas" auch schon mal "wenig" sein kann! ;-)


Hier auch nochmals die Abhandlung von ATLAN zu diesem Thema:
Gegenüberstellung Kontaktierung CEE Schuko.pdf
(280.1 KiB) 255-mal heruntergeladen



Und nachdem die RICHTLINIE 2014/94/EU hoffentlich bald in nationales Gesetz gegossen wird, (spät. Nov 2016) dann haben hoffentlich alle Schuko-Lader das Einsehen, dass Typ2 und CCS in Europa als STANDARD erklärt wurde!

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Ladestrategie: an öffentlichen Ladesäulen mit Typ2 und zur Not, mit 22kW-NRGkick überall sonst!
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Re: Wer lädt nur an Haussteckdose? Probleme?

Beitragvon Spürmeise » Do 24. Sep 2015, 20:22

Elektrofix hat geschrieben:
Spürmeise hat geschrieben:
Für welche zulassige Erwärmung sind die Schuko-Kontaktfedern wohl ausgelegt?

Naja, das kann ich nur schätzen, jedoch schmilst der Kunststoff bereits bei ca. 60*C. Ist ja alles nur noch mit Thrmoplasten gemacht.

... oder auch erst ab 125°C, wie beim von Mennekes für Schuko etc. verwendetem Amaplast
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/11e2/0900766b811e2afb.pdf
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