Nochmal FI-Schalter

Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon acurus » Do 26. Apr 2018, 05:24

freifallspoiler hat geschrieben:
Das Schema verdeutlicht einiges, danke! Gilt das Schema auch für Wallboxen mit DC Fehlerstromerkennung?


Die sind ja extra aufgeführt, siehe die 5./6. Variante im Bild.
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon winwou » Do 26. Apr 2018, 06:35

Nach meinem Kenntnisstand ist lt. VDE nur der Typ A vorgeschrieben. Eine separate Zuleitung wird lt. VDE empfohlen. Die 6 mA Überwachung ist nur vorgeschrieben, wenn ein Fehlergleichstrom zu erwarten ist. Daher ist die 1. Variante Drehstrom nicht grundsätzlich nicht erlaubt. Auch fehlt in den Varianten der nicht zulässige Anschluss von mehrere Wallboxe hinter einem FI.
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon Misterdublex » Do 26. Apr 2018, 07:27

winwou hat geschrieben:
Nach meinem Kenntnisstand ist lt. VDE nur der Typ A vorgeschrieben. Eine separate Zuleitung wird lt. VDE empfohlen. Die 6 mA Überwachung ist nur vorgeschrieben, wenn ein Fehlergleichstrom zu erwarten ist. Daher ist die 1. Variante Drehstrom nicht grundsätzlich nicht erlaubt. Auch fehlt in den Varianten der nicht zulässige Anschluss von mehrere Wallboxe hinter einem FI.


Hallo,

genau die 1. Variante (3-phasig) haben wir bei uns in der Garage installieren lassen, Kabel endend in CEE rot 16 A.
Wann ist denn mit einem Fehlergleichstrom zu rechnen? Wir werden an der Installation 2-phasig mit unserem E-Golf laden.

Wenn ich nun nach einer 6 mA-Überwachung im Internet suchen möchte (falls ich doch noch eine zwischen schalten will) welchen Suchbegriff muss ich da eingeben? Würde die dann in den Elektro-Schrank mit installieren lassen.

Grüße

Christian

PS.: Viele befragte Elektrofachbetriebe tun sich schwer mit der Bewertung.
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon winwou » Do 26. Apr 2018, 08:25

Misterdublex hat geschrieben:
Wann ist denn mit einem Fehlergleichstrom zu rechnen?

Soweit wie mir bekannt ist nicht bei den von deutschen Herstellern verbauten Ladegeräte.

Misterdublex hat geschrieben:
Viele befragte Elektrofachbetriebe tun sich schwer mit der Bewertung.

Bei dem hier im Forum aktiven ecopowerprofi scheint das aber nicht der Fall zu sein. Ich bekomme von ihm in Kürze die Wallbox installiert. Er kommt auch aus dem Ruhrgebiet.
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon Leftaf » Do 26. Apr 2018, 10:04

Ok auch noch mal in diesen Post.

Jeder hat das Recht sich selbst seine Wahrheit zurecht zulegen, man sollte dann halt auch zu den Konsequenzen stehen, wenn was passiert.

Aussagen wie VDE sagt nur TypA, gilt natürlilch nur für CEE16/32 wenn ich daran eine WallBox hängt sollte diese einen TypA EV haben, keinen Typ B, man muss schon ein gewissen Verständnis haben. Daher Empfehlung eigene Leitung und FI Tyb B. Das ist sicherer. Funktionieren tut wie so oft fast alles.

Aus der Realität kann ich sagen wenn ihr mehr als zwei eAuto's an einen Typ B oder Typ A EV anschließt ist der "Grundfehlstrom" so hoch das der FI immer auslöst so wie das dritte eAuto anfängt zu laden. Deshalb gilt pro Wallbox ein eigener FI als Sinnvoll.

Dieser Anschluss sollte aus meiner Sicht als OneTimeLive Investment gesehen werden, und da sollte nicht am Querschnitt oder an der Absicherung gespart werden.

Aber das sind nur meine 50Cent zu diesen Thema. Over and Out
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon kepppfeff-ZOE » Do 26. Apr 2018, 10:31

winwou hat geschrieben:
Nach meinem Kenntnisstand ist lt. VDE nur der Typ A vorgeschrieben. [...] Die 6 mA Überwachung ist nur vorgeschrieben, wenn ein Fehlergleichstrom zu erwarten ist. Daher ist die 1. Variante Drehstrom nicht grundsätzlich nicht erlaubt. [...]

Das stimmt laut AbRiNgOi nicht (siehe 2. Beitrag dieses Threads), jeder mehrphasig angeschlossene Umrichter benötigt einen Schutz gegen Gleichfehlerströme, egal ob er eine galvanische Trennung besitzt oder nicht. Daher ist meiner Ansicht nach die Grafik diesbezüglich korrekt.

Misterdublex hat geschrieben:
genau die 1. Variante (3-phasig) haben wir bei uns in der Garage installieren lassen, Kabel endend in CEE rot 16 A.

Das ist ja nicht unbedingt die 1. Variante. Du musst halt ein ICCB bzw. eine mobile Ladebox verwenden, die einen eingebauten FI Typ A-EV oder eine eingebaute 6 mA Gleichfehlerstrom-Überwachung besitzt und hast dann eine der beiden unteren Varianten.
Genau deshalb habe ich in der Grafik die gestrichelten Linien um die Fehlerstrom-Schutzschalter gezeichnet, welche andeuten sollen, dass diese ggf. in der Ladelösung integriert sein können.

Ich werde noch einen Hinweis ergänzen, dass man pro Ladeanschluss einen separaten FI vorsehen sollte und werde außerdem die verschiedenen Varianten nummerieren, damit man besser darauf verweisen kann.

Freundliche Grüße Michi
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon winwou » Do 26. Apr 2018, 14:30

kepppfeff-ZOE hat geschrieben:
jeder mehrphasig angeschlossene Umrichter benötigt einen Schutz gegen Gleichfehlerströme, egal ob er eine galvanische Trennung besitzt oder nicht.

Eben nicht sondern nur wenn konstruktionsbedingt ein Gleichfehlerstrom auch auftreten kann. Auch an Anlagen ohne Umrichter können u.U. Gleichfehlerströme auftreten. z.B. wenn Heizungen mit einer Halbwellensteuerung betrieben werden.
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon AbRiNgOi » Do 26. Apr 2018, 15:01

winwou hat geschrieben:
Eben nicht sondern nur wenn konstruktionsbedingt ein Gleichfehlerstrom auch auftreten kann.


und ganz langsam kommen wir der Wahrheit näher...

Weil wenn Du ein Netzteil verwendest, welches eine 50Hz galvanische Trennung verbaut hast, hast Du recht. Da aber, wie alle Schaltnetzteile auch bei den kleinsten, eine andere Frequenz als 50 Hz für die galvanische Trennung verwendet wird (mit 50Hz einfach viel zu groß und schwer, etwa 10kg pro 1kW also bei 11kW wären das 100kg), wird vorher gleich gerichtet bevor es zum zerhacken an den Hochfrequent Trafo kommt.

Dazu aber der verlinkte Bericht von Brusa auf der ersten Seite dieses Threats. Bitte lesen, dann wird es einem klarer.

.
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon EVduck » Do 26. Apr 2018, 15:27

winwou hat geschrieben:
Eben nicht sondern nur wenn konstruktionsbedingt ein Gleichfehlerstrom auch auftreten kann.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Nur wenn konstruktionsbedingt kein Gleichfehlerstrom auftreten kann, darf auf die 6mA Überwachung hinter einem FI Typ A verzichtet werden.
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Re: Nochmal FI-Schalter

Beitragvon Misterdublex » Do 26. Apr 2018, 17:58

Kann bei einem 2-phasig ladenden E-Golf Konstruktionbedingt KEIN Gleichstromfehlerstrom auftreten?
Unsere Wallbox hat keinen verbauten Typ A EV und keine Gleichstromfehlererkennung.
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