Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon eDEVIL » Fr 30. Mär 2018, 00:43

mal aus dem PDF zitiert:

Auch wird die tatsächliche Ladeleistung nie konstant 3,7 kW betragen sondern ab 80 bis 90%
SoC wird die Ladeleistung von BMS runter geregelt.

Welche gängige eAuto drosselt bei 80-90% im Sommer auf < 3,7 kW? :?

Mit JAhresdurschnittwerte zu rechnen ist imho an der PRaxis vorbei.
Die Fahrzeuge werden ohne entsprechende Maßnahmen halt primär vom feierabend + Fahrzeit bis voll geladen. d.h. i.d.R. weit vor Mitternacht voll.

Wenn alle 42 Fahrzeuge gleichzeitg laden würden ist der PEak bei >200A Bei der hälfte der Fahrzeug immer noch >100A
Aber wird sicher noch "einWeilchen" dauern, bis überhaupt mal 42 eAutos dort laden werden
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 30. Mär 2018, 06:48

eDEVIL hat geschrieben:
Mit JAhresdurschnittwerte zu rechnen ist imho an der PRaxis vorbei.

Wenn Du genau lesen würdest, dann müsstest Du feststellen, dass die eigentliche Berechung mit 3,7 kW und 50% Anwesenheit der Fahrzeuge und nicht mit den Jahresdurchschnittswerte erfolgt. Man kann auch davon ausgehen, dass nicht jedes Fahrzeug täglich geladen wird und auch werden nicht alle Fahrzeuge um die gleiche Zeit mit dem Laden beginnen.

eDEVIL hat geschrieben:
vom feierabend

Ja, wann hat den jemand Feierabend ?? Frühschicht um ca. 14 Uhr, Spätschicht um ca. 22 Uhr, Nachtschicht um ca. 6 Uhr, Tagschicht um ca. 17 Uhr, der Rentner um ca. ??? Uhr, die Hausfrau um ca. ??? Uhr, die Verkäuferin in Teilzeit um ca. ??? Uhr, die Kellnerin in der Gaststronomie um ca. ??? Uhr, der Student um ca. ??? Uhr usw. usw. Es gibt die Feierabenduhrzeit nicht. Nur weil es zu bestimmte Uhrzeiten Verkehrsspitzen gibt, heist das noch lange nicht, dass dann alle Autos auch unterwegs sind. Die Mehrheit der Fahrzeuge steht dann immer noch rum.

eDEVIL hat geschrieben:
Wenn alle 42 Fahrzeuge gleichzeitg laden würden

Das wird nie vorkommen, da nur ca. 15% der Anwesenheitszeit des Fahrzeuges am Stellplatz geladen wird. Mit den größeren Akkus (>= 40 kWh), die zukünftig wahrscheinlich verbaut werden, muss man noch nicht mal jeden Tag anstecken.

Bei der ganze Betrachtung bin davon ausgegangen, dass die Ladung zu 100% am Stellplatz erfolgt. Gerade die Langstreckenfahrer werden auch u.U. beim AG laden. Viele werden auch bei kürzeren Strecken, wenn möglich, beim AG laden, da das ggf. kostenlos ist. Diese Energiemenge muss dann nicht über diesen Anschluss zur Verfügung gestellt werden.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon Eifel-Holger » Fr 30. Mär 2018, 08:39

Hallo Heiko,

Meine persönliche Sicht auf das Thema:

Grundsätzlich würde ich von „was wäre wenn Spielen“ und „es laden ja eh nicht alle gleichzeitig“ verabschieden.
Weiterhin ein Grundsatz asu der Informationstechnologie: „Kaufe nie mehr PC Leistung wie du benötigst - morgen ist sie wieder billiger und stärker“ - da die E-Mobilität sich auch gerade entwickelt, werden sich Leistungen (in diesem Fall Funktionsumfang) in Zukunft deutlich erweitern bzw. Preise werden sich nach unten entwickeln.

Daher 1. Schritt:
Du benötigst zwei (irgendwann 4, das ist dann schon eine Steigerung um 100%), dazu würde ich einen Elektriker deines Vertrauens bitten eine 32A CEE Dose in die Garage zu installieren (Dieser berechnet aus der Kabellänge den richtigen Querschnitt und schaut auch mal auf die Hausabsicherung).
Warum CEE 32: Meine Erfahrungen ist bei der Installation einer Wallbox, das Kabelziehen und Installieren deutliche teurer (Abschöpfung von Käuferrenditen).

2. Schritt: Installation einer / mehrer Wallbox die die Funktion „Lastmanagement“ enthalten! Da kannst Du aus einer großen Menge von verschieden Anbietern eine auswählen, da auch hier Käuferrenditen von zahlungswilligen Kunden abgezogen werden, sind die Lösungen auch alle sehr teuer. In der Regel kann man mit 1000 EUR pro Wallbox rechnen.
Mit einer einzigen Ausnahme (diese ist auch bei mir installiert) die Wallbox von Tesla. Diese kann auf Master / Slave (1 Master und 3 (bin mir nicht ganz sicher) weitere Slaves) gestellt werden, im Master wird die Gesammtleistung eingestellt, um den Hausanschluß nicht zu überfordern. Die anderen Slaves bekommen, dann halt auch so viel zugeteilt wie die Autos anfordern bzw. die Gesamtleistung zulässt.
Wo bekommt man diese? In jedem Tesla Service Center kann jeder Teslakunde die Dinger kaufen, in manchen Service Center reicht es Tesla interessierter zu sein ;-)). Weiterhin werden diese in einschlägigen Foren schon mal günstig verkauft, da diese auch von Tesla bei Kundenwerbungen verschenkt werden. Ach ja Preis im SC ca. 500 Eur und im Forum machmal 400Eur.

Wenn es dann irgendwann mal mehr werden, wird die Lösung inkl. Anschlußleistung kopiert (dann schaut auch noch einmal ein Elektriker auf den Hausanschluß) und die Preise für Wallboxen sind gesunken.

Herzliche Grüße aus der Eifel
Holger
(Was für ein langer Text - sollte es eigentlich nicht werden - was soll´s)
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 30. Mär 2018, 09:15

Eifel-Holger hat geschrieben:
Grundsätzlich würde ich von „was wäre wenn Spielen“ und „es laden ja eh nicht alle gleichzeitig“ verabschieden.

Wer solche Empfehlungen abgibt, hat von der Sache keine Ahnung. Da werden dann die grundsätzliche Prinzipien der Stromversorgung und Verteilung außer acht gelassen. Hinzu kommt, dass man gem. gültige TAB alle Ladesysteme über 12 kW anmelden und genehmigen lassen muss. Der VNB kann die Gehmigung verweigern bzw. Auflagen machen.

Eifel-Holger hat geschrieben:
Installation einer / mehrer Wallbox die die Funktion „Lastmanagement“ enthalten!

Toll. Die Schnittstelle Lastmanagement ist genormt. Da kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Einzig eine Schnittstelle nach dem Industriestandart 0 - 10V bzw. 0 - 20 mA bietet eine herstellerübergreifende Lösung. Nur dumm, das viele dieses gar nicht anbieten um den Wettbewerb außen vor zu halten. Aber mit der Begrenzung auf 3,7 kW je Box ist ein Lastmanagement überflüssig. In größeren Objekten muss man auch die Mitbewohner und deren Bedürfnisse berücksichtigen. Nicht jeder ist bereit für eine WB 1000 oder mehr Euronen auf den Tisch zu legen.

Eifel-Holger hat geschrieben:
die Wallbox von Tesla

Da gilt das zuvor geschriebene. Nur die von Tesla funktionieren mit denen von Tesla. Wer bekommt denn ein Slave von Tesla, wenn Tesla diese nur an Tesla-Kunden verkaufen. Nicht jeder möchte durch die halbe Republik fahren um einen willigen Tesla-Verkäufer zu finden. Eine mehr als untaugliche Empfehlung.
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon spark-ed » Fr 30. Mär 2018, 10:05

Man sollte auch im Hinterkopf haben, dass bei den Tesla Wall-Connectoren der erforderliche DC sensitive Fehlerstromschutzschalter nicht integriert ist und explizit für jede Wallbox vorgeschrieben wird. D.h. pro Ladepunkt plus mindestens €300,- (nicht vorhandener Platzverbrauch in UV kommt ggf. noch hinzu)

Eine einphasige Mode 1 Lademöglichkeit kommt sowieso immer noch mit einem normalen FI TypA aus
Ein FI-LS benötigt lediglich 2TEs in der Unterverteilung, das ist oft ohne teure Umbauten nachrüstbar.

Wenn der Elektriker eh schon Durchbrüche bohren/schotten muss und Leitungswege baut an jeden Stellplatz eine FR Abzweigdose oder gleich blaue CEE als Platzhalter und man ist für die kommenden Jahre fast jedem anderen Mietobjekt ladetechnisch meilenweit voraus.
Das Thema V2G und gesteuertes Laden sehe ich aus aktueller Sicht leider in weiter Ferne
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 30. Mär 2018, 14:29

spark-ed hat geschrieben:
Eine einphasige Mode 1 Lademöglichkeit kommt sowieso immer noch mit einem normalen FI TypA aus
Ein FI-LS benötigt lediglich 2TEs in der Unterverteilung, das ist oft ohne teure Umbauten nachrüstbar.
Wenn der Elektriker eh schon Durchbrüche bohren/schotten muss und Leitungswege baut an jeden Stellplatz eine FR Abzweigdose oder gleich blaue CEE als Platzhalter und man ist für die kommenden Jahre fast jedem anderen Mietobjekt ladetechnisch meilenweit voraus.

+1 :thumb:
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon HerrKah » Mi 4. Apr 2018, 14:08

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen und Ideen!

Nach etwas Grübeln und Diskussionen geht die Idee in die Richtung, dass wir versuchen wollen, zunächst eine laufende Leistungsmessung installieren zu lassen. Die mögliche Hürde dabei ist, dass wir keinen "vorgeschalteten" Hauptzähler haben, sondern alle Wohnungs- und Allgemeinstromzähler direkt am Hausanschluss hängen.

Nach meinem Verständnis müssten wir dann _vor_ den Zählern im verplombten Bereich der Verteilung eine passende Messlösung einbauen lassen.
[*]Gibt es da überhaupt Möglichkeiten? "Darf man das?"
[*]Es würde ja auch reichen da drei dieser aufklappbaren Spulen zur Strommessung über die Kabel klipsen zu lassen und dann an die rausgeführten Anschlüsse eine eigene Messlösung dranzuhängen ...
[*]Wie dick sind eigentlich die Kabel der einzelnen Phasen für einen 100 KVA-Anschluss?

Für die Stellplätze werden das dann vermutlich rote Dosen mit 3 Phasen/16A oder einfache 11kW Wallboxen à la Smart EVSE, womit wir dann zumindest nach heutigem Stand bis zu 4 Anschlüsse einigermaßen günstig per Lastmanagement versorgen könnten.
Die Anschlüssen würden direkt auf Kosten der Betreffenden an die jeweiligen Wohnungszähler gelegt.

Je nach den Ergebnissen der Ist-Leistungsmessung und dem sich entwickelnden Bedarf kann man dann in ein paar Jahren entscheiden, ob ein zweiter Hausanschluss zusätzlich erstellt werden muss und hat dann hoffentlich eine bessere Anbieterlage am Markt. Die Idee, dann evtl. noch einen gemeinsamen DC-Schnellladeranschluss einbauen zu lassen finde ich charmant, das würde aber wegen der knappen Platzverhältnisse in der Tiefgarage bei uns ein hohes Maß an Rücksichtnahme erfordern ...

Im zu treffenden WEG-Beschluss würden sich die jetzt betroffenen Nutzer dazu verpflichten bei einem erforderlichen Ausbau ggf. eigene Lösungen zurückzubauen, wobei soweit insgesamt wirtschaftlich sinnvoll die vorhandene Verkabelung etc. genutzt werden soll.

Ich werde weiter berichten.
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon MaXx.Grr » Mi 4. Apr 2018, 15:19

HerrKah hat geschrieben:
Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen und Ideen!

Nach etwas Grübeln und Diskussionen geht die Idee in die Richtung, dass wir versuchen wollen, zunächst eine laufende Leistungsmessung installieren zu lassen. Die mögliche Hürde dabei ist, dass wir keinen "vorgeschalteten" Hauptzähler haben, sondern alle Wohnungs- und Allgemeinstromzähler direkt am Hausanschluss hängen.

Nach meinem Verständnis müssten wir dann _vor_ den Zählern im verplombten Bereich der Verteilung eine passende Messlösung einbauen lassen.
[*]Gibt es da überhaupt Möglichkeiten? "Darf man das?"
[*]Es würde ja auch reichen da drei dieser aufklappbaren Spulen zur Strommessung über die Kabel klipsen zu lassen und dann an die rausgeführten Anschlüsse eine eigene Messlösung dranzuhängen ...
[*]Wie dick sind eigentlich die Kabel der einzelnen Phasen für einen 100 KVA-Anschluss?

Für die Stellplätze werden das dann vermutlich rote Dosen mit 3 Phasen/16A oder einfache 11kW Wallboxen à la Smart EVSE, womit wir dann zumindest nach heutigem Stand bis zu 4 Anschlüsse einigermaßen günstig per Lastmanagement versorgen könnten.
Die Anschlüssen würden direkt auf Kosten der Betreffenden an die jeweiligen Wohnungszähler gelegt.

Je nach den Ergebnissen der Ist-Leistungsmessung und dem sich entwickelnden Bedarf kann man dann in ein paar Jahren entscheiden, ob ein zweiter Hausanschluss zusätzlich erstellt werden muss und hat dann hoffentlich eine bessere Anbieterlage am Markt. Die Idee, dann evtl. noch einen gemeinsamen DC-Schnellladeranschluss einbauen zu lassen finde ich charmant, das würde aber wegen der knappen Platzverhältnisse in der Tiefgarage bei uns ein hohes Maß an Rücksichtnahme erfordern ...

Im zu treffenden WEG-Beschluss würden sich die jetzt betroffenen Nutzer dazu verpflichten bei einem erforderlichen Ausbau ggf. eigene Lösungen zurückzubauen, wobei soweit insgesamt wirtschaftlich sinnvoll die vorhandene Verkabelung etc. genutzt werden soll.

Ich werde weiter berichten.


Top - gute Lösung! Gratuliere...

Den Strom kann man wohl mit Stromzangen auf allen 3 Leitern messen ohne an der Verplombung zu basteln. Ob da dann auch die Scheinleistung mitgezählt wird weiß ich nicht - aber ein Elektriker weiß das sicher.

Die Verpflichtung zum Rückbau war in meinem WEG-Beschluß auch drin. Das ist aber kein Problem wenn man dann zugunsten einer universellen Lösung seinen Teil zur Verkabelung beiträgt. Da das dann für die WEG billiger wird ist das sicher der WEG auch etwas wert so daß man sicher ein bisserl von dem jetzt investierten Geld raus bekommt.

Grüazi MaXx
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 4. Apr 2018, 21:04

HerrKah hat geschrieben:
Die Idee, dann evtl. noch einen gemeinsamen DC-Schnellladeranschluss einbauen zu lassen finde ich charmant

Da sollte man mal überlegen wie das denn funktionieren soll. Ich komme nach Hause und muss für den nächsten Tag laden. Stecke an wenn frei ist. Wenn nicht parke ich auf meinem Stellplatz. Wenn frei war lädt mein Auto und gehe nach oben. Da ich verschwitz bin muss ich erst mal duschen. Nach einer halben Stunde ist mein Auto voll und ein Nachbar klingelt, weil er dringend laden muss. Ich zieh schnell meinen Morgenmantel an und latsche in Badeschlappen in die Garage, stöpsel ab und stell das Auto auf meinem Stellplatz nun kann der Nachbar laden. Der nächste kommt gerade rein und fragt wann er denn laden kann. usw. usw. Hoffentlich merkt ihr endlich mal wie dämlich das denn ist.

In einer Gemeinschaftsgarage gehört kein Schnelllader für alle sondern jeder Stellplatz muss eine eigene Lademöglichkeit haben. Alles andere ist nur Murks. Die Lademöglichkeit am Stellplatz muss nicht mehr haben als 3,7 kW. Wenn jemand vergisst sein Auto jedesmal an zu stöpseln und dadurch am nächsten Tag zu wenig im Akku hat, ist das sein Problem und nicht das der Hausgemeinschaft.

HerrKah hat geschrieben:
[*]Gibt es da überhaupt Möglichkeiten? "Darf man das?"

Ja. Nur der VNB kann eine entsprechende Messung machen.

HerrKah hat geschrieben:
[*]Es würde ja auch reichen da drei dieser aufklappbaren Spulen zur Strommessung über die Kabel klipsen zu lassen und dann an die rausgeführten Anschlüsse eine eigene Messlösung dranzuhängen ...

Ist genau richtig, da nicht die Leistung sondern nur der Strom das entscheidende Kriterium ist. Auf den Sicherungen steht "A" und nicht "kW".

HerrKah hat geschrieben:
[*]Wie dick sind eigentlich die Kabel der einzelnen Phasen für einen 100 KVA-Anschluss?

Es wird für ein MFH fast immer 3 x 70² / 35² oder 3 x 90² / 50² verlegt. Die Ader für die Phase hat bei 90² einen Durchmesser von ca. 1,4 cm.

HerrKah hat geschrieben:
Im zu treffenden WEG-Beschluss würden sich die jetzt betroffenen Nutzer dazu verpflichten bei einem erforderlichen Ausbau ggf. eigene Lösungen zurückzubauen, wobei soweit insgesamt wirtschaftlich sinnvoll die vorhandene Verkabelung etc. genutzt werden soll.

Solche Gedanken können nur Nichtfachleute oder ahnunglose Elektriker anstellen. Jeder Stellplatz mit 3 x 2,5² versehen und das reicht bis in alle Ewigkeit. Mehr wie 2500 kWh im Durchschnitt pro Jahr und Auto wird nie benötigt. Nur wenn die Autos anfangen zu fliegen könnte es mehr werden.
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Re: Planung Ladestellen / 10 TG-Stellplätze in WEG

Beitragvon kub0815 » Mi 4. Apr 2018, 22:06

Und warum nicht Drehstrom 5x2,5mm2? Bei 11 Stellplätze sollte das doch auch funktionieren. Eine Steuerleitung würde ich auch gleich mit verlegen lassen.
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