Wallbox in der Sammeltiefgarage

Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Kelomat » Di 10. Sep 2013, 17:40

Wenn die Leitung nicht zu Lange ist reicht auch ein 3x2,5mm².

Sonst kann ich nur Atlan bestätigen - NICHT zulässig wenn du für die Leitung normalerweise ein 4mm² verlegen müsstest.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon mlie » Di 10. Sep 2013, 17:57

Wenn du mehr als 16mm² an Querschnitt hast, darfst du den PE-Querschnitt reduzieren, z.B. im Kabeltyp NYCY oder NYCWY.

Unabhängig davon würde ich immer NYY-5x6 legen, um die Option auf 3phasig 22kW vorzubehalten. Das verlegen ist ja das teuere, nicht das Kabel! Es ist ja davon auszugehen, dass jeder ernstzunehmende Hersteller die 22kW-Ladung in den nächsten Monaten anbietet. Dann ist die Option ganz gut. Oder dein Nachbar kauft sich auch ein EA, dann ist wenigstens die Leitung schon da.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Spürmeise » Di 10. Sep 2013, 21:55

Kelomat hat geschrieben:
Wenn die Leitung nicht zu Lange ist reicht auch ein 3x2,5mm².
Sonst kann ich nur Atlan bestätigen - NICHT zulässig wenn du für die Leitung normalerweise ein 4mm² verlegen müsstest.

Für die Leitung müsste eigentlich nur 3x2,5mm verlegt werden. Was ist dann?

Außerdem ist mir die Vorschrift unverständlich. Der LSS vor dem Kabel lässt höchstens 16A durch, im Normalfall teilen sich die 3 Adern eben die 16 A, und falls zwei Adern kaputt gehen sollten, ist eine immer noch ausreichend.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Spürmeise » Di 10. Sep 2013, 22:00

mlie hat geschrieben:
Unabhängig davon würde ich immer NYY-5x6 legen, um die Option auf 3phasig 22kW vorzubehalten

Hier macht das keinen Sinn: es ist kein eigener Stellplatz, sondern ein Parkhaus in einem Gewerbepark, wo (vermieterseits) zwar eine Ladestation einphasig 230V/16A (auf meine Kosten) genehmigt wäre, ob aber die den Stellplatz mietende Firma die vom Eigentümer vorgelegte Gestattungsvereinbarung annimmt, wird man sehen.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon mlie » Di 10. Sep 2013, 22:11

Da sind wir dann wieder bei den anerkannten Regeln der Technik.

Bei solchen Pimpelquerschnitten ist das Parallelschalten sinnfrei und absolut unüblich. was du privat machst, ist dir selbst überlassen. Kaputtgehen kann in deinem Fall nichts.

Bei größeren Querschnitten ist das Parallelschalten allerdings Usus, wobei jeder Strang allerdings auf das Maximum des Einzelleiters abgesichert werden muss, also bei 2 Kabeln a 4x120mm² wird z.b. mit 2x 3x200A abgesichert, weil ein Einzelleiter bei Parallelschaltung und gemeinsamer Absicherung mit 400A bei Wegfall eines Leiter überlastet werden könnte.

Von solchen Querschnitten bist du in deiner Tiefgarage allerdings recht weit entfernt. ;-) Würde wohl auch nicht in die Wallbox passen. :-)
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon mlie » Di 10. Sep 2013, 22:14

Spürmeise hat geschrieben:
mlie hat geschrieben:
Unabhängig davon würde ich immer NYY-5x6 legen, um die Option auf 3phasig 22kW vorzubehalten

Hier macht das keinen Sinn: es ist kein eigener Stellplatz, sondern ein Parkhaus in einem Gewerbepark, wo (vermieterseits) zwar eine Ladestation einphasig 230V/16A (auf meine Kosten) genehmigt wäre, ob aber die den Stellplatz mietende Firma die vom Eigentümer vorgelegte Gestattungsvereinbarung annimmt, wird man sehen.


Ach so, na dann passt das doch mit dem Querschnitt. Das parallelschalten ist vollkommen unnötig und bringt dich nicht weiter, weil die Klemmstellen in der wallbox wohl auch nicht für Doppelklemmung geeignet sein werden.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Kelomat » Mi 11. Sep 2013, 18:20

Spürmeise hat geschrieben:
Für die Leitung müsste eigentlich nur 3x2,5mm verlegt werden. Was ist dann?


Dann reichen doch 2,5mm². Warum willst du den Querschnitt erhöhen?
Ein 3x 2,5mm² ist in der Regel billiger als ein 5x 2,5mm².

Spürmeise hat geschrieben:
Außerdem ist mir die Vorschrift unverständlich. Der LSS vor dem Kabel lässt höchstens 16A durch, im Normalfall teilen sich die 3 Adern eben die 16 A, und falls zwei Adern kaputt gehen sollten, ist eine immer noch ausreichend.


Ich kann dir jetzt nicht ganz folgen.

Du hast einmal die Phase, einen Neutralleiter und einen Schutzleiter.

Die Sicherung (LSS) überwacht den Stromfluss von der Phase und dem Neutralleiter.(Hin- und Rückleitung vereinfacht gesprochen) Der Schutzleiter ist im Normalfall stromlos.

Wenn du jetzt keine langen Leitungen hast und deshalb der Spannungsabfall nicht zu groß ist, kannst du auch ein 2,5mm² verwenden. Wenn der Spannungsabfall zu hoch wird musst du ein 4mm² verlegen.
Und dann muss auch der Schutzleiter ein 4mm² sein.

Sollte durch einen Isolationsfehler beim Auto die Karosserie unter Spannung stehen, bewahrt dich der Schutzleiter vor dem Grab denn der leitet den Strom gegen Erde ab und löst so den FI-Schutzschalter aus.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Spürmeise » Mi 11. Sep 2013, 21:54

Kelomat hat geschrieben:
Dann reichen doch 2,5mm². Warum willst du den Querschnitt erhöhen?

Statt 3% Leitungsverlust nur [Korrektur] 2%.

Kelomat hat geschrieben:
Die Sicherung (LSS) überwacht den Stromfluss von der Phase und dem Neutralleiter.(Hin- und Rückleitung vereinfacht gesprochen)

Glaube ich nicht. Ein LSS ist ein Zweipol, der nur die Phase überwacht. Werden für die Phase statt einer drei Adern verwendet, teilt sich der Strom auf (also statt 16 A nur 5-6 A pro Ader), so dass der Spannungsabfall auf 1/3 zurück geht (z.B. von 3,4 V auf 1,1 V). Im Neutralleiter fließt weiterhin 16 A mit einem Spannungsabfall von 3,4 V).

Kelomat hat geschrieben:
Sollte durch einen Isolationsfehler beim Auto die Karosserie unter Spannung stehen, bewahrt dich der Schutzleiter vor dem Grab denn der leitet den Strom gegen Erde ab und löst so den FI-Schutzschalter aus.


Warum sollte ein 2,5 mm²-Schutzleiter einen Strom von 16A nicht ableiten können?

Ok, und warum ich das überhaupt frage: bei der Neuinstallation ist 3x4mm² ja kein Problem. An anderem Ort im Privatbereich ist ein bislang unbenutzes 5x1,5 mm² Kabel (ca. 10m) verbuddelt. Da wäre es schön, die drei Adern verbinden zu dürfen, wenn dem physikalisch nichts entgegen steht.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon Kelomat » Do 12. Sep 2013, 17:02

Spürmeise hat geschrieben:
Statt 3% Leitungsverlust nur [Korrektur] 2%.


In diesen Fall würde das gehen. Wobei es besser wäre wenn du für die Phase zwei Adern nimmst und für den Neutralleiter auch zwei (mit entsprechender Farblichen Kennzeichnung z.B. blauer Schrumpfschlauch)
Aber mit der 5x1,5mm² Version ist das nicht erlaubt da der Querschnitt für 16A wahrscheinlich zu gering wäre.

Spürmeise hat geschrieben:
Warum sollte ein 2,5 mm²-Schutzleiter einen Strom von 16A nicht ableiten können?


Es geht nicht darum ob das funktioniert sondern ob es erlaubt ist.
Der FI Schutzschalter löst ja schon bei 30mA aus also das geht auch über viel kleinere Querschnitte. Aber es ist halt nicht erlaubt.
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Re: Wallbox in der Sammeltiefgarage

Beitragvon motoqtreiber » Sa 11. Jan 2014, 22:22

midimal hat geschrieben:
Hallo Forum :ugeek:

Auch ich wollte an meinem TG Platz - den ich zusammen mit der Wohnung gekauft habe - einen Stromanschluss zur E-Auto Ladung haben. Da die Eigentümerversammlung erst im Frühjahr 2014 stattfindet, und ich den Leaf bereits im August bekommen sollte, wurde mir eine vorläufige Genehmigung zur Verlegung der Stromleitung erteilt. Ich habe mir gleich 3 phasiges 6mm2 Kabel legen lassen. Da die Leitung auf einer 30Meter Strecke gelegt werden musste - kostete der Spaß ca. 480 Euro (incl. 4Std Arbeitszeit des Elektrikers)

Zitat:
"nach interner Rücksprache mit dem Beirat genehmigen wir die Installation vorab zur folgenden Voraussetzungen:

1.Die fachgerechte Installation wird durch den Hausanlagenelektriker, Firma.........- Elektroanlagen GmbH, Rufnummer Tel. xxxxx/ nach Ihrer Beauftragung ausgeführt. Die Kopie der Rechnung schicken Sie bitte an uns zum Nachweis.
2. Sämtliche mit der Installation zusammenhängenden Kosten und Risiken obliegenden Ihrer Verantwortlichkeit.
3. Abstimmung nach Beschlussantrag auf der EV 2014 mit dem Risiko des eventuellen fachgerechten Rückbaus der o.g. Firma durch Ihre Beauftragung und Kostenübernahme. ( Nachweis ebenfalls erforderlich )

Sofern diese Dinge für Sie akzeptabel sind, geben Sie uns eine kurze Rückinfo per Mail."

Ich habe nun eine 16A Steckdose in der TG und kann nur hoffen(beten?) , dass die Eigentümer auf der EV im Frühjahr 2014 nicht auf die blöde Idee kommen mir den ganzen Kramm abbauen zu lassen (aber warum sollten die das eigentlich? :evil: )






Wie löst man denn das Problem mit der Abrechnung? Ich müßte irgendwie den Gemeinschaftsstrom anzapfen und dann irgendwie einen Stromzähler zur Abrechnung anhängen. Ist sowas machbar und bezahlbar?
Mir würden auch 220V und 16 A genügen, weil ich nur über Nacht laden will.
Ciao,
motoqtreiber

(Dieses Jahr wird es ein VW e-up, Golf GTE, i3Rex oder ...) -> Es wurde ein etron!
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