Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon RaikundNici » Do 20. Okt 2016, 10:27

ecopowerprofi hat geschrieben:
oder einfach anschließen. Wer viel fragt bekommt auch viel Antwort. Im ZOE hat doch auch eine Wärmepumpe für die Heizung des Fahrzeugs. Du kannst sogar das Auto vorheizen, wenn es an Strom angeschlossen ist.


Das ist mir einfach zu heiß. Im Ernstfall habe ich dann keinen Versicherungsschutz, weil ich was installiert habe, was nicht installiert werden darf... Nach der Logik hätte mein Wärmepumpentrockner ja auch Berechtigung.

p.hase hat geschrieben:
ich würde das vorher am zoe testen bevor ich verträge abschliesse und leitungen lege. für einen japaner machbar, aber für einen franzosen empfehle ich das an- und ausschalten nicht unbedingt. es bringt dir nichts wenn du morgens einen schraubenschlüssel in knallrot rechtsaussen hast und du nicht zur arbeit kommst.


Die Abschaltung würde nicht stören. noch ist sie fixiert- 11.30-12.30 und 17.45 bis 19.15 Uhr - diese Zeiten berücksichtigt die Wärmepumpe-sie sind eingespeichert. Beim Auto müsste man eben entsprechend auch das Ganze beachten-es würde immer über Nacht geladen. Es ist aber keinesfalls so, dass Abschaltungen willkürlich und kurzfristig vorgenommen werden.

p.hase hat geschrieben:
vielmehr frage ich mich wie hoch deine verbräuche sind und wie stark dein kompressor in der WP. heute ist es lohnender auf den WP-tarif und den teuren zweiten zähler und dessen grundgebühr zu verzichten und eventuell EINEN besseren preis für wärme und haus zusammen, also einen zähler, zu bekommen. ich bin gerade so an der grenze, daß es sich nicht lohnt.


Ich muss ja keinen extra Vertrag abschließen-ich habe die Wärmepumpe (3 kW/JAZ 4/5000 kWh/a) seit 10 Jahren und der Zähler kostet mich momentan auch nix extra. Mein Ökostromanbieter verlangt nur 1,80 € pro Monat Grundgebühr. Ich spare 6 ct pro kWh ggü Normaltarifen-das ist genau die Ermäßigung der Netzentgelte, die mir durchgereicht wird. Bei der Heizung macht das 300 EUR Ersparnis/Jahr-käme das E-Auto dazu, wären es 390 EUR. Dafür lohnt sich das in jedem Fall.

Nur wie wird das dann mit der Digitalisierung und einer echt möglichen Fernschaltung?
Wie hoch bleibt die Vergünstigung/kWh?-sie liegt ja allein im Interesse der Netzbetreiber
Wer oder was schützt mich dann vor der willkürlichen Optimierung durch Fernabschaltung?

:evil: Ohne finanziellen Anreiz hätte ich doch keine Lust auf diese Nachteile. :evil:

Auf diesen Punkt berief sich MITNETZ am Telefon:

§ 14a Steuerbare Verbrauchseinrichtungen in Niederspannung; Verordnungsermächtigung
Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen haben denjenigen Lieferanten und Letztverbrauchern im Bereich der
Niederspannung, mit denen sie Netznutzungsverträge abgeschlossen haben, ein reduziertes Netzentgelt zu
berechnen, wenn mit ihnen im Gegenzug die netzdienliche Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen,
die über einen separaten Zählpunkt verfügen, vereinbart wird. Als steuerbare Verbrauchseinrichtung im Sinne
von Satz 1 gelten auch Elektromobile. Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit
Zustimmung des Bundesrates die Verpflichtung nach den Sätzen 1 und 2 näher zu konkretisieren, insbesondere
einen Rahmen für die Reduzierung von Netzentgelten und die vertragliche Ausgestaltung vorzusehen sowie
Steuerungshandlungen zu benennen, die dem Netzbetreiber vorbehalten sind, und Steuerungshandlungen
zu benennen, die Dritten, insbesondere dem Lieferanten, vorbehalten sind. Sie hat hierbei die weiteren
Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes an die Ausgestaltung der kommunikativen Einbindung der
steuerbaren Verbrauchseinrichtungen zu beachten.


Für mich ist eigentlich soweit klar-eigentlich MUSS MITNETZ einem den Anschluss genehmigen-das Auto fällt unter diese Regelung. Sie WOLLEN nur nicht, schließlich verlieren sie damit 6 ct/kWh und solange die digitalen Strommärkte nicht real sind, wollen sie nicht auf diese 6 ct verzichten. Die Strategie der MITNETZ ist klar-auf meine Nachfrage erstmal kategorisches Nein und dann Einlenken, dass eine gesetzliche Regelung aussteht. Die Gesetzesregelung ist aber nicht MUSS-Bedingung der Vergünstigung.

Die Forderung eines nochmaligen Zwischenzählers ist totaler Humbug. Wer weiß, ob mein Stromlieferant wirklich diese Auskunft mit dem Zwischenzähler von MITNETZ bekommen hat. :o Er weiß, die Regelung kommt, er will Strom verkaufen und sich vielleicht nochmal absichern.

Der Zähler im Haus ist aber nicht sein Eigentum-was ich da anschließe muss ich mit dem Netzbetreiber regeln.

Es ist großer Mist-alles völlig unausgegoren. Als Verbraucher sitzt man zwischen allen Stühlen. Ich lache mich echt tot.... :lol: :lol: :lol: Und wegen 90 EUR/a renne ich jetzt nicht gegen Wände oder rufe den Installateur-da lasse ich es.

Mich hat es nur mal interessiert. :)
Vielleicht finden sich ja noch andere mit der Idee und dem Widerstand des Netzbetreibers?
Oder ich wende mich mal an die grünen Politikmännchen-vielleicht findet sich da einer, der MITNETZ mal Dampf macht...
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon Tho » Do 20. Okt 2016, 11:00

Die Mitnetz (Envia) wollte doch selbiges mal über ein Projekt an den Mann bringen ? (Ladestromtarif als separater Zähler und steuerbare Ladebox für Unterbrechungen)
Man hätte sogar eine Wallbox und 500€ für die Installation geschenkt bekommen...
Nein, ich habs bewusst nicht mitgemacht. :lol: (Hab Speicher und PV und keinen Strom von der Envia)
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon p.hase » Do 20. Okt 2016, 11:34

bei einem 3kW kompressor kannst du nicht über den hausstrom laufen lassen. die grenze ist bei 2,5kW. das geht nur bei e-mobilen mit 3,7kW. :mrgreen:
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon RaikundNici » Do 20. Okt 2016, 13:08

Tho hat geschrieben:
Die Mitnetz (Envia) wollte doch selbiges mal über ein Projekt an den Mann bringen ? (Ladestromtarif als separater Zähler und steuerbare Ladebox für Unterbrechungen)
Man hätte sogar eine Wallbox und 500€ für die Installation geschenkt bekommen...
Nein, ich habs bewusst nicht mitgemacht. :lol: (Hab Speicher und PV und keinen Strom von der Envia)


Habe gerade auch die Info von den Grünen bekommen. Aber ist ja eh keine Option für mich. PV-Anlage+Speicher leider auch nicht, da unser Haus so bescheiden liegt. Übrigens hatte ich vor Jahren auch mal die Idee für so ein Bürgersolarprojekt. Coole Sache, in Drebach! ;)

Ich habe nun mal ausführlich bei der Bundesnetzagentur gefragt, ob MITNETZ das einfach so ignorieren kann....

Bin hartnäckig. :P
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon make » Do 20. Okt 2016, 16:45

Die richtige Antwort für alle Netzbetreiber gibt es nicht, der wesentliche Teil des § 14 a des EnWG sagt nämlich:

wenn netzdienliche Steuerung vereinbart => dann reduziertes Netzentgelt

Es muss also eine Vereinbarung (die beruht auf Gegenseitigkeit) mit dem Netzbetreiber geben, wie er den angeschlossenen Verbraucher steuert. Das kann in der Praxis z.B. so aussehen:

- Netzbetreiber gibt feste Sperrzeiten vor, welche in der Wärmepumpe oder der Wallbox hinterlegt werden MÜSSEN. Das ist schwer zu kontrollieren - aber wieso sollte ein Netzbetreiber das bei einer Wärmepumpe akzeptieren und bei einer Wallbox nicht?

- Netzbetreiber liefert einen Rundsteuerempfänger, der dann ein Schütz hinter dem Zähler ansteuert. Alles was hinter diesem Schütz hängt wird mit reduziertem Netzentgelt verrechnet, da der Netzbetreiber direkten Zugriff darauf hat. Ob das jetzt eine Wallbox oder eine CEE Dose ist spielt dann keine Rolle.

Ich wohne leider nicht in deren Netzgebiet, die ÜZ eG akzeptiert beispielsweise auch Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge am Wärmepumpenzähler. Wer keine Wärmepumpe hat kann den selben Tarif jedoch auch als E-Auto Tarif bestellen: https://www.uez.de/UeZ-Natur-Mobil.html. Der Tarif gilt aber leider nur in derem eigenen Netzgebiet...

Vielleicht hilft es, mit diesen Argumenten mal freundlich auf euren Netzbetreiber zuzugehen...

Kleiner Tip am Rande: was viele nicht wissen - der Netzbetreiber hat ein Recht zu erfahren, welche stärkeren Verbraucher an seinem Netz hängen. Die Grenze ist scheinbar nicht eindeutig definiert, je nach Netzbetreiber liegt sie wohl zwischen 4,6 und 11 kW.
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon rolandp » Do 20. Okt 2016, 17:01

Wer zuviel frägt ist meistens der Dumme...einfach machen und ruhig bleiben...das EVU kennt doch den Verbrauch deiner Wärmepumpen nicht...hast halt nun eine größere WP muss ja nicht gleich 22KW Laden...über Nacht reichen doch 3,6KW oder halt 11KW pro Phase ist das toll gleichmäßig belastet.

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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 21. Okt 2016, 14:10

RaikundNici hat geschrieben:
Im Ernstfall habe ich dann keinen Versicherungsschutz, weil ich was installiert habe, was nicht installiert werden darf..

Was hat das mit Versicherungsschutz zu tun. Wenn der Anschluss den VDE-Vorschriften entspricht, ist Versicherungsschutz gegeben. Wie was mit einem Lieferanten (hier Stromversorger) verrechnet wird, hat aber auch gar nichts mit Versicherung zu tun.

Als es noch Nachtspeicherstrom gab, hat fast jeder der den bezog die Waschmaschine und Trockner damit betrieben. In vielen Fällen wurde Nachts die gesamte Versorgung auf Nachttarif umgestellt. Es gibt heute noch 2-Tarif-Zähler, weil ein Umbau der Verteilung zu aufwendig wird. Ich habe letzte Woche noch einen für einen Netzbetreiber eingebaut. Die sind gerade daran interessiert zu Spitzenzeiten Verbraucher abschalten zu können, weil das netzdienlich ist.

Ich hätte keine bedenken die Wallbox an dem Speicherstromanschluss zu betreiben. Steht doch extra im Gesetz drin. Die Vereinbarung besteht doch darin an dem Anschluss abschaltbare Verbraucher zu betreiben.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon eDEVIL » Fr 21. Okt 2016, 14:19

p.hase hat geschrieben:
bei einem 3kW kompressor kannst du nicht über den hausstrom laufen lassen. die grenze ist bei 2,5kW. das geht nur bei e-mobilen mit 3,7kW. :mrgreen:

Meine 3,6 kW einphasige Luftwärmepumpe wurde gnaz offiziell vom Elektriker an Haushaltsstrom angeschlossen.
Später dann wechsel auf WP-Strom, weil erheblich günstiger.

Absicherung mit C25 verblombt über dem Zähler.
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon Tho » Fr 21. Okt 2016, 14:22

Wenn du den Verbraucher anmeldest kannst du nahezu jede Last über den Hausstrom laufen lassen. (Oder soll Hausstrom hier 16a einphasig bedeuten?)
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Beitragvon eDEVIL » Fr 21. Okt 2016, 14:24

Da wurde aber nix angemeldet - nicht mal der 27 kW DLE :lol: .
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