Wallbox in der Sammeltiefgarage

Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Turbothomas » So 10. Mär 2013, 19:50

Hallo zusammen,

Eigenheimbesitzer habe ja lediglich das Problem der Ladestromstärke.

Wie sieht das in (Eigentums-)Wohnanlagen mit Sammeltiefgarage aus. Wie ist da die rechtliche Sicht, so eine Wallbox für einen Teilöffentlichen Bereich auf eigene Kosten installieren zu lassen? Welche Einspruchsmöglichkeiten haben die Miteigentümer?

Hat da jemand Ahnung? Ich frage aus grundsätzlichem Interesse, meine Eon-Wallbox hängt schon an der Wand in der Einzelgarage.
Ciao
Thomas
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Chris » So 10. Mär 2013, 20:02

Ich verweise mal auf dieses Thema im Tesla Fahrer und Freunde Forum:
http://www.tff-forum.de/viewtopic.php?f=4&t=620
Dort hat der Threadersteller genau das Problem, dass sich die Nachbarn etwas quer stellen.
My next car is a reservation: Microlino or Model 3 or both?
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Eberhard » So 10. Mär 2013, 20:11

ich habe an meinem stellplatz im sondereigentum einen CEE 32A Dose setzen lassen (auf eigene Kosten) undit meinem Hsuptanschluss verbunden. rechtlich gibt es keine möglichkeiten für die miteigentümer dies zu verhindern, sofern keine gewerbliche nutzung damit verbunden ist.

lg

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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon dibu » So 10. Mär 2013, 22:44

Ich habe mir in der Eigentümerversammlung von allen Miteigentümer die Genehmigung geben lassen müssen, weil die Zuleitung über das Gemeinschaftseigentum verläuft. Ich habe die Wallbox inzwischen in der Sammelgarage installiert; die Zustimmung war kein Problem.

Gruß, dibu
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Spürmeise » Mo 9. Sep 2013, 21:32

Hi,
wie sieht das aus, wenn ich einen Elektroinstallateur-Fachbetrieb mit der Installation einer Lademöglichkeit an einem Stellplatz beauftrage (in D), wenn vom Eigentümer u.a. folgende Bedingungen gestellt werden:
Die Ausführung der Arbeiten muss den anerkannten Regeln der Technik, den einschlägigen DIN-Normen sowie den Vorschriften der örtlichen Bauaufsichts- und Brandschutzbehörde entsprechen. Die Ausführung muss durch Fachfirmen erfolgen.

Sämtliche Schäden an der Liegenschaft, resultierend aus einer mangel-/fehlerhaften Ausführung ergeben, sind verursachergerecht durch den Antragssteller zu tragen. Dies gilt auch für Erfüllungsgehilfen des Antragsstellers.

Die fristgerechte Durchführung von vorgeschriebener Wartung, Instandhaltung/-setzung sowie die Betreibung, Energieversorgung, Versicherungspflicht, Funktionskontrolle der vom Antragssteller eingebrachten Bauteile (ggf. in Abstimmung mit den ausführenden Fachfirmen) und die Gewährleistung der allgemeinen Verkehrssicherheit während und nach der Ausführung obliegt dem Antragssteller. Der Antragssteller ist verpflichtet, die Einbauten auf eigene Kosten stets in einem ordentlichen und betriebssicheren Zustand zu erhalten.

Alle Änderungen am Bauwerk und Einrichtungen des Gebäudes (z.B. Elektroverkabelungen) sind fachgerecht auszuführen und zu dokumentieren. Brandschutzbestimmungen sind unbedingt einzuhalten, Durchbrüche an den Brandschutzwänden sind umgehend wieder fachgerecht zu verschließen.


Inwieweit würde ein ausführender Elektroinstallateur-Fachbetrieb die Haftung für die Elektroinstallation übernehmen? Mit welcher Wartungsvereinbarung würde er sich absichern wollen?
Spürmeise
 

Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon mlie » Mo 9. Sep 2013, 21:53

Die Bedingungen sind ja nun im Prinzip nichts besonderes. Eine Installation nach den annerkannten Regeln der Technik heisst auf Deutsch nach den VDE-Regeln oder nachgewiesenermassen gleichwertig.

Die Haftung für die elektrische Anlage übernimmt derjenige, der zuletzt an der elektrischen Anlage gearbeitet hat.
Und damit heisst das ganz einfach, dass im halböffentlichen Bereich eine Standardwallbox, z.B. von Mennekes oder KeBa oder meinetwegen RWE hinter einer passend abgesicherten und ausgelegten Leitung und einem FI Typ B (wenn mehrphasig) installiert wird und danach der E-Check gemacht wird. Oder eben eine gleichwertige Lösung.

Mit diesem E-Check werden alle Parameter der ordnungsgemäßen Installation (z.B. Schleifenwiderstand, Auslösestrom und -zeit der FIs usw) dokumentiert und das/die Messprotokolle dem Kunden übergeben. Damit wäre der Nachweis erbracht, dass die Installation zum Zeitpunkt der Messung allen Anforderungen an Funktion und Sicherheit entspricht.
Sollte es danach Probleme geben, hat der Betrieb eine Betriebshaftpflicht. Wenn also die Tiefgarage ausbrennt, weil die Klemmstelle in der Wallbox locker war, dann zahlt diese Haftpflicht, wenn dem nicht so war, zahlt der Hersteller der Wallbox.

Grundsätzlich ist zunächst der Betreiber der elektrischen Installation für die einwandfreie Funktion und Sicherheit verantwortlich und haftbar, am einfachsten nachzuweisen:
Zuerst durch das E-Check-Protokoll, so nach 2-3 Jahren sollte eine Wiederholungsprüfung in Form eines erneuten E-Checks durchgeführt werden. Manche Gebäudeversicherungen geben bei Nachweis eines aktuellen E-Check-Protokolls Rabatt!

Und bitte, es gibt verschiedene Formen des E-Checks. Wenn die Prüfung vom "ebay-ECheck" eine Viertelstunde inkl. Anfahrt aus Polen dauert, dann war das nichts. Aber der Aufkleber sieht dann natürlich genauso aus wie bei einer gewissenhaften Prüfung...
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon midimal » Di 10. Sep 2013, 12:30

Hallo Forum :ugeek:

Auch ich wollte an meinem TG Platz - den ich zusammen mit der Wohnung gekauft habe - einen Stromanschluss zur E-Auto Ladung haben. Da die Eigentümerversammlung erst im Frühjahr 2014 stattfindet, und ich den Leaf bereits im August bekommen sollte, wurde mir eine vorläufige Genehmigung zur Verlegung der Stromleitung erteilt. Ich habe mir gleich 3 phasiges 6mm2 Kabel legen lassen. Da die Leitung auf einer 30Meter Strecke gelegt werden musste - kostete der Spaß ca. 480 Euro (incl. 4Std Arbeitszeit des Elektrikers)

Zitat:
"nach interner Rücksprache mit dem Beirat genehmigen wir die Installation vorab zur folgenden Voraussetzungen:

1.Die fachgerechte Installation wird durch den Hausanlagenelektriker, Firma.........- Elektroanlagen GmbH, Rufnummer Tel. xxxxx/ nach Ihrer Beauftragung ausgeführt. Die Kopie der Rechnung schicken Sie bitte an uns zum Nachweis.
2. Sämtliche mit der Installation zusammenhängenden Kosten und Risiken obliegenden Ihrer Verantwortlichkeit.
3. Abstimmung nach Beschlussantrag auf der EV 2014 mit dem Risiko des eventuellen fachgerechten Rückbaus der o.g. Firma durch Ihre Beauftragung und Kostenübernahme. ( Nachweis ebenfalls erforderlich )

Sofern diese Dinge für Sie akzeptabel sind, geben Sie uns eine kurze Rückinfo per Mail."

Ich habe nun eine 16A Steckdose in der TG und kann nur hoffen(beten?) , dass die Eigentümer auf der EV im Frühjahr 2014 nicht auf die blöde Idee kommen mir den ganzen Kramm abbauen zu lassen (aber warum sollten die das eigentlich? :evil: )
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon mlie » Di 10. Sep 2013, 12:50

Richtig, warum sollten sie? Solange deine Leitung nicht gerade auf dem Allgemeinstrom hängt und du dich nicht anderweitig unbeliebt gemacht hast, sollte das eigentlich kein Problem sein, meiner Meinung nach.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Spürmeise » Di 10. Sep 2013, 14:25

midimal hat geschrieben:
Ich habe mir gleich 3 phasiges 6mm2 Kabel legen lassen. Da die Leitung auf einer 30Meter Strecke gelegt werden musste - kostete der Spaß ca. 480 Euro

Dazu 'ne technische Frage. Bei einphasigem Anschluss (16 A) könnte man ein NYM-J Kabel mit 3x4 mm² (Phase, Nullleiter, Schutzleiter) nehmen. Wäre auch 5x2,5 mm² zulässig, bei dem die 3 Phasen á 2,5 mm² parallel geschaltet sind? Im Ergebnis hätte man für die stromführenden Leitungen 5 mm² und keine "Kupferverschwendung" für den Schutzleiter.
Spürmeise
 

Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon ATLAN » Di 10. Sep 2013, 14:33

Spürmeise hat geschrieben:
Dazu 'ne technische Frage. Bei einphasigem Anschluss (16 A) könnte man ein NYM-J Kabel mit 3x4 mm² (Phase, Nullleiter, Schutzleiter) nehmen. Wäre auch 5x2,5 mm² zulässig, bei dem die 3 Phasen á 2,5 mm² parallel geschaltet sind? Im Ergebnis hätte man für die stromführenden Leitungen 5 mm² und keine "Kupferverschwendung" für den Schutzleiter.


NICHT zulässig, der PE muss Stromtragefähig im passenden Verhältnis zu den anderen Leitern sein.

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
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