privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon Jogi » Mo 1. Okt 2012, 23:36

green_Phil hat geschrieben:
...Unter diesem Gesichtspunkt wird aber die Variante für mich noch attraktiver, das zu einem kleinen, privaten Verbund zu machen - also unter uns. Das könnte man dann vielleicht tatsächlich auch nutzen, um sich mal in der Realität kennen zu lernen, bei einem Kaffee oder so.

Gerne.
Klar kann bei mir auch jeder Strom haben, aufgrund meiner eher ungünstigen Lage wird sich das in engen Grenzen halten. :)

Die bisherigen öffentlichen Anbieter (die mit den regionalen Angeboten) begehen m. E. einen Denkfehler:
Sie wollen den Leuten aus ihrer Stadt Lademöglichkeiten bieten.
Aber genau Die brauchen das nicht, die laden zu Hause!
Viel wichtiger wären die Besucher von ausserhalb.
Die verkneifen sich eine Fahrt in eine Stadt, die nicht innerhalb ihrer halben Reichweite liegt, wenn sie dort nicht zuverlässig und unkompliziert laden können.
Das geht mit ec- oder Kreditkartenautomaten, sogar Münzautomaten wären besser als ein System, das eine Registrierung erfordert.

Gruß Jogi
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon EVplus » Di 2. Okt 2012, 00:02

Die Idee ist gut. Nicht neu !

DSK Drehstromkiste hat zur Bedingung, dass 24h / 7 Tage pro Woche der Zugang zur Stromquelle sichergestellt ist. Das kann ich z.B. nicht gewährleisten. Deshab bin ich ( leider ) kein Mitglied bei der DSK.
Die Frage der Stromkosten habe ich schon mit einem Verfechter der DSK auf der WAVE 2012 diskutiert : Man lässt den Betrag der geladenen kWh in einem Briefumschlag vor Ort / Briefkasten usw. Damit sind die DSK Ladfestellen, weche oft frequentiert werden nicht in der Verlustzone.
Das finde ich eine gute unbürokratische Lösung in der Anfangszeit der entstehenden Elektromobilität .
( Selbsthilfe , da die Politiker dieses Landes - Deutschland - nicht in der Lage sind entsprechende Umstände zu schaffen, welche die Elektromobiltät voranbringen. )

Wichtig ist die Zuverlässigkeit der Ladestellen, auch wenn sie privat "organisiert" sind.

Nicht jeder hat die Zeit und Möglichkeiten vorher abzuklären, ob und wann man an Punkt x laden kann.

Das ist derzeit natürlich auch ein Problem der öffentichen Ladestellen. Auch ich musste meine Fahrtrouten ändern, da öffentiche Ladestellen blockiert oder nicht funktionsfähig waren.

Die Tesla Fahrer sind bisher sehr gut privat organisiert.
Klar können und sollten "WIR" das auch machen.

Ich finde das ( Ladesäulen- Netz )sollte jedoch ( derzeit ) Markenübergreifend stattfinden. Tesla / Renault / I-miev &Co / Nissan / Smart ED / Stromos und alle bisherigen Pioniere , die schon vorher da waren und schon gut organisiert sind, sollten nicht vergessen werden.

Viele Grüsse EVplus
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon green_Phil » Di 2. Okt 2012, 08:50

Jogi hat geschrieben:
Klar kann bei mir auch jeder Strom haben, aufgrund meiner eher ungünstigen Lage wird sich das in engen Grenzen halten.
Robert hat geschrieben:
Ich habe aber auch leicht reden mit 1000 km Sicherheitsabstand zu Berlin.

In Ballungsräumen sehe ich auch nicht so das Problem. Ich wohne auf dem Land und gerade hier ist es ein Krampf irgendwo in der Nähe eine (öffentliche) Ladesäule zu finden. Klar werden sicher ländliche Kollegen hier seltener "besucht" werden, aber ich finde genau dort sind sie umso wichtiger!!
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon Jogi » Di 2. Okt 2012, 14:20

green_Phil hat geschrieben:
Klar werden sicher ländliche Kollegen hier seltener "besucht" werden, aber ich finde genau dort sind sie umso wichtiger!!

Sehr richtig!
Und weil die Konzerne sicherlich nicht in jedem Kuhdorf eine Ladesäule hinstellen, ist hier private Initative durchaus angebracht.
Solange E.-Autos noch so dünn gesät sind, wird es aber auch kaum private Wallboxen geben, wo man als Durchreisender mal eben so nachladen kann.
CEE-Dosen (auch mit 32A) gibt's aber schon jede Menge, auch und gerade auf 'm Land! ;)
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon Guy » Di 2. Okt 2012, 20:02

Danke für die zahlreichen Kommentare.

Da die meisten, so wie ich, noch kurz vor dem ersten Elektroauto sind, ist Thema ja auch noch nicht wirklich akut.
Vielleicht tut sich da in nächster Zeit noch etwas bei den Energieanbietern und ein privates Netz wird überflüssig. So recht daran glauben mag ich jedoch noch nicht.

Eventuell könnte man als Zwischenlösung einen Bereich nur für Mitglieder einrichten, in dem diejenigen, die möchten, ihre Ladebox eintragen können. Kontakt kann ja dann bei Bedarf per PN aufgenommen werden.

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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon Jogi » Di 2. Okt 2012, 22:43

Guy hat geschrieben:

Eventuell könnte man als Zwischenlösung einen Bereich nur für Mitglieder einrichten, in dem diejenigen, die möchten, ihre Ladebox eintragen können. Kontakt kann ja dann bei Bedarf per PN aufgenommen werden.



So was in der Art hatte ich mir auch vorgestellt. Mach mal.
Und es sollte sich auch niemand scheuen, sich auch nur mit einer "normalen" Steckdose zu beteiligen.
Denn, so wie ich das sehe, werden viele E.-Mobilisten irgendeine mobile Lademöglichkeit für CEE/Schuko mitführen, um nicht auf Gedeih und Verderb von den Typ2-Säulen/Boxen abhängig zu sein.

Oder, wie es z. B. bei mir aussehen wird:
Wenn ich keine Wallbox bei mir installiere, liegt dennoch immer eines von mehreren benutzbaren Ladekabeln rum, das kann dann auch ein Besucher verwenden, der nur ein Typ2-Kabel (oder gar keines) dabei hat.


Gruß Jogi
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon Guy » Mi 3. Okt 2012, 16:49

Dann werde ich das in den nächsten Tagen umsetzen.
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon Gegendenstrom » Do 11. Okt 2012, 22:10

ich nutze ausschließlich öffentliche Ladesäulen hier in Berlin. Das funktioniert im Moment ganz gut. Es gibt hier auch eine ganze Menge davon. Ich habe Verträge dazu mit RWE und Vattenfall. Der Zugang erfolgt über APP bzw. RFID-Karte, auch das ist problemlos.
Bei Fahrten über Land habe ich die Ladeinfrastruktur von Wohnmobilstellpätzen und Marinas entdeckt. Die verkaufen ihren Strom gern auch an E-Mobilfahrer. Dazu habe ich mir einen Adapter von Schuko nach CEE blau beschafft (11.- Euro).
Ich denke, das eher die Stromanbieter mehr öffentliche Ladesäulen aufbauen sollten. Sie sollten auch mehr die Kooperation zu Hotels, Einkaufszentren, Tankstellen und zB. Ausflugszielen suchen. Hier in Berlin gibt es einige wenige Tankstellen, die E-Mobilfahrer als Kunden entdeckt haben. Das finde ich sehr Positiv.
Bis dahin nutze ich die Wohnmobilplätze und Marinas. Dafür habe ich mir einen Caravanplatzführer geleistet (14.-Euro). nun habe ich defakto mehr "Ladesäulen" als ich brauchen kann. Manche funktionieren übrigens auch mit Münzen.
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon BuzzingDanZei » Do 11. Okt 2012, 22:16

Das ist ein Super Tipp. Sehr cool, danke. Aber was sind Marinas?!?
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Re: privates Typ2 Ladesäulen-Netz

Beitragvon EVplus » Do 11. Okt 2012, 22:25

BuzzingDanZei hat geschrieben:
Aber was sind Marinas?!?


Die Wupper ist ja nicht schiffbar.....

Aber die nächste Marina ist hier: http://www.marina-duesseldorf.de/

Je nach Grösse der Marina reichen auch die dort verfügbaren Stromstärken der Landstromanschlüsse / shorepower.

Das sind dann in internationalen Marinas aber wieder andere Stecker: http://pdf.nauticexpo.de/pdf/mastervolt ... 8-_59.html

Bei den brandenburgischen " Binnen - Marinas" findet man wohl vorwiegend CEE Stecker und auch Schuko. Oftmals sind in Marinas, welche nur von Segelbooten frequentiert werden die Absicherungen der Steckdosen nur sehr niedrig ( 5 bis 6 Ampere ) !!

Beste Grüsse EVplus
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